Thomas Gatzemeier

Künstler und Autor. Romane: 2012 "Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen!" 2010 "Der Sekretär" Erzählungen: 2011 "Der Uneinsichtige"
Erhaltene "Hilfreich"-Stimmen für Rezensionen: 80% (8 von 10)
Ort: Karlsruhe / Leipzig
 

Beiträge


Top-Rezensenten Rang: 154.534 - Hilfreiche Stimmen insgesamt: 8 von 10
Miss Lonelyhearts: Roman von Nathanael West
Miss Lonelyhearts: Roman von Nathanael West
Sagenhafte, schiere, unbeschreibliche hunderttausend belletristische Neuveröffentlichungen wurden dem deutschen Publikum im letzten Jahr zugemutet. Und dann das ! Einer schrieb mir vor langer Zeit eine Geschichte auf, die ich zu kennen glaube. Klar und unter Entsagung lästiger intellektueller Sahnehäubchen. Kapitalistischer Realismus?

Die Miss, deren Männername wir nicht erfahren, arbeitet als Redakteur einer Zeitung und beantwortet Lesebriefe von Damen mit Problemen. Es wir nicht beschrieben, aber ER, Miss Lonelyhearts, hat sich sein Leben anderes vorgestellt. Natürlich kommt es zu Begegnungen mit seinen Kundinnen. Einige der Lesebriefschreiberinnen… Mehr dazu
Alles Bluff!: Wie wir zu Hochstaplern werden, ohne&hellip von Christian Saehrendt
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Selbsterkenntnis, dass wir irgendwie alle Hochstapler sind - freilich in unterschiedlichem Maß - steht am Ende der Lektüre so gut wie fest. Außer die 'Gutten' unter uns - die betrifft es natürlich nicht. Klar gegliedert in Kapitel, die schiefen Ebenen des Lebens betreffend, werden wir uns selbst vorgeführt. Da wären die simulierten Gefühle im verminten Bereich der Liebe, aber gerecht zwischen Frau und Mann aufgeteilt. Keiner kommt zu kurz. Wir täuschen allerlei vor, um an das Geld (oder was auch immer) des Anderen heranzukommen. Frauen kaufen sich Brüste und Männer verzichten auf Tränensäcke. Ob vom vorgetäuschten… Mehr dazu
Eine glatte Million: Roman von Nathanael West
Eine glatte Million: Roman von Nathanael West
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Selten schlug mir zwischen aufgeschlagenen Buchdeckeln eine so unbarmherzig klare Art des Erzählens entgegen. Das irritierte anfänglich und fesselte mich dann bis an das Ende des Romans. Da schreibt einer eine Geschichte eines ewigen Versagers im heiligen Land der Selbstverwirklichung auf. Es ist die Zeit der großen Depression so in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in dem Illusionen zusammenbrachen und sich Lebensentwürfe in Nichts auflösten. Obwohl ich, teilweise dem Entsetztem nahe, mit mir im Halse steckenbleibenden Lachen Parallelen zu unserer Zeit in diesem Buch las, schreibt West nicht aufklärerisch im Sinne einer Anklage oder proklamiert… Mehr dazu