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Rezensionen verfasst von
Michael Gohlke "michahasi"
(REAL NAME)   

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Two Worlds II - [PC]
Two Worlds II - [PC]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 6,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das "Schönwetter"-Spiel schlechthin, 26. Dezember 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Two Worlds II - [PC] (Computerspiel)
In meinem weihnachtlichen Rezensionswahn möchte ich mich nun dem aus meiner Sicht bisher besten RPG widmen, welches im Einklang von Geschichte, Grafik, Steuerung und Wiederspielwert bisher auf den Markt gelangt ist, knapp gefolgt von The Witcher 1, wonach eine riesige Lücke klafft hinter der für mich Games wie Skyrim oder Risen folgen.
Zu Zeiten, wo in Berlin gefühlt um 13.09 Uhr die Sonne auf und um 12.54 wieder untergeht, freut man sich über jeden Sonnenstrahl und davon bekommt man in Antaloor mehr als genug.

Zur GESCHICHTE:
Sehr phantasiereich aber auch plausibel wird sie über 4 immer kürzer werdende Kapitel erzählt. Die Tatsache, dass die Kapitel sich zum Finale hin stark verkürzen, steigert die Spannung (natürlich nur beim ersten Spielen) enorm und so erfährt diese dann im dritten Kapitel auch ihren Höhepunkt, wo man aus Neugier nicht mehr mit dem Spielen aufhören mag, es auf Grund der Kürze besagtem Kapitels aber eigentlich auch kaum noch braucht, denn unter Mitnahme einiger kleiner Nebenaufgaben kann man dieses bequem in etwa 5 Spielstunden meistern.
Die Geschichte ist sehr sequenz- und dialoglastig. Was in vielen Spielen eher nervt, wird hier durch eine sehr gute Synchronisation der Dialoge und den unmittelbaren Bezug zur Geschichte zu einem positiven Bestandteil. Beim wiederholten Spielen, wenn man die Geschichte bereits kennt, kann man die meisten Sequenzen und Dialoge auch einfach wegklicken.
Zu diesen fast ausschließlich positiven Aspekten gesellt sich nahtlos eine sehr linear geführte Storyline, welche aber wiederum die Erfüllung gewisser Nebengeschichten oder gar ganzer Questreihen voraussetzt um in der Mainquest voran zu kommen. Dadurch hat man den Eindruck, durch das Spiel geleitet zu werden, dennoch aber alle Freiheiten eines Open World Games zu genießen. Apropos Open World: Als solches ist das Spiel erst ab dem Erreichen des 2. Kapitels zu bezeichnen, da man sonst, beim Versuch Inseln schwimmender weise zu verlassen gnadenlos absäuft.
Naja, und dann ist da noch diese unsägliche Elkronas-Geschichte. Schätzungsweise 60 Prozent der Festlandmasse sind im Single-Player-Modus nicht betretbar. Kommt man doch mal kurz durch einen Schlupfwinkel, sieht man aber auch, dass man nichts verpasst. Entweder bloße Rasentextur mit gelegentlichen Bäumen (vom Wasser aus) oder sogar einfach abgeschnittenes Terrain (von Inisith aus), womit wir nahtlos angekommen sind bei der...

GRAFIK:
Im Vergleich sicherlich eine Horrorvorstellung, dass TWII eigentlich nur ein AddOn zu Two Worlds werden sollte. So ist es aber wohl zu erklären, dass es plötzlich zwei Antaloors gibt. Aus Spiel 1 das Festland und nun die Inselwelt, welche ja eben nur zusätzliche Inseln zur Festlandwelt werden sollten. Auf einem Globus (im Prolog auf Vahkmaar) hat man dann aber schon recht geschickt versucht, beide Antaloors grafisch zu vereinigen.
Im Fortschritt seiner AddOn-Bemühungen erkannte dann der Entwickler aber offensichtlich die inzwischen veraltete Grafiktechnik und beschloss, das Spiel eigenständig als zweiten Teil herauszubringen.
Der Umstieg auf eine modernere Grafik-Engine und zur neuen grafischen Darstellung der Pflanzenwelt hat dann auch gleich revolutionäre Züge mitgebracht. So reagieren Gräser und Sträucher interaktiv auf die Spielfigur und beim Betrachten der Wasseroberfläche, auch aus größerer Entfernung, hat man erstmals den Eindruck, nicht auf einen Texturteppich zu blicken. Sogar unterschiedliche Wellengänge werden je nach Windstärke generiert und es schwimmt jede Menge Leben im Wasser. Leider kann man nicht wie in Skyrim "schnorcheln".
Leicht negativ angehaucht sind teilweise zu starke Überblendungen, z. B. beim Verlassen von Häusern oder nach dem Teleportieren und die Tatsache, dass es nur genau ein Wetter gibt. Lediglich wenn der Held innerhalb der Mauern Schloss Vahkmaars umhertollt, grollt und gießt es draußen. Er kann aber nicht vor die Tür, um den Regen mal zu genießen.
Zur Grafik wäre noch erwähnenswert, dass die Konfiguration sehr wichtig ist! Unschärfe, Bloom und andere Effekte und beispielsweise auch die V-Sync habe ich bei mir komplett deaktiviert, dafür alles andere auf Max geregelt. Die V-Sync ist eh nur bei schwächeren Rechnern mit niedriger Framerate nötig.

