Ich gebe meinen beiden Vorrednern Recht, was die Bilder betrifft: Sie sind wirklich sehr schön, wenn man nicht gerade Märchenzartes wünscht. Klare, realistische Farben und Bilder. Keine Comics oder vermenschlichte Tiere.
Ich widerspreche aber sehr, was die Geschichten betrifft. Sie sind erstens sehr kurz. Meine 3,5-jährige Tochter hat nicht viel Spaß daran, denn sie ist anderes gewöhnt (sowas wie Hexe Lisbet oder Der kleine Eisbär Lars). Für sie sind die Geschichten viel zu kurz. Außerdem enden viele ohne wirkliches Ende bzw. haben eigentlich keine wirkliche Handlung. Das Buch war bei ihr schnell wieder abgeschrieben.
Der erste Teil behandelt die Theorie der Sprachentwicklung des Kindes und den Themenbereich Sprache-Musik-Bewegung sowie Didaktik und Methodik. Danach folgen ausführliche Beschreibungen verschiedener Rhythmik-Projekte zur Sprachförderung. Jedes Projekt behandelt einen bestimmten Themenbereich (z.B. besucht ein Junge, der durch eine Wundermurmel die Sprache der Tiere versteht, einen Zoo) und besteht aus Liedern, Spielen und der Fortsetzungsgeschichte zum jeweiligen Thema. In jeder Stunde werden bereits bekannte Motive (z.B. Lieder) wiederaufgenommen und ein weiteres Stück der Geschichte erzählt. Die Projekte (die nicht nur rhythmisch, sondern gesamt- musikalisch sind),… Mehr dazu
In meinen Sprachfördergruppen im Kindergarten lege ich viel Wert auf Musik bzw. Lieder und natürlich auf gute, anspruchsvolle, vorbildhafte Sprache. Dieses Buch hat mir nicht gefallen, weil die Lieder, die ich mir angesehen habe, oft eine falsche Sprachmelodie erzwingen (z.B. wird "wo ist der Kopf" auf die Melodie von "Bruder Jakob" gesungen, sodass also "der" betont wird) und weil die Geschichten eher umgangssprachlich erzählt sind (z.B. "Gestern war kein Kindergarten. Weil, da war ja Samstag.") So kann ich den Kindern natürlich keine schöne und reichhaltige Sprache vermitteln.