Diesem Roman konnte ich leider nichts abgewinnen. Ich habe ihn bis zum Ende durchgelesen, in der Hoffnung, doch noch etwas von dem Poetische oder Faszinierenden zu finden, von dem in einigen Rezensionen geschrieben wurde.
Mir scheint er eher etwas zu überfrachtet. Elternmord, Mord an einer jungen Frau, Erdbeben, Pathologe mit merkwürdigen Vorlieben ...
Vielleicht lag es aber auch daran, daß ich mich mit dem Schreibstil der Autorin nicht anfreunden konnte.
Wer etwas leichtes, nicht anstrengendes, dafür aber wunderbar vorhersehbares sucht, ist mit diesem Buch absolut gut bedient. Also ein Urlaubsbuch, wie "Frau" es gelegentlich braucht. Evtl. auch für verregnete Sonntage geeignet.
Wer jedoch Anspruch erwartet sollte, besser die Finger davon lassen.
Wie in der Kurzbeschreibung zu lesen ist, leidet Daniel an der Eintönigkeit seines Lebens. Nichts würde das Buch besser beschreiben, als dieses Wort - Eintönig.
Was mich bewog, das Buch zu lesen, waren die diese beiden Sätze: "Welches Geheimnis verbirgt sich hinter Susann? Und ist sie wirklich die Frau, als die ihr Mann sie ausgibt?" Die Fragen stellen sich mir nach der Lektüre dieses Romans immer noch. Vielleicht wurden sie auf den Seiten beantwortet, die ich nur noch überflogen habe, um der Eintönigkeit endlich zu entgehen.