Einkaufsführer Energiesparlampen: Eine der einfachsten Möglichkeiten Strom zu sparen!Energie ist wertvoll und auch teuer -- erst mit der eingeführten letzten Stufe der Ökosteuer wurden die Energiepreise nochmals angehoben. Wie aber lässt sich einfach und doch effektiv Energie sparen? Erfüllen Energiesparlampen die geforderten Voraussetzungen oder bieten sie sogar noch mehr? Fragen, bei denen Ihnen unser Ratgeber wertvolle Hilfe leisten kann. Ausgelöst durch das angekündigte Verbot von Glühlampen in Australien ist auch in Deutschland eine Diskussion zum Thema in der Öffentlichkeit entbrannt. Ob es auch in Deutschland oder gar der Europäischen Union zu einer entsprechenden Regelung kommt, ist noch offen. Doch niemand muss mit der Umstellung auf Energiesparlampen auf eine gesetzliche Regelung warten. Denn der Umstieg lohnt sich schon jetzt -- für Geldbeutel und Umwelt. Dies untermauert unser Ratgeber.
| Einsatzmöglichkeiten und Funktionsweise |
Überall dort, wo eine energiesparende Dauerbeleuchtung gefordert ist, also im Wohnzimmer, Küche, etc. Interessant ist auch die Möglichkeit, die Helligkeit einiger Leuchten zu steigern. Setzt man z.B. in eine Leuchte, die nur für 60 Watt zugelassen ist, eine 23-Watt-Sparlampe ein, so kann die Helligkeit stark erhöht werden. Auch für Außenbeleuchtungsanwendungen sind Energiesparlampen geeignet. Dabei ist zu beachten, dass die Helligkeit (der Lichtstrom) bei geringen Temperaturen abnimmt. Die meisten elektronischen Energiesparlampen können sowohl an Gleich- als auch Wechselspannung betrieben werden. Dies eröffnet weitere Anwendungsgebiete: Solartechnik oder andere Batterieanwendungen. Als Treppenhausbeleuchtung oder für ähnliche Anwendungsgebiete, in denen häufig ein- und ausgeschaltet wird und schnell die volle Helligkeit zur Verfügung stehen muss, sind Energiesparlampen eher ungeeignet.
Der Glaskolben ist mit einem Gasgemisch gefüllt. Es gibt also keine Glühwendel mehr, die auf 2.400 bis 3.000 Grad erhitzt wird, nur um Licht zu geben. Vielmehr werden die Atome dieses Gases durch den elektrischen Strom zu einer Strahlung angeregt. Diese Strahlung trifft auf die Leuchtstoffschicht auf der Innenseite der Glasröhre und wird von ihr in sichtbares, "kaltes" Licht umgewandelt, das die Glasröhre verlässt.
- 1: Lampensockel
- 2: Vorschaltgerät
- 3: Leuchtstoffröhrchen
- 4: Glättungskondensator
- 5: Hochfrequenzgenerator
- 6: Lampenzündung
- 7: Steuertransformator
- 8: Strombegrenzung
- 9: Quecksilberatome
- 10: Elektronen
- 11: Wendelelektrode
|  | | Energieverbrauch |  | Eine Energiesparlampe ist beim Kauf teurer als eine normale Glühlampe, dafür hält sie länger. Je nach Fabrikat und Typ zwischen 5.000 und 15.000 Betriebsstunden. Beachtet man ihre wesentlich längere Lebensdauer, so sind sogar hochwertige Energiesparlampen schon in der Anschaffung bisweilen günstiger als entsprechend viele Glühlampen. Energiesparlampen wandeln gut 25 Prozent der eingesetzten Energie in Licht um. Eine normale Glühlampe wandelt dagegen nur zwischen 5 bis 10 Prozent in Licht um, der Rest wird in Wärme umgesetzt und an die Umgebung abgegeben. Die Energieeffizienz von Energiesparlampen ist fünfmal besser als die einer Glühbirne. Mit anderen Worten: Sie benötigen nur rund 20 Prozent der Energie, um die gleiche Menge Licht zu erzeugen, die Helligkeit einer 60 Watt Glühlampe etwa erreicht eine Energiesparlampe mit nur 11 Watt.
