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Beiträge von Comte de Jouva...
Top-Rezensenten Rang: 2.781
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Rezensionen verfasst von Comte de Jouvancourt (Starnberg)
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschend und irreführend, 24. Februar 2013
Gerhard Spannbauers Internetauftritte, seine Stammtischrunde in Planegg, das Abenteuer seines Shops in Gräfelfing und die Weiterführung des Krisenausstattungsverkaufes durch den Kopp-Verlag verfolge ich schon seit einigen Jahren. Da die Presse unentwegt von Krise spricht und keine Stunde vergeht, in denen man seit 2008 nicht das Wort Finanzkrise oder Eurokrise hören kann, ist das Thema natürlich von brandheisser Aktualität. Herr Spannbauer wohnt selbst in einem streng bürgerlichen Milieu einer gelangweilten Kleinstadt, hat einige Lebensmittel auf zwei Holzregalen im Keller verstaut und propagiert die Vorbereitung für die nächste schwere Krise der Republik. Als genialer Schwarzmaler wirbelt er Eurokrise, Bürgerkrieg, Krieg, Atomkrieg, Hungersnöte und Inflation durcheinander und warnt mit erhobenen Zeigefinger sich auf das Schlimmste vorzubereiten! Daran ist an und für sich nichts auszusetzen. Nur ist der Autor nun mal kein Experte für Überlebenstechniken, was in den Fotos im Buch auch zum Ausdruck kommt, noch lebt er selber diese Krisenvorsorge vor! In einem Atemzug werden bei ihm Inflation und Krieg an die Wand gemalt, um dann sofort seine (kostspieligen) Campingkocher, Wasseraufbereiter und BW-Notrationen anzubieten. Viele seiner Ratschläge sind irreführend und gefährlich, wenn er zum Beispiel die Möglichkeiten der Selbstverteidigung beschreibt. Der simple Gebrauch seiner Pfeffersprays, Stahlregenschirme und Zwillen kann im Falle des Falles für den Benutzer ins Auge gehen. Denken wir hier nur an die 20 Millionen Schusswaffen, die es in Deutschland gibt! Zur Selbstverteidigung gehören Schulung, Verantwortungsbewusstsein und eine gute Einschätzung der Situation. Ebenso kann die Verwendung von Getreidemühlen und essbaren Pflanzen die Leser in einer falschen Sicherheit wiegen. Wie gesagt, der Autor lebt in einem geschützten Elfenbeinturm, ist stark paranoid und hat vom Landleben oder von der Selbstversorgung nicht die leiseste Ahnung. Er schwimmt auf einer populistischen Welle und verdient an den Ängsten der Menschen nach dem Motto "macht, was ich sage, aber macht nicht das, was ich mache". Sein letztes Buch - auch direkt über teure ADAC-Werbeseiten vertrieben - richtet sich dann auch an die breite Masse, um prinzipielle Vorsorgemassnahmen wirklich einfach gestrickt zu erklären. Ich würde Herrn Spannbauer mal empfehlen, ein Jahr mit Indianern am Amazonas zu verbringen oder mit Einheimischen in Somalia, um uns neue und realistische Erkenntnisse des Überlebens vermitteln zu können und glaubhafter auftreten zu können! Über die vielen Jahre seiner Krisenvorsorge und mit seinen wöchentlichen Katastrophenprophezeiungen ("schon morgen kann es passieren!") schürt Spannbauer immer mehr die Angst in der Bevölkerung und hält seit Jahren für die selben Phrasen als Bestsellerautor und zugleich als Campingzubehörverkäufer die Hand auf! Er gibt seine eigene Paranoia an zehntausende von Menschen weiter, infiziert uns mit ewigen negativen Aussagen und wird irgendwann - in 1 Jahr, in 10 Jahren, in 30 Jahren? - mal sagen können: ich habe es euch immer schon prophezeit! Muss ich mir nicht antun!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Landkarte, 19. Februar 2013
