Ich habe Sie bei den letzten Alben vermisst, die schlichte Eleganz und die einzigartige Aussagekraft des Willie Nelson. Dieses Album versöhnt die lange Wartezeit mit vierzehn Songs, die mal Klassiker (Lets face the Music and Dance, Matchbox...), mal Eigenkompositionen (Is the better Part over), die Atmosphäre einer entspannten Studioarbeit konservieren. Die brüchige Stimme, die bekannte sparsame Instrumentierung und die eigenwillige Auswahl des Songmaterials sind für Fans ein wahres Schmankerl.
Was den bisherigen Rezensenten dieses Albums im Weg steht ist eine übersteigerte Erwartungshaltung und die Schublade im Kopf. Dabei macht Clapton eigentlich nur das, war er machen will. Entspannte Musik mit einem für meine Begriffe gelungenen Griff in die Musikhistorie. Ähnlich wie Paul McCartney mit seinem letzten Album "Kisses on the Bottom", schielt auch Clapton schon lange nicht mehr auf Verkaufszahlen oder irgendwelche Musikpreise. Das macht diese Musik so relaxt. Wer meint das sei Fahrstuhlmusik, wählt die falsche Rethorik. Es ist andere Musik als die, die man erwartete. Aber das liegt in der Betrachtungsweise des Einzelnen und nicht in der Verpflichtung des… Mehr dazu
Plakativ der Titel, irreführend und vollmundig der Untertitel. Was als Kaufanreiz für die Büchertische wirken könnte, ist eine Mogelpackung. Die Erkenntnis, das wir einer Scheinwelt leben, die den Verführungen des kapitalistischen Systems unterliegt, ist eine Binsenweisheit. Wir haben diese Matrix mehr oder weniger bewusst gewählt und befeuern sie tagtäglich durch unser Sozial- und Konsumverhalten. Was als "Bluff" definiert und durch viele halbgare Beispiele in eine Form gebracht wird, zeigt nur die Selbstlüge als normalen Wahnsinn. Das in diesem Zusammenhang der unvermeidliche Hinweis auf die "Truman Show" nicht fehlen darf, macht diese Arbeit noch… Mehr dazu