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El Sideburner

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The Office - Die komplette Serie (Boxset Staffel 1+2, 4 DVDs)(OmU)
The Office - Die komplette Serie (Boxset Staffel 1+2, 4 DVDs)(OmU)
DVD ~ Ricky Gervais
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, einige Schwächen, aber wegweisend, 9. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie groß das Potenzial einer Mockumentary im Stile von The Office sein kann, sieht man an der US-amerikanischen Schwester-Serie, die es zuletzt auf neun Staffeln, darunter sechs mit Steve Carell in der Hauptrolle, brachte. Das Geheimnis und der suchterzeugende Faktor liegt darin begründet, Figuren zu schaffen, die einem im Rahmen eines Büroalltags so sehr vertraut werden und ans Herz wachsen, dass man empfindet, es könnten entweder echte eigene Kollegen oder gar Freunde sein. DAS ist der große Vorteil der US-Version gegenüber dem britischen Original und DAS ist es, was dieses Original trotz seiner sehr guten Ansätze nicht schafft, auf die Beine zu stellen.

Die Gründe dafür sind wenige, aber dafür gewichtige: Auf der einen Seite lief die Serie zu kurz. Zwei Staffeln à sechs Folgen sind schlicht und einfach zu wenig, um Zuschauer "anzufixen". Zwar besteht die erste Staffel der US-Version ebenfalls aus lediglich sechs Folgen; Nachdem man das Potenzial erkannt hatte, folgten dann in der zweiten Staffel allerdings bereits 22 hervorragende Episoden, die den Grundstein für den weiteren Erfolg und die Bindung des Zuschauers an die Charaktere bildeten.

Der zweite Grund sind die Charaktere: Von ihnen scheint eigentlich nur der von Show-Erfinder Ricky Gervais wirklich ausgearbeitet. Der Rest wirkt wenig überzeugend bis teilweise indifferent. So kann beispielsweise Gareth keine Sekunde gegen sein US-Pendant Dwight Schrute anstinken. Gareth soll ein bisschen nerdig wirken, gegen das Universum, das hinter Dwight steht, wirkt er allerdings so blass wie - ja: er blass wirkt. Sherlock- und Fargo-Darsteller Martin Freeman versucht zu brillieren, aber die Rolle des Tim ist schlicht zu schwach. Und auch wenn sein US-Pendant Jim (John Krasinski) schon rein äußerlich stark an Tim angelehnt ist, ist Jim viel klarer definiert, hat Hintergrund und ist bedeutend stringenter ausgelegt und -gearbeitet. Freeman bleibt, neben Gervais, trotzdem der einzige weiter erwähnenswerte Darsteller der Serie. Die Rolle der Dawn ist völlig beliebig, austauschbar und nicht weiter von Bedeutung. Ihre Darstellerin trägt nichts dazu bei, den Charakter irgendwie transparent oder gar interessant zu machen.

Das UK-Original hat somit dasselbe Problem wie "Stromberg": Beide sind völlig auf ihre Hauptdarsteller und ein oder maximal zwei weitere Charaktere zugeschnitten und festgelegt. Neben Stromberg kann gerade noch Berthold 'Ernie' Heisterkamp (Bjarne Mädel) bestehen, vielleicht noch in Ansätzen Erika - aber das war's dann auch. Die US-Version hingegen hat dauerhaft mindestens vier Hauptcharaktere und -darsteller von Format sowie noch einmal mindestens doppelt so viele kleinere Rollen, die aber allesamt besser ausgearbeitet und besetzt sind als The Office (UK) und Stromberg zusammengenommen. Als da wären Meredith, Ryan, Stanley, der unterbewertete Kevin (eine meiner fünf Lieblingsfiguren), Angela, Phyllis, Oscar, Toby, Kelly und später der wunderbare Andrew Bernard (Ed Helms). Allesamt bis ins Detail durchdacht, definiert, ausgearbeitet und von A-Schauspielern dargestellt.

In dieser Hinsicht kann das Original schlicht nicht in Ansätzen mithalten. Zum einen wegen seiner kurzen Laufzeit und der fehlenden Zeit, Charaktere zu entwickeln; zum anderen aber auch, weil es weder die Darsteller, noch die Autoren, noch die Produzenten oder Regisseure des US-Pendants hatte. So bleibt The Office also in erster Linie Geburtshelfer für die US-Serie, die dann bedeutend populärer wurde, indem sie das aufnahm, was im Orignal vorhanden war und es ausarbeitete, erweiterte und den Mut hatte, es "groß" zu machen. In der Hinsicht, das muss man ihm lassen, kommt am US-Fernsehen weltweit niemand vorbei.

Vielleicht hätte diese UK-Version auch die Möglichkeiten gehabt, zu wachsen und ihre Anlagen auszubauen. Vielleicht wurde sie zu früh eingestellt, vielleicht fehlte es Leuten an Mut. Auf der anderen Seite überzeugen mich die zwölf Folgen am Ende des Tages auch nicht wirklich davon, dass hier bedeutend mehr drin gewesen wäre, auch wenn die letzte Folge der zweiten Staffel ziemlich klar vermuten lässt, dass es eigentlich weitergehen sollte.

Insgesamt sieben von zehn Sternen, die aufgrund der interessanten Herangehens- und Erzählweise zu acht von zehn aufgerundet werden.