STEUERUNG:
Hier beziehe ich die Menüs mit ein. Die Ordnung im Inventar ist gewöhnungsbedürftig und nicht sehr übersichtlich, was durch den transparenten Hintergrund gerade an hellen Stellen noch gesteigert wird. Die Symbole sind allerdings sehr hübsch und auch nicht mehr so fipsig wie im Vorgänger, wo sie bei 1920x1080 kaum zu erkennen sind.
Die Tastenbelegung ist ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig, dann, nach Eingewöhnung, aber auch sehr logisch und unkompliziert wirkend. So kann man weite Teile des Spiels eigentlich mit der Maus und 4 Fingern steuern ohne die Handhaltung ständig ändern zu müssen. Auch an die Belegung der F-Tasten mit Inventaren, Questlog und Rufpunktlisten gewöhnt man sich rasch.
Etwas unausgewogen ist die Steuerung der Spielfigur in Kämpfen, wo man sich ständig tanzenderweise um seinen Kontrahenten herumbewegt obwohl man eigentlich nur draufhaut und bei der Fortbewegung fehlt jede Feinabstimmung, so dass man auf Dächern nie rechtzeitig zum Stehen kommt und wieder abschmiert oder laufend auf Truhen steigt, vor denen man sich positionieren wollte um sie zu plündern.
Die Schlagkombos in Kämpfen werden nach dem Zufallsprinzip wahllos aneinandergereiht worauf man keinen Einfluss hat. So kann man unter Umständen zehn mal die Maustaste malträtieren bevor der Held sich erweichen lässt, nach einer gefühlt halbstündigen Ausholbewegung einmal zuzuschlagen.
Einige Kämpfe bestehen zudem fast nur aus Finishing-Moves, was zur Folge hat, dass man vor lauter Zeitlupenkameradrehungen nach 5 Minuten eine Kotztüte sucht.
Wie sicher jeder Leser mitbekommen hat, ist die Steuerung eindeutig der Schwachpunkt des Spiels weshalb ich den Spielspaß auch nur auf 4 Sterne beschränke.

WIEDERSPIELWERT:
Diesen habe ich anfangs niedriger angesiedelt, da die Geschichte eben stark von der Spannung lebt, welche ja bekanntlich nach einmal Spielen dahin ist (ähnlich wie bei Bioshock). Da das Spiel aber mit seinen Grundbestandteilen und den Kristallen über ein sehr gut ausgeklügeltes Aufwertungssystem und über einen ebenso anspruchsvollen Skillbaum verfügt, macht es auf jeden Fall Spaß öfter zu spielen um Gegenstände maximal zu verbessern und dass dann auch als Nahkämpfer oder Magier zu probieren und ja, wer's braucht, halt auch als Waldläufer.
Ich spiel es bereits zum vierten Mal und habe mich beim letzten Spiel bis Level 31 in Kapitel 1 aufgehalten. Allerdings wird das Leveln in der Savanne durch Running Safaris mit Ständen um Level 40 herum mehrere Wochen dauern, da mit zunehmender Spieldauer nur noch Strauße, Paviane, Keiler und Geparden spawnen. Die etwas ep-reicheren Nashörner und Riesenameisen fallen dann weg.
Bis auf das erste Durchspielen, habe ich übrigens immer gänzlich auf den Endkampf verzichtet, weil man a) eh weiß, was kommt, er b) zu lang und eintönig ist und weil er c) nicht kompatibel zur ja quasi auf diesen Kampf hin entwickelten Ausrüstung ist. Mit genügend Mana und Lebenspunkten könnte man Cassara (oops sorry Spoiler) und Konsorten auch nackt und fast unbewaffnet gegenübertreten. Außerdem ist nach diesem Kampf das Spiel vorbei. Hey wie wäre es mit einem freie Fahrt-Modus neuem Tier- und Monsterweltspawn, wieder vollgestopften Truhen und weiterleveln bis um die 60 herum. Waffen und Ausrüstung sind ja offensichtlich vorhanden dafür.

FAZIT:
Geschichte 8/10, Grafik 10/10 (für den aktuellen Technikstand), Steuerung 4/10, Sound 7/10, Wiederspielwert 7/10

- zu schwache Gegenstände als Questbelohnung
+ sehr schöne Queststruktur
+ gutes Teleportsystem
+ hohe Spannung beim ersten Spielen
+ sehr lebendige und schöne Spielwelt
+ preisgekrönte Innenausstattungen, besonders in New Ashos
- WASD-Steuerung zu grob
+ unterschiedliche Spielweltatmos (Savanne, Swallows, Sümpfe)
+ sehr viele findbare Items ob beim Gegnerloot oder in Truhen
- Elkronas im SPM
- Der Endkampf
+ immer schönes Wetter
- immer schönes Wetter


