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Klaus Zott

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Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 62% (24 von 39)
Ort: Schliersee, Bayern
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 119.631 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 24 von 39
Christlich-abendländische Kultur - eine Legende: Ü&hellip von Rolf Bergmeier
10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rolf Bergmeiers neues Buch stößt in eine bedeutsame Lücke der Geschichtsschreibung im Übergang von der Spätantike zum Mittelalter. Von der gegenwärtigen Historikergilde wird das im 4./5. Jh. entstandene Staatschristentum meist als wesentlicher Vermittler der antiken Kultur an das westeuropäische Mittelalter gesehen. Die Rolle des katholisch-christlichen Glaubens beim Kulturbruch (natürlich gab es auch Kontinuität) im frühen Mittelalter wird kaum thematisiert.
Jüngstes Beispiel ist Johannes Frieds Karlsbiographie: Hier finden zwar Karls Sorge um eine christliche Minimalerziehung seiner Untertanen und Alkuins Antikenrezeption einen… Mehr dazu
Warum ich kein Christ bin: Bericht und Argumentati&hellip von Kurt Flasch
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vernünftig und erhellend, 3. Dezember 2013
Für alle, die an einer vernunftorientierten Begründung und Hinterfragung ihres christlichen Glaubens interessiert sind, legt der große Philosophiehistoriker ein lesenswertes und weitgehend überzeugendes Buch vor.
Dabei setzt er sich mit den Kernpunkten des christlichen, vor allem katholischen Glaubensbekenntnisses auseinander und kommt mit seiner historisch-kritischen Textanalyse vereinfacht zu folgenden plausiblen, sprich rational nachvollziehbaren Ergebnissen:

1. Die Bibel ist ein in sich widersprüchliches Konglomerat von unterschiedlichsten historisch entstandenen Texten,
nicht Gottes Wort, sondern menschliche Literatur.

2. Das… Mehr dazu
Kaiser Konstantin und die wilden Jahre des Christe&hellip von Rolf Bergmeier
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bergmeiers Arbeit ist dort, wo es um den Kern seiner Argumentation geht - die Legende eines christlichen Kaisers Konstantin - sehr detailliert und überzeugend geschrieben. Im Mittelpunkt stehen dabei die angebliche Konversion vor der Schlacht an der Milvischen Brücke, das kaiserliche Bauprogramm in Konstantinopel und die späte Taufe.
Im Grunde gibt es dazu nur zwei Textquellen von den christlichen Autoren Laktanz und Eusebius (Konstantin-Vita). Beide hatten kein Interesse an sachlicher Geschichtsschreibung, sondern wollten die triumphierende Kirche darstellen. Bergmeiers Hauptinteresse ist, die weitgehend kritiklose Übernahme dieser christlich gefärbten… Mehr dazu