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Beiträge von Ralf Putsch
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Rezensionen verfasst von
Ralf Putsch
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Lexikon der deutschen Familienunternehmen
Lexikon der deutschen Familienunternehmen
von Peter May
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 78,00

3.0 von 5 Sternen Kein unabhängiges Nachschlagewerk, 11. Mai 2014
Das an sich verdienstvolle Werk krankt an zwei wichtigen Schwächen: Es sind größere, auch europaweit marktführende Unternehmen gar nicht vertreten und viele Firmen sind nur mit einem Minimaleintrag und wenig Informationen enthalten. Das ist darin begründet, dass es sich nicht um ein unabhängiges Nachschlagewerk handelt, sondern das Lexikon wird von den dargestellten Unternehmen finanziert, es handelt sich also um bezahlte PR. Dabei hängen der Umfang und damit Informationsgehalt der Artikel nicht von der Bedeutung des Unternehmens ab, sondern von der Höhe der entsprechenden finanziellen Beteiligung. Natürlich ist so ein Lexikon besser als gar nichts, aber es wäre fair gewesen, den Käufer auf den Anzeigencharakter der Artikel hinzuweisen. Er bezahlt ja schließlich einen stattlichen Betrag für den Band.


Before they pass away
Before they pass away
von Jimmy Nelson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 128,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tipp: gibt es deutlich billiger bei Amazon.co.uk, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Before they pass away (Gebundene Ausgabe)
Ein wirklich beeindruckender Bildband! Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, kann den Band deutlich billiger bei amazon.co.uk bestellen (mit gleichem Benutzernamen und Passwort).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2014 8:19 AM CET


Die Ökonomie von Gut und Böse
Die Ökonomie von Gut und Böse
Preis: EUR 12,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Materialreich - aber mit schwacher Pointe, 17. August 2013
Dass die mathematische Ökonomie und das Modell des ausschließlich wirtschaftlich handelnden Menschen die Wirtschaft in der Vielfalt ihrer Dimensionen und Wertbezüge nicht erfassen (können - und wollen!), weiß man eigentlich und insofern ist die Pointe des Buches wenig ergiebig. Die Fülle der Aspekte des Wirtschaftlichen blättert Sedlacek in einem vielfach interessanten Durchgang durch die Geschichte der abendländischen Kultur und des Denkens über die Wirtschaft auf. Die Fülle des Stoffes läßt ihn dabei relativ oberflächlich und holzschnittartig bleiben und seine Deutungen sind nicht immer richtig - z. B. seine karikierende Darstellung der Lehre der Epikureer, die er fälschlicher Weise mit einem konsumorientierten Hedonismus gleichsetzt.
Dennoch bietet das Buch immerhin Einiges an Stoff und regt zum Nachdenken an in einer Phase, in der eine Wiedereinbettung des Wirtschaftlichen in Norm- und Sinnbezüge dringend geboten scheint.


Über das Glück: De beatitudine
Über das Glück: De beatitudine
von Johannes Brachtendorf
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausgabe des Glückstraktats aus Thomas' "Summe der Theologie", 23. Dezember 2012
Eine sehr gute deutsch-lateinische Ausgabe der um 1271 verfassten Abhandlung Thomas' von Aquin über das Glück, das den Anfang des zweiten Buches seiner Summa Theologiae bildet. Der Originaltext und die gut lesbare Übersetzung werden ergänzt von einer ausführlichen Einleitung, einer Bibliografie, einem paraphrasierenden und deutenden Kommentar sowie Stellen- und Sachregistern. Dem Tübinger Philosophieprofessor ist eine Ausgabe gelungen, die fast keine Wünsche offen lässt. Glück, so Thomas, ist die "Schau des göttlichen Wesens". Angesichts so erhabener Gegenstände und der Qualität dieses Bandes aus Meiners "Philosophischen Bibliothek" müssen wir seinen doch stolzen Preis wohl verschmerzen.


