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Beiträge von Michael Gohlke
Top-Rezensenten Rang: 18.504
Hilfreiche Bewertungen: 936
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Rezensionen verfasst von Michael Gohlke "michahasi"
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13 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nette Sammlung, 6. Juli 2005
Nummer drei, die bisher schönste Ausgabe, mit weniger bekannten s/w-Filmen. Obwohl ich den vermeintlich besten (Fisch oder Fleisch) noch nicht gesehen habe, maße ich mir schon eine sehr positive Bewertung an, da die Filme selbst einen hohen Sammlerwert haben. Da ich Funès' Filme, wenn überhaupt, nur einmal gesehen habe und das wahrscheinlich vor 20 oder noch mehr Jahren, kann ich mich leider nicht genau erinnern, ob die Filme eventuell wieder hier oder da um 2,4 bis 3,8 Sekunden gekürzt wurden, wesentlich entstellt scheinen sie mir jedoch nicht zu sein, falls dem so ist. So kann ich den Leuten, die die Filme regelmäßig sehen (vermutlich etwa alle drei Stunden) vom Kauf dieser Box nur abraten, da sonst wieder ein geschnittener Pfurz hier und eine gekürzte Pointe dort ans Tageslicht kommen könnten. Bild- und Tonqualität scheinen mir dem Alter entsprechend sehr gut zu sein, wobei ich auch hier kein Maßstab bin, da ich es in Ordnung finde, wenn ein alter Film alt aussieht und wenn der Ton eines Stummfilmklassikers von 1913 noch nicht digitalisiert wurde. "Wenn Louis eine Reise tut" scheint mir der schwächste Streifen zu sein. Eine heitere, turbulente Verwechslungskomödie ohne höhere Ansprüche, soweit bei Louis-Filmen überhaupt davon die Rede sein kann. Eben nett, hier und da ein paar Lacher und insgesamt gute Unterhaltung, nicht mehr. (3 Sterne) "Karambolage" für mich der Höhepunkt (bis jetzt)! Funès spielt hier eine untergeordnete Hauptrolle und tritt vorzeitig ab. Die Besetzung dieser auch mit ironischen Untertönen und einem etwas erhöhten Anspruch versetzten Satire/Komödie ist hochkarätig. Tummeln sich neben Louis so namhafte Milchreisbubis (die sie zu dieser Zeit noch waren) wie Jean-Claude Brialy und Michel Serrault und am Ende aber nicht zuletzt ein weiterer junger, dynamischer und aufstrebender... aber lasst Euch überraschen. Die Story befasst sich (ähnlich wie Wilder's Apartment) mit der Karriereleiter eines großen Unternehmens und den um ihr herum gestrickten Intrigen und Verwicklungen. Sehr köstlich und bisweilen angenehm chaotisch mit einem gelungenen "Spiegel"- finale. (5 Sterne) Die Qualität, und vermutlich auch der dritte Film, schneiden ebenfalls mit der Bestwertung ab. Einfach gute Unterhaltung! Für mich nicht, aber allgemein schon, einziges Manko: keinerlei Extras ! Aber ich habe ja auch keine Dokumentation gekauft, sondern drei Filme in einer Box und die habe ich bekommen...