Ein Beispiel: Eine 60 Watt Glühlampe kostet einen Euro, eine gleich helle 11 Watt Energiesparlampe dagegen 10 Euro. Bei angenommener 15-facher Lebensdauer ist sie auch in der Anschaffung bereits 5 Euro günstiger als die 15 benötigten Glühlampen. Dazu kommt der geringere Stromverbrauch. Pro Stunde spart sie 49 Watt, das sind bei 15.000 Stunden Brenndauer insgesamt 735 Kilowattstunden. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,19 Euro pro Kilowattstunde bedeutet das eine Stromkostenersparnis von 139,65 Euro. Insgesamt kommt die Energiesparlampe unterm Strich also 144,65 Euro günstiger.
Die Tabelle zeigt einen Vergleich des Energieverbrauchs von Energiesparlampen und normalen Glühlampen auf, die erzeugte Helligkeit ist jeweils die gleiche. | | Typen | Typ 1: Lampen mit Schraub- oder Bajonettsockel
Diese Lampen sind zum unmittelbaren Austausch gegen Glühlampen bestimmt und können (sofern die Geometrie stimmt) in normalen Glühlampenfassungen betrieben werden. Sie enthalten heute alle ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG). |  | | Typ 2: Leuchtmittel mit Stecksockel und integriertem Starter |  | Diese Leuchtmittel haben einen genormten Stecksockel mit zwei Kontaktstiften. In dem Sockel ist ein Glimmstarter eingebaut. Sie sind für Leuchten bestimmt, die ein Vorschaltgerät enthalten. Sie können aber auch mit elektronischen Adaptern betrieben werden. | | Typ 3: Leuchtmittel mit Vierstift- Stecksockel | | Hierzu zählen auch die herkömmlichen stabförmigen, meterlangen Leuchtstoffröhren. Diese Lampen haben einen genormten Stecksockel mit vier Kontaktstiften. Die Lampen enthalten weder Glimmstarter noch VSG (Vorschaltgerät) und sind zum Betrieb mit KVG und separatem Starter oder EVG in entsprechend ausgerüsteten Lampen vorgesehen. |  | | Typ 4: Stabförmige Leuchtstoffröhren |  | Technisch gesehen sind sie identisch mit Typ 3, haben jedoch meist größere Abmessungen als ihre kompakten "Kollegen". | | Recycling | | Obwohl das Quecksilber wegen seiner leichten Flüchtigkeit und hohen Giftigkeit der Hauptgrund für die Entsorgung als Sondermüll ist, enthalten Leuchtstoffröhren auch andere umweltrelevante Inhaltsstoffe. Energiesparlampen gehören also nicht in den Hausmüll. Die Menge an enthaltenem Quecksilber ist gering, darf aber nicht in den Müll. Seit März 2006 sind Hersteller dazu verpflichtet, ausgediente Energiesparlampen zurückzunehmen. Geben Sie sie deswegen bei Ihrer Sondermüllannahmestelle ab. Die Stoffe werden dort wie das Quecksilber beim Recycling vom Glas und den Metallen der Elektroden getrennt, zum Teil wiederverwendet und zum kleineren Teil in Sondermülldeponien untertage gelagert. |  | Vergleich mit Glühlampen |  | Vorteile
Höhere Lichtausbeute und längere Lebensdauer Der Vorteil dieser Lampen ist ihre hohe Lichtausbeute von ca. 60 lm/W. Sie ist somit ca. 5-mal höher als bei normalen Glühlampen, das heißt: Energiesparlampen benötigen bei gleicher Helligkeit gegenüber Glühlampen ca. 80% weniger elektrische Leistung. Energiesparlampen halten etwa 5 bis 15 mal länger als normale Glühlampen. Angaben zur Lebensdauer finden sich meist auf der Packung, diese wird in Stunden (h) angegeben und schwankt je nach Qualität zwischen 5.000 h und 15.000 h. Somit halten Energiesparlampen bei durchschnittlicher Nutzung etwa 3 bis 10 Jahre. Der letzte Test der Stiftung Warentest (Dezember 2006) hat dies bestätigt: Von den 27 Sparlampen leuchteten beim endgültigen Abbruch des Tests neun Modelle immer noch - mehr als 19.000 Betriebsstunden waren bis dahin absolviert. Gute Energiesparlampen haben bis zu diesem Zeitpunkt also etwa 19 Glühlampen mit Glühfaden ersetzt.
