Profil für powerflo > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von powerflo
Top-Rezensenten Rang: 177.231
Hilfreiche Bewertungen: 266

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
powerflo "powerreader2" (Köln)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
pixel
Der Alchimist
Der Alchimist
von Paulo Coelho
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen mittelmäßig geklaut..., 25. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Alchimist (Gebundene Ausgabe)
Ich habe gerade von Hesse "Siddharta" gelesen und merkte bei der Lektüre die ganze Zeit, daß mir einiges schon bekannt vorkommt und jetzt weiss ich endlich den Grund dafür, nämlich daß der gute Herr Coelho dreist beim seligen Hermann Hesse geklaut hat. Schade, daß ich nicht "Siddharta" zuerst gelesen habe, denn dann hätte ich mir den Alchimisten auch gut sparen können. Während Coelho Schmalspur-Erkenntnisse mit esoterischem Geschwurbel verbindet, findet man bei Hesse Gedanken, die einen wirklich weiterbringen. Den Brasilianer kann man höchstens aus dem Grund vorziehen, daß er sich leichter runterlesen lässt, aber wer etwas Gespür für eine gute anspruchsvolle Sprache hat, der sollte "richtige" Literatur vorziehen.

Die Korrekturen
Die Korrekturen
von Jonathan Franzen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal ein berechtigter Hype, 11. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Korrekturen (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt dieses grandiosen Romans haben meine Vorgänger ja nun schon genug geschrieben, weshalb ich mich jetzt nur mit der Wertung beschäftigen möchte.
Als ich gesehen habe, daß noch nicht mal ein Durchschnittswert von glatten vier Sternen erreicht wurde, sah ich es aufgrund meiner Begeisterung als Pflicht an, diesen Wert mit meiner Kritik nach oben zu korrigieren (wie es die "Korrekturen" halt verdienen!)
Das einzige Problem, welches der Leser/-in mit diesem Titel haben kann, ist wohl, daß er/sie einen leicht zu verschlingenden Familien-Schmöker wie Allende oder Irving erwartet und dann die Geduld verliert, denn das Buch hat zwar etliche blendend unterhaltende und spannende Stellen, aber halt auch Momente, wo einfach die reine Lust an der Sprache entscheidend ist und eine gewisse literarische Vorkenntnis Grundbedingung ist, um den Wert des Werkes voll erfassen zu können. Dieses Buch nur schnell verschlingen zu wollen, ist der größte Fehler, den man machen kann, denn die teils schlichtweg brillianten Sätze, muss man mit Muße und auch am besten mehrmals hintereinander lesen. Fazit: Ein Genuß!

Zwölf: Roman
Zwölf: Roman
von Nick McDonell
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Respekt!, 17. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Zwölf: Roman (Taschenbuch)
Jeder interessierte Leser sollte sich von den bisherigen teils hanebüchen schlechten Urteilen nicht abschrecken lassen, denn meiner Meinung nach ist dieser Titel für ein Erstlingswerk mehr als gelungen.
Klar, die Sprache ist einfach gehalten, die Kapitel sind sehr kurz, eigentlich ist das Buch eine Ansammlung von Kurzgeschichten, aber wie gelungen sich das Ganze zusammenfügt, ist beeindruckend und man lernt die beschriebenen Personen sehr transparent kennen und das, obwohl manchen nur wenige Zeilen gewidmet werden.

Wem "Unter Null" von B.E.Ellis gefiehl, wird von diesem Buch begeistert sein.

Respekt!!!



Lisas Atem
Lisas Atem
von Karel G. van Loon
  Gebundene Ausgabe

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der nächste hervorragende Holländer, 10. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Lisas Atem (Gebundene Ausgabe)
Eine junge Frau verschwindet unter seltsamen Umständen und Ihr Freund versucht sie zu finden bzw. festzustellen, was damals wirklich geschah.
Was sich wie ein Krimi anhört, entwickelt sich bald zu einem faszinierenden Geflecht aus Liebe, gesellschaftlichen und familiären Abgründen und nur bedingt erwiderter Leidenschaft.
Mit seinem zweiten auf deutsch erschienenen Werk ist dem Niederländer Loon ein ganz großer Wurf gelungen. Wer ein leicht konsumierbares Spannungswerk erwartet, sollte allerdings vorsichtig sein, denn der Autor versteht es vortrefflich, den Leser auf falsche Fährten zu locken und setzt ein gewisses literarisches Gespür voraus, da die Handlung nicht linear erzählt wird, sondern sich aus Bruchstücken verschiedener Zeitpunkte zusammensetzt. Ein faszinierendes und nicht zuletzt sehr erotisches Meisterwerk, welches sich nicht vor Maarten t'Hart und schon gar nicht Harry Mulísch zu verstecken braucht!

Replay: Roman
Replay: Roman
von Jonathan Coe
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr Spaß kann ein Buch nicht machen, 10. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Replay: Roman (Taschenbuch)
Jonathan Coe gehört zu den wenigen Schriftstellern, den man in keine Stil-Schublade stecken kann. Seine Bücher sind leicht zu lesen, aber dennoch anspruchsvoll, sehr spannend, aber keine normalen Krimis und überraschen einen immer wieder. In "Replay" schickt er seine sympatische Hauptfigur in ein Labyrinth aus Mord, Musik, Drogen und verschmähter Liebe, die jeden Freund der Filme von Alfred Hitchcock sowie von Unterhaltungsliteratur mit Tiefgang begeistern wird. Die lockere Stil der Liebesgeschichte hat mich dabei etwas an Nick Hornby erinnert. Ansonsten kommen Leser voll auf ihre Kosten, denen Autoren wie Jason Starr oder Haruki Murakami gefallen. Super!!!

Die vierte Hand
Die vierte Hand
von John Irving
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht wirklich gelungen, 4. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Hand (Gebundene Ausgabe)
Bei dem neuen Irving verwundert ersteinmal die Länge des Buches, denn etwas mehr als 400 Seiten sind für dessen Verhältnisse lachhaft kurz. Umso verwunderlicher ist, dass "Die vierte Hand" wesentlich mehr Längen aufweist, als zum Beispiel der Vorgänger "Witwe für ein Jahr". Zwar beinhaltet das Buch fast alle Irving-typischen Merkmale, aber irgendwie wirkt alles nicht so zwingend und bewegend wie gewohnt und die Tasache, dass der Protagonist zweimal dazu herhalten muss, um einer alleinstehenden Frau ein Kind zu zeugen, ist wenig glaubhaft noch besonders originell, ganz zu schweigen von der pupertären Kaugummi-Sexszene, welche einen auf dauer eher anödet als amüsiert oder etwa gar anregt. Trotzdem unterhält auch ein schwacher Irving immer noch mehr, als die meisten anderen Autoren.

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6