Ein Aktfotograf ist immer so gut wie seine Modelle, denkt sich der Betrachter und widmet sich den Lindenblättern im Drachenblut. Als da wären: Beherrscht er wirklich seine Kamera so schlafwandlerisch, dass er sein Modell nicht verunsichert und hat er eine Vertrauenssituation aufbauen können, die ihm keinen Voyeurismus unterstellen ließe? Erfasst mich das Modell durch anatomische Extravaganza oder Anmut? Nutzt der Fotograf eventuell vorhandenen Exhibitionismus oder ist er in der Lage Natürlichkeit zu inszenieren? Stefan Söll umschifft diese rezeptiven Klippen nicht nur mit Bravour, er erweitert den Anspruchskosmos geradezu, indem er ein Entführungsdelikt… Mehr dazu