Assassin's Creed Brotherhood - D1 Version (uncut)
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Wird angeboten von EX-Trade (Preise inkl.Mwst.,Impressum, AGB finden Sie unter Verkäufer-Hilfe)
Preis: EUR 15,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts für Einsteiger..., 25. Dezember 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
...und auf dem PC erst recht nicht! Ich bin insgesamt sehr enttäuscht von diesem Spiel. Ich kenne übrigens die Vorgänger nicht und nach Betrachten eines Gameplayvideos von AC Revelations werde ich auch den Nachfolger nicht kennenlernen.
Nachdem ich in jüngster Zeit Spiele wie Risen, The Witcher I & II, Two Worlds II und Skyrim wenigstens durchgespielt habe, wenngleich auch diese Spiele alle ihre Macken und Ärgernisse bereithalten, habe ich bei AC Brotherhood vorzeitig das Handtuch geworfen (das Handbuch übrigens auch, nämlich weg, weil es reine Papierverschwendung ist)!
Warum das eigentlich? Nun, die zuvor erwähnten Games siedeln eher in der reinen Rollenspielwelt und halten neben dem Kämpfen noch jede Menge anderer Zeitvertreibe in petto, so dass man nicht gezwungen ist, einer linear vorgezeichneten Struktur folgen zu müssen. Größter Vorteil dieser Spiele allerdings ist das zu jeder Zeit mögliche Speichern.
Als Rollenspielliebhaber scheine ich also bei AC offensichtlich im "falschen Film" zu sein. Dabei hat das Spiel mit Sicherheit großes Potential und durch seine Zeitreisefeatures auch eine sehr hübsche Geschichte. Diese spornte mich zunächst auch noch an, mich durch die so gut wie garnicht erklärten Tutorials zu kämpfen -im wahrsten Sinne des Wortes-, denn es ist sehr frustrierend, wenn man beispielsweise die Räumung von Monterigiorni etwa 5 mal wiederholen muss, weil nirgends erwähnt ist, dass man die Kanonen auch mit den Pfeil- bzw. WASD-Tasten richten kann. So drehte ich mir an der Maus einige Male einen Wolf, da diese ja eigentlich nur für die Feineinstellung gedacht ist. Nach drei zerstörten Kanonen teilte mir das Spielinterface dann jeweils mit, das die Villa Auditore zerstört sei -Neuanfang. Auch dass man über Q in eine Art Waffen- oder Ausrüstungsmenü gelangt und hier auch den Schnellzugriff definieren kann wird nirgends erläutert (Korrektur: Es wird erläutert, allerdings nach gefühlten 3 Spielstunden, was mich an eine Betriebsanleitungs-Magnetkassette aus DDR-Zeiten erinnerte, welche einem ernsthaft erklärt, nachdem man sie ins Gerät gesteckt und eingeschaltet hat, dass man zunächst den Netzstecker in die Steckdose zu stecken habe - ahaaa!
Durch Zufall drückte ich, um mich zu heilen, die 1-Taste, da mir das noch mit am plausibelsten erschien. Vom Wissen um die Wirkung beim Benutzen dieser Taste war ich jedoch weit entfernt. Ebenso ist es unmöglich auch nur ein Untermenü durch den Druck einer einzigen Taste zu erreichen. Es ist erforderlich ständig die ESC-Taste zu drücken (oder TAB für weitere Features) und dort dann umständlich im Inventar rumzukramen (noch schlimmer geht nur in Skyrim) oder seinen eigenen Standort auf der Karte zu prüfen. Liest man die Geschichte zu bereits erkundeten Orten/Gebäuden/Sehenswürdigkeiten (übrigens ein sehr schönes Feature mit kulturellen und geschichtlichen Hintergründen), kann man ebenfalls nicht einfach im Textanzeigemodus zum nächsten Objekt überspringen, sondern man muss umständlich wieder ins Vormenü zurück und dort dann wieder die komplette Leiste aller bereits in die Datenbank aufgenommenen Einträge durchscrollen, um den nächsten Eintrag erst mal zu finden und dann auch noch lesen zu können.
In Kämpfen mit den Wachen ist es (mir) unmöglich zu navigieren. Man prügelt wahrlos irgendwo hin, mitunter sogar ins Leere. Der Versuch, ein paar Schritte auf einen Gegner zuzugehen scheitert ebenso wie eine Flucht.
Ich muss ergänzend sagen, dass es wohl so etwas wie einen Trainingsmodus gibt, in dem man vermutlich mit allen Informationen ausgestattet wird, die man im weiteren Spielverlauf benötigt, aber sowas gehört ins Spiel in den Story-Modus. Diese Art Prolog, wie man die Aufgaben in und um Monterigiorni eingangs ja sicher bezeichnen kann, wäre prädestiniert dafür gewesen. Positive Beispiele hierfür wären The Witcher I oder Two Worlds II. An irgendwelchen Sondermissionen nur zum Erlernen der Steuerung bin ich null interessiert, da ich mich ja gleich ins Geschehen werfen will und dabei lernt man ja auch das meiste durch bloßes Probieren. Bei AC ist' aber irgendwann Essig damit.
Anfangs hebt man unzählige Leichen auf statt sie zu plündern, weil kleine Hinweise wie: "Taste gedrückt HALTEN" einfach fehlen. Diese Liste könnte ich beliebig fortführen, aber trotzdem sind es nur negative Randerscheinungen die möglicherweise sogar patchbar sind und bei mir etwa ein Drittel der Abbruchgründe ausmachen. Die Hauptursache meiner Kapitulation ist dann eher die Art und Weise, wie die Geschichte voran getrieben wird. Da kommt wieder mein Rollenspielsyndrom des Jäger und Sammlers zum Vorschein. Nachdem ich mich durch diese Vorgeschichte gequält hatte, dachte ich: "So, geschafft! Und nun kannst du Rom erkunden." Pustekuchen. Man kann zwar weitestgehend in der Stadt herumlaufen, unzählige Leute beklauen oder sogar um die Ecke bringen, aber es gibt kaum was zu finden. Und da man auch in so gut wie kein Gebäude hereinkommt, ist der Reiz recht schnell dahin. Nach dem Abfackeln eines Borgia-Turmes schnell eine Bank, einen Pferdestall und einen Arzt "repariert", stellt man fest, dass es nicht viel zu Kaufen gibt, was wirklich lohnt, bis auf die 5 Heil- und Gifttränke, die man tragen kann, und auch das Finden von Truhen beispielsweise, macht keinen Spaß, da die auf Modernstikons basierende Animation der Funde (natürlich Geschmackssache) mit einer schlichten Textmeldung anstelle aussagekräftiger Abbildungen alles andere als Lust auf mehr macht. Dazu kommt, dass man bestimmte Gebiete eben auch erst ab einem bestimmten Storyfortschritt betreten kann, was an sich in Ordnung geht, hier aber als zusätzliche Spaßbremse fungiert.
Und dann frage ich mich noch wozu ich eine auf der Straße liegende Waffe aufheben kann. Naja, eben um sie in der Hand zu halten. Sieht doch gut aus (Fragezeichen). Aber es gibt noch eine weitere Option: Man kann sie nämlich sogar wieder fallen lassen.
Ja das Spiel ist wirklich nicht für mich Jammerkopp gemacht. Muss eben weiter auf Risen 2 oder Bioshock Infinite warten.
FAZIT:
Drei Sterne wären reell. Zwei gebe ich, da ich das Spiel in der Tendenz für überbewertet halte. Der Spiel-SPASS kommt leider ganz schlecht weg, weil er bei mir definitiv nicht aufgetreten ist. Schade, denn die Geschichte ist garantiert gut, aber die Umsetzung auf PC (speziell für Maus+Tastatur) aus meiner Sicht misslungen. Die Vertonung ist professionell, die Musik gefällig. Die simple Steuerung, also Gehen, Klettern, Springen oder Reiten ist ebenfalls sehr weich und flüssig. Die Performance steht in nichts nach. Die Grafik, naja, so und so. Sehr detaillierte Charaktere, auch sonst gute Texturen und gelungene Ausleuchtung der Spielwelt. Nicht besonders hingegen wirkt die gesamte Flora und auch die Interaktionsmöglichkeiten in der Stadt mit Gebäuden oder Gegenständen halten sich mehr als in Grenzen.
NACHTRAG:
Das reine Spielen von AC Brotherhood setzt übrigens KEIN Internet oder eine Online-Verbindung zu uplay voraus, wie fälschlicherweise in einigen Rezensionen zu lesen ist. Die Tatsache, dass ich vor dem Starten solcher Spiele (Skyrim über Steam beispielsweise) meine Interverbindung kappe beweist das. Es kommen dann zwar Anzeigen, dass die Verbindung fehlgeschlagen sei (die merken aber auch alles :o), aber man kann das Spiel trotzdem im Offline-Modus starten. Internet ist allerdings für die Installation/Produktaktivierung notwendig.


