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Rezensionen verfasst von
Parsec
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Thor - The Dark Kingdom [Blu-ray]
Thor - The Dark Kingdom [Blu-ray]
DVD ~ Chris Hemsworth
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Gags, Action, Story - THOR überzeugt einmal mehr!, 22. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Thor - The Dark Kingdom [Blu-ray] (Blu-ray)
Der gegenwärtig auf vollen Touren laufenden Marvel-Franchise macht im Kino so schnell keiner etwas vor. Wenn es um starke Effekte, aberwitzige aber detailverliebte Handlung sowie einfach tolles Entertainment für Genre-Fans geht, bei welchem auch die handelnden Figuren nicht zu kurz kommen und es nicht nur BUMM macht sind die Filme aus der Reihe definitiv sehr gelungen - und die Mischung aus ernsten Momenten, Action und Gags stimmt auch. Man wäre froh, wenn mehr SF / Fantasy Filme dies auf so konstanter Basis hinbekämen!

So auch THOR - THE DARK WORLD: ich gebe gerne zu, das mich die Figur des Thor absolut nicht interessiert hat, bevor ich Teil 1 sah, und ich wirklich überrascht war, wie unterhaltsam der Film war. Teil 2, eben THOR - THE DARK WORLD macht hier genau weiter, und ist im Vergleich zum Vorgänger nochmals eine Steigerung.

Die Story ist im Rahmen einer Comicverfilmung schlüssig, das Tempo ist konstant hoch und Leerlauf gibt es keinen. Gleichzeitig ist die Handlung durchaus originell und sorgt einfach für gute Unterhaltung... und technisch wird in Punkto Effekten mitunter Aberwitziges geboten, alleine schon Thors Heimat Asgard steckt voller Details ubd die Action ist eines Donnergottes würdig.
Aber bei all dem darf nicht vergessen werden, dass THOR - THE DARK WORLD nicht bloss um Special Effekte und Prügelleien gestrickt ist, sondern eben auch plastische Charaktere vorweisen kann - welche auch von Schauspielern gegeben werden, die mehr als grimmig gucken können. Die Gags sitzen, und die ernsten Momente wirken nicht albern.

Alles in allem: klar, man sollte Comicverfilmungen allgemein und Marvel insbesonders mögen, wenn man sich einen Film wie THOR - THE DARK WORLD zulegt. Dies ist aber eine Selbstverständlichkeit, und diese Rezension dürfte niemand lesen, der mit dem Genre rein gar nichts anfangen kann. Allen Fans sein aber gesagt, dass sie meiner Ansicht nach bei THOR - THE DARK WORLD voll auf ihre Kosten kommen sollten.

4 Sterne mit Tendenz nach oben!

ANOTHER!


Tattoos & Tequila - Mein Weg zur Hölle und zurück mit Mötley Crüe
Tattoos & Tequila - Mein Weg zur Hölle und zurück mit Mötley Crüe
von Mike Sager
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

3.0 von 5 Sternen Ganz nett - nicht mehr und bestimmt nicht weniger, 15. Mai 2015
In der grossen und gerade in den letzten Jahren stetig gewachsenen Sparte der Rock-Biografien sehe ich TATTOOS & TEQUILA nun wirklich nicht unter den Werken, welche der interessierte Leser unbedingt kennen muss - Vince Neils Bio liest sich ganz spassig, ist aber auch irgendwie nichtssagend.

Im Prinzip liefert Neil hier so ziemlich die Stories ab, die man von ihm so kennt, allzu viel Neues (und noch nicht aus "The Dirt" Bekanntes) packt der Crüe-Sänger nicht auf den Tisch. Vieles wirkt "ganz unterhaltsam", aber mit zahlreichen anderen Künstlerbios kann TATTOOS & TEQUILA nicht mithalten.... und auch "The Dirt" kann dieses Buch nicht den Titel als wichtigstes Werk über Mötley Crüe streitig machen.

Ohne Frage hat TATTOOS & TEQUILA seine lesenswerten Passagen - gerade die kurzen Statements und Einschübe von Neils Familie, (Ex)-Frauen und Freunden sind interessant, und auch Neils sehr offene Schilderung über seine Funktion im Crüe Universum (am Ende des Tages muss der Sänger den Song live "verkaufen") ist entwaffnend. Natürlich wird auch, wie gerade bei Crüe-Biografien üblich, mitunter heftig gegen die anderen Bandmitglieder zu Felde gezogen... Freunde sind die Herren mittlerweile längst nicht mehr.

