Profil für Thomas Vilter > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Thomas Vilter
Top-Rezensenten Rang: 312.888
Hilfreiche Bewertungen: 40

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Thomas Vilter (norderstedt)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Craving
Craving
Preis: EUR 11,99

4.0 von 5 Sternen Starkes Debüt, 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Craving (Audio CD)
Dieses Review ist ebenfalls nachzulesen auf metalglory.de, für die ich auch schreibe.
Die niedersächsischen Metaller Craving haben sich, nach ihrem 2006er Demo und der „Revenge EP“ 2008, mit Apostasy Records, einem Label aus der Nachbarschaft, zusammen getan und veröffentlichen nun ihr selbstbetiteltes Debüt Album. Nicht nur Label-technisch hat sich bei den Oldenburgern was getan, auch das Besetzungs-Karussell hat sich gedreht, und so sind mit Thorsten Flecken(Gitarre) und Eugen Deutsch(Bass) zwei neue Mannen an Bord. …nun, was hat sich noch geändert?
Zu hören gibt es, wie schon auf der „Revenge EP“, eine Mixtur aus Black/Death und Thrash mit einer Spur Humpa Metal á la Korpiklaani und Co. Soweit also wie gehabt.
Die Truppe um Sänger und Gitarrist Ivan vermeidet dabei allerdings; einfach eine längere Kopie der EP einzuspielen, auch wenn sich vor allem die Songs mit dem „Humpa“ Einschlag ziemlich mit den beiden vorhandenen Stücken der EP ähneln. In der Rhythmus Abteilung und auch beim Riffing im Allgemeinen ist man etwas filigraner und ausgereifter geworden, was vor allem bei den kleinen Solis auffällt. Der Black Metal-Anteil der Songs geht vor allem auf das Konto von Drums und Vocals. Das Drumming ist oft Genre-typisch kalt und „polternd“ und die Vocals kommen meist gekeift daher, gehen aber ab und an auch mal in den „Keller“ und kommen mit Death Grunz und sehr kehlig rüber. Was mir auffällt sind in einigen Songs die Gitarren, welche in die Richtung von Rock ‘N‘ Rolf's Running Wild gehen. Ganz besonders beim Opener „Lord Of The Flames“ kamen mir die Altmeister des Piraten Metals in den Sinn. Aber auch in anderen Stücken kommt der Gedanke immer wieder mal auf. Mit „By The Blowing Wind“ gibt es ein Stück mit Pagan-Einschlag. Eine richtig rasende Nummer, welche auf Grund ihrer kurzen Spielzeit zielgerichtet ins Schwarze trifft. Am besten gefällt mir das Ganze aber, wenn die Jungs etwas wuchtiger daher kommen. Wie z.B. In „The Nameless“, das Stück beginnt mit einem etwas schleppenden Part und entwickelt sich dann zu einem rasanten Black/Deather, der auch immer wieder ein wenig gefrickel aufweist und Abwechslung zu bieten hat. Auch „Into The Forest“ weiß zu gefallen, hier wird so ziemlich das Ganze Repertoire eingebaut. Hier gibt es den kleinen Humpa Einschlag, den Black und Death Metal Touch und auch die Piraten Metal ähnlichen Gitarren. Ein sehr kurzweiliges Stück. Sachen wie „Leopard“ oder das von der EP bekannte „Revenge“ versprühen hingegen komplett dieses Korpiklaani Flair. Mit „Einen Funken Abendrot“ hat man einen wilden, fast reinen Black Metaller am Start; mit schneidenden Gitarrenläufen und Blastbeats und einen feinen Soli gegen Ende. Ab und an wird das Gaspedal mal leicht gelupft; allerdings nur um sofort wieder raufzutreten. Die Lyrics hat hier übrigens niemand geringeres als Ex Equilibrium Sänger Helge Stang beigesteuert, ebenso beim Album-abschließenden „Lug und Litanai“. Die Texte gibt man in deutscher, englischer und russischer Sprache(Ivan ist gebürtiger Russe) zum Besten! Das russische hat was, wie ich finde.
Die Produktion ist ziemlich gut ausgefallen, könnte an einigen Stellen etwas fetter sein, passt aber im Großen und Ganzen. Der Mix, welcher von Sebastian „Seeb“ Levermann(Fronter von Orden Ogan) vorgenommen wurde, ist auch sehr stimmig, auch wenn das Becken an der einen oder anderen Stelle etwas auffällig ist.

