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Rezensionen verfasst von
Jörg Beckmann "Jörg Beckmann" (Elmshorn)
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SPIEGEL GESCHICHTE 3/2010: Der Krieg
SPIEGEL GESCHICHTE 3/2010: Der Krieg
von Uwe Klußmann
  Broschiert
Preis: EUR 7,50

5.0 von 5 Sternen Journalistisches Meisterwerk, 27. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Spiegel“- Geschichte: Der Krieg 1939-1945:
Als die Welt in Flammen stand.

Da staunt der Fachmann und jeder Laie hätte viel Gewinn davon: Mit ihrem Heft über den letzten großen Krieg der Deutschen (1939-1945) haben die Spiegel-Journalisten ein umfassendes historisches Kleinkunstwerk vollbracht. Ich sage dies auch als ehemaliger Berufsoffizier und langjähriger Journalist. Das ist einfach gekonnt: Auf knapp 150 Seiten ebenso journalistisch verständlich wie historisch gründlich über diesen (hoffentlich) letzten großen Krieg der Deutschen zu berichten. Kurzum Ein Meisterwerk journalistischer Informationskunst: Ein kleiner Tipp zudem für alle, die sich schnell, doch möglichst gründlich über den 2. Weltkrieg informieren möchten!


Stalingrad: CLAUSEWITZ SPEZIAL 1
Stalingrad: CLAUSEWITZ SPEZIAL 1
von Tammo Luther
  Broschiert
Preis: EUR 5,00

5.0 von 5 Sternen Hitlers "Waterloo", 4. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad: CLAUSEWITZ SPEZIAL 1 (Broschiert)
Wenn überhaupt eine Schlacht allein als Symbol für unsinnigen Kampf und großes Leid des 2. Weltkrieges gelten kann, dann ist es gewiss Stalingrad. Ob die Niederlage der Deutschen dort an der Wolga - strategisch gesehen - von so übergroßer Bedeutung war, mag bezweifelt werden...Doch, dass Stalingrad" wie kein anderer Name für den militärischen Irrsinn des Hitler-Krieges stehen kann, macht auch dieses Clausewitz-Spezial" sehr deutlich. Wobei alle historischen Nachbetrachtungen den Vorteil haben, es naturgemäß besser zu wissen. Bei Clausewitz" heißt Stalingrad diese Schicksalsschlacht an der Wolga" nicht zu Unrecht Hitlers Waterloo". Obwohl mit diesem Waterloo" der Kampf des Dritten Reichs" noch lange nicht zu Ende war, sondern noch fast drei Jahre dauerte. Doch eine symbolisch wirksame Wende des Hitler-Krieges war Stalingrad gewiss.

Clausewitz Spezial" liefert eine Fülle an Details zum Ablauf der grausamen Schlacht. Beeindruckend ein Portrait über Friedrich Paulus als Unglücklicher Befehlshaber"
Dazu eindrucksvolle Fotos von Leid, Kampf und grauenvollen Untergang der 6. Armee.Von den 200 000 Soldaten, die in Stalingrad kämpften kamen nach der Gefangenschaft nur 6000 in die Heimat zurück!


Goebbels` Mann beim Radio: Der NS-Propagandist Hans Fritzsche (1900-1953) (Schriftenreihe Der Vierteljahrshefte Fur Zeitgeschichte, Band 94)
Goebbels` Mann beim Radio: Der NS-Propagandist Hans Fritzsche (1900-1953) (Schriftenreihe Der Vierteljahrshefte Fur Zeitgeschichte, Band 94)
von Max Bonacker
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,80