Google Nexus 6P Smartphone (5,7 Zoll (14,5 cm) Touch-Display, 64 GB interner Speicher, Android 6.0) aluminium
Google Nexus 6P Smartphone (5,7 Zoll (14,5 cm) Touch-Display, 64 GB interner Speicher, Android 6.0) aluminium
Preis: EUR 649,99

45 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Herausforderer steht weiterhin selbst vor Herausforderungen, 20. Dezember 2015
Ein gutes viertel Jahr ist vergangen, seit Apple das iPhone 6s vorgestellt hat und Google - als Herausforderer - dem nicht etwa zuvor kam oder unmittelbar gleich zog, sondern sich seelenruhig weitere knapp drei Wochen Zeit ließ, "seine" neuen Nexus-Modelle vorzustellen. Um dann die erwartungsfrohe Kundschaft in Deutschland ein weiteres Mal wochenlang warten zu lassen...

Ich war einer derjenigen, die gewartet haben, weil mir das Nexus 6P die sinnvollste Android-Alternative zu einem iOS-Gerät erschien: Die neueste Version 6.0 ist bereits installiert und mit Android-Entwickler Google als "Hersteller" ist man direkt an der Quelle zukünftiger Updates. Lange Wartezeiten, wie man sie von anderen Herstellern kennt, sind damit also zumindest beim OS ausgeschlossen.

Nach dem recht schlichten Vorgang des Auspackens macht das Gerät einen absolut soliden, um nicht zu sagen "robusten" Eindruck. Beim Versuch, Qualität durch (Menge an) Material zu suggerieren, gehen die Chinesen allerdings fast ein Stück zu weit. Gefühl für Sanft- und Verspieltheit im Design fehlt an dieser Stelle. Das hier ist Prosa. Das an Schäbigkeit kaum zu überbietende Design der Kameralinse beim Nexus 5X wird hier zwar deutlich abgeschwächt, indem man es kaschiert. Das Ganze hinterlässt allerdings trotzdem den Eindruck eines elektrischen Rasierapparates. In natura sieht das Ganze bedeutend weniger schlimm aus und unterscheidet das Nexus 6P immerhin von seiner Konkurrenz. Allerdings unterscheidet das Design des Nissan Juke (oder wie ich ihn nenne: "Puke") ihn ebenfalls von seiner Konkurrenz. Ob der reine Wille zur Unterscheidung ein Merkmal für gelungenes Design gelten kann und darf, sei also einmal dahingestellt.

IM LIEFERUMFANG ENTHALTEN sind ein viel zu kurzes USB-Kabel sowie ein 3 A-Ladegerät. Letzteres ist ausgesprochen begrüßenswert. Mit einem 2 A-Gerät geht es schnell, hier verkürzt sich die Ladezeit noch einmal erheblich. Und das ist nötig, denn der Akku erweist sich nicht unbedingt als schwach, aber auch nicht als Offenbarung. Möglicherweise spielen das Display und intensives anfängliches Herumspielen mit dem Gerät eine Rolle, aber nach einem Tag ist mehr oder weniger Schluss. Da müsste mehr gehen. Es fehlen weiterhin Kopfhörer und damit die Möglichkeit zum Freisprechen und Fernsteuern des Geräts.

DIE EINRICHTUNG funktioniert mit einer Google-ID denkbar einfach, die Performance im Anschluss ist erstaunlich. Der Achtkern-Prozessor und nicht zuletzt 3 GB RAM lassen hier richtig gehen. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite entsperrt das Gerät buchstäblich augenblicklich. Hervorragend. Nachteil: Er ist eben auf der Rückseite angebracht. Ich bin mir nicht sicher, ob man sich darüber beim Design Gedanken gemacht hat, aber: Man sieht ihn nicht, wenn man das Gerät in der Hand hat. Und so braucht es immer wieder etwas, ihn zu finden, was natürlich die Wahrscheinlichkeit, das Gerät irgendwann aus der Hand zu verlieren, erhöht. Intuitiv ist jedenfalls anders. Auch hier muss wieder die Frage gestellt werden dürfen: Darf alleine der Wille, sich vom Rest zu unterscheiden, bereits als Merkmal guten Designs gelten? Und: Wenn der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite so hervorragend platziert ist, warum ist dann nicht auch der Home-Button dort untergebracht? Die wahre Genialität des Ganzen erfährt man übrigens, wenn das Gerät im Auto in einer Halterung steckt und man es entsperren möchte... :) Schwamm drüber. Super Design!

Der größte DESIGNFEHLER allerdings folgt dann im Anschluss. Und er begleitet den Benutzer bei praktisch JEDEM Kontakt mit dem Gerät. Bei jedem Einstecken in die Hülle, bei jedem Herausnehmen, bei jedem Drehen des Displays: Die ausgesprochen wackligen Ein-/Aus-/Standby-Schalter sowie die Lautstärke-Tasten sind an einer dermaßen ungünstigen (um das Wort "hirnverbrannt" zu vermeiden) Stelle angebracht, dass in der Woche, in der ich das Gerät besaß, praktisch kein einziger Kontakt mit dem Gerät abgelaufen ist, ohne dass ich es in den Ruhezustand geschickt hätte oder umgekehrt aufgeweckt oder die Lautstärke verstellt hätte. Man dreht das Gerät um ein Foto zu machen: Aus. Das Telefon klingelt brülllaut. Warum? Lautstärke unwillkürlich verstellt. Man versetzt es in den Ruhezustand, um es in die Hülle zu stecken: Wieder an. Das Ganze vierzigmal am Tag à 3 Minuten, die das Gerät für den Ruhezustand braucht: Macht 120 Minuten am Tag, die das Gerät ungewollt an ist. Welcher Designer hat so etwas zu verantworten, frage ich mich - und wie kommt man damit durch?