Jedoch zeigt sich immer wieder, das es bei TATTOOS & TEQUILA irgendwie an Neuem und "Aha-Momenten" fehlt... zumal Neil seine Zeit, in welcher er NICHT bei Mötley Crüe war, ziemlich stiefmütterlich abhandelt. Überhaupt kommt die Musik etwas zu kurz, was aber auch damit zu tun haben mag, das diese Band und Vince Neil eher durch Skandale bekannt wurde.

Alles in allem: TATTOOS & TEQUILA ist völlig OK, aber nicht so interessant wie man denken könnte... denn das Vince Neil viel erlebt hat wird, egal wie man Mötley Crüe findet, wohl kaum jemand bestreiten wollen. Man hat das Gefühl, das TATTOOS & TEQUILA recht schnell runtergeschrieben wurde. "The Dirt", gefolgt von den Werken von Nikki Sixx, finde ich daher wesentlich essentieller.


Avalon Hill / Wizards of the Coast 221930000 - Diplomacy, Englische Ausgabe, Brettspiel
Avalon Hill / Wizards of the Coast 221930000 - Diplomacy, Englische Ausgabe, Brettspiel
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 32,01

4.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Meilenstein, 9. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In einer Hall Of Fame der wichtigsten, prägensten und kultigsten Spiele hätte das legendäre DIPLOMACY ohne Frage einen Spitzenplatz. Man müsste schon andere extrem wegweisende Spiele wie meinetwegen "Risiko", "Dungeons & Dragons", "Civilisation" oder "Magic The Gathering" nennen, um Spiele mit einem ähnlichem Stellenwert wie DIPLOMACY zu finden.

Dieses Spiel hat in über 50 Jahren eine begeisterte Fangemeinde geschaffen, zahllose andere Titel beeinflusst und wird auch heutzutage immer wieder als Referenz hinzugezogen... als nur ein von unzähligen aktuellen Beispiel sein nur das "A Game Of Thrones" Brettspiel aus dem Hause Fantasy Flight Games genannt, welches aus unverkennbaren Verwandschaft mit DIPLOMACY auch nie ein Geheimnis gemacht hat.

Was macht DIPLOMACY so zeitlos stark? Ganz einfach das sehr puristische Spielerlebnis. DIPLOMACY spielt man eher als reines Gespräch, als pure Verhandlung, denn als Brettspiel. Die Regeln sind absolut (!) zufalls- und würfelfrei sowie in ihrem Kern einfach, müssen aber erstmal verstanden werden. Dennoch bietet dieses Spiel tiefgehende und komplexe strategische Möglichkeiten.

Wichtig ist aber an dieser Stelle das zu betonen, was im Regelbuch treffen mit "You are a diplomat first, a commander second". Wie auch der Name zum klar Ausdruck bringt ist DIPLOMACY selbstverständlich primär ein Spiel um völlig freie Verhandlungen und trotz Armeen auf dem Feld und zu erobernden Arealen nur sekundär ein Wargame. Das "Kampfsystem" ist daher auch sehr minimalistisch gehalten.

Daher: DIPLOMACY lebt noch mehr als ein durchschnittliches Brettspiel vom Engagement der Spieler - die müssen Lust am Verhandeln, Intigrieren und dem Schmieden (oder auch Brechen) von Allianzen haben. Passiv vor sich hinspielen darf und kann man DIPLOMACY nicht, dieses Spiel lebt extrem vom Engagement der Spieler... fast so sehr wie ein Rollenspiel.
Hinzu kommt: man sollte viiiiel Zeit einplanen und es sollten sechs, bestenfalls sieben Spieler dieses Spiel wagen... mit kleineren Gruppen macht DIPLOMACY nur eingeschränkt Sinn und verliert einiges von seiner Faszination. Wer also DIPLOMACY wirklich genießen möchte braucht noch sechs weitere Mitspieler, die ebenfalls grosse Lust hierzu haben... dann steht der Runde allerdings auch ein potentiell grandioses Spielerlebnis bevor!