4.0 von 5 Sternen Hitlers PR-Genie, 24. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Damals im „Dritten Reich“ Adolf Hitlers war er praktisch dem gesamten deutschen
Volke bekannt: Hans Fritzsche. „ Goebbels `Mann beim Radio“, wie Max Bonacker seine umfangreiche Arbeit über den wichtigsten PR-Mann des „Dritten Reiches“ genannt hat. Allerdings beginnt Bonacker sein fundamentales Werk bereits im Vorwort mit einem Satz, den ein alter Journalist wie ich so nicht stehen lassen mag: „ Hans Fritzsche ist heute sicherlich der unbekannteste und war schon seinerzeit der unbedeutendste Angeklagte im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß“. Oh nein, wer als so harmlos den vermutlich nach Goebbels wichtigsten Propaganda-Menschen des „Dritten Reiches“ beschreibt, hat offenbar schlicht nicht nachvollziehen können, wie wichtig auch im Hitlerreich Presse und Rundfunk den Nazis waren. Als einer, der damals - als gläubiger Pimpf mit - sozusagen „glühenden Ohren“- diesem „Es spricht Hans Fritzsche“ lauschte, kann ich nur zur Kenntnis nehmen, dass es heutzutage ungeheuer schwer sein muss, nachzuvollziehen, wie damals Volkes Stimmung war und wer vor allem und immer wieder und höchst geschickt diese Stimmung durch seine Kommentare zu beeinflussen verstand. Um es mit einem sicherlich gewagten Vergleich zu erklären: Dieser Hans Fritzsche war damals so etwas wie die Bild-Zeitung heute…: Eingängig, verständlich und oft auf den Punkt, so konnte Fritzsche texten! Kurzum, wenn Hans Fritzsche sprach, glaubte der sogenannte Mann auf der Straße die Lage ein wenig besser zu verstehen…und sei sie noch so grässlich. Dass er dabei immer wieder auch die Wahrheit verdreht, sprich seine Hörer letztendlich getäuscht, je betrogen hat, war sein Nazi-Job und seine Kunst! …Doch von diesen Einwänden eines sagen wir mal damals zwar von Fritzsche sehr beeindruckten, doch immer noch kindlichen Ohrenzeugen, stehe ich nicht an, Max Bonacker für seine gründliche Arbeit über Fritzsche große Anerkennung zu zollen.


Es sprach Hans Fritzsche : Nach Briefen, Gesprächen u. Dokumenten. Von Hildegard Springer
Es sprach Hans Fritzsche : Nach Briefen, Gesprächen u. Dokumenten. Von Hildegard Springer
von Hildegard Springer
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen "Es sprach Hans Fritsche" -, 20. Januar 2015
Es wird für den gegenwärtigen Bundesdeutschen, so sehr er auch historisch interessiert sein mag, kaum zu erkennen sein, wie sehr "Es sprach Hans Fritzsche" einst zum alltäglichen Deutschland gehörte. Allerdings, wer in den Zeiten des Dritten Reiches" schon Radio hören konnte, wird diesen Hans Fritsche und seine Stimme kaum vergessen können.
Mit anderen Worten: Heute sollte man diesen Journalisten - bei allem Abstand zum wahrhaft mörderischen Dritten Reich" - doch als eine großartige PR-Begabung anerkennen. Gewiss, so eindrucksvoll Fritzsche einst seinem" Führer Adolf Hitler diente, so schändlich darf auch das Ergebnis seiner PR-Begabung heutzutage eingeordnet werden. Doch wer nur sieht, wie hier einer sich zum begnadeten Lobhudler des "Dritten Reiches" hoch kommentierte, wird kaum sein Talent und seine Wirkung begreifen können.


Illustrierte Weltgeschichte, Bd. 4 bis zur Gegenwart fortgeführt mit einem Beitrag über das heutige Afrika
Illustrierte Weltgeschichte, Bd. 4 bis zur Gegenwart fortgeführt mit einem Beitrag über das heutige Afrika
von Veit Valentin
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Beispielhafter Valentin!, 14. Januar 2015
Für alle, die sich für insbesondere unsere jüngere Geschichte interessieren ist Valentins "Illustrierte Weltgeschichte" immer noch ein heißer Tipp!. Unglaublich wie ebenso umfassend wie spannend dieser im heutigen Deutschland weitgehend unbekannte Autor zu schreiben verstand. Kein fades höchst wissenschaftliches Getue, kein besserwisserisches sich wissenschaftlich spreizendes Deutsch, nein klar und deutlich wird hier formuliert. Und siehe, man liest über deutsche Geschichte als ob man einen Krimi vor sich habe...Ja, so spannend schrieb dieser Veit Valentin. Ja, verehrte Historiker-Zunft, so gilt es zu schreiben, wer über die Uni hinaus zu wirken beabsichtigt. Oder ein wenig schlichter formuliert. Liest einfach mal wieder diesen Veit Valentin. Man kann viel von ihm lernen. Auch als Leser!


