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T. Mousek "lemou" (MV)
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Pure Football - [Xbox 360]
Pure Football - [Xbox 360]
Wird angeboten von maxifreund2
Preis: EUR 16,93

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenig gewollt und kaum was gekonnt, 31. Mai 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pure Football - [Xbox 360] (Videospiel)
Was soll man dazu sagen bzw. schreiben, wenn man Pure Football einige Stunden gewidmet hat?
Es hat sich Leere breit gemacht, sie ist die Folge gähnender Langeweile, denn das Spiel bietet weder Action noch Dramatik. Das Intro verspricht Dinge, die das gesamte Spiel nicht halten kann.
Das wusste man wohl auch bei Ubisoft und hat das Spiel gleich mal preislich weit unten angesiedelt.

Wenn man zunächst den Werbetext liest, werden Erinnerungen an SEGA Soccer Slam wach, doch auch die FIFA
Street-Reihe passt in dieses Segment.
Pure Soccer will sich da nicht so recht einfügen. Es gibt kaum Tricks; Kopfbälle, Volleys und Fallrückzieher kann man auch in "richtigen" Fußballsimulationen sehen. Klar es gibt keinen Schiedsrichter, doch harte Fouls werden mit der Zeit (nach dem Auffüllen der Foul-Leiste) mit einen Elfmeter bestraft. Der Controller vibriert nahezu im Sekundentakt aufgrund mehrerer Rempeleien, auf dem Bildschirm flackert es ab und zu - doch das macht den Reiz eines spaßigen Kicks nicht aus.

Ich erwarte von solch einem Konzeptspiel schnelle Kombinationen, fiese Zweikämpfe, spektakuläre Aktionen (wie man sie bspw. von SEGA Soccer Slam kennt), eine Vielzahl an Kabinettstückchen à la FIFA Street, krachende Torschüsse, wagemutige Torhüter und ein paar nette Spielmodi.
Von all dem wird eigentlich nichts geboten.
Das Geschehen auf dem Platz ist sehr behäbig, den Ball kann man nicht frei zirkulieren lassen, sondern muss auf einen grünen Pfeil achten, der den nächsten freien Mitspieler anzeigt. Da geht der Ball dann hin.
Das Timing von Flanken sowie Schüssen, welche mittels eines einer Poweranzeige, wie man sie aus Golfspielen kennt, realisiert werden, ist zügig erlernt. Man hat sich jedoch an allem schnell satt gesehen. Hier ein kurzer Pass, da ein Übersteiger, Flanke, Schussanzeige im weißen Bereich (folglich Pure-Kunst-Super-Schuss), Rempler, Kopfball, Tor!
Sollte man sich doch mal in ein Elfmeterschiessen retten, wird auch hier wenig Abwechslung geboten. Man kann links, rechts oder mittig schießen. Das war's. Kein frecher Lupfer, kein Hammer unter die Latte, keine feinen Variationen der Schussrichtung.
Die Torhüter man über weite Strecken eine sehr unglückliche Figur, da sie oftmals in dem kleinen Tor falsch positioniert sind, zentrale Schüsse nicht erwischen und einfach vollkommen abzuschalten scheinen.
Das Ganze ist keineswegs unspielbar, jedoch läuft es, nein plätschert einfach bedeutungslos dahin.

Wer die DVD in die Konsole gelegt hat, darf zwischen Freundschaftsspiel, Kampagne und Onlinemodi wählen.
Es wird für gemeinsame Spielabende mit freunden an einer Konsole also keine Liga und kein Turnier angeboten.
In der Kampagne bastelt man sich auf die Schnelle einen eigenen Spieler zusammen, den man nur befriedigen individualisieren kann - viel gibt der Editor nicht her. Man startet dann die 28 Spieltage umfassende Mission mit einer Gurkentruppe, die man durch Erfüllen von Aufgaben während der einzelnen Auseinandersetzungen mit realen Nationalmannschaften à 5 Spielern verbessern kann. D.h. erziele ich im Spiel gegen Tschechien mit dem ersten Schuss ein Tor, darf ich von da an Jan Koller in mein Team aufnehmen. So kann man nach und nach die Teams um Spieler erleichtern und der eigenen Mannschaft zufügen. Das Prinzip ist nicht neu, aber gut.
Nach einer Reise durch die Plätze Europas, einer immer besser werdenen Starting-Five und dem zum Star aufsteigenden Mannschaftskapitän (Fähikeitspunkte erkauft man sich durch in Spielen erworbene Pure-Punkte) ist auch dieser Modus geschafft. Man gehört zu den Großen. Die Spielfigur darf dann hochgeladen und mit anderen Spielern getauscht werden.
Im Online-Modus kann man sein eigenes Team erstellen und mit anderen kooperativ spielen, dem Club damit zu virtuellem Ruhm verhelfen.

