Sicherungsverwahrung, diese "Strafe nach der Strafe", ist juristisch und menschlich ein großes Problem. Michael Skirl sieht es als Jurist und Leiter der Justizvollzugsanstalt Werl, also als jemand, der die Konflikte zwischen Menschenrecht und Sicherungsverwahrung kennt und beurteilen kann und der zudem die Sorgen und Nöte von Schwerkriminellen im Vollzug und auch in der mehr oder (oftmals) weniger gelingenden Freiheit kennt. Das Buch erläutert das Problem der Sicherungsverwahrung in allgemeinverständlicher, gut lesbarer Form, in ruhiger Sachlichkeit. Skirl beschreibt Probleme der Verwahrung, auf die man gewöhnlich gar nicht kommt; am Ende auch eines der… Mehr dazu
Die Autorin beschreibt eine durch die Behinderung des Mannes hochkomplizierte und doch auf ganzer Linie gelingende Liebe. Spannend zu lesen, mit welchen Hindernissen und Schwierigkeiten die beiden zu kämpfen haben - von der eigenen Unsicherheit, über die aufwendige Logistik des Lebens mit Rollstuhl, Absauggerät, Beatmung und der ständig lauernden Möglichkeit des Zusammenbruches, bis zur Beinahe-Katastrophe. Sie beschönigt dies schwierige Leben keineswegs, mutet dem Leser auch erschreckende medizinische Details zu. Dadurch ist der Roman glaubwürdig. Hier wird nicht so getan, als sei alles nicht so schlimm, wenn man sich nur liebt, sondern klar gesagt, es… Mehr dazu
Das Buch beschreibt ungewöhnliche, aber keinesfalls undenkbare Menschen und ihre je eigene Art, die Unbill des Lebens zu überwinden. Dabei hat keine der Geschichten etwas Traktätchenhaftes; sie sind im Geschehen ebenso originell wie im Schreibstil und hinterlassen beim Leser froh überraschte Gedanken, aber ohne jeden Anflug von anweisendem Zeigefinger. Gut geschrieben, schön zu lesen und trefflich zu verschenken.