Stalingrad: Sieg und Untergang der 6. Armee
Stalingrad: Sieg und Untergang der 6. Armee
von Paul Carell
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Der Mut zum Ungehorsam, 6. Januar 2015
Natürlich ist mir Verlauf und Untergang der 6. Armee von Kindheit an (Jahrgang 1934) bekannt. Ebenso die Werke von Paul Carell, dem seit Jahren auch immer mal wieder angekreidet wird, er sei eben schon zu Nazi-Zeiten propagandistisch tätig. Gut, gut. Trotzdem bleibt sein "Stalingrad" eine auch noch für die heutige Jugend spannende Lektüre. Dafür ist die Geschichte von "Sieg und Untergang der 6. Armee" auch als Symbol für "Sieg und Untergang" der Nazis viel zu bedeutsam. Und dass Carell erzählen kann, steht außer Frage. Dramatisch die Auseinandersetzung innerhalb des Kessels zwischen jenen führenden Generälen (Seydlitz), die ausbrechen wollten,- auch gegen den Befehl Hitlers - und der Unfähigkeit des zum Feldmarschall beförderten obersten Befehlshabers im Kessel Paulus, der nicht ungehorsam sein mochte. Also seine 6. Armee total opferte, weil sein Führer das so wollte. Eine Geschichte, die besonders deutlich macht, wie viel mutiger und klüger(!) es sein könnte, nicht immer nur zu gehorchen. Paulus fehlte dazu der Mut.


Personenbeschreibung
Personenbeschreibung
von Jochen Steffen
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ein Sozi von der Waterkant, 28. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Personenbeschreibung (Gebundene Ausgabe)
Es gehört nicht viel Übermut dazu, wenn unsereins nach der Lektüre von Jochen Steffen`s "Personenbeschreibung" vor allem einfällt: Schade! Der sogenannte "rote Jochen" aus Kiel war zweifellos für viele sprichwörtlich bürgerliche und gleichzeitig eher "rechts" stehende Wähler das so genannte "rote Tuch". Eben nicht nur schlicht Sozi, sondern gleich auch noch mit einer Sprachgewalt ausgestattet, die vorwiegend auf eins aus war, seine Meinung so drastisch und so deutlich wie möglich zu sagen. Ein Kerl von der Waterkant, das war Jochen Steffen. Da wurde Klartext gesprochen, Da konnten die Sätze wie Starkregen auf die Hörer niederprasseln.. wunderbare, klarsichtige Sätze! Und die einen - seine Anhänger jubelten - doch Mehrheiten gewann er bei Wahlen nicht. Umso erstaunlicher, wenn man nun die Skizzen zu seiner Biografie liest, die Steffen noch einst selbst verfasste. Welch ein nachdenklicher, oft auch zweifelnder Mensch wird da deutlich! Wer Jochen Steffen damals schon kannte und sich für diesen klarsichtigen Menschen begeisterte, kann sich nur bestätigt fühlen. viele andere werden einen "roten Jochen" kennenlernen, wie sie sich ihn garantiert nicht vorgestellt hatten. Ein Menschenbruder wie selten einer!


