John Corabi. Unbekannt wie sonst kaum einer. Was hat der gute Mann nicht schon alles mit- und überlebt: Moetley Crue, die ihn - der neue Höhepunkte nach einem lustlosen, kurzatmigen Vince Neil bescheren sollte, ein genrebestimmendes (und ebenso völlig unbekanntes!) Meisterwerk mit diesen einspielen und nach zähen Verkäufen von diesen über Nacht an die Luft gesetzt werden sollte -, Union (mit dem langjährigen Kiss-Gitarristen Bruce Kulick - und dem nunmehrigen Slash-Conspirator Brent Fitz an den Drums), The Scream, ein- und wieder ausgestiegen bei den Brides Of Destruction (Nikki Sixx!, Tracii Guns!! und - fast, ja!, die Traumgruppe mit Slash!!! wärs… Mehr dazu
Vorweg: Der Rezensent ist/war keineswegs ein Fan dieser Combo. Vince Neil & the rest waren mir immer zu "glamorous", sprich: peinlich gewesen.
Das gilt allerdings NICHT für dieses Album: Durch Zufall seinerzeit - kurz nach dem Release - entdeckt, folgte die Begeisterung auf dem Fuße: Hier wird Musik gemacht, die heftig rockt!
Denn: * Pretty perfect musicians: Tommy Lee, der Groove in Person. Alleine der Anfang von "Power to the Music" unterstreicht nachdrücklich, was ich meine; Nikki Sixx, à point; Mick Mars, obwohl dem Vernehmen nach durch rheumaähnliche Zustände gehandicapt, spielt die Leads schön; über allem aber… Mehr dazu
Mark Tremonti ist bekanntermassen Gitarrist und Songwriter bei Creed und Alter Bridge. Erstere: Heroen der 90iger, Hymnen über Religion und das Leben. Letztere: begnadete Supergroup, die sich existenziellen Themen auf bislang in diesem Genre unbekanntem Niveau widmet. Tremonti ist nun das Sideprojekt des Genannten.
Vorab: Hoch waren die Erwartungen, war das Werk doch an Alter Bridge (Tremonti würde AB wohl selbst als seine eigentliche Heimat bezeichnen) zu messen. Nun, diesem Vergleich hält man nicht stand. Bei weitem nicht. So meine erste Einschätzung.
Denn: * Die Songs perlen nicht so flüssig, wie man es von AB gewohnt sein… Mehr dazu