Bei aller Ehrfurcht vor dem Klassiker, ein wenig Kritik muss auch sein: die hier rezensierte 5. Auflage finde ich nämlich in Punkto Aufmachung ziemlich lieblos. Das Regelbuch ist, typisch Avalon Hill, sehr nüchtern geschrieben, ein Spiel mit dieser Geschichte und dieser Thematik hätte hier schon mehr verdient.
Die Counter sehen weiterhin nun wirklich nicht toll, sondern auch sehr nüchtern aus... wer möchte ist gut beraten, diese durch Figuren zu ersetzen, beispielsweise durch Spielsteine oder gar Modelle, es gibt ja 1:72 Plastiksoldaten aus der Ära des ersten Weltkrieges für wenige Euro.... und man benötigt pro Nation nur eine Handvoll.

Alles in allem: DIPLOMACY bekommt von mir, sowohl als Spiel selbst wie auch für seine Bedeutung, jederzeit 5 Sterne... zumindest wenn man es engagiert zu siebt und mit viel Zeit spielt. Die hier vorliegende Auflage ist OK, aber auch nicht mehr.

Ich komme daher summa summarum auf 4 Sterne.


Hymns in the Key of 666
Hymns in the Key of 666
Preis: EUR 19,85

5.0 von 5 Sternen TRUE SWEDISH LOUNGE METAL!!!! =), 7. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Hymns in the Key of 666 (Audio CD)
Keine Frage: HYMNS IN THE KEY OF 666 ist für das weltweit immens erfolgreiche Genres des "Lounge Metal" so in etwa das, was "Left Hand Path" für Death Metal, "Never Mind The Bollock" für Punk oder "Under The Sign Of The Black Mark" und "A Blaze In The Northern Sky" für Black Metal ist... ein stilprägendes Album, über dessen Bedeutung für ein ganzes Genre kaum jemand ernsthaft diskutieren würde.

Meinetwegen... Lounge Metal mag als Genre (vorsichtig gesagt) "nicht ganz so groß" *hüstel* sein wie die genannten Beispiele, und sicherlich steht dieser Stil auch nicht im totalen Spotlight der Medien, vermutlich auch, weil einige Nachahmer von HELLSONGS schlichtweg zu entspannt sind, um ihre Antwort auf HYMNS IN THE KEY OF 666 einzuspielen.

Wie dem auch sei: würde Jeff Lebowski ausser Metallica (für die er ja mal kurz Roadie war) Metal hören dürfte HELLSONGS exakt seine Wahl sein. Die Stücke, allesamt Metal-Klassiker, klingen sehr entspannt und oft genug verträumt - und die Sängerin säuselt sich mit ihrem niedlichen, unverkennbar schwedischen Akzent, sehr locker durch unsterbliche Hymnen wie "The Trooper", "Symphony Of Destruction" oder, ganz gross, "Paranoid".

Aber nicht nur zum Chill-Out eignet sich dieses Album perfekt - HELLSONGS verstehen es auch, den Songs neue Aspekte zu entlocken, "The Trooper" klingt direkt schwermütig, "Run To The Hills" verträumt und "Paranoid" einfach ergreifend und verletzlich. Auch wenn auf diesem Album der Spass und das Augenzwinkernde im Fokus steht, man merkt, das hier echte Musiker am Werk waren, die nicht einfach nur covern und für Schenkelklopfer sorgen wollten, sondern die Songs im Original lieben und diesen neue Nuancen geben wollten.

Alles in allem... mag sein das es weltweit nur ein paar Dutzend vergleichbarer Projekte und Bands gibt, HYMNS IN THE KEY OF 666 ist definitiv das Zenit des Lounge Metal, ein Album, perfekt zum entspannen.


Mighty Empires
Mighty Empires

2.0 von 5 Sternen Undurchdacht, monoton und zufallsabhängig, 7. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Mighty Empires (Spielzeug)
MIGHTY EMPIRES aus dem Hause Games Workshop hat mittlerweile auch schon 25 Jahre auf dem Buckel… und leider muss ich sagen, dass dieses Spiel in meinen Augen dennoch kein Klassiker ist, sondern ein ganz gutes Beispiel für eine ziemlich verkorkste Ausführung. Kein Wunder, dass dieses Spiel ziemlich schnell in der Versenkung verschwunden ist und heutzutage wohl nur älteren Spielern überhaupt ein Begriff ist.

