Für Bernard-Henri Lévy war er der Apostel einer weißen, skizzenhaften, sich verflüchtigenden Literatur. Ein Mann, den man nicht sieht, den man nicht hört. Mit einem Wort: Der vollständig Verschollene. In den 1950er Jahren war Blanchot wohl der der bekanntesten Unsichtbaren Frankreichs. Auch heute finden sich im Internet bloß zwei, drei unscharfe Aufnahmen des großen Denkers. Er hatte die Anonymität zum Fetisch erhoben, wie es der amerikanische Sachbuchautor James Miller ausdrückte. Blanchot schrieb, um zu schweigen, um schreibend das Schweigen hörbar zu machen. Er ist ein Solitär eine mythenumrankte Figur, ein… Mehr dazu
1902 wurde Richard Berczeller in Sopron geboren. Nach dem Sturz der Räteregierung musste seine Familie Ungarn verlassen und siedelte sich in Sauerbrunn an. Richard Berczeller studierte Medizin in Wien, war dann praktischer Arzt im Burgenland bis die Nationalsozialisten die Macht in Österreich übernahmen. Bereits im März 1938 wurde Berczeller verhaftet und nur unter der Auflage freigelassen, Österreich innerhalb von zwei Wochen zu verlassen. Die Flucht ging zuerst nach Frankreich, dann an die Elfenbeinküste, wo Berczeller aber an Tuberkulose erkrankte und deshalb wieder nach Frankreich zurückging. 1941 gelang der Familie die Ausreise in die USA,… Mehr dazu
Jacob de Zoet ist ein überaus korrekter junger Mann, der im Jahre 1799 nach Dejima kommt. Das ist eine künstlich angelegte Insel vor Nagaski und der einzige Handelsstützpunkt, den Japan mit der Außenwelt unterhält. Mit den Holländern wird zwar Handel getrieben, aber Japan zu betreten ist ihnen ebenso verboten, wie christliche Literatur mit zu bringen. Jacob de Zoet soll auf dem korrupten Handelsstützpunkt aufräumen. Die alten Verantwortlichen wurden gerade unehrenhaft entlassen, weil sie sich privat bereicherten. Es kommen also neue Besen aber schnell wird klar, dass die Neuen genauso wie Alten ebenfalls nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht… Mehr dazu