The Elder Scrolls V: Skyrim (PC, Standard-Edition)
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Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 13,99

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Technisch grandios, aber..., 4. Dezember 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Zunächst hatte ich ein wenig Angst, dass Skyrim zu viele Parallelen zu Oblivion bietet. Der Teil der Parallelen, den man als Berfürchtungen einstufen muss, tritt nicht zu Beginn des Spiels auf und auch nicht in den ersten 3-5 Spieltagen, danach kommt dann allerdings bei mir doch wieder gewissermaßen die Langatmigkeit, wie sie Oblivion ebenfalls transportierte, zum Vorschein, was sicher großenteils daran liegt, dass sich die Geschichte zu sehr in der Breite verliert. Gewiss einer der Gründe, weshalb sie auch keinen sonderlichen Tiefgang erreichen kann. Ganz anders ist hier beispielsweise der Leitfaden in "Two Worlds II" aufgebaut, wo die Spielwelt eine annähernd ähnliche Größe aufweist (wenn, ja wenn Elkronas für den SPM ausgebaut worden wäre).
Was in Skyrim jedoch dafür sorgt, dass dieser Langatmigkeitseffekt erst recht spät auftritt ist die geniale technische Umsetzung mit sehr realistischen Bewegungsabläufen (von den Hoppelpferden mal abgesehen) der gesamten Tierwelt sowie bei den Humanoiden, die schon in einer gigantisch hohen Entfernung gespawnt werden. Auch der detaillierte Grafikaufbau findet schon in großer Entfernung statt und dennoch hat ein normaler Mittelklasserechner kaum Performanceeinbrüche a la "Arcania" und kann fast alles ruckelfrei darstellen. Bemängeld werden da beispielsweise von "Gamestar" in der Nähe unscharfe Texturen, aber wer bitte schön geht a) bis auf 3 Zentimeter an einen Felsblock heran um die Clusterchen der Textur zu erkennen und b) muss man ja offensichtlich um eine so herausragende Performance zu gewährleisten an irgend einer Stelle tricksen. Ebenfalls grandios ist in diesem Spiel die Darstellung der Gewässer in jeder erdenklichen Form. Beim Durchlaufen oder Schwimmen erzeugt der Held realitätsgetreue Verdrängungseffekte und in einem Fluss mit Wildwasserstufe kurz vor einem Wasserfall beispielsweise muss der Held damit rechnen, von den Stromschnellen mitgerissen zu werden. Verdammt realistisch das Ganze. Auch die Bewegungen der Pflanzenwelt und die Wettereffekte wirken sehr harmonisch und wahrheitsgetreu. Die Schneeverwehungen in stürmischen Nächten beispielsweise sind samt stimmigen Sound einzigartig, wenn am Horizont dazu die Polarlichter flimmern. Für die Flora wurde eigens eine neue Technologie eingesetzt und nicht mehr auf SpeedTree gebaut. Eine veraltete Version davon sorgte in "Arcania" ja wieder für recht gleichförmiges Texturschaukeln in den Bäumen. Kleinere Negativeffekte sind mitunter bei den Schatten zu bemängeln. Ab und zu gibt es flimmernde Schatten und auch das ruckhafte Weiterbewegen der Schatten, so etwa im Fünfminutentakt der gefühlten 1:12 Tagesabläufe (also etwa alle 25 Sekunden), wirkt etwas befremdend.
Zu den Highlights zählen zweifelsohne die sehr gut animierten Kämpfe gegen die schwerfälligen Riesen, wo uns ein Volltreffer eines solchen Haudraufwienix schon mal bis nach Cyrodiil schleudern kann und die Drachenkämpfe, die besonders viel Spaß machen, wenn mehrere Personen verwickelt sind und man selbst nicht das Hauptopfer ist, denn dann kann man aus größerer Entfernung zuschauen, wie allzu ungestühme Drachenkämpfer gegrillt oder gar vom Drachenmaul geschnappt und über größere Distanzen befördert werden.
Es gibt wohl 20 Questdrachenkämpfe. Dadurch, dass man bei Bethesda jedoch beschlossen hat auch zufällige Drachen spawnen zu lassen, lässt der Spaß an derlei Kämpfen mit der Zeit rapide nach. Manchmal tritt man mit einem schnell noch zu erledigenden Ziel vor Augen aus einem Haus haraus und bekommt dann den "nein, nicht schon wieder"-Effekt.
Ähnlich verhält es sich mit den Dungeons. Sie sind auf jeden Fall sehr viel einfallsreicher als in Oblivion modelliert und machen auch sehr viel Spaß. Es gibt einige Rätsel, Fallen, Geschicklichkeitsspielchen und jede Menge Zeug zu holen da drin. Aber auch hier gilt für mich, wenn ich nach dem Öffnen der 50sten Truhe auf eine ähnliche Weise zum 12ten Male gegrillt oder vergiftet oder mit Pfeilen beschossen werde, ringt mir das ein müdes Gähnen ab. Die Fallen kennt man irgendwann alle, bei den Geschicklichkeitsspielchen nimmt man nach einiger Zeit einfach durchrennender Weise jede Menge Damage in Kauf, da man sich ja hinterher eh wieder regeneriert und die Rätsel a la Fuchs, Drache, Bär, Schlange sind auch nicht sonderlich knifflig, wenngleich die mechanische Umsetzung sehr gelungen ist.
Nun wäre diese Sache ja eigentlich kein Problem, denn bei einer derart großen Spielwelt könnte man die Dungeons durchaus auch meiden. Nicht aber, wenn man in der Geschichte voran kommen will, bzw. wenn man die vielen Nebenquests mit erledigen will. Hier gibt es aus meiner Sicht zu viele Quests, in denen man Bücher, Notizen, Informationen oder Schriftrollen aus verschiedensten Dungeons holen soll, die dann in der Regel auch wirklich sehr, sehr langatmig werden. Auf diese Weise schaffe ich es manchmal in vier Stunden gerade mal 3 Quests zu erledigen. Und das was man eigentlich vorhatte ist liegengeblieben.
Bitterer Zusatz, den ich aber nicht auf die Wertung übertrage, ist die Tatsache des Steamzwangs. Anfangs waren damit wohl auch große Installationsprobleme verbunden. Wenn das Spiel jedoch online aktiviert wurde, setzt es zumindest keine Online-Pflicht mehr voraus sondern funktioniert auch offline. Ich habe bei mir auch die Auto-Patchen-Funktion abgeschaltet, da auch diese zu einigen unerwünschten Nebeneffekten geführt hat.
Die Steuerung über WASD und Maus ist sehr genau und weich. Die Menüführung lässt für ein PC-Game sehr zu wünschen übrig und nimmt durch ihre Umständlichkeit recht viel Zeit in Anspruch. Eine Katastrophe aus meiner Sicht ist der Schnellzugriff, da man ihn auch nirgends im Bild fixieren kann, wenn man weiterspielen will.
Aber nichts desto trotz, Skyrim ist ein richtig gutes Spiel, weil es technisch auf jeden Fall neue Maßstäbe setzt, zumindest aber mit den besten seiner Klasse mithalten kann. Und wenn man einfach nur mal Chillen will macht es auch riesigen Spaß, zu Fuß von Rifton nach Einsamkeit zu laufen. Dass man das Ziel dann aufgrund unzähliger Ablenkungen nicht erreichen wird ist eher zweitrangig.