Fazit: Craving haben ihre auf der Revenge EP angedeutete Marschrichtung fortgesetzt und weiter verfeinert. An der Eigenständigkeit könnten die Jungs noch etwas feilen, es gibt noch vieles was zu sehr an andere Bands erinnert. Allerdings gibt es auch Songs in denen bewiesen wird dass man der Musik den eigenen Stempel aufdrücken kann. Mit „Craving“ haben die Oldenburger ein vielschichtiges Album am Start; auf dem Abwechslung großgeschrieben wird. Die Mischung der verschiedenen Stile macht es schwierig die Truppe in eine bestimmte Schublade zu stecken, was dem Gesamtbild der Musik zugutekommt.


At Dawn
At Dawn
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Black 'n' Death - Thrash - Power Metal Album mit epischem Flair, 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: At Dawn (Audio CD)
Ich scheibe für das Online Magazin Metalglory, auf dessen Portal das Review ebenfalls veröffentlicht ist.
Anfänglich mit einer Mischung aus Black, Death Metal mit Thrash Anleihen gestartet, haben sich die Jungs weiterentwickelt und mit ihrem selbstbetiteltem Debüt, und Label im Rücken, ihren Stil verfeinert und neben einer gehörigen Portion Power Metal auch eine Hauch Humpa respektive Folk mit eingestreut.
Nun steht dieser Tage der Zweitling "At Dawn" in den Regalen und muss unter Beweis stellen ob es mit dem Debüt(welches von den meisten Fans und Journalisten ziemlich gut eingestuft wurde) mithalten kann, denn mit eineinhalb Jahren zwischen den beiden Releases hat man sich nicht gerade viel Zeit gelassen.
Was direkt beim ersten Durchgang auffiel; die Anleihen bei Rock 'n Rolfs Running Wild(welche zufällig sind, wie mir Ivan[Gesang/Gitarre] versichert) sind verschwunden und die eigene Note ist größer geworden. Sicher kann man immer Vergleiche bei einer Band ziehen, die ihren Sound aus den verschiedensten Genres bildet. Vor allem im Skandinavischem Raum gibt es da einige. Aber wenn man sich die Veröffentlichungen Craving's genau anhört, kann man ihre Trademarks schon erkennen. So auch auf "At Dawn"
Das Album besticht mit viel Abwechslung, die auf den ersten Blick gar nicht so groß scheint, da doch die Songs aller in die gleiche Kerbe schlagen. Aber wie so oft trügt der Schein und "At Dawn" entwickelt sich zu einem wahren "Hin und Her". Immer wieder gibt es da ein Break und dort ein Tempowechsel, an andere Stelle wird dann mit der Stimme variiert, die mal mit fiesen Growls aufwartet und dann wieder klar und melodisch daherkommt.
Schon der Opener "Milk", welcher direkt ins Gesicht springt und dir mit Blastbeats und Messerscharfen Riffs die Haut förmlich vom Leib zieht, wartet mit typischen Breaks und Tempowechsel á la Craving auf. Eine variable Nummer die neben dem Death Metallischen Charakter auch viel Melodie aufweist und mit dem Klargesang im hinteren Teil für eine "lockere" Stimmung sorgt. Ein Power Metal lastiger Song wie "Schwarze Flügel" besticht ebenfalls mit Abwechslung und hat stellenweise fast schon symphonischen Black Metal Charkter. Hier ist am Mikrofon Agalaz von Obscurity zu hören, die klaren Vocals gibt es von Ivan. Die Oldenburgen haben auf "At Dawn" allerdings nicht nur Unterstützung vom Obscurity Sänger, sondern auch vom ex. - Savatage Gitarrist Chris Caffery, der ein feines Solo im starken, sehr melodischen "Targaryen Wrath" beisteuert, Predator's Niels Löffler mit einem Gitarrensolo in "In Die Nacht Hinein" und am Ende von "Dance With The Wind" gibt es noch Andreas Müller von den Bremer Power Metallern Dystopolis zu hören. Eine starke Nummer ist das Album abschließende "Hellraiser". Wie auch die anderen Nummern besticht hier die Variabilität. Der leichte Doom Touch, welcher hier vorhanden ist, steht dem Song dabei sehr gut. Auch hier gibt es wieder feine Leads und im hinteren Teil klare Vocals. Ich mag eigentlich keinen Song wirklich hervorheben da sie alle auf ähnlich hohem Niveau agieren, aber "Hellraiser" ist wohl der markanteste. Lyrisch gibt man sich auch diesmal wieder Dreisprachig, Deutsch, englisch und Russisch. Die Produktion ist richtig fett und gibt dem Ganzen eine dunkle, aber nicht zu finstere Note. Der Mix hingegen hätte etwas besser ausfallen können, an manchen Stellen überlagern sich die Instrumente etwas zu sehr und auch der Gesang kommt mir an der ein oder anderen Stelle etwas zu kurz. Aber im Großen und Ganzen ist auch das in Ordnung.