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Kops
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| DVD ~ Fares Fares |
| Wird angeboten von tvhits |
| Preis: EUR 8,52 |
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Erfrischender Humor, 28. Juni 2005
Hollywood hat seine Führung längst verspielt, der Oscar mutiert zur Mickimaus. Der neue Problemfilm kommt aus England, Latain- oder Südamerika, die Romantik gehört schon lange den Franzosen, esthetische Filme und Heldenepen kommen aus Asien und die erfrischendsten und skurrilsten Komödien seit einiger Zeit aus Skandinavien. So bleibt für Hollywood weiterhin nur die Remakewelle (Erfolgsfilme anderer Nationen nationalverständlich zu kopieren), wenn man mal von einigen Ausnahmen, die ja bekanntlich die Regel bestätigen, absieht. Sehr erfreulich an Kops ist die Tatsache, dass die Macher von Jalla! Jalla! nicht versucht haben ihren Erfolg zu kopieren und die Thematik der interethnologischen Völkerverständigung überzustrapazieren. Nein, in Kops spielen eher Zimtschneckchen, Hunde die Kaninchen machen können und 2471er (entlaufene Kühe) eine Rolle. Eine kleine schwedische Provinzstadt leistet sich trotz mangelnder Kriminalität eine Polizeiwache mit vier Streifenpolizisten, einem Sekretär, einem Chief und zwei schwer auseinanderzuhaltenden "Funkstreifenwagen". Doch dann steht der Beschluss, die Wache zu schließen, in Form der hübschen Jessica im Raum. Die Schließung muss natürlich unter allen Umständen verhindert werden und man ahnt gar nicht, welche "Kreativität" Kops entwickeln können, wenn es um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes geht. Eine derartige Fülle an kreativen Einfällen erwartet man in neueren Filmen schon nicht mehr, da ja eigentlich alles schon mal da gewesen ist. Eigentlich!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Top 10 Film, 27. Juni 2005
Der Einstufung durch User auf Platz 17 (variabel) der besten Filme aller Zeiten in einer bekannten (wahrscheinlich der größten) Movie-Database kann ich nur zustimmen. Bei mir schafft es der Film sogar locker in die Top 10 ! Dies ist der Grund dafür, dass ich für diese sehr liebevolle Edition im edlen Pappschuber nicht anders kann, als ihr 5 Sterne zu schenken, wenngleich mich eine Dokumentation fürchterlich aufgeregt hat, aber dazu weiter unten. Die Story ist inzwischen Kulturgeschichte. Der "Kalte Krieg ist heiß geworden". In einer Zeit, als wirklich mancherorts in der Realität die Nerven blank lagen, lässt Kubrick einen amerikanischen General mit dem bezeichnenden Namen Jack D. Ripper frei drehen und diesen die B 52-Staffel in Richtung UdSSR in Bewegung setzen um den atomaren Erstschlag durchzuführen, damit die Russen seine "Lebenssäfte" nicht weiter verunreinigen. Um die Katastrophe zu verhindern, telefoniert der US-Präsi mit dem sowjetischen Premier und muss sich in jeder Form bei seinem alkoholisierten Kollegen anbiedern. Bei der letztendlich doch gelungenen Rückholaktion wird jedoch ein angeschossener Bomber sprichwörtlich "übersehen", der seine Fracht ins Ziel bringt und somit vermutlich die Vernichtungsmaschinerie der Russkies auslöst. So bleiben dem Präsidenten, Dr. Seltsam, beide übrigens vorzüglich von Peter Sellers verkörpert wie auch die Drittrolle als Group Captain, und der übrigen Besatzung des Kriegsministeriums nur noch Fachsimpeleien über ein zukünftig unterirdisches Leben übrig. Ganz nebenbei besinnt sich Dr. Seltsam alias Prof. Merkwürdig seiner Vergangenheit... Sehr bemerkenswert an dieser Edition sind die Interviews mit Peter Sellers und George C. Scott. Trotz ihrer Kürze dürften sie einen recht hohen Ausgrabungswert haben. Bei den Dokumentationen bin ich noch nicht sehr weit gekommen, da mich die erste gleich derart aufgeregt hat, dass ich die Sitzung beenden musste. Es lässt sich offenbar nicht verhindern, dass auf einer solchen Edition auch so richtige alte Holzköpfe zu Wort kommen, die am liebsten den Kalten Krieg nochmal neu aufwärmen würden. Wenn ich so ein Geseiere höre von wegen die USA hätten lediglich ihre atomare Rüstung angefacht, weil sie durch die Russen dazu gezwungen wurden (und das dann auch noch von eigentlich für wohltätige Zwecke geplanten Geldern), dann krieg ich 'nen Kropf. Da lachen ja die Hühner. Wie immer bei solchen Dingen hat jeder seinen Teil dazu beigetragen und die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Das zu dieser Zeit allgemeine Weltuntergangsangst herrschte kann ich zum Teil nachvollziehen (war ich doch schon ein ganzes Jahr alt), doch einen provokativen Denkanstoß setzt man gezielt, wie Kubrick, durch eine ironische Farce, in der man durchaus selbst der Auslöser einer Katastrophe sein kann, und nicht immer nur die bösen Russen !!!
