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Weltalf

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My Song: Die Autobiographie
My Song: Die Autobiographie
von Harry Belafonte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black & White werden ändern die Welt, 21. Mai 2012
Harry Belafonte kannte sie alle: Paul Robeson, Erwin Piscator, Marlon Brando, Tony Curtis, Walter Matthau, Sidney Potier, Martin Luther King, Bobby Kennedy, Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., Miriam Makeba, Fidel Castro, Nelson Mandela, ... Und er nutzte diese Kontakte immer wieder im Interesse der Bürgerrechtsbewegung. Belafontes Autobiografie ist in erster Linie ein Buch über sein Leben, aber vor allem ist es die spannendste Geschichte der Rassendiskriminierung in den USA seit der Autobiografie von Malcolm X.

Belafonte kam als Sohn karibischer Einwanderer in Harlem zur Welt und verlebte seine Kindheit in Armut. Obwohl seine Hautfarbe heller war als die der Afro-Amerikaner bekam auch der junge Harry den alltäglichen und staatlich sanktionierten Rassismus in den USA zu spüren. Von ganz unten arbeitete er sich mit Ausdauer und Glück nach ganz oben. Als Schauspieler und Sänger war HB in vielen Bereichen der erste, der Rassenschranken überwinden half; sein Vorbild als politisch engagierter Künstler war der linke schwarze Sänger Paul Robeson. Einen beträchtlichen Batzen seines dabei verdienten Geldes investierte HB in die schwarze Bürgerrechtsbewegung. Belafonte unterstützte sowohl den gemäßigten Martin Luther King als auch die radikaleren Aktivisten vom SNCC, die dadurch auch den mythischen Herkunftskontinent Afrika kennen lernten.

Mit Harry Belafontes Musik konnte ich nie viel anfangen. Am Ende des Buches behauptet HB sogar, dass er nur ein ziemlich guter Schauspieler gewesen sei, weil er der ganzen Welt erfolgreich vormachen konnte, er sei ein Sänger. Allerdings darf man seinen Einfluss auf die Musik nicht vernachlässigen. Belafonte holte die Sängerinnen Miriam Makeba und Nana Mouskouri ins internationale Rampenlicht; den noch unbekannten Bob Dylan hatte er als Mundharmonika-Spieler engagiert (dessen erste Plattenaufnahme!), und Chris Blackwell, der Entdecker von Bob Marley, benannte seine Plattenfirma Island Records nach einem Lied Belafontes: Island in the Sun.

Auch auf die DDR hatte Belafontes Leben einen beachtlichen Einfluss. Anfang der Achtziger holte er Udo Lindenberg auf die Bühne im Republik-Palast. Ohne Belafontes Fürsprache und Einsatz wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen! Außerdem durfte in den DDR-Kinos bzw. Fernsehen ein von Belafonte produzierter Film gezeigt werden, der sich mit der aufkommenden Hiphop-Bewegung in den USA beschäftigte: Beat Street. Dieser Film schlug im Osten ein wie eine Bombe und setzte eine nachhaltige Veränderung in Gang, denn in der DDR wurde die neue Jugendbewegung dank Breakdance extrem populär - der erste deutschsprachige Rap kam übrigens aus der DDR und nicht aus der BRD. Doch das nur am Rande.

Die vorliegende Biografie ist interessanter als jedes Geschichtsbuch, und doch vermittelt es so viel jüngere Zeitgeschichte. Bemerkenswert ist auch Belafontes offene Analyse seines Verhaltens, er war immer daran interessiert, sein eigenes Handeln zu verstehen. Unbedingt lesen und weiter empfehlen!


Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe. Ein großes historisches Ritterschauspiel: "Aus der Traum?" mit einer Analyse des Stückes als Allegorie ... und Illustrationen von Matthias Steier
Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe. Ein großes historisches Ritterschauspiel: "Aus der Traum?" mit einer Analyse des Stückes als Allegorie ... und Illustrationen von Matthias Steier
von Heinrich von Kleist
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schlüssel zur Kleist'schen Schrift, 21. Dezember 2011
Wer Kleistens romantisches Ritterschauspiel in einer illustrierten Version besitzen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Auch über den eigentlichen Text hinaus liefert diese Ausgabe einen Mehrwert. In dem Nachwort von Claudia Schernus wird eine andere als die bisher gängige Lesart des Stückes angeboten - statt der rührselig-romantischen eine eher patriotisch-politische. Aus Gründen der napoleonischen Zensur sei die Handlung verschlüsselt worden und nun hinter dem Märchenhaften verborgen. In Wirklichkeit ist das "Käthchen von Heilbronn" ein patriotischer Text gegen die französische Besatzung unter Napoleon und seinen Truppen. (Kleist selbst war erst kurze Zeit zuvor aus der Gefangenschaft der Franzosen frei gekommen.)