Fazit: Mit "At Dawn" beweisen Craving ein gutes Gespür fürs Songwriting, haben einen weiteren Schritt nach vorn gemacht, den guten Eindruck des Debüts bestätigt und übertroffen. Variables Gitarrenspiel und markante Drums bilden das Grundgerüst der Songs und werden von feinen Leads, abwechslungsreichem Gesang und feiner Bass Note verfeinert. Beim ein oder anderen Chorus bekommt das Ganze noch zusätzlich einen epischen Touch. Ein abwechslungsreiches Black 'n' Death - Thrash - Power Metal Album mit epischem Flair welches jedem "weitsichtigem" Metaller ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern sollte. Hier kann es eigentlich nur heißen, kaufen Leute! Puristen Finger weg.


Vikuiti Blickschutzfolie HXG38TS Handheld passend für Simvalley Mobile SP-80 3G
Vikuiti Blickschutzfolie HXG38TS Handheld passend für Simvalley Mobile SP-80 3G
Wird angeboten von FairPrices
Preis: EUR 15,95

5.0 von 5 Sternen Hier bekommt man noch was für sein Geld! Preis gerechtfertigt!, 9. Februar 2012
Was soll ich groß sagen, hatte vorher für 10 Euro 3 Folien für mein Handy. Die erste löste sich nach nicht mal zwei Wochen vom Display.Die Zweite konnte man gar nicht erst ohne, gefühlte 10000, Blasen aufbringen. Was zur Folge hatte, sie direkt zu ensorgen, und die Dritte ging nach zwei Wochen über'n Jordan; total zerkratzt, trotz Handybag.

Die Vikuti Folie hingegen, lässt sich problemlos aufbringen(hat sogar eine Anfasshilfe). Man braucht nicht mal einen Spachtel, es reicht einfach ein weiches Tuch am Finger. Null Blasen und die winzigen am Rand gehen fast von allein weg. Der Blickschutz ist super, ohne dabei das Display für den Benutzer großartig zu verdunkeln. Die minimale Verdopplung der Schrift(wenn man nicht 100%ig von vorn drauf schaut)ist nicht störend und verhindert lediglich die Beurteilung Perfekt! Absolut zu empfehlen!


Dystopia
Dystopia
Preis: EUR 17,98

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 20. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Dystopia (Audio CD)
Iced Earth, spätestens seit ihrem '98er Album 'Something Wicked This Way Comes' die Power Metal Band US Amerikanischer Prägung schlechthin, stellt uns dieser Tage mit 'Dystopia' ihr erstes Album nach Matt Barlow's neuerlichem Abgang in die Regale. Die Fans hatten, nach dem mehr oder weniger geringen Erfolg der Platten mit dem 'Ripper', Bedenken wie es denn nun mit IE weitergeht. Viele fanden den Ripper halt nicht passend für Iced Earth(ohne ihm seine gesanglichen Fähigkeiten absprechen zu wollen) und wenn man dran denkt wie Matt's Gesang die Musik der Band geprägt hat, kann man das auch irgendwo nachvollziehen. Doch kommen wir zum Jetzt und Heute.