EDIT: Muss meine Rezension nach vielen, auch sehr spielspaßfreudigen Stunden jetzt leider nach unten korrigieren, da im späteren Spielverlauf immer häufigere Questfehler in für den Spielverlauf relevanten Quests auftreten, die auch nicht behebbar sind (auch durch Konsolenbefehle nicht). Da inzwischen etwa 60 Prozent der Spielzeit, die einem so zur Verfügung steht für Recherchearbeiten draufgeht, kann man nicht mehr von Spielspaß und schon gar nicht von einem durchweg gelungenen Spiel reden.
Dabei bin ich (Level 47, weiblicher Nord, auf Schleichen, Verzaubern und Redekunst geskillt, im Dienst der Kaiserlichen) bis jetzt noch nicht einmal vom sogenannten Speicherbug (PC-Version) betroffen und kann das Spiel performancetechnisch noch einwandfrei spielen. Es gibt allerdings vielerorts keine Möglichkeiten mehr Aufgaben (die man laut Skript erhalten sollte) zu erhalten und somit kann man auch ganze Questreihen nicht mehr abschließen. Heftigstes Beispiel ist bei mir die Bürgerkriegsquestreihe.
Und wenn sich dann das Macherteam äußert, dass es wegen zu hohen Aufwands hierfür keine Abhilfen schaffen wird, ist das schon ziemlich tolldreist!


Louis de Funès: Hasch mich - ich bin der Mörder
Louis de Funès: Hasch mich - ich bin der Mörder
DVD ~ Louis de Funes
Preis: EUR 12,89

2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jo, 14. Oktober 2011
Fünf Sterne für die Veröffentlichung, die Qualität mal außen vorgelassen. Als ich die DVD einlegte, war ich zunächst auch etwas schockiert, da nämlich genau die Eingangssequenz bis hin zum Schuss, also etwa 2 Minuten, eine grottenschlechte Bildqualität aufweisen. Als hätte jemand eine Transparenzmaske über das Bild gelegt und versucht, die Umrisse der Akteure nachzuzeichnen. Danach muss es dem VHS-Mastertape aber wieder besser gegangen sein. Die Qualität ist natürlich für heutige Verhältnisse schlecht und ein anderer Verleger hätte vielleicht sogar mehr herausgeholt (vielleicht aber auch nicht, man kennt das ja: Der Ton beispielsweise wird entrauscht, dann nochmal und nochmal und zu guter letzt traben dann die neuen Synchronsprecher an!!!). Wenn man also über keinen 3 Meter breiten Bildschirm verfügt, kann man den Film schon genießen, vorausgesetzt, man will das auch. Dass der Verleger (auf meinem Cover steht keiner drauf, aber das Layout entspringt ja der Louis de Funès Marketing-Reihe) auf der einen Seite nicht über technische und finanzielle Mittel und Möglichkeiten verfügt wie beispielsweise Universum oder Kinowelt, welche beide eine Großzahl Funès-Titel aufgelegt haben, muss man ihm wohl zugute halten, dass er den Titel dann allerdings nochmal in der gleichen Version mit einem weiteren der zahlreichen deutschen Verleihtitel "Louis mit dem Leichentick" veröffentlicht ist bestimmt kein Irrtum. Auch ich war zunächst ins Stutzen gekommen, denn nach so langer Zeit kann man sicherlich nicht alle Titel mehr zuverlässig zuordnen. Als ich die Rezensionen zu diesem Titel las wusste ich aber Bescheid. Ich würde trotzdem mal 'ne Wette abgeben, dass jetzt in mindestens 100 deutschen Haushalten beide Titel im DVD-Regal stehen. Sowas lässt natürlich an der Seriösität eines Verlegers zweifeln. Also knallt eure 1-Sterne Rezensionen gefälligst dahin! Weil, wenn was unter der Gürtellinie ist, dann sowas. Für mindere Qualität sagt der Markt in Deutschland immer noch: "Bei Nichtgefallen, Geld zurück!"
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 7, 2011 7:18 PM CET


Der Strohmann [VHS]
Der Strohmann [VHS]
VHS

5.0 von 5 Sternen Ähm, ging es im Strohmann nicht um die McCarthy Ära?..., 29. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Strohmann [VHS] (Videokassette)
...und die Blacklist? Vermutlich eine Wirre des amazon-Artikelarchivs. Habe daher im Kopf einige Änderungen vorgenommen. Die übrigen Rezensionen und die falschen Kopfdaten lassen darauf schließen, das auf diesem Katalogposten offanbar mal die "Radio Days" zu Hause waren :o)


The Witcher Enhanced Edition - Platinum Edition
The Witcher Enhanced Edition - Platinum Edition

