Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen:
85% (62 von 73)
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Rezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Schicksal hat Sonderberg, DEN Sonderberg, Schauspieler am Stadttheater und mit 69 in der Blüte seiner Karriere, seiner Sprache beraubt und mittels Halbseitenlähmung an den Rollstuhl geschmiedet. Eben noch im NATHAN gefeiert, rebelliert er, das Schreiben wiedererlernend, gegen sein Vergessen, gegen seine Entmündigung durch gnadenlose Institutionen, gegen unendliche Hoffnungslosigkeit, gegen das Verdämmern der Wahrnehmung. Absurdes, wie Herrn Wagenseils Faszination des gelben Flecks, wird zum Symbol für die Reduktion der Menschen in der Demenzstation. Doch nicht nur die Alten und Gebrechlichen sind festgezurrt in diesem System, die Pflegenden verwalten mit… Mehr dazu
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Dieses Buch ist eine Zumutung, eine Zumutung an die Aufmerksamkeit des Lesers und an seine, für das Schmunzeln zuständige, Gesichtsmuskulatur. Der Autor, der sich seit einer Ewigkeit mit Kriminalliteratur", deren Begriff er vornehmlich in Anführungszeichen gelten lässt, befasst, und Kenner der Krimiszene" ist, nimmt uns mit auf eine Reise durch Literarisches. Näher benennen kann man es kaum, denn genau darum geht es in dem Buch - aufzuräumen mit Klischees und Schubladen, vermeintlichen Genres und Subgenres, die weniger dem literarischen Gehalt, als vielmehr dem Buchabsatz dienlich sind. Auf kluge und amüsante Weise unterhält er uns mit… Mehr dazu
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das ist doch mal ein handfester, flotter Krimi! Plastisch zeigt sich die Kulisse des Ruhrgebiets der Sechsziger Jahre. Davor Menschen, denen der Krieg noch in den Knochen bzw. in der Sprache steckt. Man vermutet ihre Verletzungen mehr, als das sie benannt würden. Sie liegen unter der Oberfläche ihrer Träume vom besseren Leben, für das sie einiges an Risiken eingehen. Was für den Einen Capri, ist für den Anderen der neue, funktionierende Ofen für den Winter. In allen steckt die Sehnsucht zu entkommen - den grauen Zechensiedlungen, der Maloche unter Tage und hoffentlich der Staublunge, die die Männer vorzeitig ins Grab bringt. Dabei behalten sie… Mehr dazu
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