Der Soundtrack ist nicht beachtenswert, die Spieler rufen durch die Gegend, es Plokt! und scheppert.

Grafisch ist das Treiben auf dem Grün recht ansehnlich. Die Spieler sind gute Comic-Karikaturen ihrer realen Vorbilder, die Ausrüstung der Teams (außer Brasilien) ist lizensiert und verschmutzt durch häfiges Grätschen sogar etwas, die Spielorte sind schön bunt.

Leider bietet Ubisoft dem geneigten Spieler nur ca.20 Teams zur Kräftemessen an, zu denen u.a. Deutschland, England, Brasilien und Argentinien zählen - dazu gibt es dann noch drei All-Star-Teams aus alten Ikonen des Sports. Auch in diesem Punkt hält sich die Auswahl in Grenzen, doch wenigstens hat man es mit lizensierten Mannschaften zu tun.

Am Ende des Tages bleibt nur die Einsicht, dass Ubisoft doch lieber bei den Erfolgsformaten wie Assassins Creed, Prince of Persia oder Splinter Cell bleiben sollte. Der Ausflug Kick dem runden Leder ist aufgrund mäßiger Spielbarkeit und wenigen Mannschaften in noch weniger Spielmodi wirklich unbefriedigend.
Wer Fußball auf der Konsole mag, sollte lieber zu FIFA10/WM oder PES2010 greifen - selbst FIFA Street ist (leider) empfehlenswerter als Pure Soccer.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2010 7:41 PM MEST


Don King Boxing
Don King Boxing
Wird angeboten von Gameline GmbH
Preis: EUR 5,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tiefschlag - Punktabzug!, 24. März 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Don King Boxing (Videospiel)
Eigentlich ist dieses unausgereifte Spiel es gar nicht wert, viele Worte darüber zu verlieren.

Es ist unzweifelhaft nicht das beste Boxspiel, bietet dafür aber einen Karriere- bzw. Storymodus mit realen Filmsequenzen, in denen ehemalige Boxer, Promoter, Darsteller und natürlich der sich ewig selbst beweihräuchernde Don King auftreten - es ist ja auch sein Spiel.
Was so alles während der Karriere passiert, kann man bei anderen Rezensionen nachlesen.
Man sieht, dass wirklich Arbeit in diesen Modus gesteckt wurde, sich jemand kreativ austoben durfte.
Auch die Trainings-Mini-Spiele sind gelungen, weil sie Sinn machen und eine ganze Weile herausfordernd sind.

Im Fußball sagt man: "Wichtig ist auf dem Platz". Auf den Boxsport gemünzt heißt es dann wohl "Wichtig ist im Ring".
Und da liegt der Hase im Pfeffer. Anfangs will man sich noch irgendwie reinbeißen, sich durchkämpfen. Doch ab einem gewissen Punkt beißt man in den Controller.
Die Steuerung per Knopfdruck ist träge und ungenau, die Bewegungen wirken steif, es kommt stets zu Clippingfehlern, so dass schon mal Unterarme durch Köpfe fliegen. Die Kampfmechanik und -physik stimmt hinten und vorne nicht. Taktisches und/oder schnelles Boxen ist nur schwer möglich.
Die Konkurrenz bietet hier gerade im Ring mehr, liegt grafisch und atmosphärisch zudem ebenso weit vorn.
Die so genannten Kommentatoren unterbieten sogar die Sprecher anderer missratener Sportspiele um Längen, die ordentlichen Arenen sind mit einem müden Publikum besetzt. Der Ringrichter steht einem teilweise im Weg, wenn man wilden Schwingern ausweichen will, die eigene Entourage fällt durch nicht vorhandene Mimik und immer gleiche Sprüche auf, Schwellungen und Grafik sind insgesamt als nett umgesetzt zu bewerten.