Dabei: prinzipiell ist die Idee von MIGHTY EMPIRES ja gut. Ein Kampagnensystem für das auch seinerzeit enorm populäre Warhammer Fantasy Battle Tabletop (seinerzeit in der legendären third Edition) macht ja nun durchaus Sinn – und wenn dieses Kampagnensystem auch noch primär als ein Stand-Alone Brettspiel designt ist, welches bei Bedarf auch ohne abendfüllende Tabletop-Schlachten spielbar ist, macht dies natürlich umso mehr Sinn.

Auch die Idee, dank einer modularen Karte eine eigene Welt aufbauen zu können ist für sich betrachtet prima, und da es noch eine Menge neutraler Städte gibt ist auch zu Beginn des Spieles für eine Menge Optionen gesorgt, zumal man die Welt ja auch noch entdecken muss… und selbstverständlich können die Spieler bei einem fortlaufenden Spiel auch die Geschichte dieser Welt schreiben. Positiv muss auch erwähnt werden, dass der Einsatz von Spionen und Saboteuren ziemlich clever geregelt ist.

Dennoch: trotz der netten Ansätze war MIGHTY EMPIRES dank zahlreicher Design-Fehler eine ganz schöne Enttäuschung, welche auch mit etwas Distanz nicht überzeugen konnte.

Problem Nummer eins war ganz klar: bizarrerweise konnte MIGHYT EMPIRES mit den beigelegten Figuren nur maximal zu dritt gespielt werden – eine in jeder Hinsicht ungünstige Spielerzahl für derartige Strategiespiele. Mit vier oder gar fünf oder sechs Spielern hätte das Spiel womöglich durchaus mehr Potential gehabt, zu dritt ist dieses Spiel einfach unbefriedigend und läuft auch ein fröhliches “zwei gegen einen“ hinaus, was für beide Seiten öde ist. Wer sich diese Ausstattung ausgedacht hat, nach welcher nur drei Spieler teilnehmen konnten, hat entweder keine Erfahrung mit derartigen Spielen oder, was ich bei Games Workshop wahrscheinlicher finde, spekulierte kräftig darauf, dass so die einmal angefixten Spieler so zum Kauf weitere Figuren gezwungen sind, wenn sie ihr Spiel auch nur einmal in Aktion erleben wollen.
Dieser Effekt wurde natürlich durch die Tatsache verstärkt, dass zahlreiche später erschienen interessanten Einzelteile selbstverständlich nur zu Games Workshop Preisen separat erhältlich waren. Mit der Grundausstattung des Spieles kommt man nicht weit, ganz im Gegenteil, man gerät schon nach kürzester Zeit in Situationen, in welchen MIGHTY EMPIRES schlichtweg unvollständig wirkt.

Problem Nummer zwei machte dann noch mehr kaputt – MIGHTY EMPIRES ist erbarmungslos zufallsabhängig. Eine richtige Strategie zu finden ist kaum möglich, da man für nahezu alles auf einer Tabelle würfeln muss und hier das Resultat ablesen darf. Nicht nur die Welt ist weitgehend Terra Inkognita (was dafür sorgt, dass man eher planlos durch die Gegend zieht), auch der Rest der Spielmechaniken läuft auf das Prinzip „wirf einen Würfel und lies nach, was passiert“ hinaus. Wirklich beeinflussen kann man wenig, über weite Strecken muss man MIGHYT EMPIRES eher teilnahmslos vor sich hinspielen, strategische Entscheidungen kann man nur selten treffen, das meiste ist purer Zufall... und das Spiel zockt sich entsprechend monoton.

Insgesamt wirkt MIGHTY EMPIRES trotz positiver Ansätze wie nichts anderes als ein sehr hastiger Schnellschuss, ein Spiel, welches einfach nicht genug durchdacht / getestet wurde und spielerisch kaum etwas unter der Haube hat. Schade, Potential hätte MIGHTY EMPIRES gehabt, aber so wie das Spiel tatsächlich designt wurde komme ich nicht umhin, von einer ziemlichen Gurke zu sprechen.

Meiner Ansicht nach ist dieses Spiel nur echten Games Workshop Komplettsammlern zu empfehlen.


Beyond The Red Mirror
Beyond The Red Mirror
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Objektiv wirklich gut, mir fehlt aber der letzte Kick, 7. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beyond The Red Mirror (Audio CD)
Nein, ich gehöre nicht zur „früher war alles besser!“ Fraktion, welche von 99% aller Bands maximal (!) Album Nummer 1 oder noch besser die ersten nur schwer beschaffbaren Demos schätzen.