DAS DISPLAY leuchtet also auch noch in der Hülle einige Minuten weiter. Und es leuchtet sehr schön, das muss man sagen. Mein erstes AMOLED-Display. 5,7" groß. Beeindruckend. Es sind zu praktisch jeder Zeit ein Zurück-, ein Home- und ein "Multitasking"-Button am unteren Ende des Displays zu sehen. Anfangs dachte ich tatsächlich, die seien dort hardwareseitig "verbaut". Irgendwann aber waren sie verschwunden und mir wurde klar: Die werden bei Bedarf simuliert. Das Schwarz im Hintergrund der Symbole ist schlicht so schwarz wie das des Gehäuses. Natürlich "leidet" auf diese Weise die verfügbare Displaygröße etwas, aber, hey: Das Ding ist 5,7" groß. Und die Lösung ist sehr gut. Es ist großartig, stets einen Zurück- und vor allem Button für die Übersicht der laufenden Anwendungen zu haben. Und das geht vermutlich nur mit diesem AMOLED-Display. Nachteil: Es ist eben ein AMOLED-Display! Tolle Farben. Wenn man es allerdings um 20° neigt, verfärbt sich das Display wahlweise leicht grün oder magenta. Für mich als Display-Fetischist ein absolutes No-Go und der zweite und finale Grund, das Gerät zurückzuschicken.

Ich weiß, die Android-Gemeinde wird über mich herfallen und es wird massenweise negative Bewertungen dieser Rezension geben.

Sei's drum. Für mich ist das Nexus 6P, das immerhin iPhone-Herausforderer sein möchte und soll, kein völlig ausgereiftes Produkt. Es wiegt nur 6 g mehr als das iPhone 6 Plus, ist bis auf den Zehntel-Millimeter (wie kommt's?) genauso breit und nur 2 mm dicker. Trotzdem ist es bedeutend schwerer zu handhaben und macht sich bereits nach wenigen Minuten im Handgelenk bemerkbar. Ist das bereits die ungünstige Gewichtsverteilung aufgrund des miserablen Kamera-Designs, die sich hier bemerkbar macht?

FAZIT: Einmal mehr gilt der Grundsatz vom Design, das nicht (nur) bedeutet, wie eine Sache (auch auf dem Datenblatt) aussieht, sondern wie sie funktioniert. Das Nexus 6P funktioniert nicht so, wie ich es mir erhofft hatte und wünsche. Es ist zweifelsohne unglaublich performant. Das allerdings war es dann auch. Weder die magere Ausstattung, die noch nicht einmal Kopfhörer bietet, noch die Bedienung noch das Display machen mich am Ende des Tages froh und zufrieden. Überall sind gute Ansätze vorhanden, die Umsetzung in ein Komplettpaket wie dem iPhone fällt den Chinesen aber noch sichtlich und spürbar schwer.

Vor dem Hintergrund der absurden Preispolitik, das Gerät in Deutschland 150 € teurer als den Preis in Dollar zu machen, sind vier Sterne ("Gefällt mir") schlicht nicht mehr drin. Es werden drei: "Nicht schlecht". Aber eben auch nicht besonders gut.

Design 3/5
Verarbeitung 4/5
Performance 5/5
Bedienung 3/5
Display 4/5
Akku 3/5
Betriebssystem 4/5
Zubehör 3/5
Preispolitik 2/5

ø 3,4
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2016 6:04 PM MEST


Beyza zero slim Hülle für Apple iPhone 4 braun
Beyza zero slim Hülle für Apple iPhone 4 braun

5.0 von 5 Sternen Fantastisches Produkt auch nach knapp vier Jahren, 3. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das iPhone 4/4S ist in die Jahre gekommen, die Hülle von Beyza ist nicht mehr verfügbar; Trotzdem muss ich kurz eine Kundenrezension loswerden, auch wenn mein Kauf beinahe vier Jahre zurück liegt.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs skeptisch war: Eine Lederhülle, genäht, kann die etwas taugen? Inzwischen muss ich sagen: Das Ding hat knapp vier Jahre härtester Dauerbenutzung hinter sich und ist - und das ist nicht übertrieben - so gut wie neu. Das iPhone 4S sitzt, nach buchstäblich tausendfachem Rausnehmen und Einstecken, noch immer perfekt. Ein bisschen braune Schuhcreme, ein bisschen blank polieren: Fertig. Keine Abnutzung, kein Ausleihern, die Hülle wird mit dem Alter eigentlich fast nur besser.

Feinste Qualität, mit Abstand eines der vermutlich besten Produkte, die ich bei Amazon gekauft habe. Ein Top-Hersteller, von dem ich jederzeit wieder weitere Produkte kaufen würde.


