Briefträger Otto

 
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 92% (80 von 87)
 

Rezensionen

Top-Rezensenten Rang: 32.582 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 80 von 87
Missa Prolationum von Musica Nova
Missa Prolationum von Musica Nova
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dies ist eine langerwartete Aufnahme eines Hauptwerkes der kontrapunktischen Musik, die erste vollklingende Missa "Prolationum" im Zuge der historischen Aufführungspraxis (Singen aus alten Manuskripten). Sowohl das Ensemble unter Lucien Kandel als auch der begleitende Musikwissenschaftler Gerard Geay haben sich lange Jahre mit diesem Werk beschäftigt, das wegen seiner schwierigen Kanonkonstruktionen ebenso berüchtigt ist, wie es oft als bloße Kopfmusik zitiert wird (Zwei Stimmen sind notiert, und mit Intervallangaben und verschiedenen Mensurzeichen ergeben sich Doppelkanons mit steigendem Intevallabstand und teils divergierenden Tempi zwischen den Stimmen). Die… Mehr dazu
Jacob Clement von Huelgas Ensemble
Jacob Clement von Huelgas Ensemble
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einer der großen Protagonisten der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts war Jacobus Clemens (ca. 1510-1556). Während wir seinen Zeitgenossen Willaert als Begründer der venizianischen Doppelchörigkeit kennen und Gombert, als Meister der imitatorischen Polyphonie mit seinem teils mehrfachem Kontrapunkt Vorformen der barocken Fuge schuf, hat sich Clemens einen weniger markanten Ort in der Musikgeschichte erobert. Warum sein Werk in gewisser Weise nicht weniger besonders und aufsehenerregend ist, kann man in Überblicksaufnahme des Huelgas Ensemble erfahren. Keiner wohl in seiner Generation gestaltete die polyphone Textur abwechslungsreicher und reicher an… Mehr dazu
Atacama von Karl Lang
Atacama von Karl Lang
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Gesamtwerk war mir dieser Bildband zunächst gewöhnungsbedürftig - die breiten Formate, wo der Himmel manchmal abgerissen scheint, die oft gedeckten Farben, eine schwer verständliche Reihenfolge der Bilder, die Neigung des Meisters, oft gegen das Licht zu fotografieren und Bildkompositionen mit manchmal anstrengenden Schattenkontrasten zu bauen, das fast gänzliche Fehlen von dokumentarischer oder poetischer Begleitung im Wort. Und ich empfand eine gewisse Monotonie im Ganzen und konnte verstehen, dass das Werk nicht ebenso populär geworden ist, wie "Bridges" von demselbem Fotografen.

Doch der Eindruck wandelte sich insbesondere, indem ich mir mehr… Mehr dazu