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19 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Schnellschüsse !!!, 27. Juni 2005
bestimmt eine Klasse-Collection, wenn man nur den Inhalt der Box in Erfahrung bringen könnte. Warum werden Box-Sets schon angepriesen, wenn über den Inhalt noch gar keine Informationen existieren? Meiner Meinung nach ist das Geldschneiderei! Fans ordern bereits frühzeitig, um anschließend feststellen zu müssen, dass sie 5 der 7 Filme bereits in anderen Boxsets erstanden haben. Vielen Dank für die Veröffentlichung dieser Rezension und dem offenen Umgang mit Kritik... ...nun sind die Titel veröffentlicht und ich kann meine Rezension korrigieren! Sie erhöht sich um einen Stern, da leider der fahde Beigeschmack, dass der Verleger Spencer/Hill-Fans "abzocken" will geblieben ist. Wie schon vermutet: Alle Titel sind bereits einzeln oder in anderen Editionen erschienen! Ich habe tatsächlich bereits 5 der 7 (bzw. 6)! Teilweise mit Produkten aufgefüllt, die in einer gemeinsamen Edition nichts zu suchen haben (nur Spencer)! Und wer ehrlich zu sich selbst ist, wird feststellen, dass diese Ausgabe, mit wenigen Ausnahmen, mit den trashigsten Filmen aufgefüllt wurde! Aber es war auch nix anderes zu vermuten, denn die wirklich guten Filme der beiden gibt es ja längst in anderen Boxen. Bleibt für mich die Frage: Wann kommt endlich Hill in "Verflucht, verdammt und Halleluja" aka "Ein Gentleman im Wilden Westen" auf DVD ???
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Nicht ganz lebensecht !, 16. Juni 2005
Ich bin als völliger Neuling an dieses Spiel geraten und kann es vom Spielwert her nur weiterempfehlen. Da ich ein notorischer "Handbuch-Muffel" bin, wollte ich die einzelnen Funktionen selbst ergründen. Dabei stieß ich auf die Tatsache, dass das Spiel nur von Amerikanern programmiert worden sein kann, da ich, um Nachwuchs (also neue Bürger) zu schaffen anfangs immer einen Mann und eine Frau in ein Haus oder eine Hütte geschickt habe, aber weder diese und erst recht kein Nachwachs jemals wieder heraus kamen. Nein, bei Empire Earth gibt man den Nachwuchs im Kapitol in Auftrag, wie sich das für anständige Menschen gehört. Bis auf diese und ein paar weitere kleine Aufklärungslücken macht es aber wirklich riesigen Spaß. 4,4 Sterne mathematisch korrekt gerundet ergibt 4 Sterne.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Topfilm, leider mit DVD-Abstrichen !!!, 21. Mai 2005
Keine Frage, dass dem Film eigentlich 5 Sterne zustehen. Aber: ...hatte ich doch bei Bestellung der DVD schnell meine VHS verhökert. Dann kam sie, die Special Edition mit 2 DVD's. Erstmal auf die Extras gestürzt. Toll ! Viele unveröffentlichte und geschnittene Szenen (Martin Luther etc.). Aber auch viel Überflüssiges, vermutlich damit der Rohling nicht halb leer bleibt. Dann habe ich mir Disc 1 eingelegt und den Film gestartet und höre da: neu synchronisiert!!! Die neue Synchronisation ist nicht unbedingt schlecht, aber wenn man ein Gewohnheitstier ist, stören einem halt gewisse Dinge. Die meisten Sprecher konnten glücklicherweise bei der Stange gehalten werden. Die Dialoge wurden etwas zeitgemäßer aufgemotzt aber sinnlich nicht verändert. So wurde aus der "Fötusfürchtekammer" der "Fötusabschreckungsraum" um nur ein Beispiel zu nennen. Genial fehlgeschlagen ist allerdings die Neubesetzung des Offsprechers für den Vorfilm. Fazit: Für den Preis in Ordnung. Bei sovielen Extras hätte vielleicht auch noch die alte Tonspur Platz gehabt. Ich für meinen Teil habe dagegen Glück gehabt, dass ich den Film nochmal auf Video bekommen habe.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das Trio Edwards, Sellers, Mancini,..., 21. Mai 2005