Monsieur Claude und seine Töchter
Monsieur Claude und seine Töchter
DVD ~ Christian Clavier
Preis: EUR 7,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Rohrkrepierer vor dem Herrn, 1. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Monsieur Claude und seine Töchter (DVD)
Auch ich habe mich von Freunden überreden lassen, den Film zu schauen und erwartete eine Komödie auf der Höhe von zumindest "Schtis" oder "Ziemlich beste Freunde". Was man dagegen hier geboten bekommt, ist ein Rohrkrepierer erster Güte, der mich am zumindest Filmgeschmack meiner Bekannten zweifeln lässt.

Eine platte Komödie, der im Hau-Ruck-Verfahren teilweise "Schwung" verliehen werden soll von einer Regie, der nichts anderes einfällt, als Leute in irgendwelche "komischen" Situationen zu bringen ("Schneeball trifft den Falschen, weil das eigentliche Ziel sich duckt", "Handkantenschlag setzt Angreifer außer Gefecht, der fällt - wie lustig! - zu Boden" usw.). Die Besetzung ist miserabel für meine Begriffe, spielt ausgesprochen schlecht, das Ganze ist voller so dummer und angegriffener Klischees, dass der (vermeintlich) ironische "Kunstgriff", das Klischee zu entlarven, schlicht nicht mehr funktioniert.

Der Film ist langweilig und konfus und kaum auf dem Niveau eines Fernsehfilms. Wie so etwas zum Überraschungserfolg werden kann, ist mir ein Rätsel. Überraschend mies vielleicht, aber nichts für Leute, die mehr von einer Komödie erwarten als Schwarze mit weit aufgerissenen rollenden Augen. Grauenhaft.


AVM FRITZ!Fon M2 DECT-Komforttelefon für FRITZ!Box (Monochromes Display, HD-Telefonie)
AVM FRITZ!Fon M2 DECT-Komforttelefon für FRITZ!Box (Monochromes Display, HD-Telefonie)
Preis: EUR 42,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Großer Name, kleine Wirkung, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Fritz!Box darf bereits als Deutscher Klassiker des Telekommunikationszeitalters gelten, dieses DECT-Telefon wird es da schon schwerer haben. Es trägt den großen Namen, aber kann es auch halten, was der verspricht?

Inbetriebnahme und Installation gehen ganz einfach von der Hand, wobei das Batteriefach aufgrund seines umständlichen Öffnungsmechanismus' mit einer Münze nach dem ersten Öffnen bereits eine Macke weg hat. Die harte Münze beschädigt das Plastik des Telefons. Da hat jemand nicht weiter nachgedacht.

Was enttäuscht, ist die relativ schludrige Verarbeitung. So haben die Tasten einen Druckpunkt, der ganz häufig dazu führt, dass beim Drücken einer Ziffer gleich mehrere davon im Display angezeigt werden. Der Sperrmodus ist ungeschickt, weil er nur aus langem Halten einer Taste besteht (wie lange braucht ein Dreijähriger, um das herauszubekommen, liebe Fritz-Ingenieure?). Außerdem kann man im Sperrmodus nicht auflegen. Soll heißen: Der Gesprächspartner legt auf, das Besetztzeichen erklingt im Fon, lässt sin aber nicht mittels Auflegetaste abschalten.

Alles Kleinigkeiten, die allerdings auch wenig Nachdenken schließen lassen. Wirklich enttäuschend ist der Empfang. Zwar steht die Fritz!Box relativ "weit" entfernt im Arbeitszimmer am einen Ende der Wohnung. Dass ich allerdings ein paar Meter weiter im Wohnzimmer ein Dauerpiepen beim Telefonieren im Hörer habe, weil der Empfang zu schwach sein soll, geht gar nicht. Weitere Frage: Warum kann ich nicht über das WLAN telefonieren (die Telekom-App macht's vor)? Die AirportExpress steht so zentral, dass von ihr aus alle Zimmer der Wohnung erreicht werden? Stattdessen soll ich einen teuren DECT-Repeater kaufen.

Alles in allem hatte ich mir von einem Fritz!-Produkt mehr versprochen. Nicht wirklich schlecht, aber doch nah dran, enttäuschender zu sein, als es der Name vermuten lässt.


Elvis Presley - That's the Way it is [Blu-ray]
Elvis Presley - That's the Way it is [Blu-ray]
DVD ~ Elvis Presley
Preis: EUR 7,97

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Relativ seelenloser Neuschnitt der Doku mit Bonusmaterial in miserabler Qualität, 9. August 2014
Wiederveröffentlichung der von Rick Schmidlin neu geschnittenen "Special Edition" (SE) (2001) des ursprünglich unter der Regie von Denis Sanders enstandenen Films aus dem Jahre 1970. Angereichert mit Interviews und dokumentarischen Elementen begleitete dieser Presley samt seiner exzellenten Band (darunter u. a. James Burton an der Lead-Gitarre sowie die Sweet Inspiations) bei den Vorbereitungen und Proben für sein "Summer Festival" im August 1970 im International Hotel Las Vegas, seiner dritten Saison dort seit seiner triumphalen Rückkehr im Jahr zuvor.