Einiges davon verrät sich in der Namenswahl der Figuren. Der "Graf Friedrich Wetter vom Strahl" ist eine Anspielung auf den "Wetterauer Grafenverein", der im 15 . Jahrhundert als adliger Zusammenschluss zur Verteidigung gegen äußere Feinde - beispielsweise Frankreich - gegründet wurde. Das Fräulein Kunigunde, ein Konstrukt aus französischen Einflüssen und Fragmenten, symbolisiert die Rheinbundstaaten und schmückt sich im Buch mit lauter Zierrat aus den eroberten Gebieten. Solcherart sensibilisiert strotzt der Originaltext vor geheimen Hinweisen.

Wollte Kleist seine Landsleute mit diesem Stück gegen Napoleons Besatzung aufwiegeln? Möglich wär's! Leider sind keine persönlichen Notien des Autors überliefert, die das bezeugen. Zwei Jahre später sollte sich Kleist aus Verzweifelung mit einem Doppelselbstmord am Kleinen Wannsee aus dem Leben verabschieden. Die Befreiungskriege und Preußens Sieg über Napoleon hatte er darum nicht mehr erleben dürfen.


Schöne Pleite: Politische Karikaturen - Jahresband (Stuttmann-Karikaturen Jahresbände)
Schöne Pleite: Politische Karikaturen - Jahresband (Stuttmann-Karikaturen Jahresbände)
von Klaus Stuttmann
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ..., 13. Dezember 2011
... und eine Karikaturensammlung sagt mehr als ein übliches Jahrbuch. Wieder einmal hat Klaus Stuttmann seine besten politischen Karikaturen des Jahres ausgewählt und in einem bunten Jahrband versammelt. Die Auswahl wird nicht einfach gewesen sein, denn Stuttmann zeichnet täglich. Für Tagesspiegel, Tagesanzeiger und Tageszeitung (taz), für Financial Times Deutschland, Freitag und Vorwärts, für Focus, Ruhrnachrichten und Frankenpost, für Lausitzer Rundschau, Leipziger Volkszeitung und Lübecker Nachrichten, für Nord- und Südkurier. Millionen Menschen zwischen Südwestpresse und Ostseezeitung sehen täglich eine Karikatur, manchmal auch zwei von ihm.

Stuttmanns Zeichnungen verkürzen umständliche Nachrichten, seine runde comicartige Linienführung ergibt einen wohltunenden Kontrast zum eckigen Kolumnensalat. Apropos Comic, der Jahresband zeigt auch Stuttmanns zeichnerische Ausflüge nach Entenhausen: Guido Westerwelle als Donald Duck, der chinesische Tiger als Maobert Duck im Geldspeicher, die Futtermittelhersteller als Panzerknackerbande. Ein besonderer Hingucker ist die Karl-Marx-Karikatur vom Januar: Da sitzt der alte Marx-Brother zeitungslesend im Sessel und raucht Cuba-si-Zigarren, hinter sich ein Poster mit der wohl bekanntesten Marx-Karikatur der Welt, aus der Feder von Roland Beier: "Tut mir leid Jungs! War halt nur so 'ne Idee von mir..." Eine Karikatur in der Karikatur - ist halt so 'ne Idee von Klaus Stuttmann! Auch Edvard Munchs "Der Schrei" wird zitiert.

Beim Durchblättern der chronologisch nach Monaten geordneten Karikaturen sticht ins Auge, wer 2011 besonders für Lacher und Seufzer gesorgt hat: Westerwelle, Berlusconi, Gaddafi, zu Guttenberg und natürlich die Kanzlerin. Jedem Monatskapitel ist eine textliche Erinnerungshilfe von Walther Fekl vorangestellt. Wenn ich könnte, würde ich einen ganzen Sternenhimmel vergeben, denn fast jede Seite ist fünf Sterne wert. Mein Anlagetipp, der kleinen Auflage wegen: Stuttmanns Jahresbände sammeln und ab 2013 wie Bargeld verwenden!


Hochzeit in Atomweiler
Hochzeit in Atomweiler
von Slawomir Mrozek
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pole Position!, 13. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Hochzeit in Atomweiler (Gebundene Ausgabe)
Wenn ein technisiertes Dorf "Atomweiler" heißt, dann blitzt da ein Schalk auf. Slawomir Mrozek schafft es, mit wenigen Worten eine Welt zu erschaffen, die voller Albernheiten steckt und dennoch die Wirklichkeit widergibt, nur anschaulicher. Da streunt ein schnüffelnder Hund durch das Städtchen, und weil es sich um einen Polizeihund handelt, bekommen alle ein schlechtes Gewissen. Manche füttern das Tier, um es gewogen zu stimmen ... Locker und leichtfüßig klingt die Schreibe, fein- und hintersinnig der Plot. Trotz zahlreicher Neuerscheinungen aus Übersee muss Zeit und Muße für diesen polnischen Klassiker bleiben.