Was man für Geld nicht kaufen kann: Die moralischen Grenzen des Marktes
Was man für Geld nicht kaufen kann: Die moralischen Grenzen des Marktes
von Michael J. Sandel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

30 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viele Beispiele - geringe interpretatorische Kraft, 5. Dezember 2012
Das Buch ist eine Enttäuschung. Der renommierte Professor und Autor zählt unzählige Beispiele für die Kommerzialisierung immer weiterer Lebensbereiche auf. Das reicht von Blut- und Organspenden, bezahlten Warteschlangenstehern, dem Handel mit Lebensversicherungen und VIP-Logen bis hin zu Leuten, die sich Werbung eintätowieren lassen. Die Interpretation dieser Phänomene und ihre Beschreibung mit Hilfe ethischer Kriterien nimmt nur einen kleinen Raum ein. Sandel bringt hier immer wieder die gleichen Deutungsmuster ins Spiel: dass betroffene Güter hierbei degradiert werden und eigentlich nicht zum Verkauf stehen sollten (auch wenn keiner der Vertragspartner einen Schaden nimmt), dass sie oft unter Ausnutzung materieller Zwangslagen zustande kommen und dass sie Privilegien für die materiell Bessergestellten schaffen bei Gütern, zu denen eigentlich alle Zugang haben sollten, so dass die Chancengleichheit leidet und die Gesellschaft auseinanderfällt. Das ist alles nicht falsch, aber die gedankliche Substanz des Buches hätte sich auf wenigen Seiten zusammenfassen lassen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2014 12:32 PM CET


Walther Rathenau: Ein jüdisches Leben in Deutschland 1867-1922
Walther Rathenau: Ein jüdisches Leben in Deutschland 1867-1922
von Shulamit Volkov
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kompaktes und differenziertes Porträt, 2. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die kompakte Biografie aus der Feder der emeritierten Geschichtsprofessorin zeichnet ein dichtes und differenziertes Bild des 1922 ermordeten Industriellen, Publizisten und Politikers. Seine vielseitigen Aktivitäten und ihr Verhältnis zueinander werden gut dargestellt und psychologisch plausibel gemacht. Besondere Aufmerksamkeit schenkt Shulamit Volkov Rathenaus Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung als eines deutschen Juden. Auch seine Werke werden prägnant vorgestellt. Demgegenüber kommt die Schilderung seiner industriellen Aktivitäten insgesamt zu kurz. Die Autorin hält eine gute Balance zwischen psychologischem Einfühlungsvermögen und kritischer Distanz. Eine empfehlenswerte Biografie.

Die Übersetzung liest sich gut, es gibt nur wenige Holprigkeiten. Warum z. B. das deutsche Wort "Bildung" im englischen Original mit "spezielle kulturelle Errungenschaften" in der deutschen Fassung wiedergegeben wird, erschließt sich nicht.


Über das Haben: 33 Ansichten
Über das Haben: 33 Ansichten
von Harald Weinrich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gelehrte Plaudereien - unterhaltsam, aber wenig ergiebig, 25. November 2012
Der renommierte Romanist und Linguist plaudert in kurzen, flüssig zu lesenden Stücken über das Haben bzw. über den Umgang mit dem Wort "Haben" in Texten. Er bezieht sich hierbei vor allem auf Philosophie (Aristoteles, Schopenhauer, Heidegger etc.), Sprachwissenschaft und -geschichte sowie Haben als literarisches Sujet (Freytag, Zola, Keller u. a.) Die Fülle der Beispiele ist reizvoll bunt, es fehlt aber sowohl an vertiefender Interpretation als auch an Ansätzen zu einem gedanklichen Zusammenhang. Manchmal greift Weinrich auch Texte auf, in denen die Verwendung von "Haben" eher unvermeidlicher normaler Sprachgebrauch als ein interpretierbarer Gehalt ist. Diese Beispiele haben eine gewissen Beliebigkeit und teilweise ist Ihre Wiedergabe rein beschreibend. Hier und da blitzen auch interessante Zusammenhänge auf, denen Weinrich aber nicht weiter nachgeht, etwa die nach den Zusammenhängen von "Sein" und "Haben", die bei Autoren wie Erich Fromm eher kontrastiv verwendet werden.


Radikal führen
Radikal führen
von Reinhard K. Sprenger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anregend für Führungskräfte, ihr eigenes Tun zu reflektieren, 14. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radikal führen (Gebundene Ausgabe)
Ob der Anspruch Sprengers gelungen ist, das Thema "Führung" radikal zu durchdenken, kann man bezweifeln. Seine "systematische" Grundlegung des Themas ("Wozu braucht man Führung") ist nicht der stärkste Teil des Buches.