Schlachtbeschreibung. Der organisatorische Aufbau eines Unglücks
Schlachtbeschreibung. Der organisatorische Aufbau eines Unglücks
von Alexander Kluge
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kluges kluge "Schlachtbeschreibung", 19. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn es ein herausragendes Beispiel für den 2. Weltkrieg gibt, das mehr als andere steht für Grausamkeit und Irrsinn des letzten großen Krieges der Deutschen, dann ist es Stalingrad". Der Untergang der 6. Armee. Und wenn es eine herausragende literarische Arbeit gibt, die mehr als viele andere, diesen Irrsinn beschreibt,ebenso nüchtern wie literarisch leidenschaftlich, dann ist es diese Art der "Schlachtbeschreibung" von Alexander Kluge. Wer sich je für dieses komplexe Drama der deutschen Niederlage im Ostkrieg interessierte,weiß natürlich, dass dort an der Wolga sich die Wende des Krieges deutlich machte. Das militärisch weitgehend sinnlose Beharren Adolf Hitlers, jeglichen Ausbruch zu verbieten, hätte spätestens nach Stalingrad jedem Militär klar machen müssen, dass mit einem solchen Gröfaz"- Hitler (Größter Führer aller Zeiten") dieser Weltkrieg nur mit einer Niederlage enden konnte. Doch Kluges Schlachtbeschreibung gelingt mehr. Immer wieder schildert er ebenso nüchtern wie gekonnt vom alltäglichen Kampf und Sterben der deutschen Soldaten. Von der Organisationskunst der Deutschen, selbst in diesem Kessel der Verlorenen. Jedoch auch von der letztlich totalen Sinnlosigkeit all ihres Könnens. Kurzum Kluge schrieb ein Heldenepos, ohne aus den Opfern dieser sagenumwobenen Schlacht aller Weltkriegs-Schlachten je Helden zu machen.


Hitler und seine Deutschen
Hitler und seine Deutschen
von Christian Graf von Krockow
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krockow: "Unser zugelaufener Führer", 17. November 2014
Wer wollte noch viel Neues über jenen Menschen sagen, der einst der oberste Deutsche war. Obwohl er nicht mal in Deutschland geboren wurde: Unser „Führer“, ein von Ausbildung und Herkunft schlichter Mann aus Österreich. Uns Deutschen sozusagen zugelaufen. Ein Gastarbeiter also, der uns alles mögliche versprach, und dies so genial-dämonisch zu sagen wusste, dass eine Mehrzahl unserer Väter und Mütter jener 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts, tatsächlich glaubten, dieser Adolf führe uns herrlichen Zeiten entgegen…Sie haben ihn wie einen Auserwählten begeistert gewählt… und sind mit ihm in den schlimmsten aller Kriege getaumelt…Inzwischen weiß praktisch jeder Deutsche, wie schrecklich die versprochenen herrlichen Zeiten wurden. Nichts also an der Geschichte von Verführung und Führer ist neu…Christian Graf Krockow hat es trotzdem vollbracht über „Hitler und seine Deutschen“ ein - ich hätte es kaum für möglich gehalten -, hinreißendes Buch zu schreiben…obwohl man - nach wie vor - kaum begreifen kann, wieso dieser Hitler so vielen Deutschen so viele Jahre ein Führer sein konnte, dem man begeistert folgte.


Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918
Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918
von Herfried Münkler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Münklers Meisterwerk -, 5. November 2014
Erstaunlich ist, dass Herfried Münkler sein fundamentales Werk über den Ersten Weltkrieg "Der Grosse Krieg" nennt. Erstaunlich deshalb, weil dieser Weltkrieg von 1914-1918 seiner Zeit (also in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts) durchaus als der Große Krieg" für die Menschen jener Jahre gegolten haben wird. Doch heutzutage? Nach dem noch viel größeren 2. Weltkrieg? Doch geschenkt. Da mögen schließlich auch die PR-Strategen des Verlages mitformuliert haben. Schließlich verkauft sich groß" immer besser als etwa nur Erster Weltkrieg". Man kann auch sagen, Herfried Münkler hatte es überhaupt nicht nötig mit solchen extra hochgeschraubten Titeln sein ebenso fundiertes wie schlicht großartiges Buch auf solche Weise anzupreisen. Denn dieser Grosse Krieg" ist schlicht ein Meisterwerk!

Nicht nur glänzend - ich meine verständlich geschrieben - also ohne jene Allüren des allzu spürbaren Besserwissers - gelang Herfried Münkler hier eine Erzählung über den 1. Weltkrieg, die nicht nur dem interessierten Laien packen wird, sondern auch für einen ehemaligen Berufssoldaten wie ich es war, von höchstens Erkenntniswert ist. Glückwunsch!


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