Land Unter - Politische Karikaturen 2010
Land Unter - Politische Karikaturen 2010
von Klaus Stuttmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Land unter Klaus Stuttmanns Einfluss!, 16. Dezember 2010
Der bekannte Karikaturist Horst Haitzinger (* 1939) hat es vorgemacht. Zum Jahresausklang gibt es eine Sammlung seiner besten Karikaturen, in der er das politische Geschehen für seine Fans und am Humor interessierte bildlich in einem Band zusammenfasst. Mit "Land unter!" (2010) kommt nun nach "Klare Ansage!" (2009) der zweite Jahresrückblick des Berliner Karikaturisten Klaus Stuttmann (* 1949) in die Läden.

Klaus Stuttmann gehört zu den produktivsten Karikaturisten der Republik. Jeden Tag ist er mit eins, zwei, drei Zeichnungen in den Medien vertreten und erreicht damit ein Millionenpublikum. Nebenher entstehen noch kleine Trickfilme aus animierten Karikaturen. Unvergesslich bleiben seine Zeichnungen zur Tigerentenkoalition, zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche, zur Bankenkrise, zum griechischen Staatsbankrott, zu Stuttgart 21, Google-Street-View, zur Brückentechnologie Atomenergie und und und. Ob Angela Merkel, Guido Westerwelli, Thilo Sarrazin, Nicolas Sarkozy oder der Papst ' jeder kommt vor und schlecht weg. Doch Stuttmann karikiert nicht nur das politische Zeitgeschehen in Deutschland, Europa und auf der Welt, nein, er schafft auch kleine grafische Kunstwerke. Wenn eine Aschewolke sich zu einem Eurostück formt (Bildunterschrift auf Seite 85 "Neue Asche über Europa") oder das Gesicht Angela Merkels aus den Ästen eines herbstlichen Laubbaumes scheint (Seite 227), dann ist das schon mehr als bloße Karikatur.

Für die vorliegende Auswahl wurden viele Zeichnungen zum Wohle des Lesers nachkoloriert und mit monatlichen "Erinnerungshilfen" aus der Feder von Walther Fekl versehen. Das Vorwort stammt vom Grafiker Klaus Staeck, seines Zeichens Präsident der Akademie der Künste Berlin. Die Startauflage 2009 war übrigens innerhalb weniger Wochen ausverkauft.

Fünf Sternzeichen = volle Punktzahl.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2011 6:09 PM MEST


Mai, Juni, Juli: Ein Roman (KiWi)
Mai, Juni, Juli: Ein Roman (KiWi)
von Joachim Lottmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helge Schreiber tritt Baron Münchhausen, 9. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Begriff Literatur muss komplett neu überdacht werden. Lottmann vereint alles, was sich bisher in Büchern gegenseitig ausschloss: Eloquenz und Humorhaftigkeit, ausufernde Fabulierkunst und ein Gefühl für tieferliegende Wahrheiten, Bildungsbürgerattitüden und Querulantenästhetik, Fluxus und militanter Durschmarsch, Sex und Politik.

In seinem Debütroman "Mai, Juni, Juli" dreht sich alles ums Schreiben, bis sich der Leser mitdreht. Wortmächtig und zielsicher wie einst Odysseus schlängelt sich Lotte durch die Klippen des Romanhaften und thematisiert dabei das Leben und Streben eines reifenden Autors während seiner Inkubation mit einem neuen Buch. Ein Roman im Roman im Roman. Ich plädiere dafür, Schiller und Lessing aus dem Lehrplan zu streichen zugunsten dieses interpretationsoffenen Werkes, das alle anderen Literaturgattungen in sich vereint. Historienschinken, Bildungsbuch, Entwicklungsroman, Erotikthriller - all das ist es nicht. Die Qualität ist eine neue, die neunte Sinfonie. Ich plädiere darauf, Goethe und Schiller zugunsten dieses - doch das sagte ich bereits.


African Herbsman (Deluxe Edition)
African Herbsman (Deluxe Edition)

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist Sommer, kein afrikanischer Herbst, Mann!, 5. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Kompilation "African Herbsman" ist eine von drei Superscheiben (neben "Catch A Fire" und "Burnin'"), die Bob Marley im Jubeljahr 1973 mit den Wailers veröffentlicht hat. Und dazu das einzige Marley-Album, das vom Godfather of Dub, Lee 'Scratch' Perry, höchstselbst produziert wurde. Allein aus diesem Grund lohnt sich bereits der Erwerb. Ein zusätzlicher Anreiz ist die nachträglich Ergänzung der ursprünglichen Titelliste um zehn weitere Titel, die entweder aus gelungen Instrumentalstücken ("Grooving Kingston 12", "Zig Zag") oder komplett andersartigen Versionen besteht ("Moving" von Big Youth und "Copasetic" von Lee Perrys Band - The Upsetters).