Geringere Wärmeentwicklung Da Energiesparlampen bei gleicher Lichtleistung weniger Wärme entwickeln als Glühlampen, kann eine Leuchte trotz begrenzter Lampenleistung mehr Licht abgeben, als wenn Energiesparlampen eingesetzt werden. Leuchten mit einer Leistungsbegrenzung auf 25 Watt können so ohne weiteres mit einer 20-Watt-Energiesparlampe auf die Helligkeit einer 100-Watt-Glühlampe aufgerüstet werden.
Einsparpotenzial Durch die hohe Energieausbeute und lange Lebensdauer sind Energiesparlampen im Vergleich zu normalen Glühlampen wirtschaftlicher: Während der längeren Lebensdauer amortisieren sie sich durch den reduzierten Stromverbrauch trotz höherer Anschaffungskosten der einzelnen Lampe.
Unterschiedliche Lichtfarben Energiesparlampen sind in verschiedenen Farbtemperaturen erhältlich. Damit kann die Lichtfarbe optimal auf die Beleuchtungssituation angepasst werden. Sowohl gemütliches, gelbliches Licht als auch eher sachliches Licht ist erhältlich. Energiesparlampen werden durch entsprechende Wahl der Leuchtstoffe auch einfarbig sowie in Ultraviolett ("Schwarzlicht") gefertigt. Sie arbeiten in allen diesen Fällen effektiver als entsprechend gefilterte Glühlampen. | | Nachteile | Auf- oder Vorheizphase Der größte Nachteil von vielen Energiesparlampen ist ihre temperaturabhängige Helligkeit. Erst nach 1 bis 2 Minuten Aufheizphase entfalten sie ihre volle Helligkeit - kurz nach dem Einschalten erreichen sie nur ca. 50% der Endhelligkeit. Dies ist bei Lampen, die nur kurz benötigt werden, ungünstig. Hochwertige Lampen mit Vorheizfunktion können die Umgebungstemperatur kompensieren, starten jedoch etwas langsamer: nach dem Einschalten dauert es - wegen der Vorheizphase - erst 0,1 bis 2 Sekunden, bis die Lampe anfängt zu leuchten. Neuerdings erhältliche elektrodenlose Energiesparlampen vermeiden die Vorheizprobleme gänzlich und sind darüber hinaus noch effektiver.
Farbwiedergabe Insbesondere bei billigen Lampen und älteren Modellen ist die Farbwiedergabe schlechter als diejenige von Glühlampen oder des Tageslichtes. Aus Kostengründen werden oft Energiesparlampen minderer Qualität verwendet. Höherwertige Modelle erreichen dank Verbesserungen durch Drei- oder gar Fünfbanden-Leuchtstoffe sehr gute Farbwiedergabe-Indizes, die je nach Farbtemperatur vergleichbar mit Glühlampen oder Tageslicht sind.
Dimmen Ein weiterer Nachteil vieler Energiesparlampen ist, dass man sie grundsätzlich nicht dimmen kann. Nur wenige Energiesparlampen, die speziell gekennzeichnet sind, lassen sich dimmen.
Hitze oder Kälte Energiesparlampen sind empfindlich gegenüber hohen Temperaturen, wie sie u.a. in engen oder geschlossenen Leuchten auftreten; sie erreichen hier oft nicht annähernd ihre spezifizierte Nutzungsdauer. Ebenfalls kritisch ist der Einsatz bei niedrigen Temperaturen, insbesondere unter dem Gefrierpunkt. |  |
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