Des weiteren zeigte der Film Presley auf der Bühne, einen Entertainer auf dem Höhepunkt seines durch das legendäre NBC-TV-Special ELVIS (1968) eingeleiteten Comebacks, das Hits wie "In the Ghetto" und "Suspicious Minds" und sowohl das hochgelobte Album FROM ELVIS IN MEMPHIS als auch Presleys erstes Live-Album IN PERSON hervorbrachte. Der Film zeigte einige von Elvis' Klassikern, darunter Songs wie "I Just Can't Help Believin'", "Polk Salad Annie" und natürlich "Suspicious Minds", aber auch Sons wie "You've Lost That Lovin' Feelin'" und aktuelle Titel wie "Sweet Caroline" und "Bridge Over Troubled Water" jeweils in Elvis' Lesart. Auch seine alten Hits präsentierte Presley mit gehörigem Biss, darunter unsterbliche Nummern wie "Heartbreak Hotel", "One Night", "All Shook Up", "Blue Suede Shoes" und "Can't Help Falling In Love".

Während Sanders' Original auf mehreren zeitlichen wie räumlichen und gedanklichen Ebenen funktioniert und der dokumentarische Anspruch deutlich betont und herausgearbeitet wird, konzentriert sich Schmidlins Re-Cut nahezu ausschließlich auf den Performer Presley. Das beginnt bei den Proben, die, im Gegensatz zur Originalversion, vielfach in ihrer kompletten Länge gezeigt werden, endet dann allerdings auch bereits bei Presleys Auftritt. Vom 10. bis 13. August 1970 wurden insgesamt sechs Shows gefilmt, die Schmidlin zu einer fiktiven Show zusammenfügt, "The ultimate Elvis performance", wie er es nennt. Das allerdings gelingt ihm nur bedingt. Zwar ermöglicht die Digitaltechnik sample-genaue Schnitte und Crossfades, die, für Auge und Ohr nicht wahrnehmbar, in der Lage sind, Situationen zu kreieren, die so niemals stattgefunden haben; Aber abgesehen davon, dass der dokumentarische Anspruch des Films damit zur Disposition steht, ist das Ergebnis eine "Show", die nur beim ersten Ansehen funktioniert.

Presleys Kostüme (und die der Band) wechseln nicht nur von Song zu Song, sondern teilweise sogar innerhalb eines Titels. Was nicht passt, wird passend gemacht, ist das Motto dieser "Dokumentation", die damit auf äußerst wackligen Beinen steht. Versionen, die nicht den Seh- und Hörgewohnheiten einer auf 3:30 Minuten getrimmten "Generation MTV" entsprechen, werden gekürzt ("Polk Salad Annie", "Patch It Up", "Suspicious Minds"), andere Songs gleich ganz ausgelassen, darunter das wundervolle "I Just Can't Help Believin'", Hit-Single (UK #6) und erster Titel des den Film begleitenden Albums (US #21, UK #12). Schmerzlich vermisst wurden bei Erscheinen der SE weiterhin "Sweet Caroline" und "Bridge Over Troubled Water", wie "Believin'" beide Grundmauern der Originalversion.

Presley befindet sich zweifelsohne auf dem Höhepunkt seiner Karriere und Schaffenskraft und in der Verfassung seines Lebens. Selbst beim Vorlesen von Glückwunschtelegrammen ist der Mann relaxed, cool, humorvoll und sexy bis zur Anbetungswürdigkeit. Neben Telegrammen täte es in diesem Augenblick auf das sprichwörtliche Telefonbuch.

Insgesamt handelt es sich bei der SE um ein in Bild- und Tonqualität beeindruckendes, wenn nicht betörendes Spektakel. Allerdings eben auch nur das. Das Wesen des ursprünglichen Dokumentarfilms wurde zugunsten eines schnell geschnitten und spektakulären Konzertfilms in MTV-Optik (bevor die Klingeltöne kamen) völlig entfremdet, wenn nicht abgeschafft. Wichtige Szenen fehlen diesem Film, die Kürzungen und Schnitte sind spätestens beim wiederholten Ansehen lästig und ärgerlich.

Sieben von zehn oder dreieinhalb von fünf Sternen für den Film, die aufgrund des enthaltenen Bonusmaterials (Szenen, die aus dem ursprünglichen Film entfernt wurden) in weiterhin unterdurchschnittlicher Qualität zu drei Sternen abgerundet werden. Und das ist vor dem Hintergrund der Versprechen, die von Warner Brothers' Senior Vice-President of Catalog Marketing George Felsenstein noch Anfang August getätigt wurden, noch äußerst gnädig. Diese BluRay ist für Fans jedenfalls hochgradig verzichtbar bzw. sollte nach Möglichkeit aktiv boykottiert werden.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2014 3:58 PM MEST


Elvis: That's the Way It Is (Deluxe Edition)
Elvis: That's the Way It Is (Deluxe Edition)
Preis: EUR 79,99

13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Des Königs neue Kleider, 5. August 2014
That's The Way It Is (1970) darf, ähnlich wie Elvis Is Back! (1960) und From Elvis in Memphis (1969), als eines der Lieblings-Projekte von Elvis' Plattenfirma (inzwischen Sony Music Entertainment) sowie Elvis-Archivar und Produzent Ernst Jørgensen gelten. Es gibt keine anderen drei Alben, die derart beackert wurden wie diese. Wie üblich auf dem Wiederveröffentlichungsmarkt gibt es dann Special, Essential, Collector's, Ultimate, Gold Disc, Legacy und sonstige Editions noch und nöcher, deren Wert - gemessen an ihrem Namen - häufig bezweifelt werden darf.

