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Rezensionen verfasst von
Solarzelle "Psychocola"

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Jenseits der Götter
Jenseits der Götter
Preis: EUR 3,45

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehnsüchtiges Warten auf Spannung, 2. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Götter (Kindle Edition)
Nach 348 wirklich langen Seiten bin ich dann doch sehr froh gewesen, dass ich endlich mit "Jenseits der Götter" fertig war. Mal abgesehen von der - in meinen Augen - etwas zu geschwollenen Sprache, die anfangs ziemlich genervt, an die man sich aber gegen Ende gewöhnt hat, konnte mich dieses Buch absolut nicht überzeugen. Ständig hab ich gehofft, dass noch irgend etwas Spannendes passieren würde. Etwas, das mich fesselt und das mich nicht mehr loslässt. Aber irgendwie gab es das nicht. Ein paar kleine Hoffnungsschimmer haben sich zwar abgezeichnet - z.B. die Henochs oder Skreman - aber selbst die Auflösung dieser Rätsel hat mich nicht vollends zufriedengestellt, sondern kamen mir eher wie oberflächlich gehaltene Entwürfe vor. Daraus hätte man viel mehr rausholen können. Das Ende war dann eigentlich nur noch eine Qual, bei der ich das Buch einfach nur noch abschließen wollte.

Vielleicht liegt es auch an mir, ich steh nicht so sehr auf geschaffene Welten, die viel zu weit von unserer entfernt liegen und zu der man kaum noch einen Bezug findet. Da machen es die eingeworfenen Namen wie Newton oder Nietzsche leider auch nicht besser.


Exploration Capri: Teil 3 Zerstörung
Exploration Capri: Teil 3 Zerstörung
Preis: EUR 4,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend und spektakulär!, 26. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf der Suche nach spannender Sci-Fi-Kost und schon der ein oder anderen Enttäuschung, stieß ich vor etwa einer Woche auf die Buchreihe "Exploration Capri". Die Beschreibung klang interessant und bei dem unschlagbaren Ebook-Preis entschloss ich mich, dem doch eher unbekanntem Autor eine Chance zu geben. Tja, was soll ich sagen, was bisher noch nicht ausreichend beschrieben wurde und was mein Titel nicht schon aussagt? Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen. Mit den ersten Seiten des ersten Bandes hatte mich Klemkow schon in der Tasche. Die äußerst gelungenen, detaillierten und furchterregenden Darstellungen des Infernos auf Capri haben mich gepackt und nicht mehr losgelassen, ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Zwar war das Ende etwas langatmig, aber ich musste es einfach wissen. Teil zwei der Reihe hatte ebenfalls ein paar Längen, wiegelte dies aber mit dem faszinierenden wissenschaftlichen Hintergrund wieder auf und füttert den Leser mit zahlreichen kleinen Mysterien, die es im weiteren Verlauf aufzulösen gilt. Und dann kam Teil drei und es hat mich schließlich vom Hocker gerissen. Ich kam nicht mehr los, eine spannende Passage jagte die andere und es blieb kaum Zeit, um richtig durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen. Die authentischen Charaktere, die bedrückende Stimmung, das rätselhafte Artefakt und die originellen Zukunftsvisionen erschweren dem Leser, das Buch aus der Hand zu legen.

Fazit: Daumen hoch für diesen Teil der Reihe und auf eine hoffentlich ebenso gelungene Fortsetzung, der ich jetzt schon sehnsüchtig entgegenfiebere. Ebenso wünsche ich dem Autoren, dass seine Werke demnächst auch bundesweit und in größeren Buchhandlungen Erfolge verbuchen können, denn trotz (oder gerade deswegen) der knapp 300 Seiten pro Buch kann er es locker mit Andreas Eschbach und Frank Schätzung aufnehmen.


BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman
von Marc Elsberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

41 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fängt gut an, lässt aber nach, 12. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da meine vorhergehenden Rezensenten schon einiges zum Inhalt unterbreitet haben, spar ich mir diesen Teil. Der Wert dieses Buches lässt sich nicht absprechen: es regt zum Nachdenken an. Und zwar so sehr, dass ich schon angefangen habe mir den von der Bundesregierung empfohlenen Notvorrat anzulegen und es auch sicher nicht bereuen werde. "Blackout" macht deutlich, wie die einzelnen Menschen und Institutionen mittlerweile voneinander abhängig geworden sind und wie angreifbar unsere Gesellschaft ist. Ronald Wright sagte zur heutigen Situation in seinem Buch "Eine kurze Geschichte des Fortschritts: "Als wir die Leiter des Fortschritts empor kletterten, haben wir die hinter uns liegenden Sprossen zerbrochen. Es gibt kein Zurück, das nicht in eine Katastrophe führen würde".
Genau diese Katastrophe hat Marcus Elsberg detailreich skizziert und so realistisch dargestellt, dass einem als normaler Bürger nichts anderes übrig bleibt, als sich zukünftig Gedanken über unsere gesellschaftlichen Verhältnisse zu machen.

ABER:
Trotz der Anschaulichkeit und der Aktualität des Themas muss ich zwei Sterne abziehen. Die Geschichte fängt zwar spannend ab, lässt aber gegen Ende stark nach - wie ich fand. Es punktete in der ersten Hälfte noch mit dem Schockmoment des Stromausfalls und dessen Folgen, aber dümpelt dann eher langatmig vor sich hin. Es werden meines Erachtens zu viele Charaktere eingeführt bzw. angesprochen, die man getrost hätte weglassen können, ohne dass es dem Inhalt geschadet hätte.
Desweiteren haben mich das Ende und vor allem die Ursache des Blackouts etwas unbefriedigt zurückgelassen. Gern hätte ich mehr über die Strippenzieher und deren Motive erfahren (wirkt bisweilen doch eher klischeebeladen) - aber wahrscheinlich lag der Fokus bei Elsberg mehr auf den Auswirkungen dieser Situation.

Fazit:
Gute Unterhaltung und hinsichtlich der Aktualität des Themas empfehlenswert, allerdings etwas trocken gegen Ende.


Lautloses Duell: Roman
Lautloses Duell: Roman
von Jeffery Deaver
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fachwissen gepaart mit spannender Unterhaltung!, 9. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Lautloses Duell: Roman (Taschenbuch)
Mittlerweile kann ich "Lautloses Duell" als mein nun mehr zehntes Buch von diesem Autor in mein Regal stellen. Jefferey Deaver hat einfach so einen enormen Suchtfaktor, dass es mir glatt die Sprache verschlägt. Jeden Roman, den ich von ihm gelesen habe, konnte ich nicht mehr aus der Hand legen.

Eigentlich dachte ich, die Lincoln Rhyme-Reihe wäre die Beste, da man die Figuren kennt und jedes mal mehr von ihrem Leben erfährt. Aber seine anderen Bücher sind es auf jeden Fall genau so wert, gelesen zu werden. "Lautloses Duell" überrascht mit viel Fachwissen, einer überragenden Storyline und mit unvorhergesehenen Wendungen. Immer wenn man denkt, man hat die Protagonisten durchschaut, kommt es doch völlig anders, als man es sich ausgemalt. Und das schätze ich so an Deaver: dass er es versteht, seine Leser auf die falsche Fährte zu locken.
Leider kann ich nicht beurteilen, inwiefern das Wissen über die Computerwelt korrekt ist - ich bin auch nur eine Laie. Aber für mich klang es sehr logisch und hat mich überzeugt. Und auch angeregt, mich mehr mit Sicherheit im Netz zu beschäftigen. Eigentlich war ich etwas verwundert, dass Deaver dieses Thema wieder bei Lincoln Rhyme in "Der Täuscher" angewendet hat. Allerdings geschah dies in einer völlig anderen Weise und in einem anderen Zusammenhang. Es ist immer wieder erstaunlich, wie man ein Thema so verschieden auslegen kann.

Fazit: Unbedingt lesen!!!


Twin Peaks - Definitive Gold Box Edition [10 DVDs]
Twin Peaks - Definitive Gold Box Edition [10 DVDs]
DVD ~ Kyle MacLachlan
Preis: EUR 34,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade das es keine Fortsetzung gibt = (, 28. Juli 2011
Erstmal im Vorfeld: Ich bin leider nicht im Besitz der Gold Box Edition, sondern hab mir die zwei Staffeln seperat gekauft. Aber ich will nicht zu jeder einzelnen Box was sagen, denn meine Meinung betrifft ja die komplette Serie.