Dennoch muss ich feststellen, dass mir das neue BLIND GUARDIAN Album bei aller objektiven Qualität schlichtweg wenig gibt… und das ich, wenn mir nach BLIND GUARDIAN ist, immer wieder zu Klassikern wie „Somewhere Far Beyond“ greife. Natürlich bin ich nicht so naiv anzunehmen, dass die Band nochmal so ein Album einspielt, schließlich verändern sich auch Musiker, und im Falle von BLIND GUARDIAN ist dies einfach schade, da die Band gerade in dieser Phase ihre Stärken voll ausspielen konnte. BEYOND THE RED MIRROR hat für mich persönlich einfach nicht das Mitreißende, welches z.B. „Somewhere Far Beyond“ seit über 20 Jahren so auszeichnet, sondern wirkt etwas zu artifiziell und zu konstruiert.

Objektiv gibt es an BEYOND THE RED MIRROR wenig auszusetzen. BLIND GUARDIAN haben mittlerweile einen völlig einzigartigen Stil geschaffen und sind kaum mit irgendeiner anderen Band vergleichbar. An kompositorischem Können und Qualität fehlt es dem Album beileibe nicht, und im Vergleich zu den Vorgängern geht die Band auch wieder etwas nachvollziehbarer, eingängiger zu Werke.

Allerdings… subjektiv haut mich dieses Album trotzdem nicht sonderlich um. Irgendwie wirkt es überladen und mit zu vielen Ideen zugekleistert, und ich denke mir immer wieder, dass dies ein ganz klassischer Fall von „weniger wäre mehr gewesen“ ist. So richtig hängen geblieben ist bei mir von diesem Album in sicherlich 20 Durchläufen wenig. Hinzu kommt, dass man bei den guten Momenten des Albums immer wieder denkt, dass man dies von BLIND GUARDIAN schlichtweg schon besser gehört hat.

Insofern macht mir BEYOND THE RED MIRROR die Bewertung alles andere als einfach. Im Grunde genommen machen BLIND GUARDIAN hier Vieles gut und richtig, und sie zeigen auch, dass sie stilistisch mittlerweile ohne Wenn und Aber einfach eine Klasse für sich sind, Vergleiche zu anderen Bands fallen schwer. Auch gegenüber den mitunter etwas sehr anstrengenden Vorgängern hat die Band ihren Kurs wie ich finde positiv korrigiert. Aber irgendwie stelle ich fest, dass BEYOND THE RED MIRROR trotz alle dem irgendwie bei mir nicht wirklich zündet. Irgendetwas fehlt mir, vielleicht auch, weil es bei aller Raffinesse etwas zu überladen wirkt.

Für Fans des in den letzten Jahren etablierten BLIND GUARDIAN Stiles oder Hardcore Fans der Band schlechthin würde ich 5 Punkte geben – für mich selbst lande ich bei 3 Sternen.

Vermittelnd komme ich daher insgesamt bei 4 Sternen aus. Das Album ist definitiv „gut“, selbst wenn für mich der Kick fehlt – wer BLIND GUARDIAN mag wird hiermit zumindest nichts falsch machen, und ich bin mir ganz sicher, dass es viele Fans der Krefelder begeistern wird.


Star Wars - Imperial Assault
Star Wars - Imperial Assault
Preis: EUR 91,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Taktische Action in der weit, weit entfernten Galaxis, 7. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Star Wars - Imperial Assault (Spielzeug)
Mit IMPERIAL ASSAULT wurde nun das nächste, lang angekündigte Brettspiel in der Reihe von im wohlbekannten Star Wars Universum angesiedelten Spiele aus dem Hause Fantasy Flight Games vorgelegt.

Spielerisch ist IMPERIAL ASSAULT prinzipiell ähnlich wie beispielsweise „Hero Quest“, „Advanced Space Crusade“, „Star Quest“ und natürlich, in einer späteren Generation, „Decent“. Ein Spieler spielt die Truppen des Imperiums und fungiert ein wenig als Spielleiter (ist aber selbstverständlich aktiv am Spielgeschehen auf dem Brett beteiligt), der oder die anderen Spieler kontrollieren jeweils einen Helden, welcher natürlich wesentlich differenzierter ausgestaltet ist als die imperiale Übermacht und Skills etc. aufweisen kann. Zusätzlich können noch Verbündete ins Spiel eingreifen.