Zu den unvergessenen Hits dieser karibischen Soulplatte gehören ohne Zweifel der Titeltrack "African Herbsman", das bekannte "Keep On Moving" und das sympathische Marley-Medley "All In One" sowie die ursprüngliche Version des oft kopierten und adaptierten Sommerknallers "Sun Is Shining". Mein persönlicher Favorit ist "Copasetic", eine abgedubte Upsetter-Version des Marley-Medleys "All In One".

Eingehend zu Gemüte führen sollte sich der geneigte Leser und Zuhörer den Reggaetitel "Brainwashing", in welchem Bunny 'Wailer' Livingston die Kindermärchen der Weißen pauschal als nutzlose Lügengeschichten abkanzelt: "Cinderella and her long lost fellow / In the midnight hour, she lost her silver slipper / Humpty Dumpty sat on a wall / While Jack and Jill had themselves a fall / It's just the poor's brain washing / And I don't need it no longer".

Zum politisch korrekten Ausgleich empfehle ich die Peter-Tosh-Nummer "400 Years", die sich mit der Versklavung von Afroamerikanern beschäftigt, die vor vierhundert Jahren ihren Ausgang nahm. Das Merkwürdige am Reggae ist jah, dass es sich um religiös eingefärbte hochpolitische Musik handelt, die in der Melodie so unpolitisch und entspannt klingt. Egal - kaufen, hinhören, nachdenken.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 7, 2012 7:23 PM MEST


Hurricane
Hurricane

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rubin "Hurricane" Carter, 7. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hurricane (MP3-Download)
Worum es in dem Song geht, näselt der Meister gleich in der ersten Zeile: "Here comes the story of the Hurricane / The man the authorities came to blame / For something that he never done". Hat Rubin "Hurricane" Carter sich des Mordes an drei Weißen schuldig gemacht? Lauscht man diesem wortgewaltigen und ungewohnt rockigen Song, ist man von seiner Unschuld restlos überzeugt. Solche Noten verdient kein Mörder! Also lautet das Urteil: Freispruch. Der wahre Killer ist Bob Dylan mit dieser Nummer.


The Future Of The Future (Stay Gold)
The Future Of The Future (Stay Gold)

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft der Zukunft ist Futur II, 7. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fast zehn Minuten geht diese hammermäßige Nummer. Zehn Minuten keine Langeweile, zehn Minuten wegträumen, wippen, lauschen. Das Beste an "The Future of the Future" ist natürlich Tracey Thorn, die melancholisch-weiche Stimme von Everything But The Girl. Die Nummer könnte auch eine Stunde laufen. Zum Glück gibt es da den Repeat-Button, Repeat-Button, Repeat-Button, ...


Klare Ansage: Das Jahr illustriert von Klaus Stuttmann (Stuttmann-Karikaturen Jahresbände)
Klare Ansage: Das Jahr illustriert von Klaus Stuttmann (Stuttmann-Karikaturen Jahresbände)
von Klaus Stuttmann
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Karikaturen-Almanach 2009, 6. Januar 2010
Zum Jahreswechsel 2009/2010 hatten die Jahresrückblicker (ja mit "r", gemeint sind Menschen) wieder Hochkonjunktur. Schön chronologisch wurden einem die Nachrichten des ausgehenden Jahres serviert. Man bekam noch einmal die Bilder all der Katastrophen und Pappnasen zu sehen, die man längst vergessen hätte und auch lieber vergessen lassen möchte.

Einen völlig anderen Weg beschritt da der Berliner Zeichner Klaus Stuttmann in Zusammenarbeit mit dem Schaltzeit-Verlag. Klaus Stuttmann macht politische Karikaturen. Viele kennen die Ergebnisse seines frechen Stiftes aus dem Tagesspiegel oder anderen deutschen Tageszeitungen, denn er zeichnet seit Jahren und ist dabei höchst produktiv und einfallsreich.

In "Klare Ansage" sind nun die besten Karikaturen aus 2009 versammelt, in monatlichen Häppchen. Statt Katastrophen gibt es Karikaturen, statt Pappnasen Knollennasen zu sehen. Das vergangene Jahr wird so zu einer Lachnummer, bei der auch über Unangenehmes geschmunzelt werden kann. Gleichzeitig wurden die tagesaktuellen Zeichnungen auf diese Weise vor dem papiernen Kurzzeitgedächtnis der Tagespresse gerettet und im papiernen Langzeitgedächtnis der Bücherwelt abgespeichert. Zum Glück!

Bitte von jetzt an jedes Jahr so ein buntes Buch.


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