Also: Nachdem ich Mulholland Drive, Blue Velvet und Inland Empire mit Begeisterun gesehen habe, kam ich nicht umhin, mir auch Twin Peaks anzuschauen. Ich muss sagen, dass ich es anfangs nicht allzu spannend fand. Irgendwie hatte jeder mit jedem eine Affäre und die ganzen Intrigen fand ich erstmal ziemlich klischeehaft. Aber nachdem ich immer weiter in die Story eingetaucht und die Charaktere kennengelernt habe, bekam ich nich genug davon! Allein schon die Lynch-typsiche Musik von Angelo Badalamenti hauchte der Serie etwas ganz Individuelles ein und macht es so für den Zuschauer sehr einprägsam. Fast jede Figur und jede Situation hatte seine eigene Melodie und man erkennt sofort, um was oder wen es sich handelt. Als ich Mulholland Drive (mein erster von David Lynch) gesehen hab, fand ich ihn ziemlich verwirrend und "komisch". Aber je mehr man von diesem genialen Regisseur sieht, desto mehr gefällt einem diese Art und Weise, einen Film zu gestalten. Ich glaube jeder hier kann mir zustimmen, dass man einen Lynch-Film von der ersten Szene an identifzieren kann und genau das machen seine Filme/Serien aus: Diese mystische, irgendwie bedrohliche Atmosphäre, der man sich einfach nicht entziehen kann. Genau so ist es bei Twin Peaks auch. Man will einfach immer mehr.

Im Übrigen finde ich, dass die fortgesetzte Handlung nach dem Aufspüren von Laura Palmers Mörder der Serie keinen Abbruch getan hat. Im Gegenteil, es wurde immer spannender. Wirklich schade, dass es keine Fortsetzung gibt. Ich hätte gern gewusst, wie es mit Agent Cooper so weitergegangen wäre = (


Belladonna
Belladonna
von Karin Slaughter
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gruselig?!, 23. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Belladonna (Taschenbuch)
Nachdem der Klappentext hoch und heilig vespricht, dass dieses Buch auf jeden Fall nicht allein gelesen werden soll (weil es sonst zu gruselig wäre?!), dachte ich mir: Klingt ja nicht schlecht. Also ab zur Kasse. Leider wurde ich richtig enttäuscht.

Die Charaktere waren wirklich sehr leblos und die Geschichte langweilig. Da helfen die auch teils schon absurden Morde nicht mehr weiter. Ich weiss nicht, vllt bin ich schon zu verwöhnt von Jeffery Deaver usw. aber der Täter war eigentlich schon fast von Anfang an klar und gruselig war es auf keinen Fall. Genau die selbe Leier wie bei Sebastian Fitzek: Der Verlag geizte mal wieder nicht mit seinen unzähligen Bestselleraufklebern und gaukelt den Lesern schlicht und einfach ein paar Lügenmärchen vor. Schlechte Dialoge, unrealistischer Handlungsverlauf und nervige Charaktere, zu denen man überhaupt keine Bindung aufbauen kann.

Ist eigentlich irgendwem mal aufgefallen, dass viele der Figuren nach Emily Brontes' Roman Wuthering Heights benannt sind? Cathy und Edward Linton, Lockwood, Earnshaw... . Da stellt sich mir die Frage: Warum? Schön und gut, wenn die Autorin das Buch so toll fand (ich übrigens auch), aber die eigenen Romanfiguren danach zu benennen ohne irgend einen Bezug finde ich recht sinnlos.

Fazit: Vielleicht was für Krimianfänger, keinesfalls aber für erfahrene Fans dieses Genres.


Das Kind
Das Kind
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu hektisch, 4. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Kind (Taschenbuch)
Ich bin wirklich froh, dass dieses Buch ein Geschenk war. Das Geld wäre mir nämlich viel zu schade gewesen. Nach dem Seelenbrecher war ich ernsthaft enttäuscht von Fitzek, schließlich fand ich "Die Therapie" ziemlich gut und bin jetzt umso enttäuschter.