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alte und neue Synchro! :o) und :-(, 20. Dezember 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Die "Verspielung" der Hexergeschichten des polnischen Autors Andrzej Sapkowski ist mit ihrem Alter von nunmehr 3 Jahren hinlänglich bekannt und auch noch immer, kurz vor dem Release von Witcher 2 - Assassins Of Kings, auf einem technisch und grafisch ziemlich aktuellen Stand. Anfangs lässt man sich hier mitunter im isometrischen Kameramodus etwas irritieren durch die vielen bunten Lebenskraftringe, die zusätzlich eingeblendeten Spieler- und NPC-Namen bzw. Bezeichnungen und die dann noch in Kämpfen durch die Gegend fliegenden verlorenen Lebensenergiepunktzahlen. Die meisten genannten Punkte sind im Optionsmenü abstellbar und wenn man dann auch noch auf die in RPG's eigentlich übliche ÜDS-Kamera wechselt und die etwas karge Landschaft des Prologs verlassen hat, so erkennt man doch eine grafisch hübsch ausgefeilte Spielwelt durch Einsatz der Aurora-Engine von BioWare und der zu diesem Zeitpunkt auch schon etwas verbesserten SpeedTree-Engine für ein recht natürliches Verhalten der Pflanzenwelt.
Beim Bewegungsablauf gibt es jedoch einige Kritikpunkte. Gar nicht mal, dass es z.B. nicht möglich ist von Hängen abzustürzen oder Hindernisse jeder Art nicht überwinden zu können, weil das eben von den Entwicklern auch nicht vorgesehen wurde (und wo doch da sorgt das Aard-Zeichen für Abhilfe), sondern etwa beim einfachen Betreten von Treppen. Hier muss man wirklich punktgenau auf die Mitte treffen, weil man andernfalls ständig an der Treppe vorbeiläuft, was sehr ärgerlich ist, wenn man dabei ist in Wyzimas Tempelbezirk hin und her zu rennen, um die unterschiedlichsten Questen zu erledigen. Die beiden Treppen zu den Kloaken und zum Elendsviertel sind hier Paradebeispiele. Einen Faden einzufädeln ist nicht viel komplizierter. Wenn man beispielsweise im Regen am Deich zum Fährmann will, darf man neu laden oder das Ende des Regens abwarten, wenn dieser im linken Bereich der Steganlagen steht, da alle NPC's sich unterstellen und man nicht an ihnen vorbeikommt.
Das Kampfsystem ist gewöhnungsbedürftig, aber durch flotte Bewegungsabläufe hübsch und gut. Dass man dabei immer nur im richtigen Moment klicken muss ist auch okay, denn wer ausgefeiltere Kampfstile sucht, der ist bei Shootern oder Spielen, die mehr auf den Actionfaktor setzen besser aufgehoben. Zudem soll der Hexer in den Kämpfen ja auch eher seine mutagenen Tränke und die magischen Zeichen einsetzen. Einige Spieletests haben dabei unter anderem belegt, dass sogar die Kikimorenkönigin im dritten Akt durch richtigen Einsatz der Hexer-Zeichen (ich glaube Yrden) besiegbar ist und nicht nur durch die herabstürzende Höhlendecke. Nein, was hierbei eher stört, was ich hier auch des öfteren schon rausgelesen habe, ist der Kampf gegen viele Gegner gleichzeitig. Ich vermute sogar eine Art kleinen Bug dahinter. Denn wenn man beispielsweise gegen Herrn von Wayze und seine Mitkrieger antreten muss (weil man ja immer schon mal mit Vampiren kuscheln wollte :o), bewirkt mitunter ein gezielter Klick auf einen Gegner in beiden Kampfstilen, also sowohl stark als auch schnell, nur ein Ausholen mit dem Schwert, jedoch kein Zuschlagen, was ich darauf zurückführen würde, dass dem Spiel in diesem Augenblick offenbar nicht mehr klar ist, welcher NPC genau anvisiert wurde. Auch der Gruppenkampfstil bewirkt dann kein Zuschlagen, obwohl mehr als drei oder vier Gegner in Reichweite agieren. Dadurch, dass der Schwierigkeitsgrad jedoch recht gering ist, man möge mir verzeihen, aber ich spiele grundsätzlich auf Leicht, da ich bei C-Games eher den Entspannungsfaktor suche und zudem der Gilde der Tastaturcholeriker angehöre, sind eigentlich alle Kämpfe siegreich gestaltbar.
Die zwei Sterne beim Spaßfaktor beziehen sich auf "wie lustig ist dieses Spiel?". Naja, eigentlich gar nicht, würde ich mal sagen (abgesehen von: "ich bin geil" oder "meine Eier jucken"). Auch ein schöner Begriff in diesem Zusammenhang hier schon irgendwo erwähnt, ein "erwachsenes" Rollenspiel.
Ich habe mit Bedacht für das Gesamtprodukt fünf Sterne vergeben, denn hier liegt eines der schönsten Rollenspiele ever vor. Ich befürchte auch leider, obwohl erste Einblicke eher hoffen ließen, dass Teil 2 den Erwartungen vllt. doch nicht gerecht wird, zumal der unsägliche DLC-Wahn nun offensichtlich auch noch in Betracht gezogen werden soll, was sehr schade wäre und mich persönlich vom Kauf des Nachfolgers abschrecken würde. In dieser Platinum Edition bekommt man indes mehr, als man zu hoffen wagt: Ein gedrucktes Handbuch, also so richtig zum in den Händen halten und darin blättern, ein ebenfalls gedrucktes Lösungsbuch und auf der Software das komplette Spiel mit zwei weiteren Abenteuern, die allerdings nicht in die ursprüngliche Handlung eingebunden sind, sondern eigenständig fungieren, und noch einige Szenarios, die vermutlich mit dem ebenfalls vorliegenden DJinni Editor erstellt wurden, bei denen die Sprachausgabe offenbar nur dann funktioniert, wenn man nicht wie ich bei der Installation NUR die deutschen Untertitel und Sprachausgaben aktiviert hat. Im Vergleich zum Ursprungsspiel läuft die Performance der gepatchten EE bei mir, besonders im Händlerviertel, leider nicht mehr so flüssig wie zuvor. Durch stark verkürzte Ladezeiten und das danach nun ausbleibende kurze gänzliche Performanceversagen, ist das aber akzeptabel und liegt bestimmt an meinem vielleicht doch etwas schwächelnden Dual-Core AMD-Prozessor. Was hier aus der amazon-Artikelbeschreibung nicht hervorgeht: das Spiel läuft auch auf XP ab Service-Pack 2.
Jetzt wäre diese Rezension eigentlich fertig, zumindest was den fünf-Sterne-Teil angeht, aber da ist ja noch die Synchronisation. Dazu muss man sagen, dass in der Erstsynchro eigentlich geniale Sprechercharaktere eingesetzt wurden, die offensichtlich beim Vertonen der Texte nicht die Spielszenarien vor Augen hatten, oftmals vermutlich auch nicht mal die Reaktionen der anderen Figuren kannten, sondern nur ihren eigenen, reinen Text. Dadurch entstanden an vielen Stellen falsch betonte Aussprüche. Beispiel: statt des gänzlich unbetonten "nehmt für alle Fälle diese Tränke" gab's da ein "nehmt für alle Fälle DIESE Tränke". Das wirkte ein wenig sprachbehindert, aber erst jetzt ist mir klar, wie dennoch genial diese Vertonung war mit ihrem "Die Wassergötter sind nahe !!!" zum Beispiel.
Sorry, aber nur einen Stern, wenn überhaupt, für die Neuvertonung. Komplett unbetont. Die Sprecher winseln samt und sonders und wirken wie depressive Frührentner. Und dann auch noch neu eingebundene Texte, wie: "hört mal, alle beide. Mich geht das alles hier nichts an!" Hallo !!! Wir befinden uns in einer mittelalterlichen Auseinandersetzung und nicht in einem frühpubertären Mutter-Töchter-Zwist. Die Krönung ist dann aber Geralts Vertonung. Während der Dialoge kann man ihm ohne große Eile die Zunge besohlen. Alle zuvor recht zackig eingesprochenen Texte sind jetzt gefühlte drei mal so lang und nötigen einen, selbst wenn man die Dialoge eigentlich verfolgen möchte, dazu, zumindest bei seinen Sätzen, nach dem kompletten Lesen der eingeblendeten Zeile die linke Maustaste zu bemühen, da Geralt dann etwa bei einem Drittel des Textes angekommen ist. Der Schuss ist leider böse nach hinten losgegangen, obwohl er vermutlich gut gemeint war, was ja aber bekanntlich das Gegenteil von Gut ist.