Auf meiner letzten Marokkoreise begleitete mich diese Karte perfekt und hielt auch den rauen Umgang auf einem Motorrad einigermassen aus. Sehr störend ist dahingegen der fehlende Grenzverlauf zu Algerien hin, wofür der Herausgeber Michelin sich auch auf der Karte förmlich entschuldigt! Durch die Streitigkeiten um den Grenzverlauf zwischen den beiden ehemaligen französischen Kolonien, erkennt Marokko einen Teil der Grenze nicht an und beansprucht Landesteile in Algerien. Bei grenznahen Fahrten über die Pisten zwischen Fuigig, Merzouga und M'Hamid - Tata kann ich nur zur allergrößten Vorsicht mahnen! Einige gestrichelte Linien auf der Karte könnten mit der Grenze verwechselt werden und diese Grenze ist auch auf dem Terrain nicht wirklich überall sichtbar. Da Grenzübertritt nach Algerien streng verboten ist, rate ich unbedingt zur GARMIN GPS Karte und zu Roadbooks für derartige Pistenfahrten! Diese Situation der nicht anerkannten Grenzen ist ein Kuriosum und gibt es meines Wissens weltweit nur noch in Nordkorea.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker, 19. Februar 2013
Dr. Alain Bombard war während des II. WK Arzt an der Atlantikküste und musste mit ansehen, wie hunderte von Seeleuten nur noch tot aus Seenot gerettet werden konnten, bzw. auch trotz einer glücklichen Rettung kurz darauf verstorben sind. Um zu testen, wie der menschliche Organismus auf Notsituationen und Mangelerscheinungen reagiert, hat er alleine von Marokko aus den Atlantik mit einem Schlauchboot überquert. Während der Überfahrt ernährte er sich nur vom Fischfang, Fischsaft, Regenwasser und Mischungen aus Süßwasser und Salzwasser. Er kam Wochen später in der Karibik an, hatte erhebliche an Gewicht verloren und konnte nur von Helfern gestützt laufen. Seine Theorien des Überlebens auf hoher See gelten heute zwar als Pionierleistung der 50er Jahre, aber auch als völlig überholt und fehlerhaft. Dieses interessante Buch ist also keinesfalls ein Lehrbuch für Skipper, sondern mehr ein Klassiker der Seefahrt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Nette Tourenbeschreibungen, 19. Februar 2013
Für eine Woche war dieses Buch meine Bibel, um Latemargruppe und Rosengarten zu erkunden. Das im Buch öfters beschriebene Hotel Maria - ein typisches Familienhotel - diente als Ausgangsbasis. Meine Kinder und Enkelkinder schwärmen noch heute vom tollen Empfang und den Kinderaktivitäten, speziell für die Kleinsten. Der Besitzer, Christoph Kofler, ist Moutainbikeguide und gibt jede Menge Tips für die verschiedenen Ausfahrten. Meine ausgewählten Touren führten um Rosengarten, dann ins Trentino um die Latemargruppe herum. Eine Tour führte hinunter nach Deutschenhofen, hier gab es allerdings Probleme mit einem Bauern, der den Bikerweg mit einer Gatter versperrt hatte und die Markierungen entfernt hatte. Man musste also ein wenig suchen. Ansonsten ist der Führer praktisch zu verstauen, sehr stabil und ideal ist er zusammen mit dem GPS zu benutzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Emotionales Reisehandbuch, 19. Februar 2013
Edith Kohlbach ist mittlerweile in Marokko eine Institution geworden. In vielen Restaurants und Hotels liegt ihr Reiseführer auf und deren Besitzer schwärmen von Edith! Sie ist eine intime Kennerin des Landes und man hat immer den Eindruck, dass sie pure Leidenschaft antreibt. Das spricht nicht nur aus den Zeilen ihres wertvollen Reiseführers, sondern sie vermittelt diese Begeisterung für Marokko auch in ihrem Internetforum. Manchen mag sicherlich einiges subjektiv und unpräzise erscheinen. Ich halte es dahingegen für einen Ausdruck von Geradlinigkeit und Begeisterungsfähigkeit! Edith schreibt keinen 08/15 Reiseführer in Präzisionsarbeit, sondern man sollte das Buch als seinen persönlichen Begleiter und Führer ansehen, sich von Edith an der Hand nehmen lassen und sich ihre neuesten Tips zu Gemüte führen. Wer diesen Stil nicht mag, sollte zu anderen Führern greifen, die Marokko sicher noch perfekter und einfacher lesbar beschreiben. Erika Därr ist ebenfalls ein Begriff bei Reiseführern, Dumont, Baedeker, Lonely Planet sind weitere Standardwerke für die Reise nach Marokko.