Gespielt wird auf einem modular zusammengesetzten und sehr flexiblen Terrain, wo je nach Missionsparameter (sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Missionen sind vorhanden) immer wieder neue Aufgaben zu erfüllen sind. Selbstverständlich bietet IMPERIAL ASSAULT, genauso wie die genannten Vergleichstitel, die Möglichkeiten, eine Kampagne zu spielen.

Zunächst mal zum Äußeren: man kann sagen was man will, in Punkto Ausstattung und Aufmachung macht Fantasy Flight Games wohl kein gegenwärtiger Spielepublisher etwas vor. So auch bei IMPERIAL ASSAULT: sicherlich befindet sich das Spiel im preislich höheren Rahmen, ist aber hinsichtlich des reichlichen Inhalts, der Aufmachung und der Qualität der Komponenten definitiv beeindruckend. Die Regelbücher sind gut geschrieben und schön aufgemacht, die Bodenpläne zeigen Gebäude, Wälder, Wüsten und mehr und sehen toll aus, die Karten und Counter sind gut verarbeitet und ansprechend designt, und die Modelle sind schlichtweg phantastisch und in sehr dynamischen Posen.

Zum Spiel selbst: wer die oben genannten Titel kennt wird sich spielerisch bei IMPERIAL ASSAULT schnell heimisch fühlen. Die Regeln basieren auf dem von Fantasy Flight vorgelegten System zu den Star Wars Rollenspielen, sind eigentlich schnell erklärt und bieten eine Menge an spielerischer Tiefe. Besonders bei den Rebellen ist festzustellen, dass sich jeder Held gänzlich anders spielt und andere Taktiken verlangt – und natürlich, dass vielfach Teamwork alles ist.

Dank der Tatsache, dass Rebellen und imperialen Streitkräfte in jedem Turn abwechselnd am Zug sind entsteht kaum Downtime, das Spiel wird sehr flott und dynamisch – eben wie Kämpfe im Star Wars Universum sein sollten. Auch lassen sich so offensichtliche Gruppentaktiken etwas verhindern, was dem Ganzen einfach zu Gute kommt. Das System lässt auch eine Menge an Taktiken zu, und Skills, Gegenstände und Sonderfähigkeiten wollen clever eingesetzt werden, wenn man Land sehen möchte… einfach in die nächste Deckung rennen und stumpf das Feuer eröffnen bring meistens glücklicherweise nicht viel, das Spiel ist so designt, dass beide Seiten in Bewegung bleiben müssen.

Interessant finde ich, dass IMPERIAL ASSAULT (wie auch die eingangs erwähnten Titel) natürlich in seinem Kern ein Skirmish Wargame ist, bei welchem man versucht, taktisch günstige Positionen zu beziehen, den Gegner möglichst effizient plattzumachen und Ziele zu erobern. IMPERIAL ASSAULT geht aber noch einen Schritt weiter: die Missionen sind sehr liebevoll gestaltet, und bringen sehr viel Star Wars Atmosphäre auf den Spieltisch. Gut ist, dass beide Seiten Ziele haben, es geht also für den Spieler des Imperiums nicht notwendigerweise lediglich darum, alle Rebellen auszuschalten, sondern eben auch eine eigene Agenda zu erfüllen. Gelungen finde ich auch den Kampagnenmodus, der einfach dafür sorgt, dass das Spiel eine von den Spielern beeinflussbare Geschichte erzählt, was ja schlichtweg mehr Spaß macht und zu Star Wars grandios passt.

Ein Wort noch zum Preis: sicherlich ist IMPERIAL ASSAULT preislich sehr happig, und sicherlich kann man über die große Flut an Ergänzungspacks denken was man will. Ich selbst reagiere schnell allergisch, wenn Spiele auf den Markt gebracht werden, bei denen die Grundausstattung nur für ein sehr abgespecktes Spiel taugt und man quasi gezwungen ist, in Zusatzpacks zu investieren. Ungeschlagen waren in der Disziplin einige Titel aus dem Hause Games Workshop in den frühen 90ern, z.B. nur das mit der Grundbox maximal zu dritt (!) spielbare „Mighty Empires“. IMPERIAL ASSAULT geht hier glücklicherweise andere Wege: für den nicht gerade günstigen Preis kriegt man jede Menge an toll gestaltetem Spielmaterial, ausführliche Regeln und Szenarien, in jedem Fall auch für längeres Spiel ausreichend viele Figuren und so weiter – es wird dem Käufer also für sein Geld auch eine ganze Menge geboten, was den Preis deutlich relativiert.

