Da es doch einige negative Rezensionen gibt, will ich nur zwei Dinge betonen: (1) Die Arrangements wollen nicht nicht "klassisch"sein, sondern bringen jazzigen Swing in die weinachtliche Stube, (2) die komplexen Harmonien sind nicht für Anfänger gedacht, sondern mittlerer Schwierigkeitsgrad. Wer mehrere Jahre Klavierunterricht gehabt hat, wird sich schnell zurecht finden. Man muss ja nicht sklavisch jede notierte Note spielen. Wer ein solches Buch sucht, wird hier bestens bedient. Die Auswahl der Titel ist gelungen, die Arrangements gehen perfekt ins Ohr. Anfänger sollten die Finger davon lassen.
- Spannung bis zum Äußersten! Nochmals eine Steigerung gegenüber den vorhergehenden Bänden. Lange nicht mehr hat ein Buch mich so packen können.
- Der Schluss: Alle diejenigen, die meckern, sollen mal einen Vorschlag machen, wie man es hätte besser machen können. Ich finde den Schluss überaus gelungen. Die komplexen Handlungsfäden werden souverän aufgelöst - und das befürchtete Schlussgemetzel findet gerade nicht statt.
- Zum Thema Kinderbuch: Der siebte Band ist auch nicht schlimmer als der sechste. Und der Hinweis auf Grimms Märchen sollte zeigen, dass Kinderliteratur nie… Mehr dazu
Hochgelobte Bücher enthalten ja oft weniger als sie versprechen. Aber wie dieses Buch auf dem Klappentext angepriesen wird ("...großartiges Krimidebüt", "...ein Meisterwerk, ein Geniestück") grenzt an Unverschämtheit verglichen mit dem, was den Leser erwartet: keinerlei Spannungsbogen, keinerlei Überraschungen, kein literarisches Niveau. Die Idee verschiedener Erzählperspektiven ist abgedroschen. Hier wird sie zusätzlich schlecht umgesetzt, weil die Perspektiven einander nicht ergänzen. Alles tritt auf der Stelle - bis zum Schluss. Die Geschichte vom Mord an einer Bauernfamilie erinnert doch arg an Wallander, und sich einen "authentischen"… Mehr dazu