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Pubertärer Versuch einer Abenteuerreise, 16. Februar 2013
Ich kaufte mir das Buch, weil ich vor 2 Monaten sie selbe Strecke abgefahren bin und es deshalb immer interessant ist, eine andere Sichtweise kennenzulernen. Fangen wir mit dem Positiven an: der Titel sagt schon alles und das sehr aufrichtig: es war lediglich ein Versuch, in die Wüste zu gelangen! Des weiteren finde ich es tapfer von den beiden Autoren, über eine 17-tägige Tour 200 Seiten vollmachen zu können! Der Text ist recht flüssig geschrieben und ein paar bunte Fotos gibt es auch. Jetzt zu den weniger schönen Seiten des Buches. Die Geschichte geht so: zwei Schwaben bereiten sich ein Jahr lang, "akribisch", behaupten sie, auf eine Reise vor, die tausende deutsche Rentner jedes Jahr wieder genau auf die selbe Weise abfahren. Und zwar mit dem dicken Wohnmobil. Ihr tränenreicher Abschied von ihren Frauen, Kindern und Muttis Schürze ist herzzerreissend und wir Leser erwarten nun nur noch Schreckliches! Sie fahren schon mal vorsichtshalber mit dem Transporter nach Südspanien, merken, dass sie einen von drei Kfz.-Scheinen vergessen haben und können dann doch übersetzen und auf einer gepflegten Teerstrasse nach Marrakech fahren. Durch die vielen Polizeikontrollen kamen sie nur mit der "mentalen Stärke von Michael", der allen Polizisten einen furchtlosen, virilen Blick zuwarf. Einer des Trios verunfallt schon nach ein paar Kilometern, weil er so gut wie keine Fahrerfahrung hatte und die Maschine für ihn eine ganze Nummer zu groß war. Das übrig gebliebene Duo versucht ganz tapfer alleine über Strassen europäischen Standards in die Wüste zu gelangen. Wir Leser bekommen vor allem die grenzenlose Panik der beiden Pseudobiker mit, vor Einbruch der Dunkelheit kein Hotel zu finden (kommen dann Monster aus den Höhlen?), nicht genügend Benzin an Bord zu haben oder von den schmutzigen Kaftanträgern angesprochen zu werden. In diesen unheimlichen Figuren vermuten sie sowieso nur Banditen und Terroristen. In einem Jahr intensiver Vorbereitung hatten sie kein Wort Französisch oder Arabisch gelernt, was natürlich die Ängste gegenüber den "Islamisten" noch vergrößern musste. Der Autor Michael glorifizierte sich selbst in seine Reise als Entdecker und ständig sah er sich tödlichen oder noch schlimmeren Gefahren ausgesetzt. Für die beiden war ein simpler Wüstenausflug von 10 Kilometern mit ihren Bikes, wie für andere eine Reise zum Mond. Dazu kamen ständige Streitereien und Gehässigkeiten zwischen den beiden. Ihr Horizont reichte gerade vom starren Blick nach vorne auf das GPS, über weiter unten, auf den Deckel des Benzintanks, und weiter hinter in den Koffern auf ihren Benzinkocher und die vielen Tütensuppen, die sie dabei hatten. Zwischendurch 10 Pinkelpausen pro Tag am Strassenrand, mit großer Angst, dabei von Arabern belästigt zu werden; ihre Beschreibung der Toiletten, der doofen französischen Touristen, der doofen deutschen Rentner und überhaupt war vieles in eine klägliche Fäkalsprache getaucht. Bis auf eine nette Begegnung mit einer Marokkanerin auf einer Touristenrundfahrt im Jeep, haben sie keine Marokkaner kennengelernt, so