Bruno Trezi

 
Top-Rezensenten Rang: 8.336
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 84% (282 von 334)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 8.336 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 282 von 334
Ein Regenschirm für diesen Tag: Roman von Wilhelm Genazino
Den Ich-Erzähler dieses Buches befällt öfters das Gefühl, dass er ohne seine innere Genehmigung auf der Welt sei und ihn niemand gefragt habe ob er hier sein möchte. Leider geht er nicht näher auf diese interessante Frage ein. Er stellt sie nur immer wieder ohne nach einer Antwort zu suchen. Vielmehr verliert er sich in Banalitäten wie der Feststellung, dass es jedes Mal Pfft! macht, wenn die Düsen Parfum ausstäuben oder er beschert dem Leser Na und  Erlebnisse wenn er feststellt, dass jemand, der nach Hause kommt, nichts weiter ist als jemand, der nach Hause kommt und dies als so sonderbar empfindet, dass er das Küchenfenster öffnen… Mehr dazu
Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano
Die Einsamkeit der Primzahlen von Paolo Giordano
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Videoclip, 15. Juni 2013
Dieser Roman kommt mir vor wie ein Musik Videoclip: Erzählfetzen / Schnitt / Rückblende /Schnitt / Wechsel der Erzählperspektive / Schnitt. Überhaupt die Erzählperspektive, sie jettet von Alica zu Battia zu Viola und wieder zu Alice, weiter zu ihrem Dienstmädchen und sogar aus der Sicht eines Tätowierers wird ein Teil der Geschichte erzählt.
Dadurch entschlüpfen dem Leser die Figuren. Er kommt nicht an sie heran. Kaum nähert man sich einer Figur endet das Kapitel und das nächste wird aus einer anderen Perspektive geschildert.
Vieles bleibt offen. Manche Erzählstränge enden abrupt, ergeben keinen Sinn oder bleiben… Mehr dazu
Der Flüchtling im Jura von Heinrich Zschokke
Der Flüchtling im Jura von Heinrich Zschokke
3.0 von 5 Sternen Historischer Roman, 13. Juni 2013
Die Geschichte zweier Liebender, die von der ersten Begegnung an wissen, dass sie füreinander bestimmt sind. Eine alte Frau  Seherin und Wahrsagerin  warnt zwar vor dieser Verbindung, da sie sich gegenseitig ins Unglück stürzen würden, einander zugleich Segen und Fluch, Liebe und Entsetzen, Sehnsucht und Schrecken sein würden. Jedoch vergeblich.

Hintergrund sind die Kriegswirren in Europa zu Ende des 18. Jahrhunderts als sich in Graubünden österreichische und französische Heere bekämpfen. Der Protagonist entflieht auf dem Weg nach Frankreich nahe dem damaligen Fürstentum Neuenburg (heutiger Schweizer Kanton Neuenburg) aus… Mehr dazu