Jon Schaffer, Mastermind der Band, hat dieses Mal einen Kanadier Namens Stuart 'Stu' Block ins Boot geholt und einen wahren Glücksgriff getan. Stu, der auch bei den Kanadischen Progressive Deathern Into Eternity das Mikro inne hat, kommt dem Klangbild von Matt sehr, sehr nahe, ohne diesen kopieren zu wollen oder gar aufgesetzt zu wirken. Er beherrscht sowohl die dunklen tiefen Vocals(was angesichts seiner musikalischen Wurzeln logisch erscheint) ebenso wie die hohe Kopfstimme bzw. Screams. Sein Gesang kommt meist leicht angeraut und sehr kraftvoll zu tragen. Dies gepaart mit dem markanten Schaffer typischen Songwriting ergibt ein Album wie es Iced Earth Fans lieben werden. Das präzise Riffgewitter, welches man auf den letzten Alben zwar auch hatte, und ohne das ein IE Album gar nicht vorstellbar ist, ist wieder spürbar druckvoller und präsenter. Ein klasse Riff reiht sich ans andere und die Basslinien machen die Musik noch dunkler als sie ohnehin schon ist. Die Drums sind präzise und treiben die Songs zusätzlich nach vorn. Schon gleich im Opener und Titeltrack 'Dystopia' kann man dies schön hören. Ein typischer IE Kracher, welcher nicht nur musikalisch an die 'Something Wicked'' Scheibe erinnert, sondern, genau wie das Album-abschließende 'Tragedy and Triumph', die Storyline dieser Scheibe weiterführt. Das zweite Stück 'Anthem' ist ein schleppender Midtempo Kracher mit einem überzeugenden Stu am Mikro, einem geilen Solipart und großartigem Chorus. Dieser Song ist richtig fett und überzeugt in jeder Sekunde. Der am meisten nach vorn preschende Kracher auf dem Album ist 'Boiling Point'! Der Song reißt einen sofort mit, drückt dich gegen die Wand und dort bleibst du dann kleben bis dich das leicht melancholische 'Anguish Of Youth' wieder entspannen lässt. Über das ganze Album gibt es ein auf und ab zwischen schnellen treibenden Songs und tragenden Midtempo Nummern. Mit 'End Of Innocence' hat man eine starke balladeske Nummer. Und auch dies setzen Jon und Co in perfekter IE Manier um. Das schnelle und treibende 'Days Of Rage' erinnert ein bisschen an 'Disciples Of The Lie' vom 'Something'' Album. Es ist egal welchen Song man herauspickt, jeder Song hat Klasse und wird live wunderbar funktionieren.

Fazit: Mit 'Dystopia' ist Iced Earth das beste Album seit ihrem Meisterwerk 'Something Wicked This Way Comes' gelungen. Die Platte weist alle Band typischen Trademarks, wie die druckvollen Rhythmusgitarren, präzise markante Drums(wie man es von Brent Smedley gewohnt ist) und nicht zuletzt ausdruckstarken, kraftvollen Gesang auf und überzeugt auf ganzer Linie. Die druckvolle Produktion und der Mix sind auf oberstem Level und verleihen dem Album einen klasse Sound, der vielleicht noch einen Tick dunkler hätte ausfallen können. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Mit Stu am Mikrofon, bin ich mir sicher, wird jeder Iced Earth Fan mehr als zufrieden sein und ihm, und nicht zuletzt der Band, bei der anstehenden Tour eine tiefe Verneigung zukommen lassen.
Der nächste Meilenstein in der Iced Earth History, welcher das Zeug zum Klassiker hat!!!
Mein Album des Jahres!!! 10/10 Punkte