Auch die lizensierten Boxer sind nicht die ganz großen Namen. Hier darf man mit Shannon Briggs, Samuel Peter, Chad Dawson usw. rumkloppen. Sicherlich sind die integrierten Sportler ernst zu nehmende Größen, können Titel vorweisen. Doch in Fight Night 4 wird schlichtweg mehr angeboten - der Editor ist besser als bei Don King Boxing, wo man nie seinen Lieblingkämpfer "nachbauen" kann. Wenigstens hat es Artur Abraham ins Aufgebot geschafft, was angesichts der mangelnden Softwarequalität im Endeffekt nicht wirklich schmeichelhaft für ihn ist.

Wer den Kauf von Don King Boxing in Erwägung zieht, sollte sich von den knapp 10€ lieber ein Springseil kaufen. Wenn jemand das Spiel geschenkt bekommt, sollte er es dem Schenkenden sofort um die Ohren hauen oder zumindest zur einer gepflegten Runde Schattenboxen herausfordern - das macht definitiv mehr Spaß.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 18, 2010 5:27 AM MEST


Assassin's Creed II
Assassin's Creed II
Wird angeboten von Catvertrieb
Preis: EUR 26,70

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Bürde des II. Teils, 24. November 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed II (Videospiel)
Wie aus so manchen Filmreihen bzw. Trilogien bekannt, hat der mittlere Teil es immer schwer. Er muss den roten Faden aufnehmen, die Spannung zumindest aufrecht erhalten, im besten Falle sogar steigern. Viele zweite Teile verkommen bei diesem Akt zum Lückenfüller - man will nicht zu viel verraten, sich das Beste für den Schluss aufbewahren, oftmals wird man am Ende mit einem fiesen Cliffhanger unbefriedigt im Regen stehen gelassen.

Schon vor Veröffentlich von AC2 musste man damit rechnen, dass Ubisofts neuer Assassinenstreich ebenfalls diesem Phänomen zum Opfer fällt. Wie viele der bisher guten und ausführlichen Rezensionen beschreiben, ist die Geschichte um Desmond Miles und seinen Vorfahren Ezio ein wirklich gutes Spiel geworden.

Kritikpunkte des ersten Teils wurden ausgemerzt, gerade das Missionsdesign ist nicht mehr so monoton, es gibt Tag- und Nachtwechsel, Gegner können entwaffnet werden usw.
Zudem gibt es neue Waffen, das Klettern wurde um einen Kniff erweitert, Ezio kann durch die Kanäle Venedigs schwimmen oder sich selbst ans Ruder der Gondeln begeben.
Die Kämpfe sind gewohnt hochwertig choreografiert, Waffen klirren oder krachen brachial; die Doppelklinge wird schnell zur neuen Lieblingswaffe.
Zudem kann man Söldner, Diebe oder Kurtisanen zur Unterstützung anheuern, um sich den Assassinenalltag zu erleichtern.

Die Städte sind eine Augenweide. Insbesondere Florenz und Venedig warten mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf Erkundungstouren, doch ebenso Forli, die Toskana oder das eigene kleine Städtchen mit der immer ansehnlicher werdenden Villa werden wunderbar in Szene gesetzt. Sind die Texturen erstmal vollständig geladen, weisen die Fassaden eine Vielzahl von Details auf, die man vielleicht schon beim eigenen Urlaub in Italien bewundern durfte.

Zudem gibt es viel zu suchen, zu rästseln (eine besonders schöne Idee, die einen im Endeffekt mit einem Film zur "Wahrheit" über die Menschheit belohnt) und zu entdecken. Von den schönen Städten, die mit unglaublich vielen Details glänzen, den vielen Figuren der Geschichte (Kumpel da Vinci, Lorenzo de Medici usw.), das Aufsuchen der Assassinengräber und die beeindruckende Story aus Fiktion, Religion und Geschichte, die in der Spielewelt ihres Gleichen sucht, lebt Assassins Creed II. Außerdem ist der Ausbau bzw. die Sanierung der eigenen Stadt ein schöner Kniff, der einen recht schnell von Geldsorgen befreit.

Wie immer gibt es neben Licht auch einiges an Schatten.
Gerade die Intelligenz der Gegner lässt viel zu oft zu wünschen übrig. Mit Tearing und zahlreichen Pop-Ups muss man leben lernen (eine Krankheit des ganzen Open-World-Genres), man kann zusehen, wie Texturen geladen werden, die Bürger der Städte sind schlichtweg Komparsen ohne den Hauch von Eigenleben.

