C. Spengler

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Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 90% (186 von 206)
Ort: Hannover
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 745.312 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 186 von 206
Wittgensteins Neffe: Eine Freundschaft von Thomas Bernhard
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mit diesem 1982 erschienenen Werk legt Bernhard zweifellos eines seiner schönsten, ausgeglichensten Werke vor. Bernhard führt hier sein autobiographisches Werk fort und beschreibt die tiefe Freundschaft zu Paul Wittgenstein, dem Neffen des berühmten Philosophen. Eine Freundschaft, so der Erzähler, die sich nicht einfach so entwickelt hat, sondern um die beide immer wieder kämpfen mussten. Eine lange, tiefe Freundschaft zwischen zwei krassen, dafür umso genialeren Außenseiter, die beide in ihrer ganz eigenen Welt, oder, wie Bernhard sagen würde, Geisteswelt existierten. Zwei Genies, die sich in ihrer unendlichen Liebe zur Kultur, besonders der Musik,… Mehr dazu
Jenseits von Gut und Böse (insel taschenbuch) von Friedrich Nietzsche
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsame Berghüttenlektüre, 6. Oktober 2008
Nietzsches Jenseits von Gut und Böse ist vielleicht - neben der Götzendämmerung - das lesenswerteste Buch des "Spätwerkes". Nietzsches Werk zerfällt vollkommen in sein Denken, seine Methode. Es gibt nichts, was Nietzsche nicht gesagt und anschließend verworfen hätte, nur, um es später wieder zu sagen. Es gibt kein System Nietzsche, und aus all den Zeilen schimmert ein Feuilletonist, ein Freigeist, ein Literat, Künstler und Dichter, Antiphilosoph und Philosoph heraus, der alles in den Schatten zu stellen vermag, was es bis dahin jemals an geistiger Leistung gegeben hat. Seine Methode ist konstruierend und dekonstruierend, sie ist perspektivisch,… Mehr dazu
American Psycho: Roman von Bret Easton Ellis
American Psycho: Roman von Bret Easton Ellis
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Man legt sich schnell fest als Leser: Man wähnt einen Krimi, einen klassischen Roman, eine Satire oder was auch immer in der Hand zu halten. Ich kann und will mich nicht festlegen bei dem, was Bret Easton Ellis hier vorgelegt hat. Das abgeschmackte, langweilende Aufzählen von Luxusartikeln und morgendlich zelebrierten Waschroutinen, die orgienähnliche Geilheit beim Austauschen von Visitenkarten, die ständige Präsenz von Technik und durchschnittlichen Weibern mit Schulterpolstern, knalligen Farben und aufgedonnerten Frisuren - ein herrlich zynischer Abgesang auf die polternde Geschmacklosigkeit der 80er, die dem einfältigen Publikum heute in Form einer "hippen"… Mehr dazu