Rostrot (Ltd.Din A5 Digipak)
Rostrot (Ltd.Din A5 Digipak)
Preis: EUR 34,75

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album seit WW, 19. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Rostrot (Ltd.Din A5 Digipak) (Audio CD)
Nach dem letztjährigen Album 'Schlangensonne' und dem Ausflug nach 'Marienbad' steht nun mit 'Rostrot' das bereits 9. Studio Album der Thüringer Meister des Makaberen in den Regalen. Bei der Eröffnung des Albums mit 'Erlösung', einem von Klavier untermaltem und mit Sprechgesang versehenem Intro, merkt man das 'Marienbad' kleine aber feine Spuren hinterlassen hat. Wer jetzt aber gedacht hat das 'Rostrot' ein zweites 'Marienbad' wird, sieht sich beim zweiten Lied, welches direkt aus 'Erlösung' übergeht getäuscht. Hier gibt es bereits das erste Mal voll auf die Zwölf. 'Schakal ' Ode an die Streubombe' wartet mit treibenden Gitarren und schnellem, präzisem Schlagzeug-Spiel auf und hat neben einer Portion Old School auch eine Spur von 'symphonischem' Black Metal in sich. Diese Portion Old School findet man auf 'Rostrot' dann auch häufiger als auf den drei Vorgängeralben zusammen. Man höre sich nur 'Blutvater' oder 'Wechselbalg' an; 2 richtig fette, mehr Black als Dark Metal Lieder, die zu meinen Favoriten auf der Scheibe gehören. Sicher gibt es auch hier eine Spur modernen Sound aber die Marschrichtung geht eindeutig in 'voll auf die Fresse'. Wie auch schon bei 'Schakal'' geben hier treibende Gitarren und rasendes Schlagzeug den Ton an. Aber wer Eisregen kennt, weiß dass es auch anders geht. So gibt es mit 'Madenreich'(eine Hommage an die 70er Jahre Horrorfilme) einen Rocker mit Klar-Gesang und Keyboard Untermalung, der schon einen gewissen Groove besitzt und Mitsing Charakter aufweist. Diesen Song gibt es bereits als Single Auskopplung auf der gleichnamigen 'Madenreich EP' und ebenso als Remix Version 'Madenreich-Live in Mogadischu-Somalia 2013"; auf der EP wie auch als Bonustrack auf der Rostrot Vinyl Version und dem A5 Digi. Der Madenreich Remix ist etwas 'fieser und härter' als das Original und gefällt mir persönlich besser; wegen dem abwechselnden Gesang zwischen klar und krächzend. Bei Songs wie 'Ich sah den Teufel' oder 'Bewegliche Ziele', welche auch einen gewissen Grad an Doom aufzuweisen haben, sind dann wieder die 'Marienbad' Spuren zu erkennen. Diese stehen den Eisregen Liedern aber gut zu Gesicht und steuern so ihren Beitrag zu Abwechslung bei. Mit 'Kathi das Kuchenschwein' hat man auch wieder eine Nummer am Start, welche in bester 'Kai aus der Kiste' Manier daher kommt und für den Spaßfaktor sorgt(mitsingen Pflicht!). Mit 'Fahles Ross' und dem Titelgeber fürs Album 'Rostrot' stehen zum Abschluss des Albums nochmal zwei Höhepunkte. Für meinen Geschmack die variabelsten Nummern der Scheibe. Sehr gut gefällt hier die Art und Weise wie sich die Songs von einer getragenen Atmosphäre in druckvolle, harte und mit der entsprechenden Aggressivität(ohne dabei auszuarten) versehene Lieder entwickeln.
Auf textlicher Seite nimmt man wie gewohnt kein Blatt vor den Mund. Auch wenn man nicht mehr so direkt ist wie früher, da ja gewisse Leute gern etwas näher bei den Thüringern hinschauen, sind die Aussagen nicht weniger deutlich; kommen halt nur mit 'Schlips und Kragen' daher.
Produktionstechnisch gibt es kaum was auszusetzen. Zu dem ein oder anderen Lied hätte eine etwas 'erdigere', weniger saubere Produktion besser gepasst. Für das ganze Album gesehen ist das Ergebnis aber sehr gut geworden. Die Gestaltung des Albums ist sehr schön und passend zur Musik geworden. Wobei dies natürlich am besten bei dem A5 Digi und der LP Version zu tragen kommt.

Fazit: Eisregen haben mit 'Rostrot' ein Album fertig gestellt welches ihre letzten drei Scheiben übertrumpft und in ihrer Diskografie auch direkt hinter W**dw***er stehen könnte. Sie haben es geschafft, das Beste aus frühen und aus neueren Eisregen zusammen mit einer Prise von 'Marienbad' und einer Portion Old School á la 'Panzerkreutz' zu vereinen. Dieses Album mit dem Nächsten wieder zu toppen wird schwer! 9/10 Punkte

Auch die Madenreich EP möchte ich dem geneigten Hörer ans Herz legen, befindet sich darauf doch mit 'Ich Zombie'(ebenso wie Madenreich an die 70er Horrorfilme angelehnt) eine Nummer die zu den besten Eisregen Liedern zu zählen ist und es nicht auf dem Album gibt.

