N. K.

"Alltagsirrsinn"
 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 75% (927 von 1.234)
Geburtstag: 15. Mai
In eigenen Worten:
Ich bin schreibfaul, deswegen lese ich viel!

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Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 88.582 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 927 von 1234
Satt. Sauber. Sicher. von Dirk Bernemann
Satt. Sauber. Sicher. von Dirk Bernemann
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Da hätten wir ihn also endlich: Den neuen Roman von Dirk Bernemann. Auch diesmal geht der werte Herr Schriftsteller poetisch mit unschönen Worten um. Zeigt charmant auf grauenvolle Art, wie marode und trostlos doch unser deutsches Spießbürgertum ist. Erschreckende Abgründe tun sich da hinter den gutbürgerlichen Fassaden auf. Und dabei erzählt Bernemann wundervoll schonungslos von Menschengeschichten.

Der Krebs zum Beispiel frisst innerlich den Roland auf, während er äußerlich an der Gesellschaft nagt. Oder man lernt den Kevin kennen. Ein schnöder Jugendlicher, der Randexistenzen mental verachtend mit Füßen tritt,… Mehr dazu
"Der Gott des Gemetzels": Mit 7 Fotos aus der Zürc&hellip von Yasmina Reza
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ehepaar Houillé trifft auf Ehepaar Reille. Grund der zivilisierten Begegnung: Deine Sohn hat dem anderen Sohn die Fresse poliert. Dabei sind etwas Würde und ein Zahn abhanden gekommen. Gebildete Eltern wollen das nun bei Kaffee und Kuchen ausdiskutieren und lösen. Während der eine sagt, dass die Jungs das unter sich klären sollen, weist eine der Damen auf die tiefenpsychologische Struktur hin. Mal klingelt ein Handy (wieder und wieder), mal kommt es zu Pharma-Debatten. Dann wieder werden fremde Weiber schonungslos angeflirtet oder eine der Frauen kotzt zuerst den Kaffeetisch, dann einen Kunstband und letztlich das Badezimmer voll. Schnell wird klar, dass auch das… Mehr dazu
Melancholie von Jon Fosse
Melancholie von Jon Fosse
5.0 von 5 Sternen Malerische Innenwelt, 12. Februar 2008
Als der flämische Landschaftsmaler Lars Hertervig Mitte des 19. Jahrhunderts die Düsseldorfer Akademie besucht. Kennt er niemanden. Wahrscheinlich nicht mal sich selbst. Jung, unbedarft und emotional vollkommen überfordert, verliebt er sich unsterblich in die Tochter seines Wirtes - und wird fortan zwischen Liebe und Triebe, Kunst und Kommerz fast verrückt.

Jon Fosse beweist auch in diesem Roman, wofür ihn seine Theaterstücke bereits berühmt gemacht haben: Er fieselt das Seelenleben seiner Figuren ins endlose Detail auf und stellt ihre emotionale Ohnmächtigkeit bloß. Auch hier geht Fosse wieder den Weg der Sprache um diese Ohnmacht… Mehr dazu