Nun also eine "DeLuxe" Edition. Üblicherweise werden bei derartigen Projekten die Verpackungen größer, die Booklets umfangreicher, die Bilder bunter, es soll alles ganz anders klingen als jemals zuvor und war auch gerne einmal bisher verschollen. In einem Archiv unter alten Pizzaschachteln oder besser noch: Irgendwo in einem Bergwerk in Wyoming.

Das eigentliche Album, von Kritik und Fans gleichermaßen hoch gehalten, macht den allerkleinsten Teil dieser Ausgabe aus. 12 von 156 Titeln, die angeblich zum Besten gehören sollen, was Presley jemals aufgenommen hat. Der Rest ist Bonus. Es gab Zeiten, da war das Verhältnis nahezu umgekehrt. Schwamm drüber.

Was also bietet nun die vorliegende "Luxus"-Ausgabe? Viele Fans sehen in That's The Way It Is (TTWII) Elvis' stärkstes Album der 1970er Jahre. Es sei sein reifstes Album, das Seiten von Beziehung betone, die durch Babygeschrei um sechs Uhr morgens ("I've Lost You") und unbezahlte Rechnungen ("Twenty Days and Twenty Nights") bestimmt seien. Ein Rezensent ließ sich gar dazu hinreißen, die Zeilen "Fun, fun, look at us run / going nowhere special really fast" ("The Next Step is Love") "beatlesque" zu nennen.

Zweifelsohne versammelt TTWII einen brauchbaren Teil von Presleys Aufnahmen vom Juni 1970 in Nashville. Ein Album, das Titel wie "How The Web Was Woven", "Just Pretend" und meinetwegen auch noch "You Don't Have To Say You Love Me" enthält, dazu Live-Versionen von "I Just Can't Help Believin'" sowie "You've Lost That Lovin' Feelin'", ist vermutlich über jeden Zweifel erhaben. Trotzdem sind die Arrangements nicht immer gelungen ("Mary in the Morning" mit seinen fürchterlich schief spielenden Streichern) und die Produktion von RCAs Feld-Wald-und-Wiesen-Produzenten und Elvis-Vertrautem Felton Jarvis reichen zu keiner Zeit an die von Elvis' Meilenstein-Album "From Elvis in Memphis" aus dem Jahr zuvor heran.

Single-Versionen (in Mono), die niemand wirklich braucht, sowie fünf hörenswerte alternative Takes des Studio-Materials runden die erste Disc ab.

Es folgt der eigentliche Grund, überhaupt über einen Kauf dieses Sets nachzudenken: Sechs Discs mit Live-Aufnahmen der sechs Konzerte, die im Rahmen der Aufnahmen für den Dokumentarfilm gleichen Titels in der Zeit vom 10. bis zum 13. August 1970 aufgenommen wurden. Lediglich zwei davon, die "Dinner Shows" vom 11. und 12. August, werden hier erstmalig komplett veröffentlicht. Allerdings waren alle bisher veröffentlichen Konzerte unterschiedlich gemischt und gemastert. Hier nun hat man sich dran gemacht, ein einheitliches Klangbild zu schaffen und so verbringt der Hörer in der Tat vier bombastisch klingende Abende im August 1970 in Las Vegas, das zu dieser Zeit noch Glamour bedeutete, kurz bevor die (untere) Mittelschicht dort Einzug hielt (auch bedingt übrigens durch Presleys Auftritte dort).

Eine achte Disc enthält Aufnahmen von Proben, die ebenfalls bereits vielfach veröffentlicht wurden, aber nach wie vor einen interessanten Einblick in Presleys Ansatz, seinen Auftritt vorzubereiten, geben. Einige Titel, die es leider nie ins Live-Repertoire brachten, sind ein feiner Bonus.

Auf der Bühne präsentiert Presley, abgesehen von einer noch etwas holperigen "Opening Night", Auftritte, die über jeden Zweifel erhaben sind, dass hier der größte Entertainer des 20. Jahrhunderts gerade die Form seines Lebens erreicht hat. Anders als später wechseln sich hier aktuelles Material mit teils exzellenten Live-Versionen seiner frühen Hits ab. Die Titel seines Studio-Albums allerdings verschwanden unmittelbar nach Abzug der RCA-Techniker größtenteils wieder aus der Setlist, schienen sie Presley offensichtlich doch ungeeignet für die Live-Performance. Lediglich Just Pretend funktioniert großartig und wurde auch in späteren Jahren noch einmal von ihm ausgepackt.

Die größte Enttäuschung sind die beiliegenden zwei DVDs. Drei Wochen nach dieser "DeLuxe Edition" erscheint die "Special Edition" (2000) von TTWII auf Bluray. Warum liegen hier nur DVDs bei? Warum nicht Laserdiscs ("Highly collectible!"), und warum nur die 92-minütige Version des Films, wurde doch vor dessen Veröffentlichung eine bedeutend längere Version des Films ausgestrahlt?