Anspieltipp: Madenreich, Blutvater, Wechselbalg, Fahles Ross, Rostrot, und für den Spaßfaktor Kathi das Kuchenschwein


Pain,Love & Poetry (+Bonustr
Pain,Love & Poetry (+Bonustr

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Davon wollen die Fans mehr, 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Pain,Love & Poetry (+Bonustr (Audio CD)
Mono Inc. geben uns auf ihrem dritten Album 'Pain, Love & Poetry' eine wunderbare Mischung aus Goth-Rock und Synthie-Pop, gepaart mit einigen Elektronischen Elementen und ziemlich eingängigen Melodien. Schon der 1. Track 'This Is The Day' ist ein eingängiger und tanzbarer Clubsong der das Zeug zum Hit hat. Oder das schon als Single Ausgekoppelte 'Teach Me to Love', für den man sich die Ex-Xandria Sängerin Lisa Middelhauve mit an Bord geholt hat, hat definitiv Hit Charakter. Anders als noch auf dem Vorgänger 'Temple Of The Thorn' ist PL&P aber etwas ruhiger gehalten, was dem Hörgenuss aber keinen Abbruch tut. Auf dem Album gibt es keinen einzigen Ausfall und es gehört zum Besten was ich seit geraumer Zeit aus dieser Sparte gehört habe. Die Truppe versteht es gekonnt ihre Musik und den Emotionsgeladenen Gesang von Martin unter einen Hut zu bringen ohne die eine oder andere Seite zu bevorzugen. Um Stylechtheit und Klischees kümmern sich die Vier dabei überhaupt nicht und lassen sogar den ein oder anderen Hauch von Rammstein(Gitarrenarbeit) in ihren Songs zu. Die weiblichen Vocals harmonieren sehr gut mit Martins Gesang und verleihen den Songs wie z.B. bei 'Get Some Sleep' das gewisse Etwas. Allerdings belassen es Mono Inc. nicht dabei einfach 'nur' eingängige Songs abzuliefern sondern können auch wunderschön ruhige und, ich würde fast sagen nachdenkliche, Balladen abzuliefern. 'Life Hates You' ist so ein Stück, hier zeigt sich die Gefühlvolle Seite der Musiker, beim Gesang wie auch in der Musikabteilung. Wunderschön!!! Hier Anspieltipps zu geben ist echt schwer, da sich das ganze Album auf einem sehr hohen Niveau befindet. Und trotz der Eingängig- und Tanzbarkeit der Songs umgibt das Ganze eine schön dunkle Aura.

Fazit: Eigentlich braucht man zu diesem Werk gar nicht viel zu schreiben, sondern einfach nur zu sagen kaufen, kaufen, kaufen. Alle die auf Goth-Rock stehen und Clubtaugliche, tanzbare Musik mögen und sich auch gern mal Abseits vom Metal wohl fühlen, sollten(nein müssen) hier zugreifen. Und der Band kann man nur gratulieren, zu so einem Super Album, davon wollen die Fans mehr.

...dieses Review ist auch, in etwas abgewandelter Form, auf metalglory.de und metalmasters.eu nachzulesen


Framing Armageddon (Something Wicked Part I)
Framing Armageddon (Something Wicked Part I)
Preis: EUR 11,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zurück Richtung "Somthing Wicked...", 25. September 2007
Ich habe mich lange auf das neue Werk aus dem Hause Schaffer und Co. gefreut und nun liegt es endlich vor mir. Ein schön aufgemachtes Digi, wie man es von Iced Earth gewohnt ist.
Die Scheibe, welche mit 19 Tracks bestückt ist und fast 70 min Spielzeit hat, zündet auf Anhieb und lässt keinen Zweifel daran das es sich hier um Musik aus der Feder Jon Schaffers (welcher fast ausschließlich für Musik und Lyrics verantwortlich zeichnet) handelt. Das Booklet ist natürlich mit allen Texten bestückt und hält alle Infos parat welche man braucht.
Der Gesang des Rippers (Tim Owens) macht sein übriges und auch wenn einige Fans Matthew Barlow(er ist übrigens von sich aus gegangen, Olaf, und wurde nicht gefeuert) nachtrauern (auch ich gehöre dazu), so muss man doch anerkennen das die Stimme von Tim genauso gut zu Iced Earth passt wie die von Matt(aber gut das ist Geschmackssache, wer die ersten Outputs der Band kennt, weiß aber auch das der erste Sänger,Gene Adams, in ähnlichen Tonlagen wie der "Ripper" gesungen hat). Auch wenn er zu Weilen etwas quäckig singt('Setian Massacre'). Auf dieser Scheibe kommt es mir auch so vor als würde er hier das ein oder andere mal die ein oder andere Oktave tiefer singen als noch auf "The Glorious Burden".
'Die Scheibe bietet Ami Power Metal vom Besten, mit allen Trademarks der Band, fette nach vorn treibende Gitarren, großartigen Chorus und jede Menge Breaks und Übergänge. Die ganze Scheibe ist wie aus einem Guss und man kann gar nicht anders als sie am Stück zu hören. Was man bei einem Konzept Album natürlich sowieso machen sollte, da ja kein Song wirklich für sich alleine steht. Das ganze Album erzeugt genau die Atmosphäre, welche es zu den Lyrics braucht und untermalt die Geschichte (es geht darum das die Setianer, welche die Erde bevölkern und von den Menschen, welche aus einer fernen Galaxie kommen, gemordet werden. Doch da die Setianer extrem Naturverbunden waren, rächt sich nun die Erde mit Naturkatastrophen) perfekt. Der Fantasie von Jon sind hier keine Grenzen gesetzt. Die ganze Geschichte könnt ihr in der September Ausgabe des Rock Hard lesen.
Ausfälle gibt es hier keine zu verzeichnen und nachdem das letzte Output von Iced Earth doch etwas schwächelte zeigen sich hier wieder die Stärken der Band. Selbst das ein oder andere kleine Soli ist hier vorhanden.