...weltberühmt durch zwei zuvor gedrehte "Pink Panther"-Filme, überzeugt auch in seiner dritten Zusammenarbeit, fernab vom trotteligen Inspektor Clouseau. Hrundi V. Bakshi, ein eigens aus Indien eingeflogener Schauspieler, ruiniert eine kostenaufwendige Filmproduktion durch seine Fehltritte (Armbanduhr im 19. Jahrhundert/ versehentliche Auslösung einer minutiös geplanten Sprengung). Durch ein Kuddelmuddel im Sekretariat des Produzenten landet Bakshi, statt auf einer Abschussliste, auf der Einladungsliste zur Premierenparty. Hier angekommen beginnt er, natürlich unbeabsichtigt, langsam aber sicher das Anwesen des Produzenten in einer sich leise immer weiter steigernden Komik auseinander zu nehmen. Leider sind die deutschen Synchrondialoge manchmal etwas platt und durch einen schlechten, überzogenen Dialekt nicht sonderlich zeitgemäß. Vielleicht hätte man besser daran getan, auch hier Georg Thomalla einzusetzen. Einen sehr erfrischenden Aspekt fügt dem Film die Tatsache zu, dass Sellers über weite Strecken etwas die Show geklaut wird und er somit nicht der Alleinträger der Komik ist: Eine sehr ambitionierte Rolle hierbei spielt nämlich Steve Franken als Levinson, dem Diener, der sich an Bakshi's abgelehnten Drinks den herrlichsten Rausch antrinkt und immer mehr aus dem Rahmen fällt. Das Gesamtwerk darf man wohl auch als kleinen Seitenhieb auf pompöse und ausschweifende Hollywood-Partys sehen (hierzu trug später noch mal Edwards' "S.O.B" bei, wo Peter Sellers wohl auch seinen Platz gefunden hätte, wenn er noch gelebt hätte). Manchmal konnte Hollywood auch über sich selbst lachen. Nur von außen durfte (und darf) man es nicht öffentlich kritisieren, wie es einst Sellers tat, wodurch er offenbar seinen Oscar (Dr. Strangelove) einbüßte. Aber wie immer hat Sellers mit seinem tollpatschigen Auftreten Glück im Unglück, denn was andere Wichtigtuer nicht zu erobern im Stande sind, liegt ihm zu Füßen: Das Herz der reizenden Michele Monet. Es empfiehlt sich häufig bei Peter Sellers-Filmen sich die Originalfassungen anzusehen, selbst wenn man der englischen Sprache nicht oder nur unzureichend mächtig ist, da Sellers nicht sehr gut zu synchronisieren ist, was darauf zurückzuführen ist, dass er mit einer Radiokarriere als Stimmenimitator groß wurde und diese Gabe auch in seine Filme einarbeitete, wofür ihm die meisten Regisseure (außer Billy Wilder) auch freie Hand gaben.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Kompliment !, 22. April 2005
