Fast täglich berichten die Medien von Bränden, Gasunfällen oder Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Ein paar Atemzüge genügen schon und der Mensch ist bewusstlos. Der Tod folgt unweigerlich, wenn keine schnelle Rettung eingreift. Dabei ist Abhilfe so einfach, und Rauchmelder sind weder teuer noch schwer zu installieren.
1. Argumente für RauchmelderViel Rauch um Nichts? Oder ist es tatsächlich mehr als eine gute Idee, sich einen Rauchmelder anzuschaffen? Warum Rauchmelder wichtig sind, welchem Irrglauben man teilweise unterliegt, was die Statistik und was das Gesetz sagen, sollte Sie brennend interessieren:
Zahlen und Fakten
- 200.000 Brände in Privathaushalten
- Fast alle zwei Minuten ein Wohnungsbrand
- über 600 Brandtote und 6.000 Brand-Schwerverletzte jährlich
- 65% der Brände geschehen tagsüber, die meisten Toten (70%) gibt es jedoch nachts
- durchschnittliche Fluchtzeit 4 - 10 Minuten
- Signifikante Verringerung von Brandtoten durch Rauchmelder
- Rechtzeitige Alarmierung der Einsatzkräfte durch Rauchmelder
- Reaktionszeit max. 2 - 3 Minuten mit Rauchmelder
So (schnell) kann's passieren
In erster Linie führt Kohlenmonoxid zum Tod. Brandverursacher sind u.a.: defekte TVs oder Haushaltsgeräte, Unachtsamkeiten beim Rauchen, Bügeln etc., nicht abgeschaltete Herdplatten, mit Feuer spielende Kinder. Rauch vernebelt den normalen Wahrnehmungssinn und selbst in gewohnter Umgebung verliert man schnell die Orientierung und gerät in Panik. Nachts ist die Gefahr besonders groß. Denn: Rauchgase wecken den Menschen nicht auf. Im Gegenteil: Das geruchslose Kohlenmonoxid im Rauch wird Sie einschläfern, bewegungsunfähig und bewusstlos machen. Die Hitze, die innerhalb kürzester Zeit durch ein Feuer entsteht (mehrere +100 Grad), wird Sie letztlich umbringen.
Rauchmelder werden PflichtUnd das ist auch gut so. Denn Rauchmelder können Leben retten und Kosten sparen.
In elf deutschen Bundesländern sind Rauchmelder bereits gesetzlich vorgeschrieben. In allen weiteren werden sie es bald sein.
Der Zeitplan zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben (Stand: Januar 2013):
2. Typen

Wer im Internet nach dem Stichwort "Rauchmelder" sucht, trifft auf Hunderte von Seiten mit den unterschiedlichsten Begriffen, Bildern, Angeboten, Testberichten u.v.m..
Verwirrung ist perfekt, und die Entscheidung für ein bestimmtes Modell fällt schwer. Unser Überblick schafft Abhilfe.
Generell unterscheidet man: Rauchmelder (oder auch Brandmelder, Rauchwarnmelder, Heimrauchmelder, Brandgas- oder Rauchgasmelder), CO-Melder, Gasmelder und Wärmemelder (Hitzemelder). Bei allen genannten Geräten handelt es sich um Anlagen, die Alarm auslösen. In der Regel passiert dies automatisch - im Gegensatz zu nicht-automatischen Geräten, wie die bekannten Handfeuermelder, die erst auf "Scheibe einschlagen" reagieren.
Rauchmelder: Ein Rauchmelder ist ein optischer Detekor, welcher ausschließlich auf Rauchentwicklung reagiert. Er wird mit Batterien betrieben und ist immer aktiv, kann also nicht ausgeschaltet werden.
CO-Melder: Ein Kohlenmonoxid-Melder warnt vor dem unsichtbaren CO-Gas, das geruchlos, geschmacklos und für den Menschen extrem giftig ist. Es entsteht durch Haushaltsgeräte, die Erdgas, Flaschengas, Petroleum, Holz, Benzin oder Holzkohle verbrennen.
Gasmelder: Ein Gasmelder kann weder Rauch noch Kohlenmonoxid erfassen. In der Regel erkennen die erhältlichen Gasmelder Propan/Butan und Methan (Erdgas), wie es z.B. beim Camping zum Einsatz kommt.
Wärmemelder: Wärmemelder oder Hitzemelder schlagen Alarm, wenn die Raumtemperatur einen bestimmten maximalen Wert (in der Regel etwa 60°C) überschreitet.
3. Technik und FunktionsweiseSicherheit durch Technik: Rauchmelder ist nicht gleich Rauchmelder. Der richtige Rauchmelder warnt rechtzeitig, damit Sie sich und Ihre Familie retten können. Wir stellen Ihnen hier typische Modelle und deren Funktionsweise vor und sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.
Generell gilt: Es gibt am Markt deutliche Qualitätsunterschiede. Rauchwarnmelder höherer Qualität erkennen Sie an dem VdS-Gütesiegel, das auf der Verpackung und auf dem Gerät angebracht ist. VdS-zertifizierte Rauchmelder werden von vielen Versicherungsanstalten empfohlen und von einigen zur Versicherung vorausgesetzt.



