Raumzeitreisender

(TOP 500 REZENSENT)
 
Top-Rezensenten Rang: 146
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 91% (2.156 von 2.359)
Ort: Lummerland
In eigenen Worten:
"Der Realist ist insofern naiv, als er nicht zur Kenntnis nimmt, daß wir alle nicht in der Welt leben, sondern nur in dem Bild, das wir uns von der Welt machen." (Hoimar von Ditfurth, 1989, Innenansichten eines Artgenossen, S. 383)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 146 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 2156 von 2359
Das innere Auge: Neue Fallgeschichten von Oliver Sacks
4.0 von 5 Sternen Veränderte Wahrnehmungen, 30. August 2014
Autor Oliver Sacks, bekannt durch das Buch "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte", beschreibt Fallgeschichten aus seiner Praxis als Neurologe. Er versteht es, schwierige Sachverhalte für ein breites Publikum allgemeinverständlich aufzubereiten. Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns können dazu führen, dass die Patienten in eine Realität eintauchen, die Außenstehenden bizarr erscheint. Die Leser lernen eine fremdartige Welt kennen.

Da ist zum einen der Fall Lilian Kallir. Sie ist eine Pianistin, die krankheitsbedingt keine Noten und keine Schrift mehr lesen kann, obwohl sie beides gut erkennen kann. In einem weiteren… Mehr dazu
Die weiße Löwin. Thriller. Deutsch v. Erik Gloßman&hellip von Henning: Mankell
"Die weiße Löwin" ist mehr als ein spannender Krimi. Es ist ein hervorragender Polit-Thriller mit Bezug zu Personen der Gegenwart. Alles beginnt damit, dass eine schwedische Immobilienmaklerin spurlos verschwindet. Schon bald deuten die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass es um ein Komplott mit internationalen Verstrickungen geht. Das Ziel: Eine berühmte Person des öffentlichen Lebens soll ermordet werden.

Henning Mankell ist ein begnadeter Erzähler. Er vermittelt glaubhaft das Milieu in den beiden Handlungsorten Schweden und Südafrika. Die Konfrontation mit der eiskalten Gewalt einer südafrikanischen Geheimorganisation… Mehr dazu
Balzac und die kleine chinesische Schneiderin
4.0 von 5 Sternen Die Folgen der Bildung, 28. August 2014
Die Geschichte spielt im kommunistischen China der 1970er Jahre. Die Kulturrevolution dient als Rahmen für die Abenteuer zweier, mit allen Wassern gewaschener, jugendlicher Akteure. Dai Sijie beschreibt das politische Umfeld nur am Rande. Seine Intention ist es nicht, Verstöße gegen Menschenrechte aufzuarbeiten.

Luo und der Ich-Erzähler werden 1971 zur Landarbeit in ein abgelegenes Bergdorf gebracht. Ihre Eltern sind Ärzte und gehören damit zur Zielgruppe der Kulturrevolution. Was vermisst man in einem einsamen Bergdorf, abseits jedweder Zivilisation? Kaum zu glauben, aber die jungen Leute vermissen die Meisterwerke der westlichen Literatur… Mehr dazu