Anmerkung des Verfassers:
Diese Review von mir, als Metalglory Redakteur, könnt ihr im übrigen auch auf [...] in ähnlicher form nachlesen.


Anorectic
Anorectic
Preis: EUR 47,74

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht wie erwartet, 6. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Anorectic (Audio CD)
ich habe die scheibe nun endlich durch meinen player gejagt und bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht. nach der "SaD" scheibe habe ich nun gehofft das die neue scheibe genauso zündet und besser oder zumindest genauso gut wird. leider traf dies nicht zu. sicher ist das album nicht schlecht und es gibt von mir auch immer noch locker eine kaufempfehlung aber für meinen geschmack kommen die finnen hier nicht an den vorgänger herran. die songs sind im großen und ganzen etwas rockiger als auf der der "sweet and deceitful" aber bei weitem nicht mehr so eingängig. auch vermisse ich eine ballade a la "still alive" wie sie auf war of love von 2003 vertreten war, die stimme von Jonne Aaron passt so herrlich zu solchen stücken das es eigentlich seine pflicht wäre die fans damit zu beglücken. das album ist ein gutes rock album welches für jeden him fan zu empfehlen ist aber mehr auch nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2008 12:20 PM CET


Klagebilder
Klagebilder
Preis: EUR 18,07

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen exelent, 6. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Klagebilder (Audio CD)
ich mochte crematory eigentlich schon immer ganz gern und bin echt erfreut ein album von ihnen zu haben das komplet in deutsch ist. felix baut mit seinem gesang eine wunderbare stimmung auf welche ausgezeichnet zu den deutschen texten passt. für mich war crematory eh nie metal sondern eher dark music welche auf die gothic gemeinde zielte. aber was soll man sich an genres hochziehen. die musik sollte gefallen und nur das ist entscheidend. die songs auf "klagebilder" sind sehr eingängig und wissen durch harmonie zu überzeugen. die musik geht in perfekter symbiose mit felix's gesang einher und lässt den geneigten hörer keine wahl, er wird sich davon unweigerlich fesseln lassen. nachdem sich die truppe ja bereits verabschiedet hatte bin ich sehr froh das sie nun wieder das sind und hoffe das noch das ein oder andere album das licht(oder sollte ich besser sagen das dunkel) der welt erblicken wird.


The Toxic Touch
The Toxic Touch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen death metal album des jahres, 6. November 2006
Rezension bezieht sich auf: The Toxic Touch (Audio CD)
nachdem mir schon das 2004er werk "The Lair of the White Worm" gut gefallen hat musste ich "Toxic Touch" natürlich anschecken und war total von den socken. auf der scheibe bolzen die jungs nochmal um einiges besser als auf dem vorgänger und setzten damit ihre eigene messlatte um einiges höher. wenn man sich mal so richtig abreagieren möchte dann muss diese scheibe in den player und alles was nicht mehr zu gebrauchen ist in reichweite um es dem erdboden gleich zu machen. für mich das death metal album des jahres. absolut brutales drumming trifft auf fette gitarren und hyperagressiven gesang und bläst dich förmlich weg. dabei bekommt man wirklich einen toxischen touch und muss aufpassen das man nicht zu sehr vergiftet wird. hammer hammer hammer


Seite: 1 | 2