ich fand den comic platt in zweierlei hinsicht. einmal sind die figuren alle überaus ähnlich gezeichnet. die ähnlichkeit ist so stark, dass es meiner meinung nach über einen bestimmten stil, der dann eben irgendwo ähnliche figuren produziert, hinausgeht. die figuren sogar die sorgenpuppe sehen aus wie geschwister. dabei hilft es nicht, dass der comic schwarz-weiß gezeichnet ist. die sprechblasen sind etwas verwirrend angeordnet, ganz abgesehen davon, dass das buch nach asiatischer art von hinten gelesen wird; aber an letzteres kann man sich gewöhnen (jeden tag was neues lernen hält fit).
die geschichte fand ich genauso platt: zuerst erlebt… Mehr dazu
ich fand den text zu unrecht als kurzgeschichte oder special chapter beschrieben - dabei würde ich etwas in sich abgeschlossenes erwarten; man hatte eher den eindruck, dass ein kapitel aus irgendeinem buch genommen wurde. und die "ungeahnte wendung" ist auch nicht so spektakulär, wie man es sich nach dieser ankündigung erwarten würde.
als leseprobe, um iny lorentz mal kennenzulernen, hat mir der text sehr gut getaugt; jedoch darf man sich nicht erwarten, hier etwas außergewöhnliches über die "wanderhure" zu erfahren.
ich fand die bilder in beiden geschichten wunderschön: sehr plastisch, schöne farben, nette details. aber eine handlung in beiden geschichten ist fast nicht vorhanden. ich glaube, auch kleine kinder würden sich zumindest bei der geschichte vom drachen fragen, was diese aneinanderreihung von bildern soll. schwierig finde ich, dass in der geschichte vom frosch der begriff "multiple persönlichkeiten" fällt - schaut man sich das bilderbuch mit kindern an, kann man sich an der stelle was einfallen lassen, um dieses schwierige konzept zu erklären.