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Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 69% (90 von 130)
Ort: Mainz
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 2.550.315 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 90 von 130
Wir haben fast alles falsch gemacht: Die letzten T&hellip von Frank Sieren
24 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 28. Juli 2009
Die mit Eloquenz vorgetragenen Gedanken Günter Schabowskis sind hochinteressant. Es gibt kein zweites ehemaliges hochrangiges Politbüromitglied, das die eigenen Fehler und auch persönliche Verantwortung so schonungslos bekennt. Die Realität der Herren Krenz und Co. zeigt, dass es wohl der einfachere Weg ist, sich starrsinnig an die Lebenslüge DDR-Sozialismus zu klammern, statt mit sich selbst wirklich hart ins Gericht zugehen. Wer wie Krenz von "Siegerjustiz" spricht und seine wenigen Jahre Haft im Schongang über Nacht absitzen konnte, hat wohl von Bautzen und Hohenschönhausen, für die er mitverantwortlich war, keinen blassen Schimmer. Nicht so… Mehr dazu
Rohstoff. Roman. Jörg-Fauser-Edition Bd. 2 von Jörg Fauser
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jörg Fauser, der vor 20 Jahren tödlich verunglückte, hat mit "Rohstoff" einen wirklich fulminanten Roman geschrieben, den man nicht alle Tage in die Finger bekommt. Fauser hat - im Gegensatz zu den vielen Möchtegern-Gegenwartsautoren, die Belanglosigkeiten über ihr genauso belangloses Leben schreiben - tatsächlich etwas erlebt, und zwar nicht wenig. Fauser kann zudem schreiben: Seine Prosa ist präzise, in wenigen Sätzen kann er eine Stimmung erzeugen, die den Leser in ihren Bann zieht. Und Fausers Auffassungen zu den politischen Debatten der 70er Jahre sind regelrecht hellsichtig: Erkenntnisse, die manchen der Zeitgenossen erst heute, wenn… Mehr dazu
Der König tanzt [VHS] <b>VHS</b> ~ Benoît Magimel
Der König tanzt [VHS] VHS ~ Benoît Magimel
15 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Film ist kurzweilig, farbenprächtig und spannend. Doch ob die Beziehung zwischen Ludwig XIV. und Lully tatsächlich eine solche Dimension erlangte, darf bezweifelt werden. Die seit "Amadeus" scheinbar unumgängliche Todfeindschaft zweier Künstler wird auch hier bemüht, ohne originell zu sein. Nach Ansicht des Films fragt man sich indes, ob Ludwig XIV. noch zu etwas anderem Zeit hatte als zu Tanz, Theater und Musik. Der Film leidet darunter, daß ein Ausschnitt des Lebens Ludwigs XIV. und eine Person am Hofe derart überbewertet werden, daß die Glaubwürdigkeit schwindet. Daß Ludwig XIV. Politik als lästige Beigabe eines… Mehr dazu