gut wie keine marokkanischen Speisen ausprobiert und sich auch nicht für Architektur, Kultur oder Landschaften interessiert. Lustigerweise steht doch tatsächlich irgendwo im Buch, dass man auf dem Motorrad Land und Leute einfach besser kennenlernen könne! Ich denke, dass jeder von den, von ihnen so verachteten Rentnern in den TUI-Bussen, "die sie von ihren Bikes wegschubsten", mehr von Marokko mitbekommen hatte, als sie selbst. Trotz ihrer tiefen GPS-Gläubigkeit fanden sie den Weg zum Erg Chebbi nicht, zu anderen Punkten kamen sie trotz intensiver GPS-Benutzung auch nicht und erst der Touristenausflug mit dem Jeep machte sie etwas ruhiger und sie sahen wenigstens in ein paar Stunden mehr vom Land, als in 14 Tagen zitternder Motorradtour. Kurzum: drei kreuzbrave, schwäbische Häuslebauer wollen sich ein Abenteuer gönnen und fahren mit ADAC-Schutzbrief an das "Ende der Welt", trauen sich nicht in den Sand, entdeckten dabei das Trendwort "Sandphobie", verstehen kein Wort der Einheimischen, sind alle drei unerfahrene Biker, verfallen überall in Panik und sind am Schluss heilfroh, den Gefahren des dunklen Afrikas entronnen zu sein. Am meisten störte mich an diesem Reisebericht die negative Sichtweise, die sich unisono durch das ganze Buch zieht. Es kommt eigentlich nichts Schönes im Buch vor. Den Frauen musste der Ausflug mühsam "abgehandelt " werden, an die wunderschönen Kunstgegenstände Marokkos wurde nicht gedacht, es wurde nichts besichtigt (Aid Ben Haddou lag am Weg...), nur die Ammoniten wurden als kostenlose Mitbringsel vom Boden aufgeklaubt. Es war ein purer Egotrip von drei Männern, die einfach mit allem total überfordert waren. Sie hätten erst mal einige Urlaube lang in den Alpen üben sollen und uns Leser nicht mit einer Weicheigeschichte ersten Ranges langweilen müssen!
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Mangabé
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von Christine Sterly-Paulsen Gebundene Ausgabe |
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
ein Madagaskarbuch, so wie ich es mir immer schon gewünscht habe!, 16. Februar 2010
Die Autorin von MangaBE beweist ein ganz besonderes Sprachgefühl, eine wirklich sensible Aufnahme und die noch schwierigere Wiedergabe des Themas Madagaskar für den Leser, der nicht unbedingt mit der Realität von Madagaskar vertraut ist! Man spürt überall im Buch ein dezentes, großes Fachwissen, schmunzelt über die harten Burschen und harten Umstände, die jedoch die Wirklichkeit in Mada auf subtile Weise treffen! Sex und Alkohol, Macht und Korruption, Verlorensein und Melancholie, die Farben Madas, die Schönheit, die Simplizität, all das trifft Frau Sterly-Paulsen auf eine sehr farbige, eindrucksweise Art mit einer spröden, eigenwilligen Sprache... MangaBE (so wird es ausgesprochen) führt uns in diese zerstörte, wunderbare, anziehende und zugleich abstossende Welt eines verfallenen Tropenstaates, in dem Korruption und Gleichgültigkeit, Überlebenskampf und Kriminalität zum Bestandteil des täglichen Lebens von jedermann geworden sind. Die Ethnologin Sterly-Paulsen lebte selbst lange in Madagaskar und bringt in ihrem Werk viele liebenswerte Details unter, die Madagaskarkennern Freude bereiten. Die Geschichte selbst kann sich auch heute genauso überall in Madagaskar abspielen, auch wenn sie aus der europäische Sichtweise bizarr und unwirklich erscheint: c'est Mada! Dieses Buch kann ich jedem, der Afrika kennt und liebt, nur wärmstens empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch mit Klassikerpotenzial, 2. Januar 2010
