opernfan

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Beiträge


Top-Rezensenten Rang: 233 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 1232 von 1462
Missa Solem / C-Dur-Messe von Price
4.0 von 5 Sternen Einerseits..., 11. Juli 2014
Einerseits ist dies eine höchst respektable Aufführung der gewaltigen Missa solemnis von Beethoven: Böhm steht (natürlich auch zeitbedingt) in der großen romantischen Aufführungstradition und interpretiert die Musik mit großem Ton, gewaltig und ausdrucksintensiv mit tief berührenden Passagen. Die Wiener Philharmoniker sind in dieser Lesart ein grandioser Klangkörper und Böhm hat ein hervorragendes Solistenquartett: die Price ist überragend in ihrer Reinheit, die Ludwig bekannt gut und Talvela gewaltig. Auch Ochman schlägt sich gut (kommt aber natürlich nicht an Wunderlich heran). Insofern erst einmal alles gut, wenn man die… Mehr dazu
Visions De L'amen von Martha Argerich
Visions De L'amen von Martha Argerich
Messiaen ist vielfach immer noch wenig rezipiert, was z.B. gerade angesichts der Visions de l'amen nur als sträflich zu bezeichnen ist. Hier hören wir den ganz eigenen, synästhetischen Messiaen-Stil, der sich aus atonalen, impressionisitischen und auch hymnischen Elementen zusammensetzt. Diese Variationen über die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs "Amen" sind kompositorisch höchst interessant, Messiaen verknüpft hier seine ganz eigene Klangsprache mit tief religiösen Empfindungen. Impressionistisch anmutende Passagen werden immer wieder atonal aufgebrochen, das Werk mündet hymnisch, huldigend einer Gottheit. Es ist kein leicht zu… Mehr dazu
Der Cornet von Lipovsek
Der Cornet von Lipovsek
Der Cornet von Rilke gehört zu den ungewöhnlichen, düster-poetischen Werken der Weltliteratur, die man erst einmal für nicht vertonbar halten würde. F. Martin hat sich dennoch an dieses Werk gewagt und eine ganz eigene Klangsprache zwischen Aufbegehren und Deklamation gefunden. Immer wieder fällt die Sängerin in eine Art Sprechgesang, bevor wieder traurig/düstere Klänge den Fort- und Niedergang des Cornets um- und beschreiben. Dabei ist dieses Werk sicherlich sehr geprägt von den Gräulen des ersten und zweiten Weltkrieg, jedwedes Heldentum ist dem Cornet hier völlig abhanden gekommen. Das Werk schildert Grauen und Tod im Krieg,… Mehr dazu

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