Das Buch fängt mitten in der Handlung an, ohne Vorgeschichte, ohne eine kleine Einführung. Genau so hektisch geht es auch weiter. Mir kommt es so vor, als hätte das Buch so schnell wie möglich fertig werden sollen. Die Charaktere sind so flach und langweilig, es kommt einfach keine Sympathie auf. Außerdem wirken die Dialoge viel zu konstruiert und unrealistisch. Vor allem die Handlung an sich ist viel zu sehr vom Zufall bestimmt. Alles fällt irgendwie zusammen und ergibt dann einen Sinn. Keine Hindernisse, die der Held bewältigen muss und keine Einbahnstraßen, die vielleicht etwas mehr Spannung hätten bringen können. Am Ende ist natürlich alles gut. Jeder bekommt seinen Willen und Friede Freude Eierkuchen. Von den Logikfehlern will ich erst gar nicht anfangen. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum Fitzeks Bücher alle Bestseller sein sollen. Haben die Deutschen keinen Anspruch mehr?

Fazit: Für so einen Ansatz ist die Geschichte viel zu kurz geschrieben. Man hätte noch mehr Nebenhandlungen einbauen können, dann wären die Figuren auch ein bisschen überzeugender und die ganze Handlung nicht zu hektisch.


12 Stunden Angst: Thriller
12 Stunden Angst: Thriller
von Greg Iles
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eindeutiger Rückschritt, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: 12 Stunden Angst: Thriller (Taschenbuch)
Lange lange Zeit bin ich um Greg Iles Roman herumgeschlichen - nicht sicher ob es der Messlatte seiner anderen Bücher entsprach. Der Inhalt auf dem Klappentext hat mich eher weniger angesprochen, allerdings erwartete ich wieder ein fesselndes Werk a lá "Black Mail" oder "Leises Gift". Schließlich und endlich hab ich es doch über mich gebracht. Na ja.. hinterher ist man immer klüger.

Iles steigt wie immer spannend ein: In einer typisch amerikanischen Kleinstadt ist nichts so wie es scheint. Intrigen, Hass und versteckte Liebe operieren hinter den Kulissen, die keiner der Anwohner ahnen kann. Die Lehrerin und zweifache Mutter Laurel verliebt sich unsterblich in den Vater einer ihrer Schüler und beginnt eine leidenschaftliche Affäre. Ihr Mann Warren, ein angesehener Arzt in der Provinz, bekommt Wind davon und nimmt im Eifer des Gefechts seine eigene Familie als Geiseln. Schnell spitzt sich die Situation dramatisch zu und die ersten Todesopfer werden gefordert...

Ich kann mir wirklich nicht erklären, wie Greg Iles in so einen dramaturgischen Rückschritt verfallen konnte. "Blackmail" habe ich an einem Tag verschlungen, ich konnte einfach nicht aufhören. Aber bei "12 Stunden Angst" bin ich sehr enttäuscht. Die Figuren wirken flach und lassen sich in keinster Weise charakterisieren. Auch sind einige Textpassagen und Protagonisten ziemlich überflüssig: 1. Personen wie Nell, Vida oder Agent Biegler werden kurz in die Geschichte eingefügt und man bekommt den Eindruck, dass sie noch eine Bedeutung im späteren Verlauf einnehmen werden. Falsch gedacht, denn sie sind mit einem Mal weg und werden auch nicht wieder aufgegriffen. 2. Iles schreibt über das Leben einiger Polizeimitarbeiter, die an dem Einsatz beteiligt sind, wie. z.B. über Carl Sims. Meiner Meinung nach viel zu lang und für die Handlung nicht weiter interessant.
Außerdem hatte ich das Gefühl (wie schon bei "Infernal"), dass der Autor keine Geduld mehr für das Ende aufbringen konnte und den Roman abrupt und sehr sehr sehr konstruiert beendet. Ich habe mir weit mehr Schockmomente ausgemalt und wurde bitter enttäuscht.

Fazit: Absolut nicht empfehlenswert. Greg Iles hat sich hier überhaupt keine Mühe gegeben und dementsprechend konstruiert wirkt auch die Handlung. Langweilig, unlogisch und uninteressant.