Es bietet aber dem Praktiker viel Stoff zum Nachdenken und entsprechende Anregungen. Sprenger wendet sich gegen ein Modell von "mechanischer" Führung, das mit Zahlen und finanziellen Anreizen oder Sanktionen Menschen, die sich als Einzelkämpfer verstehen oder dazu verleitet werden, zu einem bestimmten Verhalten bewegen will. Ihn interessiert, wie wir Gemeinschaften bilden können, in denen Menschen ein gemeinsames Ziel erreichen und sich dabei selbst gut verwirklichen können. Jedes "Sollen" muss an etwas anknüpfen, was die Menschen wollen. Wie schon in seinen anderen Werken verwirft Sprenger die Idee, man könne Mitarbeiter quasi "von außen" motivieren. Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren zählen Vertrauen, persönliche Aufmerksamkeit und Rahmenbedingungen, die Freude an der Arbeit ermöglichen.

In diesem Sinne ist die Führungskraft eher jemand, der als Ermutiger, Förderer und Dienstleister "hinter" seinen Mitarbeitern steht als jemand, der heroisch vorangeht. Gute Führung mündet letztlich in Selbst-Führung. Ziel muss sein, sich selbst überflüssig zu machen - "Dienen und verschwinden", wie Sprenger Friedrich den Großen zitiert.


Der aufrechte Gang: Eine Geschichte des anthropologischen Denkens
Der aufrechte Gang: Eine Geschichte des anthropologischen Denkens
von Kurt Bayertz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,95

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Selbstdeutung des Menschen aus Sicht seiner "Aufrichtigkeit", 14. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein sehr gutes Buch, auch wenn der Anspruch des Untertitels, eine Geschichte des anthropologischen Denkens zu liefern, in einem Werk dieses Umfungs fast nicht einzulösen ist.

Bayertz dekliniert den Aspekt des aufrechten Ganges in der Vielfalt seiner Dimensionen durch - vom anatomischen Befund bis hin zum utopisch-übertragenen Sinn einer befreiten Menschheit, etwa bei Bloch. Gleichzeitig liefert er eine hohe historische Tiefenschärfe, angefangen von Platon und Aristoteles über die Bibel und die Kirchenväter bis zur Philosophie von Neuzeit und Aufklärung und darüber hinaus.

Das Buch erzählt die umfassende Geschichte der Beschreibung und Deutung des aufrechten Gangs, der klassicherweise als spezifisch menschliche Eigenart gilt, verfolgt aber auch die abweichenden Denkmodelle, etwa die Idee des durch die Erbsünde "gekrümmten" Menschen (mit besonders starker Ausprägung etwa bei Luther).

Zu den klassischen Aspekten des Deutungsmusters gehört zunächst die von den Vierbeinern abweichende Orientierung "nach oben", die die Abweichung vom "Niedrigen" und die wissend-betrachtende Zuwendung zum Erhabenen und Göttlichen, aber auch eine ethische Orientierung bedeutet. Weitere Gesichtspunkte sind das Freiwerden der Hände und damit die Ermöglichung der Gestaltung der Umwelt durch Werkzeuggebrauch, der Zusammenhang von Gang-, Gehirn- und Sprachentwicklung sowie die konstitutive Unsicherheit der menschlichen Existenz, der seine permanent prekäre Gleichgewichtslage entspricht (die, wie Bayertz beschreibt, den menschlichen Gang so besonders schwer technisch simulierbar macht).

Bayertz Buch ist ein beeindruckendes Werk über die Geschichte der menschlichen Selbstdeutung, betrachtet aus einer einzigen, sich aber sehr vielseitig und spannend auffächernden Perspektive.


Great Economists Before Keynes: An Introduction to the Lives and Works of One Hundred Great Economists of the Past
Great Economists Before Keynes: An Introduction to the Lives and Works of One Hundred Great Economists of the Past
von Mark Blaug
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen 100 Kurzporträts - Ein nützliches Nachschlagewerk, 9. September 2012
Das zuerst 1986 erschienene Buch enthält prägante und kompetente bebilderte Kurzporträts (Leben und Werk) von Ökonomen durch den bekannten englischen Professor und Fachmann für Geschichte der Wirtschaftstheorie. Da auf 282 Seiten 100 Ökonomen präsentiert werden, sind die Artikel relativ kurz. Der Vorteil ist, dass auch heute eher unbekannte porträtiert werden, die man nicht so ausführlich in jedem Nachschlagewerk beschrieben finden wird. Die berühmten Klassiker kommen auf jeweils wenigen Seiten naturgemäß deutlich zu kurz.


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