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Paleo - Steinzeit Diät: ohne Hunger abnehmen, fit und schlank werden - Power for Life. 115 Rezepte aus der modernen Steinzeitküche mit Fleisch, Fisch & Gemüse. Glutenfrei & laktosefrei.
Paleo - Steinzeit Diät: ohne Hunger abnehmen, fit und schlank werden - Power for Life. 115 Rezepte aus der modernen Steinzeitküche mit Fleisch, Fisch & Gemüse. Glutenfrei & laktosefrei.
von Nico Richter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

111 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen (Kein) Täglich Brot, 31. Mai 2014
Nico Richters im Christian Verlag neu erschienenes Werk „Paleo – Power for Life“ ist das erste deutschsprachige Buch zum Thema Steinzeiternährung und der Lebensweise unserer Vorfahren. Bereits in den 80-er-Jahren hat der Ernährungswissenschaftler Boyd Eaton diese Ernährungsweise in den USA bekannt gemacht und in den letzten Jahren hat die Paleo-Ernährung besonders in Hollywood einen regelrechten Boom in Kontrast zum Veganismus erlebt.

Das Buch verspricht wie so viele Ernährungsbücher den Heiligen Gral: Man strotze nur so vor Gesundheit, Vitalität und habe obendrein noch reinere Haut. Der geschmackvolle Einband, die ästhetischen und ruhigen Bilder sowie der sympathisch lächelnde und gutaussehende Nico Richter, sprechen den Leser sofort an. Richter erklärt die überaus komplexe Ernährungsform so, dass es für den Paleo-Laien leicht verständlich und flüssig zu lesen ist und die 115 abwechslungsreichen Rezepte am Schluss tun ihr übriges, damit das Buch dann auch an einem Nachmittag ausgelesen ist.

Die Aufteilung des Buches ist gut strukturiert: Zuerst erklärt Richter dem Leser, warum die Steinzeiternährung die artgerechte Ernährung für den Menschen ist. Schließlich habe sich der Mensch genetisch in den letzten 100.000 Jahren kaum verändert und sei immer noch an die Ernährung unserer Vorfahren, der Jäger und Sammler, angepasst. Der Beginn des Ackerbaus vor 10.000 Jahren und die Industrielle Revolution vor 200 Jahren sowie deren Produkte wie Weizen, Zucker, Süßstoffe und Fast-Food überlasten, dem Autor zufolge, den menschlichen Körper. Die Folgen: Massive Übergewichtsepidemie, Krebs, Alzheimer und weitere Volkskrankheiten, die in den Industrienationen grassieren. Der Ausweg: Zurück zu unseren Wurzeln und einer leichteren Ernährung, bestehend aus viel Eiweiß wie Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst und Nüssen. Auch gute Fette dürfen nicht fehlen und sollten vermehrt aus Kokosöl, Olivenöl und Avocados zugeführt werden. Das Kapitel ist einerseits zwar eine verständliche Einführung, doch andererseits kratzt es zu sehr an der Oberfläche. Für einen Skeptiker würde Richters Theorie nicht ausreichen, schließlich fehlen wissenschaftliche Belege wie Querverweise zu Studien oder Arbeiten von amerikanischen Paleo-Koryphäen. Doch darum geht es dem Autor ja auch nicht: Er möchte diese Ernährungsform einem breiten deutschen Publikum zugänglich machen und medienwirksam vermarkten.

Besonders gefällt das zweite Kapitel. Darin dreht es sich um die Herausforderung, 30 Tage lang nur Paleo zu essen und auf Milchprodukte, Getreide, Bohnen und mehrfach gesättigte Pflanzenöle strikt zu verzichten. Selbst kochen ist dabei natürlich ein Muss. In diesen 30 Tagen soll nämlich eine Entgiftung des Körpers stattfinden, in denen sich, dem Autor zufolge, viele seiner Leser gesünder und wacher fühlen und sie mehr Energie verspüren. Doch keine Angst, es wird keine vollständige Abstinenz von allen Kuchen und Brezen dieser Welt erwartet! Nach der Verzichtsphase dürfen einige Nahrungsmittel, wie Milchprodukte, wieder in die Ernährung eingeführt werden, wenn sie vertragen und andere als seltene Mogelmahlzeit gegessen werden. Schließlich ist Paleo auch keine x-beliebige Diät mit zahlreichen Verboten, sonderen eine gesunde und genussvolle Ernährungs- und Lebensform. Um die Umstellung zu erleichtern, gibt der Autor zudem viele nützliche Tipps für den Alltag mit, sei es für das richtige Einkaufen und Konservieren der Zutaten, die Küchenausrüstung oder ein detaillierter Mahlzeitenplan für zwei Wochen. Die darauffolgenden Lifestyle-Tipps kennt man jedoch schon leider zu genüge, sind aber nun mal ein fester Bestandteil eines jeden Ernährungsbuches: Erstens viel Wasser trinken, zweitens viel schlafen und drittens viel Bewegung.

Die Rezepte am Schluss machen richtig Spaß, durchzublättern: Die Bilder der fertigen Mahlzeiten sind so liebevoll und bis ins Detail inszeniert, dass einem schon allein beim Betrachten das Wasser im Mund zusammenläuft. Im ersten Moment muten einige Rezepte zwar etwas exotisch und kompliziert zum Kochen an, schließlich fehlen plötzlich die heißgeliebten und schnell gemachten Nudeln, Müslis oder belegten Semmeln vom Bäcker nebenan. Doch wer sich einmal an Schoko-Chili con Carne oder Apfel-Kokosnussmilch-Pudding gewagt hat, wird kleinlaut zugeben müssen, dass es erstaunlich gut schmeckt und Sättigungsbeilagen wie Brot oder Milchprodukte nicht notwendig sind, um gesund und lecker zu kochen – und das ein Leben lang.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2015 3:21 PM MEST


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