Alles in allem: wer prinzipiell Spiele wie „Descent“, „Hero Quest“ oder „Advanced Space Crusade“ mag sollte IMPERIAL ASSAULT unbedingt eine Chance geben – und wer Fan des Star Wars Universum ist und insbesondere die Star Wars Reihe von Fantasy Flight Games mag kommt um dieses Spiel nur schwerlich herum.


X-Men Zukunft ist Vergangenheit
X-Men Zukunft ist Vergangenheit
DVD ~ Hugh Jackman
Preis: EUR 12,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der beste Xmen-Film seit vielen Jahren!, 3. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: X-Men Zukunft ist Vergangenheit (DVD)
Nach einigen meiner Ansicht nach eher mauen Teilen ist die Xmen-Franchise mit X-MEN - DAYS OF FUTURE PAST wieder richtig in Fahrt.

Der jüngste Xmen-Teil ist in der Tat enorm unterhaltsam geworden: die Story kommt sofort in die Gänge und hat jede Menge Tempo sowie einige gut gesetzte Wendungen. Selbstverständlich können sich auch die Effekte absolut sehen lassen und bieten einige spektakuläre Szenen, und auch für Anspielungen, Sprüche und Gags ist gesorgt. Schön ist natürlich auch, dass X-MEN - DAYS OF FUTURE PAST einige bekannte Xmen-Charaktere in völlig neuem Licht zeigt. Kurz gefasst: X-MEN - DAYS OF FUTURE PAST ist toll gemachtes Entertainment, wenn man Xmen und Konsorten mag.

Natürlich, ein paar Kritikpunkte gibts auch. Wie bei fast jeder Zeitreisegeschichte gibt es ein paar (kleinere) Logiklöcher, die aber absolut verschmerzbar sind.
Wirklich schade finde ich, das die Handlungslinie in der Zukunft letztlich egal ist... in der Zukunft ist alles dunkel und hässlich, und mehr als (optisch gut gemachtes) verzweifeltes Gekloppe gegen einen übermächtigen Gegner passiert da nicht. Es wäre schon interessanter gewesen, wenn die Handlungsebene in der Zukunft auch etwas relevanter gewesen wäre.
Im Endeffekt ist für die Geschichte des Films der Zeitreiseaspekt von X-MEN - DAYS OF FUTURE PAST ähnlich wie der von "Terminator 2". Es gibt zwar irgendwie zwei Zeitebenen, aber alles relevante passiert in der zeitlich früheren Ebene.
Auch das Ende von X-MEN - DAYS OF FUTURE PAST kann natürlich diskutiert werden, aber gestört hat es mich nicht.

Alles in allem: X-MEN - DAYS OF FUTURE PAST ist ohne Frage der mit weitem Abstand beste Film der Franchise seit langer Zeit, und auch für sich betrachtet bietet der Film definitiv das, was man bei einem Superheldenfilm erwartet.

Von mir gibts solide 4 Sterne!


Damned in Black
Damned in Black
Wird angeboten von Amazing Musicshop
Preis: EUR 12,98

3.0 von 5 Sternen Kein schlechtes Album, aber IMMORTAL haben mehrere deutlich bessere veröffentlicht, 1. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Damned in Black (Audio CD)
IMMORTAL haben sich, wenn man sich die Veröffentlichungen der Band insgesamt ansieht, zwischen den jeweiligen Alben jeweils bemerkenswert entwickelt und konnten dennoch immer IMMORTAL bleiben. Vom Black Metal der zweiten (skandinavischen) Welle über Trash ("Blizzard Beasts") bis hin zum fast klassischem, hymnischen Metal ("At The Heart Of Winter"), die Herren aus Bergen brachten immer wieder neue Nuancen ein. DAMNED IN BLACK erschien auffällig kurz nach "At The Heart Of Winter" und stellt erneut eine Kursänderung dar - es geht hörbar weg von den epischen Songs des Vorgängers hin zu räudigen, geknüppelten und sehr Trash-lastigen Stücken.

