Nach dem ersten Band der Cicero-Lebensbeschreibung, "Imperium", war ich sicher, daß dies nicht mehr zu toppen ist. Irrtum! "Lustrum" ist noch besser! Dazu ist festzuhalten, daß ich persönlich Ciceros Leben - und vor allem Karriere, die hier in erster Linie dargestellt wird, sehr gut kenne. Naja, man geht dann ran und sagt: Interessant. Kenne ich zwar, aber man liest es immer gern wieder. Wie der Autor es fertigbringt, Cicero-Kenner in den Strudel der Ereignisse zu ziehen, Spannung aufzubauen obwohl man eh weiß wie es ausgehen wird, scheint mir eine ungewöhnliche schriftstellerische Begabung. Was müssen dann erst Leser empfinden, denen das ganze Sujet nicht… Mehr dazu
Ich kenne alle Bücher dieser Reihe und wähle dies hier stellvertretend aus (obwohl einige davon schon deutlich schwächer sind). Die Reihe besticht vor allem durch fundierte historische Recherche. Für alle Kenner dieser Zeit daher wirklich ein kleiner Leckerbissen! Fast alle handelnden Personen (lustigerweise mit der Ausnahme des Helden) bis zum letzten Volkstribun sind historisch, das allein schon ein bemerkenswertes Beispiel für die Authenzität des Autors. Außerdem blendend geschrieben, man IST im Rom dieser Zeit und ringsherum lebendige Gestalten. Der Held ist ungeheuer sympathisch mit all seinen Fehlern und Schwächen. Und der Humor kommt nie… Mehr dazu
Dan Brown hat sich mit diesem Buch nichts Gutes getan. Was bei Da Vinci Code noch originell war ist hier nicht einmal ein müder Abklatsch.Einfach immer diesselbe Masche stricken ist zu wenig. Auch bietet für Europäer die location keinerlei Reiz. Und bei der schon penetranten Verherrlichung amerikanischer Tugend und Weisheit kommt nur Ärger auf.