Der Autor Johannes Vogel, Biologe und Survivalexperte, beschreibt in diesem Buch die Möglichkeiten des Überlebens in Extremsituationen alleine mit tierischer Nahrung. Ein Profibuch für Profis geschrieben, die wissen wollen, wie sie sich im Notfall ernähren können. Der Autor beschreibt recht pragmatisch die Erkennungsmerkmale vieler Tierarten, ihre Erlegung, die Schlachtung und die Gefahren, die von einigen Tierarten ausgehen können. Sehr interessant sind auch die Ausführungen zu den verschiedenen Zubereitungsarten unter Berücksichtigung der Nährwertoptimisierung. Dieses Buch ist sicher kein Mitschwimmer auf der Survival- oder Dschungelsoapwelle, es ist auch kein Effekthascher oder etwa eine besonders perverse Abhandlung zum Verschlingen von Kellerasseln und kleinen Katzen. Hier wird in leicht verständlicher Form erklärt, wie man alleine mit tierischer Notnahrung überlebt. Dabei streift der Autor auf 200 Seiten durch sämtliche Klimazonen der Erde, gibt wertvolle Tipps zum Fallenstellen und zum Fischen. Aber gerade seine grundsätzlichen Erfahrungen zum Beispiel zur Verwendung von Blut, die Verarbeitung von Vögeln, die Verwendbarkeit von Froschteilen oder die richtige Zubereitung von Regenwürmern sind sehr wertvoll. Negativ ist zu bemerken, daß die S/W Fotos oft recht schlecht wiedergegeben sind und kaum zum Verständnis beitragen. Manche Artikel sind etwas kurzgefasst und zu arg komprimiert. Der Leser spürt den immensen Sachverstand des Autors, der auch eine wirkliche Gabe hat, dieses Wissen didaktisch richtig zu vermitteln, und bedauert, daß hier nicht noch mehr Stoff geboten wird! Deshalb denke ich, daß dieses Buch in einer 2., verbesserten Auflage, vielleicht durch einen spezialisierten Verlag, eine Chance hätte, zum Klassiker auf diesem Sachgebiet zu werden. Auf meinem Wunschzettel würden stehen: ein paar Tabellen, Farbfotos, weitere Tipps, 250 Seiten Minimum.
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207 von 297 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Ein Bewohner dieser unwirtlichen Eilande meldet sich hier zu Wort!, 23. Dezember 2009
Liebe interessierte Leser, liebe Autorin! Bevor wir zum Buch abschweifen, erlauben Sie mir, daß ich einige Worte zu mir zum Besten gebe! Sozusagen als intimer Kenner der Materie, da ich selbst lange Jahre auf einigen dieser Inseln wohnte. Ja Sie hören recht, ich war weder mit TUI-Reisen dort, noch war ich verkappter Weltumsegler mit Ankerplatz Ile de Passion oder gar verbeamteter Polarforscher. Ich wohnte 14 Jahre auf einer bekannten, zivilisierten Insel des Indischen Ozeans und reiste von dort aus auf einige der einsamen Eilande, die von der Autorin als so schrecklich mörderisch beschrieben worden sind. Die Inseln Ste-Marie, Nosy Bé, Nosy Ranch und andere kleine Inseln besuchte ich mit meiner Cessna 182, oft mit dem letzten Tropfen Sprit nach stundenlanger Ozeanüberquerung. Die Inseln Europa, Juna de Nova und Tromelin besuchte ich durch meine Verbindungen mit der französischen Armée mehrmals mit dem Versorgungsschiff oder mit dem Katamaran eines Freundes von Madagaskar aus. Besonders exotisch fand ich den Besuch auf St-Paul mit dem Polarschiff "Marion Dufrènes". Die Inselgruppe St-Paul und Amsterdam besticht durch ihre romantische Einsamkeit und ihre Kargheit. Im Mittelmeer laufe ich auch gerne mit dem Segelschiff einsame Inseln an, Pinanosa, Montechristo oder gar die verbotene Insel Cavallo, auf der die Superreichen Europas trotz Einöde und schroffen Felsen ihre prächtigen, versteckten Villen mitten in ein Felsenmeer gebaut haben. Es lebt sich also auch auf "schrecklich unwirtlichen" Inseln wie im Paradies und für die Villen auf der nur 3 