Ich muss gestehen: selbst nach all den Jahren überzeugt mich DAMNED IN BLACK nicht so wirklich. Es ist kein schlechtes Album, aber das IMMORTAL Album, welches ich definitiv am seltensten höre. So richtig hängen bleiben den wenigsten Stücke, und es fehlt auch an der rasenden, fast schon hysterischen Atmosphäre von z.b. "Pure Holocaust".

Beim Hören werde ich das Gefühl nicht los, das man nach dem mancherorts als zu eingängig empfundenen "At The Heart Of Winter" ganz schnell beweisen wollte, dass IMMORTAL immer noch brutalen Metal spielen - aber erstens haben die Jungs das nicht nötig, und zweitens klingen die Songs auf DAMEND IN BLACK mehrheitlich einfach nicht so packend, es fehlt das "gewisse Etwas". DAMNED IN BLACK.klingt für mich wie ein ziemlich hastiger Schnellschuss, unf irgendwie rauscht das Album eher am Hörer vorbei, es wirkt sehr gleichförmig und es fehlen die auch im Trash-Metal wichtigen markanten Momente. Kein Wunder, dass auch Abbath selbst in diversen Interviews verlauten lies, das er rückblickend hiermit einfach unzufrieden ist.

Keine Frage: IMMORTAL waren in der Phase gut genug, um mit DAMNED IN BLACK immer noch ein solides Album einzuspielen, und als Songwriter zu erfahren, um hier richtigen Mist abzuliefern. DAMNED IN BLACK ist kein "schlechtes" Album, nur eben meiner Meinung nach auch kein wirklich herausragendes Werk.

Als IMMORTAL-Fan hat man das Album ohnehin im Regal, und DAMNED IN BLACK gibt auch ordentlich Gas - ich glaube nur, dass das Endresultat besser geworden wäre, wenn Abbath und seine Mannen mehr am Album gefeilt und die Ideen mehr ausgearbeitet hätten, so klingt DAMNED IN BLACK leider etwas halbgar.

Hier wäre mehr drin gewesen!


Gateway to the Antisphere (Digipak)
Gateway to the Antisphere (Digipak)
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cthulhu Ftagn!!!!, 30. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bereits das Debut von SULPHUR AEON hat mich vor drei Jahren mächtig beeindruckt - und der Nachfolger GATEWAY TO THE ANTISPHERE macht exakt da weiter, wo das Debut aufhörte. Ihren Stil haben die drei Lovecraft-Jünger nicht wesentlich geändert, im direkten Vergleich ist GATEWAY TO THE ANTISPHERE aber vielleicht noch einen Ticken abwechslungsreicher.

Der verwüstende und zermalmende Sound ist jedenfalls genauso jenseits von gut und böse wie die großen Alten höchstpersönlich, die Songs gehen gut ins Ohr und reissen bereits beim ersten Durchlauf erbarmungslos mit.
Das neue Material ist durchaus facettenreich und sorgt immer wieder für Spannungsmomente, dennoch kommen die neuen Songs auf den Punkt und dennoch liegt immer ein "roter Faden" zugrunde. GATEWAY TO THE ANTISPHERE ist eingängig, ohne vorhersehbar zu sein - und macht sowohl in bierseeliger Runde wie alleine unter dem Kopfhörer Spass!

Hätte man SULPHUR AEON bereits mit diesem Zwischenfazit bescheinigen müssen, mit dem vorliegenden Album eines stärksten Death Metal Werke der letzten Jahre vorgelegt zu haben, kommt eben noch etwas dazu, was vieles Bands abgeht: echte Atmosphäre.
Die bizarre und irrwitzige Kosmologie Lovecrafs wird durch den Sound von SULPHUR AEON erstklassig transportiert, und dabei zeigen die Herren auch, das sie nicht nur das monolitische (tentakelreiche) Chaos von Ry'ley vertonen können, sondern auch in der Lage sind, eher an Fantasy erinnernde Geschichte Lovecrafts wie "Die Traumsuche Nach Dem Unbekannten Kadath" in ihrem Stil umsetzen können.

Alles in allem: machen wir es kurz, das Debut war schon stark, mit GATEWAY TO THE ANTISPHERE gehören SULPHUR AEON ohne Wenn und Aber zu den wichtigsten gegenwärtigen Death Metal / Blackened Death Metal Truppen.


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