Schön an dem Buch ist, dass man darin eine Sammlung von Fallberichten zu verschiedenen Störungsbildern bekommt und so beispielhaft Formulierungen etc. erlernen kann. Es enthält sowohl Fallberichte wie auch Erstanträge für Kurz- und Langzeittherapie sowie einen Fortführungsantrag. Im Anhang finden sich noch ein paar Allgemeine Hinweise zur Fallberichterstattung / Antragsschreiben.
Insgesamt ein ganz lohnenswertes Buch, wenn es einem aber mehr um die praktische Erlernung der Berichterstattung an den Gutachter geht, würde ich jedoch eher das Buch "Bericht an den (VT)Gutachter" von Margot Müther empfehlen.
Thomas Bock wirbt in diesem Buch für einen offenen und partnerschaftlichen Umgang mit psychotischen Patienten. Er spart dabei nicht an Kritik an der etablierten Psychiatrie und bietet konstruktive Perspektiven wie Psychiatrie besser die Würde und die subjektive Lebenswelt der Patienten respektieren kann. Das Buch ist gut und lesenswert!
Kritik habe ich vor allem an dem Übertitel "Basiswissen". Dies wird meines Erachtens nicht wirklich vermittelt. Gekauft habe ich mir das Buch als Berufseinsteiger (psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung) und als "Angehöriger" eines psychotischen Patienten im Bekanntenkreis. Erhofft habe ich mir lebensnahe Praxistipps… Mehr dazu
Laut Bonusmaterial beruht der Film auf einer wahren Geschichte. Diese fand Ende der 60er Jahre statt. Teilweise knüpft der Film an der Psychiatrie-Kritik der 70er Jahre an (ähnlich wie "Einer flog über das Kuckucksnest"). Langweilig ist dabei vor allem, dass der Film aber im Jahr 2000 produziert wurde und ein klischeehaftes Bild der Psychiatrie vermittelt, das so einfach nicht mehr zu trifft. Die dargestellten Krankheitsbilder sind flach, plakativ und wenig lebensnah dargestellt.
Das ganze etwas angereichert mit Pseudotiefsinn und rührseligen Freundschaftsgeschichten.