Die zweite DVD enthält die nicht weiter restaurierte Originalversion des Films aus dem Jahre 1970. Auch hier muss man sich fragen dürfen: Warum wurde hier nicht remastert, wo das doch ansonsten bei jedem Studio-Outtake Presleys über die Maßen betont wird? Und warum erscheint auch diese Originalversion auf DVD und nicht entsprechend auf Bluray, wie ab 12. August 2014 in den USA in einem Doppelpack mit der "Special Edition"? Ist das die Vorstellung der Macher von "DeLuxe"?

Fazit: Für den Fan gibt es hier, abgesehen von ein paar neuen / größeren / bunteren Bildchen in einem zweifelsohne umfangreichen und aufwändig gestalteten Booklet, nichts bzw. nur wenig Neues. Insofern gilt hier: Schön, aber überflüssig und dafür vor allem deutlich zu teuer. Presley-Interessierten sei die zeitgleich erschienene Legacy Edition des Albums ans Herz gelegt sowie die Doppel-DVD von TTWII, die beide Filme zu weniger als 5% des Preises {Nachtrag: Inzwischen leider wohlweislich um mehr als 100% erhöht) dieser DeLuxe Edition enthält.
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 8, 2014 5:00 PM MEST


HP Pavilion 23xi 58,4 cm (23 Zoll) LED-Monitor (VGA, DVI, HDMI, 7ms Reaktionszeit) schwarz/silber
HP Pavilion 23xi 58,4 cm (23 Zoll) LED-Monitor (VGA, DVI, HDMI, 7ms Reaktionszeit) schwarz/silber

4 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mac-Benutzer: Finger weg!, 22. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fast durchweg positive Rezensionen haben mich bewogen,dieses Gerät für meinen Vater zu bestellen, der es an einem Mac Mini betreiben möchte.

Gestern habe ich zum ersten mal im Einsatz gesehen und war schockiert über die miserable Bildqualität. Kopfschmerzen nach 10 Minuten. Verwischtes, unscharfes Bild, verpixelte Schriften. Von der Verarbeitungsqualiät dieses Plastikbombers einmal ganz zu schweigen. Hier mutet alles billig an. Treiber für Mac OS auf der HP-Seite? Fehlanzeige.

Schwerste Enttäuschung, seit ich vor 30 Jahren mit einem HP-41C zum HP-Fan wurde. Ich vergebe nicht oft einen Stern. Hier macht alles andere allerdings keinen Sinn.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2014 11:38 AM MEST


Elvis Recorded Live on Stage in Memphis (Legacy Edition)
Elvis Recorded Live on Stage in Memphis (Legacy Edition)
Preis: EUR 8,97

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterbewertetes Live-Album erlebt Wiedergeburt als Presleys möglicherweise stärkstes, 5. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Neben "Greatest Hits"-Compilations ist die Wieder- oder Neuauflage (Neudeutsch: "Re-Issue") eines Albums für eine Plattenfirma DIE Möglichkeit, finanziell auch noch das Letzte aus ihrem Künstler herauszuholen. Erst recht, wenn dieser Künstler, sei es aus künstlerischen oder medizinischen Gründen (hier in erster Linie wegen Ablebens), nicht mehr in der Lage ist, neues Material zu liefern. Elvis Presley dürfte auch in dieser Kategorie der so einigermaßen unangefochtene "King" sein.

Bereits zu Lebzeiten war es Usus seiner Plattenfirma und seines stets nach einem schnellen Dollar Ausschau haltenden Managers, "Colonel" Tom Parker, auch noch das allerletzte Überbleibsel zu verwursten. Und wieder zu verwursten... Im selben Jahr wie "Recorded in Memphis" brachte Parker eine der größten Kuriositäten der Rockgeschichte heraus: Ein Livealbum ganz ohne Musik. Stattdessen enthielt es Ansagen und Monologe, die Elvis zwischen zwei Songs zum Besten gab. Titel dieser Absurdität: "Having Fun with Elvis On Stage".

Da mutet es im Nachhinein regelrecht kühn an, dass man sich bei Elvis' immerhin fünftem Live-Album innerhalb von sechs Jahren (1969: In Person, 1970: On Stage, 1972: As Recorded at Madison Square Garden, 1973: Aloha From Hawaii via Satellite - und eigentlich müsste man sein legendäres NBC TV-Special von 1968 auch noch dazu zählen) dazu entschloss, so etwas wie "Klasse statt Masse" zu bieten und den Käuferinnen und Käufern nicht zum dritten oder vierten Male dieselben Songs vorzusetzen. Die Tatsache, dass beim Original-Album Songs ausgelassen wurden, war also keine böse Absicht - sondern gute Absicht.

Und so waren immerhin acht von 14 Titeln, also deutlich mehr als die Hälfte, völlig neu. Zählt man das "Rock 'n' Roll-Medley" sowie "I Can't Stop Loving You", das hier mit "Blueberry Hill" kombiniert wird, hinzu, sind es sogar zehn neue Titel. Mit früheren Veröffentlichung überschneiden sich lediglich der Eröffnungstitel "See See Rider", "Love Me", "An American Trilogy" sowie das obligatorische "Can't Help Falling in Love". Insgesamt verkraftbar.

