Claudia Marschner

 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 63% (43 von 68)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 41.932 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 43 von 68
Wie der Soldat das Grammofon repariert: Roman von Sasa Stanisic
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zaboravi, 6. August 2014
Wenn die kriegerische Gewalt zerstört, dann kann nur die kindliche Phantasie heilen. Dieses Buch ist ein Schmetterling. Anders kann ich das nicht erklären. Der Autor fliegt wie ein Schmetterling, frei, kindlich heimatlos, nervös, rastlos, durch ein Leben, das mit zerstörerischer Gewalt seinen Kokon zerstört. Auf eine eigenwillige Art und Weise wird klar, dass Häuser, Straßen, Zeug, Scheunen, Brücken fast unwichtig werden, trotz der bildhaften Beschreibung. Man folgt dem Autor, zur Mutter, zur Oma, zum Onkel. Man hofft, dass der Schmetterling seine Asija finden wird. Was an dem Buch fasziniert - wie schon bei "Vor dem Fest": Es gibt Bilder, es… Mehr dazu
Vor dem Fest: Roman von Sasa Stanisic
Vor dem Fest: Roman von Sasa Stanisic
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vor dem Fest ist ein tolles Buch. Es ist kurzweilig. Es bindet den Leser ein und jeder findet ein Puzzle von sich selbst. Herr Stanisitsch, den man sicher mit Herrn Stanischitz, gar Stanisischß ansprechen muss, ist der Fuchs. Er hört so sehr genau zu, dass man die Menschen so vor Augen hat, wie er es wünscht. Und das macht großen Spaß. Sehr großen Spaß sogar. Die Figuren und die Umgebung pinselt er frei - wie ein Archäologe, der jede Erhöhung und Tiefe zeigen möchte. Kurz: Man möchte mit ihm, mit seiner Familie, mit den Bewohnern direkt in die Uckermark ziehen, dort leben, alles ansehen und warten, bis er das nächste Buch… Mehr dazu
Der Fundamentalist, der keiner sein wollte: Roman von Mohsin Hamid
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles ist eins, 4. Januar 2014
Erst am Ende wusste ich, was das Buch von mir will. Es klang lange nach. Es stimmte mich positiv, skeptisch, kritisch, negativ, gleichmütig. Seine Idee, den Amerikaner verstummen zu lassen, hat mir sehr gefallen. So blieb das Buch klar wie ein See. Keine emotionalen Saltos, keine Gegenstimmen. Ein Amerikaner, der einfach zuhört: Das ist eine großartige Idee, eine tolle Vision. Ein Gedanke formulierte sich am Ende für mich sehr stark: Mir geht es im Grunde wie ihm. Es gibt keine gefühlsmäßigen Unterschiede. Ich teile seine Empfindungen eins zu eins. Obwohl seine Heimat nicht meine Heimat ist und seine Geschichte nicht meine Geschichte ist. Ein gutes Buch.