Da fange ich mal mit der Frage meiner LAG (Lebensabschnittsgefährtin) an: Der Film an sich ist sehr nett, aber warum müssen die immer so blutig sein ? Das frage ich mich bei einem so guten Stoff allerdings auch, denn schließlich macht es die Story nicht wirklich glaubhafter, eher das Gegenteil, oder ich verkehre einfach in zu laschen Kreisen. Vermutlich ist es einem Gemisch aus Martial-Arts-Welle und einer Modeform durch Filme wie "Pulp Fiction" oder "Amores Perros" (welcher wohl nicht ganz zufällig ein auffällig ähnliches Cover hat) zu verdanken. Vielleicht ist es aber auch die Tatsache, dass wie bei einer Satire, erst maßlose Übertreibung die Menschen heutzutage noch zum Nachdenken anstößt, weil irgendwie sind wir inzwischen ja schon alle ziemlich abgebrüht und sowas von cool... Wie auch immer, die Story lässt nichts zu wünschen übrig. Zwar sind Geschichten über türkische Familiengepflogenheiten auch kein neues Thema mehr (Vater verstößt Tochter-blabla), in dieser Form aber doch sehr beeindruckend, da sich erstens makabre Parallelen zur Realität im Leben der Hauptdarstellerin auftun und der Stoff von einem verfilmt wurde, der es wissen muss, einem Türken (wenn auch in D gebürtig) ! Der Film setzt sich sehr tiefgehend mit den Gegensätzen von Tradition und moderner Lebensart auseinander. Sehr gelungen ist die Musikmischung, die ebenfalls genau diese Gegensätze untermalt. Das Traditionelle bei den Intermezzos einer türkischen Formation, welche textlich in die Handlung eingebunden sind und die Moderne durch Songs von Talk Talk, Sisters Of Mercy, Depeche Mode etc. in ungewöhnlichen aber interessanten Interpretationen.
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Adel verpflichtet, 22. April 2005
Jetzt zur Abwechslung mal wieder eine positive Rezension. Wenn man den Namen Coppola trägt und nicht gerade Francis heißt, dann ist das schon eine schwere Hypothek, aber mit ihrem Drittlingswerk als Director hat Sofia ihr Können unter Beweis gestellt und ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Zugegeben, ist mir auch, die fürchterliche Langeweile aufgefallen und auch beim Anblick des Covers wurde mir der Film nicht unbedingt schmackhafter gemacht. Von vielen Leuten für mich mit etlichen Vorschusslorbeeren bedacht, habe ich mich nur zögernd an den Film heran gewagt, da ich Bill Murray als Darsteller von so Sachen wie "Ghostbusters" oder "Groundhog Day" schätze, ihn aber nicht für einen sonderlich großartigen Charakterdarsteller halte (bzw. gehalten habe). In diesem Film bin ich dann positiv überrascht worden, was das angeht. Die Tristheit und Langeweile stören dabei nur wenig, da sie schlicht und ergreifend Grundlage der Story sind. Trotzdem schafft es der Film, eine Spannung aufzubauen, die dazu animiert sich die Einöde bis zum bitteren Ende reinzuziehen. Da gastieren zwei Amerikaner in einem Hotel in Tokio. Beide haben, altersentsprechend andersgelagerte Beziehungsprobleme. Bill Murray in einer im Alter eben offensichtlich langweiligen quasi "Fernbeziehung", der bei etlichen Telefonaten mit seiner Frau nur noch zynische Spitzen austauscht und die aparte Scarlett Johansson, die nur das "Mitbringsel" eines im Karrierestress steckenden Fotografen ist. Eines Tages begegnen sich die beiden nicht nur im Alter sehr unterschiedlichen Charaktere an der Bar und fortan beginnt eine scheinbar langweilige Beziehung. Langweilig, weil offensichtlich bei solchen Anlässen übliche Folgen einfach ausbleiben. Weder spricht irgendjemand von Heirat oder Scheidung, noch wird gemeinsam in die Kiste gesprungen und genauso wenig werden Geschichten über eine eventuelle gemeinsame Zukunft gesponnen. Stattdessen tauscht man sich über seine öden Verhältnisse aus