Einfacher RauchmelderBatteriebetriebene Rauchmelder sind die optimale Lösung im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind unauffällig, nicht größer als eine Kaffeetasse, leicht zu installieren, günstig und von verschiedenen Markenherstellern ganz einfach bei uns zu bestellen.


FunkrauchmelderIn größeren Gebäuden empfiehlt sich die Anschaffung mehrerer, miteinander verbundener Rauchmelder. Funktionsweise: Sobald von einem der Rauchmelder Brandrauch erkannt wird, schlägt dieser Alarm und alarmiert zusätzlich alle anderen Funkrauchmelder des Systems. Vorteile: Auch weit voneinander entfernte oder wenig genutzte Räume werden überwacht, keine Kabelverlegung, kein Schmutz, "Plug & Play" in 230V-AC-Steckdose. Die Reichweiten betragen bis zu 200m im Freien. In Räumen können ca. 30 bis 50m bzw. bis zu zwei Betondecken überbrückt werden.


FunktionsweiseDie meisten Rauchwarnmelder funktionieren nach dem optischen Prinzip. In der Messkammer des Gerätes werden dabei regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen. Bei Raucheintritt in die Rauchmesskammer werden die ausgesendeten Lichtstrahlen durch die Rauchpartikel gestreut und auf das Fotoelement abgelenkt. Das so erkannte Rauchsignal löst den Alarmton aus.
4. Einsatzgebiete und MontagehinweiseMan muss kein geübter Handwerker sein, um Rauchmelder zu montieren. Rauchmelder lassen sich ganz einfach mit den beiliegenden Schrauben und Dübeln oder einer separat erhältlichen Magnetbefestigung befestigen.


Zu empfehlen ist die Rauchmelder-Montage in Schlafzimmern, Kinderzimmern, Wohnzimmern und Fluren, jeweils an der Decke. In der Regel sollten Rauchmelder nach 10 Jahren ausgetauscht werden. Einige qualitativ hochwertige Rauchmelder verfügen über eine längere Garantie- und Lebensdauer.

Installieren Sie Ihren Rauchwarnmelder folgendermaßen, damit er Sie einwandfrei schützt:
- in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen) an der Zimmerdecke

- an der Decke in der Raummitte
- nicht in der Dachspitze (mindestens 30cm bis 50cm darunter)
- nicht in Räumen, in denen permanent starker (Wasser-)Dampf, Staub oder Rauch entsteht. Hier empfiehlt sich stattdessen die Montage eines Hitzemelders

- mindestens 50cm von den Wänden entfernt

- in einer maximalen Höhe von 6m