Dafür liefert Elvis bei dieser Gelegenheit teils exzellente Live-Lesarten seiner frühen Hits, von "I Got a Woman", "Trying to Get to You" über das vielfach vernachlässigte "My Baby Left Me" bis hin zu "Lawdy, Miss Clawdy". Die letzteren zwei alleine sind fast den Preis des Albums wert.

Auf der anderen Seite bietet Elvis neues Material in Gestalt von Olivia Newton-Johns "Let Me Be There" (inklusive Zugabe), seiner eigenen Aufnahme von "Help Me" sowie "Why Me Lord" und einer Grammy-prämierten Version von "How Great Thou Art", Titelsong seines zweiten Gospelalbums aus dem Jahre 1967.

Bei all dem präsentiert sich Elvis nach 13 Jahren Abwesenheit aus seiner Heimatstadt in ausgesprochener Spiellaune. Gesanglich wie auch die königliche Stimmung betreffend zeigt er sich in bedeutend besserer Verfassung als bei seinen zwei Über- bzw. Mega-Veranstaltung im New Yorker Madison Square Garden (1972) und auf Hawaii im Jahr zuvor.

Es ist genau das, was heute rechtfertigt, was damals noch unangebracht gewesen wäre: Das komplette Konzert zu präsentieren. Damals hätten weitere Versionen von "All Shook Up", "Teddy Bear" / "Don't Be Cruel", "Love Me Tender" und "Suspicious Minds" das Album nicht wirklich hörenswerter gemacht. Heute unterstreicht die Tatsache, dass es das komplette Konzert zu hören gibt, die ausgezeichnete Performance von Elvis und seiner erstklassigen Band einmal mehr. Dieses Konzert kann man sich tatsächlich in seiner kompletten Länge anhören.

Der ausgezeichnete Re-Mix trägt ebenso dazu bei wie das behutsame Mastering, bei dem bei der auf dem Sammlerlabel Follow That Dream Records (FTD) vor einigen Jahren erschienenen Version dieses Konzerts noch ein erhebliche Schindluder betrieben und geschlampt wurde. Die Überlegung, das Konzert aus Richmond zwei Tage zuvor, die gewissermaßen Generalprobe für diese Aufnahme hier (Unterschied: es fehlen die Grammy-Performance von "How Great Thou Art", "Blueberry Hill" als Teil des Medleys mit "I Can't Stop Loving You" sowie "My Baby Left Me" und "Lawdy, Miss Clawdy" - also ziemlich genau die Songs, die das Memphis-Konzert so besonders machen), als Bonus mitzuliefern, ist ausgesprochen gelungen. Man wird es, schon aufgrund seiner tontechnischen Qualität, kaum häufiger hören, als das Memphis-Konzert. Aber das ist nun einmal das Wesen von "Bonus". Es ist eine Zugabe - und hier passt sie.

Am Ende der Bandvorstellungen bedankt sich Elvis - nicht zuletzt, weil es die letzte Station der aktuellen Tour ist - persönlich bei einigen Beteiligten, darunter den Toningenieur-Legenden Bill Porter und Bruce Jackson sowie Promoter-Urgestein Jerry Weintraub. Ganz zuletzt allerdings steht, in einer ebenso bemerkenswerten wie leicht anrührenden Geste, jemand anders auf dem Plan: "Especially to you people who make this all possible!" Am Ende (oder am Anfang - wie man möchte) zählte für Elvis Presley immer in erster Linie sein Publikum. Erst recht und vermutlich ganz besonders in seiner Heimatstadt Memphis, in der für ihn alles begann.

In dieser Aufmachung, zumal zu dem unschlagbaren Preis, ist diese Legacy Edition ein echtes Geschenk an und für seine Fans. Auch 40 Jahre später. Weniger als die volle Punktzahl zu vergeben, wäre hier unangemessen. Würde mich ein Elvis-Neuling fragen, welches Konzert dieses einzig- und großartigen Jahrhundert-Talents er oder sie sich anhören sollte, es wäre zweifelsohne dieses.


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Preis: EUR 54,18

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Auch dieses Produkt ändert nichts daran: "Wer billig kauft, kauft zweimal", 24. November 2013
Für Deutsche ist der Preis DAS Kaufargument schlechthin. In anderen Ländern ist das anders. Da achtet man auf die Qualität und Design, ob einem der Mensch passt, mit dem man Geschäfte macht, ob es ein schönes Einkaufserlebnis gibt und so weiter... In Deutschland gilt: Je billiger, desto "kaufiesch!!". Wir persönlich handhaben es etwas anders und hätten dieses Gerät ganz sicher nicht gekauft, aber es wurde uns geschenkt. Vom Schwiegervater. Deutscher Asket. Schönheit ist egal, praktisch muss es sein. "Das ist aber praktisch!" ist einer meiner absoluten Lieblingssprüche, knapp hinter "Das ist eine ganz tüchtige Frau." Schwamm drüber!

Letztes Jahr geschenkt bekommen, ein Jahr geärgert über schwaches Drehmoment, miserablen Akku, miese Verarbeitung, und auf den Tag genau ein Jahr später durch etwas Vernünftiges von Metabo ersetzt. Bei Reifen, Motorenöl und eben auch Werkzeug gilt: Gar nicht erst versuchen zu sparen.

Fazit: Frau glücklich, ich auch, Geburtstag gerettet. Umzug kann kommen. Sprichwort bestätigt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2014 5:13 PM MEST


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