B. Gutleben

(REAL NAME)
 
Top-Rezensenten Rang: 1.054
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 85% (922 von 1.084)
Ort: Oberhausen

Interessen
Den anfänglichen Schwerpunkt meiner Besprechungen bildeten die Studio-Alben der Moody Blues und die jüngere Sekundärliteratur zu Heinrich Heine.
Inzwischen haben sich meine Rezensionen hier in eine Art Lesetagebuch verwandelt, für mich selbst vielle… Mehr dazu

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Beiträge


Top-Rezensenten Rang: 1.054 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 922 von 1084
Mein Jahrhundert von Günter Grass
Mein Jahrhundert von Günter Grass
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich glaube, das ist das erste Buch von Günter Grass, das ich aus freien Stücken komplett gelesen habe. Wahrscheinlich, weil es aus vielen kleinen Häppchen besteht, die man sich in kleineren oder größeren Portionen einverleiben kann. Jedem der hundert Jahre widmet er einen etwa vier Seiten langen Text, der jeweils von einem bestimmten Ereignis aus der Perspektive ständig wechselnder Personen bercihtet. Diese wechselnden Erzähler/innen entstammen recht verschiedenen sozialen Milieus und verwenden daher unterschiedliche Sprachebenen, mitunter auch bestimmte Mundarten. Sie berichten eher selten - quasi live - ihre frischen Eindrücke, oft reflektieren sie… Mehr dazu
Der Historiker von Elizabeth Kostova
Der Historiker von Elizabeth Kostova
... zu der ich bei Büchern allerdings höchst selten greife, da das ja ein Eingeständnis darstellt, einen Fehlgriff getan zu haben. In diesem Fall war es so, und das weniger wegen der Erzählweise, die einige als langatmig und schwach in der Darstellung von Charakteren kritisieren. Mit den mehreren Zeitebenen, dem Wechsel zwischen Ich-Erzählerin und der Wiedergabe von Briefen und Aufzeichnungen sowie den reichhaltig eingestreuten historischen Hintergründen hatte ich eigentlich kein Problem, eher mit dem Sujet. Da weckte der Titel »Der Historiker« wohl falsche Erwartungen. Die Autorin schildert zwar durchaus kundig Schauplätze historischer Forschung: Archive,… Mehr dazu
Alexander Mitscherlich: Auf dem Weg zur vaterlosen&hellip von Alexander Mitscherlich
Diese eindringliche Studie von Alexander Mitscherlich ist auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Erstveröffentlichung noch mit Gewinn zu lesen. Natürlich ist der gesellschaftliche Hintergrund, von dem wichtige Befunde abgeleitet werden - die ausgehende Adenauer-Ära, vielleicht auch: die späte Nachkriegszeit - inzwischen längst Geschichte und neuere Entwicklungen wie die digitale Revolution oder die fortscheitende Globalisierung noch nicht in Sicht; aber Mitscherlich geht es weniger um kurzlebige Statements und aktuelle Gadgets oder Gimmicks, sondern um grundlegende Befunde. Und die haben oft nichts an Gültigkeit verloren, beispielsweise seine Ausführungen… Mehr dazu