Selten habe ich erlebt, dass ein Buch hält, was sein Klappentext verspricht. Bei dem Buch von Willi Winkler ist es so, nein, hier wird noch mehr gehalten, als der Leser eigentlich erwarten kann. Ein paar wenige Beispiele: Wer weiß schon, dass Hitlers Monologe/Tischgespräche sage und schreibe eine Textgrundlage von 110.000 Seiten haben? Keiner kann mehr exakt rekonstruieren, wer da wann, was mitgeschrieben hat und wie viele Male und wie sehr diese Texte von Martin Bormann oder anderen überarbeitet wurden. Und doch werden sie bis heute als O-Ton Hitlers zitiert. Der Hitler-Verehrer Genoud machte es sich zur Lebensaufgabe, Texte des "Führers", Bormanns und Goebbels'… Mehr dazu
In seiner beck'schen reihe "Die 101wichtigsten Fragen" versucht der renommierte Verlag C.H.Beck gut lesbares Basiswissen schnörkellos und ohne weiterführende Literatur oder wissenschaftlichen Anmerkungsapparat anzubieten. So steht und fällt die Reihe mit der Kompetenz des jeweiligen Autors. Hat zum Thema "Das Dritte Reich" dieser Reihe der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Prof. Wolfgang Benz, diese Aufgabe gut verständlich und doch korrekt gelöst, so versucht das nun beim Thema "Der Zweite Weltkrieg", Dr. Jörg Echternkamp, Historiker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam, ein fachlich… Mehr dazu
Da hat sich nicht irgendein Autor hingesetzt und mal schnell alle deutschen Wehrmachtssoldaten ganz ohne Grund als Verbrecher beschimpft, wie andere das Buch missverstehen wollen. Nein, es handelt sich um die Habilitationsschrift eines Wissenschaftlers des höchst angesehenenen Münchner Instituts für Zeitgeschichte. Sachlich, umfassend quellenmäßig belegt, differenziert und ausgewogen urteilend erörtert und bilanziert er die Herrschaft der Wehrmacht im "Unternehmen Barbarossa" 1941-1944. Dass er die Vielzahl der Dokumente nicht negieren kann, die vieltausendfache Verbrechen der Wehrmacht gegen Juden, "verdächtige" Zivilisten, Kriegsgefangene - von denen… Mehr dazu