und ergibt sich zeitweilig in eine gewisse Lethargie, eben langweilig. Und hinterher ist man sich nicht mal sicher, ob eigentlich die Charaktere selbst sich darüber bewusst waren, dass das, was sie da gemeinsam hatten eine Beziehung war. Stattdessen erkunden sie in nächtlichen Streifzügen Tokio und das an Stellen, wo man als "Fremder" so hinkommt. Da begegnen einem durchgeknallte Automatenzocker aber auch skurrile Typen und die Karaoke-Szene. Es ist gemein bekannt, dass die Japaner gerne alles kupfern, was aus fremden Kulturen überliefert wird, also wo ist das Problem ? Natürlich begegnen den Protagonisten keine Samuraikämpfer und auch keine von den immerfleißigen Japanern. Was mich bei dem Film allerdings auch ein wenig stört, ist die Überstrapazierung der Nummer mit dem unaussprechbaren "R". Einmal hätte gereicht, aber daran ist bestimmt auch die deutsche Synchronfassung nicht ganz unbeteiligt. Bill Murray nimmt sich in diesem Film stark zurück und agiert zudem recht wortkarg, was seine Rolle zusätzlich aufwertet. Der Film stimmt insgesamt nachdenklich, ist bisweilen stark depressiv, könnte aber helfen, mit Depressionen besser umzugehen. Ich habe glücklicherweise keine Depressionen und somit auch keine Ahnung, wovon ich rede. Der Soundtrack ist Klasse, wenn auch gänzlich unjapanisch (Roxy Music, Jesus And Mary Chain etc.). Ein deprimierender Film mit offenem Ende, da uns ja das Insohrgeflüsterte bei der letzten Umarmung vorenthalten wurde, der aber glaubwürdig von den Beteiligten umgesetzt wurde. Wer Ken Loach-Filme mag, müsste hier eigentlich recht gut bedient werden. Von den üblichen Hollywood-Mainstream-Machenschaften ist der Streifen allerdings weit entfernt.
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1 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Und jetzt bitte noch SISSI !!!!!, 22. April 2005
Der Schuh des Manitu war ohne Zweifel erfolgreicher. (T)Raumschiff Surprise ist von der Anlage her "reifer", so blöd das auch klingen mag, bei einem Film diesen Genres, aber die Handlung ist dichter und bei der Veralberung von Star Wars, Fünften Element usw. schlägt der Film (meiner Ansicht nach) Brooks' "Spaceballs" (der mir auch sehr gut gefällt) um Längen. Auch sehr positiv anzumerken ist, dass sich Til Schweiger, der ja abwechslend in ernsthafte und dann mal wieder in trashige Rollen schlüpft, für eine der eigentlichen Hauptrollen hat anheuern lassen. Ebenfalls ein Highlight ist der Auftritt "Santa Maria's" alias Sky Dumont, der mich mit seiner Schnuffi-Puffi-Showeinlage mit dem abschließenden weißen Grinsen aus dem total verdreckten Gesicht seines Gehilfen zu einer wahren Lachsalve animiert hat. Ich verstehe immer nicht, dass Leute, die über solche Filme nicht Lachen können, sich aber trotzdem jedes Mal wieder dieses Leid zufügen und sich das dann doch ansehen, obwohl deren Urteil eigentlich von Anfang an feststeht. Wenn man über einen solchen Film lachen möchte, setzt das ein gewisses Maß an Selbstironie voraus, auch sollte man sich mit den zu diesem Ereignis passenden Leuten umgeben, weil Lachen im Kollektiv echt leichter fällt. In dieser Form wünsche ich mir von Bully auch eine zeitgemäße Aufarbeitung der Sissi-Dynastie. Wie war es denn wirklich, seinerzeit... ?
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