Kilometer langen Felsklippe werden riesige Beträge bezahlt. Es ist wohl richtig, daß es auf vielen dieser Inseln meistens um das nackte Überleben, um den Kampf um Wasser (Europa) oder um Nahrung (St-Paul) oder aber um Frauen (Clipperton) ging. Fast alle Versuche der Menschen, sich auf diesen Felsen in der Brandung festzusetzen, scheiterten kläglich. Aber ist das ein Beweis für die Unmöglichkeit des Lebens auf den kleinen, verlorenen Inseln? Leben auf solchen Inseln nicht auch viele glückliche Menschen ohne Kontakte zu den Medien und zur Aussenwelt, von denen die Öffentlichkeit nie erfährt, so wie ganz allgemein von der Mehrheit der Erdbewohner? Auf solchen Inseln leben Menschen, sind glücklich und sterben, ohne daß je eine Chronik geführt wurde. Ja, das Leben dort kann hart sein, es ist manchmal ein täglicher Überlebenskampf, aber muß man deshalb diese Inseln und dieses Leben, ohne es gesehen zu haben, diskriminieren? Könnte man dieses Buch nicht auch auf Sibirien, den Kongo, Liberia, Kambotcha oder den Sudan ausweiten? 50 Länder, die so mies sind, daß ich dort nie leben wollte!? Und trotzdem wird man auch dort, oft in höllenartigen Gegenden, zufriedene Menschen finden, die eben den Komfort und die vermeintlichen Vorteile unserer Zivilisation der Autorin bewusst entsagen können. Wie die Autorin selbst sagt, kennt sie diese Inseln nur aus Atlanten und von ihrem Schreibtisch aus. Man nennt das Vorurteile kultivieren, und diese Vorteile werden auch noch begeistert von Lesern für ganze 34 Euro verschlungen! Morgen wird es das Buch der 50 besten Volksstämme der Erde geben, die 50 abscheulichsten Gebirge und die 50 blödesten Städte! Alles eingehend vom Schreibtisch aus besucht und bewertet! Das hatten wir alles schon mal und brauchen es nicht wieder. Aus simplen Respekt vor der Geschichte und und den Schönheiten dieser Inseln sollten wir nicht auf Meinungsmache hereinfallen und manche Gegenden verdammen, ohne sie je gesehen zu haben. Ich halte das Buch für einen Rückschritt in der modernen Weltanschauung, denn bereits im 16. Jahrhundert warnten viele Schriftssteller vor unwirtlichen, gefährlichen Inseln, auf denen das Leben unmöglich sei. Oft schickte man zunächst für ein oder zwei Jahre Gefangene auf die betreffenden Inseln, um zu sehen, ob sie sich aklimatisieren würden. Heute wohnen auf diesen Inseln tausende von Menschen. So schön ich es finde, daß es eine, leider recht unvollständige, Auflistung dieser einsamen Inseln gibt, so liegt das Buch doch im Bereich der Träume und der Erwartungshaltung der Leser, die immer offen für Neues und Exotisches sind, wenn es auch noch so weit hergeholt und völlig verbrämt aufbereit worden ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Perfekter Bordbegleiter, 10. Dezember 2009
Das Yachtbordbuch ist kein pädagogisches Werk, noch ein Leitfaden für das Segeln oder Leben an Bord, sondern ein praktisches Nachschlagewerk für den Fahrtensegler. Ein echter Donat, gespickt mit detailliertem Fachwissen aller technischer Bereiche: die Wartung von Dieselmotoren, Fehlerfindung in der Bordelektrik, Reparieren von Ankerwinschen, alles um den Gasherd...es wird jedes mögliche Problem an Bord ausführlich bearbeitet, so daß man im Bedarfsfall einfach nachschlagen kann. Alle Segler kennen die dicken Leinentaschen an Bord mit 20 Gebrauchsanleitungen von GPS, Radio, Winschen, Außenborder, Motor, Kühlschrank, die man im Problemfall alle durcharbeiten müsste und oft doch nicht fündig wird. Hier hält man ein Konzentrat von Tipps in den Händen, die im Falle des Falles nützlich sein können.
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