Empirische Sozialforschung: Modelle und Methoden der standardisierten Datenerhebung und Datenausweitung
Empirische Sozialforschung: Modelle und Methoden der standardisierten Datenerhebung und Datenausweitung
von Helmut Kromrey
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zusammengepfercht und kompakt..., 2. Juli 2010
... sind die Informationen in diesem Buch. Genau so eng wie Hühner auf der Stange stehen die zu erklärenden Dinge auf den Seiten und bringen dessen Leser schlicht zur Verzweiflung. Im Rahmen meines Studiums muss ich mich durch dieses Gebiet durchforsten und würde es am liebsten verbrennen. Kromrey hat alle Regeln der Schreibkunst gebrochen, und das merkt man deutlich.

Zwar habe ich keine Zweifel daran, dass die Informationen vollständig sind, man brauch aber überdurchschnittlich viel Durchhaltevermögen, denn jeder einzelne Satz enthält viele Informationen, die dazu noch meist in Schachtelsätzen unterbracht sind, um sie später wieder mit den Floskeln "D.h." oder "Mit anderen Worten:" zu wiederholen. Überhaupt wiederholt sich der Autor ständig und man weiss nie so richtig: Ist das jetzt wichtig, ist das unwichtig? Welche Formulierung ist aussagekräftiger? Außerdem schwadroniert er in machen Kapiteln über diese und jene Begriffe, ohne dass der Leser weiss, was diese eigentlich bedeuten. Denn das wird erst in anderen Kapiteln oder in den Fußnoten erwähnt. Dementsprechend gestaltet sich auch das Verständnis: nämlich kaum. Keine Ahnung ob ich zu blöd bin für diesen Stoff, aber ich finde es ziemlich schwer zu verstehen, denn besonders viele Beispiele kommen nicht zum Einsatz. Auch die Verweise auf andere Kapitel, auf andere Autoren oder auf die Fußnoten finde ich sehr anstrengend, weil man immer wieder umblättern oder woanders nachlesen muss. Gott sei dank habe ich mir zusätzlich den dazugehörigen PC-Tutor gekauft, in dem man auch einen Index von den wichtigsten Begriffen mit den entsprechenden Definitionen hat. Und was mir besonders daran gefällt: Die Klausurvorbereitung, in der man sich in dem Stoff üben kann.

Fazit: Nicht besonders für Studienanfänger geeignet, jedenfalls nicht für die, die es gerne anschaulich und übersichtlich bevorzugen.


Limit: Roman
Limit: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu langatmig, 29. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Limit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie so viele Leser las ich auch vor ein paar Jahren "Der Schwarm" und war völlig hin und weg von der Story, denn trotz der weit über 1000 Seiten war es durchgehend spannend und wurde nie langweilig. Bei "Limit" verhält sich das allerdings anders.

Schätzing steigt spannend ein und lässt schon vermuten, dass sich wieder eine Katastrophe anbahnt- und dieses mal im Weltraum. Die erzählerische Gestaltung ist grandios, da kann man sich nich beschweren und die Story an sich WÄRE auch gar nicht mal schlecht. Wären da nur nicht die sich ziehenden häufig vorkommenden Actionszenen und die ebenso häufig vorkommenden, endlos langen Ortsbeschreibungen. Natürlich sind diese Elemente auch wichtig für eine Geschichte, aber einfach nicht in diesem Ausmaß. Hätte er gekürzt, wo es notwendig gewesen wäre, hätten 800 Seiten sicherlich ausgereicht. Auch finde ich die Kombination von der Einführung der vielen Charaktere am Anfang - die Weltraumtouristen - ziemlich überflüssig, dennn schnell wechselt sich diese mit einer Verfolgungsjagd von 500 Seiten durch China und Deutschland ab, wodurch die Gäste Julian Orleys mit ihren spezifischen Eigenschaften rasch in Vergessenheit geraten. Man muss auch sagen, dass man hier wieder den Unterschied sehen kann, was man aus 1300 Seiten machen kann. Während Ken Follet in seinem Wälzer "Die Säulen der Erde" über 40 Jahre abhandelt, passiert bei Schätzing in der annähernd selben Anzahl von Seiten alles innerhalb von kaum zwei Wochen. Aber wie schon beschrieben, weniger ist manchmal mehr, Herr Schätzing. So sehr ich ihre Arbeit auch schätze.

Fazit:
Gute Story mit hohem Spannungsbogen, aber einfach zu viele unwichtige Details und Beschreibungen, die einen nur langweilen und bei denen man das Buch am liebsten gegen die Wand schmeißen würde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2011 3:27 PM MEST


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