Die Frösche
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Preis: EUR 6,79

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dilettantisch konstruierter Film - akzeptable DVD, 24. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Frösche (DVD)
Bei den schlecht inszenierten Horrorsequenzen kamen mir zwischenzeitlich Bilder aus "Fear And Loathing In Las Vegas" in mein Vergleichsschema. Beim Gilliam-Streifen jedoch befinden sich die derartige Szenen erlebenden Protagonisten jedoch stets im Vollrausch.
Selbst mit dem größten Willen, sich von diesem Streifen einfach nur unterhalten zu lassen, vom von anderen Rezensenten schon angesprochenen kritischen Ansatz mal abgesehen, gelingt es mir nicht, hinter sich Türen schließende und Giftgläser umwerfende Echsen als glaubwürdig und somit spannungsfördernd einzuordnen. Der Film wird etwa ab der Mitte für mich nur noch unfreiwillig komisch. Die Betroffenen stolpern ständig über ihre eigenen Füße, verfangen sich mit fast akrobatischen Einlagen im Dickicht und erschießen sich dann dabei auch beinahe noch selbst. Ein Zitat des Großvaters trifft es auf den Punkt: "Wie kopflose Hühner rennen die hier rum". Besonders auffällig dabei ist, dass abgesehen von ihrer zahlenmäßigen Präsenz, Frösche den geringsten Anteil am natürlichen Rachefeldzug gegen die Menschheit haben. Hier dominieren meistens Echsen, Schlangen, Skorpione, Krokodile und Spinnen.
Am lustigsten ist dann die Schlussszene auf Großvaters Anwesen, mit dem Anruf der Reptilien auf dem längst toten Telefon: "...aber es hat doch geläutet!". Diese Sequenz liegt übrigens als sehr schlechtes Filmmaterial vor, während die Qualität von Bild und Ton sonst durchgängig okay ist. Die Fassung beinhaltet mit ihren 86 Minuten viele, aber nicht alle, unsynchronisierte Scherenopfer, welche im Original mit anwählbaren Untertiteln eingefügt wurden.
Fazit: Den Film nicht gesehen zu haben, produziert auf jeden Fall KEINE Bildungslücke.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2013 3:46 PM CET


Spartacus (Special Edition) [Special Edition] [2 DVDs] [Special Edition]
Spartacus (Special Edition) [Special Edition] [2 DVDs] [Special Edition]
DVD ~ Kirk Douglas
Preis: EUR 4,97

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bewertung gilt ausschließlich der Umsetzung der Special-Edition, 8. August 2010
Das Problem mit der relativ bescheidenen Bildqualität und dem Seitenbeschnitt wurde ja schon mehrfach angeschnitten. Stören mich diese Punkte bei vielen Filmen auch meistens nicht, so ist doch gerade bei einem Monumentalfilm mit Unmengen von in der Breite aufmarschierenden Statisten ein erheblicher Wirkungsverlust vorprogrammiert. Und vom Rest sieht man dann Körner statt Köpfe, aber lassen wir das.
Was mich dagegen noch mehr stört, ist die Art und Weise der Veröffentlichung. Warum nicht Film auf die eine, Zusatzmaterial auf die andere DVD ??? An der Länge liegt es nicht, denn ich habe auf Mehrfachlayern schon weitaus längere und qualitativ nicht schlechtere Filme gesehen. Also gut, man muss zum Datenträgerwechsel seinen Allerwertesten erheben und die zweite Scheibe nach der Intermission einwerfen, aber was dann kommt, ist der Hammer: Man versucht die Lücke schnell zu füllen und die Athmosphäre des Filmes aufrecht zu erhalten und DANN SCHMETTERT UNS DIESE UNSÄGLICHE UNIVERSAL-HYMNE um die Ohren. Ich habe auch Player die diese Perversionen umgehen können, aber das ist ja wieder mit Mehraufwand verbunden. Bleibt die Frage: Was soll so ein Schwachsinn? Am Anfang ist doch voll okay und eigentlich auch ausreichend. Ich wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, in der Mitte des Filmes zu glauben, dass der zweite Teil jetzt von Concorde-Film präsentiert wird. Zwei Sterne für das hübsche Cover :o)
Schade ist, das solche Bewertungen dann leider auch immer dem Film schaden, daher auch von mir der Aufruf an amazon, genau wie bei Spielen, wo es ja den Spaßfaktor gibt, Rezensionen zu splitten. In der Rubrik der Filme dann von mir aus in eine Bewertung für den Film an sich und eine für das Fabrikat (Qualität/Preis/Umsetzung).


