Hexenmeister

 
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Rezensionen

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Der alte Staat und die Revolution von Alexis de Tocqueville
Der alte Staat und die Revolution von Alexis de Tocqueville
Tocqueville beschäftigt sich in seinem zweiten bedeutendem Werk (nach der Demokratie in Amerika) mit der Vorgeschichte der französischen Revolution von 1789. Besonders macht er auf die Kontinuitäten aufmerksam: der "Alte Staat" begann schon lange vor Ausbruch der Revolution mit der Zentralisierung (nicht nur) der (politischen) Macht, sondern auch mit der Nivellierung der Gesellschaft. Tocqueville erkennt auch, dass gerade diese Zeit, in der das "despotische" Regime beginnt sich zu Reformieren, die kritischste Phase für das "alte" Regime ist. Er bricht auch eine Lanze für Ludwig XVI. und seine Reformversuche. Ebenso klar erkennt er aber auch,… Mehr dazu
Schamverlust: Vom Wandel der Gefühlskultur von Ulrich Greiner
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die These des Autors ist, auch wenn er sie niemals ausdrücklich erwähnt und immer wieder in Frage stellt, dass sich unsere Gesellschaft in einer Phase der (moralischen) Degression befindet. Er sieht die Veränderungen auf der Linie Schuldhaft-Schamhaft-Peinlichkeit. Greiner stellt im Endeffekt den Verlust des Gewissens, den Verlust des Nachdenkens über das eigene Ich fest. Stattdessen findet er zunehmend nur noch die Ebene der "von außen" geleiteten Gefühle: der Peinlichkeiten eben.

Greiner beobachtet dabei auf zwei Ebenen: zum einen unsere Zeit, mit eigenen Erfahrungen aus seinem Leben oder aber öffentlichen Ereignissen, wie zum… Mehr dazu
Kap Cod von Henry David Thoreau
Kap Cod von Henry David Thoreau
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Strand-Gut, 25. Mai 2014
Das Buch führt uns in eine andere Zeit und in ein anderes Land, beschrieben von einem der besten Beobachter von Mensch und Natur. Thoreau's Reisebeschreibungen gelten weniger den Bauwerken -den Städten wendet er, wie er selbst schreibt eher den Rücken zu- als den Menschen: traumhaft seine Beschreibung der Begegnung des alten Austernfischers und seiner Familie (S. 105-126) oder auch nur die kurze Bemerkung über den Schiffskoch (auf S. 302). Auch seine Beschreibung eines alten Sammlers von Treibgut könnte nicht einprägsamer sein (S. 81) : Sein Gesicht "sah aus wie ein lebendig gewordenes Segel -eine Klippe aus wettergegerbtem Fleisch".
Besonders… Mehr dazu

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