Gefangene des Krieges - Der Bunker *Peter Sellers*
Gefangene des Krieges - Der Bunker *Peter Sellers*
DVD ~ Peter Sellers
Wird angeboten von rhein-team
Preis: EUR 4,95

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen kurz, kürzer, am kürzesten, 13. Mai 2010
Während sich die Angabe zur Spieldauer hier noch auf 80 Minuten beläuft bleiben beim Coveraufdruck noch ganze 70 Minuten übrig.
Der Film ist gewiss kein Blockbuster und manche Szene darin dient eher der Streckung zu einer kinokonformen Spieldauer. Aber wenn ich als Verleger Rechte an einem Film besitze, von dem ich denke, dass er es nicht verdient in voller Länge veröffentlicht zu werden, dann lasse ich es doch ganz sein.
Laut Coveraufdruck ist wenigstens die englische Tonspur vorhanden, dafür der zweite Stern.
Warum ich mich hier ausschließlich auf die Coveraufdrucke beziehe hat einen ganz trivialen Grund. Ich habe mir den Film dann doch lieber noch einmal in VMP VHS-Qualität angesehen, wo er mit 96 Minuten Spielzeit noch nicht zum "Short" verkommen ist. Daher kann ich auch keine Angaben zur Qualität der übriggebliebenen Filmfetzen abgeben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2013 6:44 PM CET


Risen - [PC]
Risen - [PC]
Preis: EUR 9,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn der Spaß in Arbeit ausartet, 23. Dezember 2009
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Risen - [PC] (Computerspiel)
Ich will hier mal die ganze Gothic-Suppe außen vor lassen und das Spiel als völlig eigenständig betrachten ohne Vergleiche zu ziehen und Parallelen zu suchen.
Da ich bereits mit einigen Tipps Bekannter in das Spiel gestartet bin, blieben mir größere Frusterlebnisse, was das Kampfsystem anbetrifft, erspart. Wer zum Beispiel in den Nahkampf mit einem Schwert geht, welches nicht mindestens bis zur siebten von 10 Stufen ausgebildet ist, wird diese Frusterlebnisse zweifelsohne haben. Noch dazu hat man mit den anfänglichen 15 Klingenschaden-Schwertern gegen Oger, Ghuls und sogar gegen diese niedlichen Blechheuschrecken (ich fand sie eigentlich eher etwas plump, wenn man die ansonsten recht detailreiche Grafik zugrunde legt) einen sehr schweren, ja fast unmöglichen Stand. Naja, etwas schwerer wollten es ja viele haben. Und mit der Zeit kann man sich mit dem Gameplay und dem Kampfsystem ganz gut anfreunden.
Zur Grafik fielen mir im Vergleich (jetzt also doch) zu Gothic 3 zum einen die verbesserte Wasserdarstellung auf, aber vor allem die offenbar weiterentwickelte Speedtree-Engine. Drehten sich bei Gothic 3 noch die Texturen an den einzelnen Ästen alle gleichzeitig im Wind, was dann schon wieder etwas realitätsfremd anmutete, so wirkt das Ganze jetzt sehr viel ausgewogener. Irgendwie drehen sich jetzt die einezelnen Texturfelder nicht mehr, sondern ganze Buschableger wogen im Wind unabhängig voneinander, aber dennoch im harmonischen Zusammenspiel. Ganz schön raffiniert das, wirkt ziemlich reell.
Die Welt von Risen ist angenehm klein, interessant und einfallsreich modelliert. Würde man im 3 Kapitel das Finale erreichen, wäre das Spiel zugegebenermaßen recht klein/kurz und würde so den ziemlich hohen Neukaufpreis vielleicht nicht rechtfertigen, aber es wäre ein langer Bart erspart geblieben, der mit Kapitel 4 einsetzt.
Erkundet man in den ersten beiden Kapiteln hauptsächlich die Insel und ist mit Wölfen, allen möglichen Falterarten, Skelettkriegern und Stachelratten beschäftigt, fängt die Story ab dem 3. Kapitel an zu haken. Da man hier überwiegend Grotten, Höhlen und Dungeons erkundet, wo man es nun mit Echsenmenschen, Aschebestien und Brontops zu tun hat, hat man aber sogar hier noch immer Neuland um die Ohren und für etwas Entspannung zwischendurch kann man sich ja immer mal in die Hafenstadt teleportieren und hunderte Echsenschwerter verscherbeln.
In Kapitel 4 beginnt das Spiel dann aber in "Arbeit" auszuarten. Man beläuft quasi nochmal die komplette Insel, dessen Fauna man bereits erfolgreich ausgelöscht hatte und nun tummeln sich auf der Suche nach den Titanenrüstungsteilen überall Unmengen von diesen Echsenmenschen, -kriegern, -priestern und derer Elitekämpfer. Immer nur einige von denen anzulocken, da man für mehr als 3 oder 4 von denen nicht ausreichend stark ausgerüstet ist, wird irgendwann zur Geduldsprobe und das städige F8 und F9-Spiel macht nach dem 15. Mal dann irgendwann auch keinen Spaß mehr.
Mein Fazit:
Zum Ende solcher Rollenspiele scheinen den Entwicklern irgendwie die Ideen auszugehen. Man will besonders komplexe Storystränge anlegen, aber zum Ende hin gibt es dann nur noch Gemetzel mit Quantitätsfaktor, x mal sterben und neuladen, das ist dann eher ärgerlich.


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