Die Geschichte um Ezio kommt nur schleppend in Gang; auch ist er profilloser als sein Ahne Altair, mit dem man sich sofort identifzieren konnte. Es wird zu wenig von der aktuellen Situation von Desmond berichtet.
Die Missionen sind nicht mehr so langweilig gestrickt wie im Vorgänger, allerdings sind sie auch viel zu leicht. Den virtuellen Tod stirbt man höchsten nach einer Unachtsamkeit bei Klettern oder wenn man bei einer Verfolgungsjagd zu lange zögert(führt ebenfalls wie der Tod zur Desychronisation). Zwar war das Vorgehen bei Altairs Aufgaben immer gleich, doch konnte man sich eingehender mit dem aktuellen Opfer befassen, Wege im Voraus abschneiden, Routen planen. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Zu vieles wird ohne Anstrengung vorgegeben.
Das ist mehr als schade, da so die Anforderung an der Spieler stark sinkt.
Hinzu kommen die vielen kleinen logischen Fehler neben dem bereits angesprochenen wenig glaubwürdigen Verhalten von Bürgern und Wachen, muss man sich beispielsweise fragen, warum überall zahlreiche unbewachte Schatztruhen herumstehen, die man in aller Ruhe plündert, während neben einem darbende Bauern und Städter stehen. Warum reagiert niemand angemessen auf Ermodete, die in den Straßen liegen?

Es bleibt also noch einiges zu tun für den nächsten Teil.
Es macht trotzdem immer wieder Spaß, durch die Straßen zu gehen und erhaben auf den höchsten Punkten der Stadt zu hocken und die Aussicht zu genießen. Das sind erhabenen Momente. Die Kämpfe machen Spaß, leider kann man nicht frei über Leonardos Fluggerät verfügen. Das wäre nochmal ein zusätzliches Highlight gewesen.
Die Geschichte sowie die cleveren Rätsel bringen viele Fragen und Stirnrunzeln. So soll ein Spiel auch mal sein dürfen.

Assassins Creed 2 gehört zu den Spielen des Jahres 2009, an die man sich auch noch 2010 und darüber hinaus erinnern wird (im positiven Sinne versteht sich). Es ist kein bloßer Lückenfüller geworden, hat aber auch mit Makeln zu kämpfen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2010 1:22 PM CET


Neon Golden (Standard Version)
Neon Golden (Standard Version)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik für Dich und deine besten Freunde, 13. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Neon Golden (Standard Version) (Audio CD)
Wenn ich The Notwist auf diesem Album höre, will sie für meine Freunde und mich in einem winzigen Club haben.
Der Club soll genug Platz zum sinnigen Tanzen bieten, Platz für alle Instrumente, Platz natürlich für die Bandeder Achers - eine kleine Bar gehört vielleicht hinein.

Das ist ein einfallsreicher Auswuchs des Indie-Rock, schön und feingeistig.
Es klackert, klickert, knirscht, knarzt, rauscht, das Tempo wechselt, dann sind da die scheinbar zahllosen Instrumente und die wunderbar bedächtige Stimme von Markus Acher.
Neon Golden lädt Dich zum aktiven Zuhören ein, es ist nichts für nebenbei. Du brauchst nur ein Abspielgerät für CD oder Vinyl und einen Raum sowie Zeit.

"Pilot" geht sofort in Gehör und Beine, das anschließende "Pick Up The Phone" geht dann ins Mark und reißt Dich auf den Hosenboden. Das sind nur zwei von insgesamt 10 feinen Liedern, auf einem unverwechselbaren Album. Bestnoten hat es sich verdient und Lobpreisungen.

Die Hülle/Verpackung zeigt zudem, warum man Musik kaufen und anfassen sollte. Herunterladen zählt nicht.

"You know this place, you know this gloom?", fragt Markus.
Ja, kenne ich. Doch zum Glück bietet Neon Golden auch das Gegenstück zu Schwermut, nämlich sich selbst - Musik in der Färbung Neon Golden.


Fallbuch Psychiatrie
Fallbuch Psychiatrie
von Johannes Becker-Pfaff
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Eher für Mediziner geeignet, 13. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Fallbuch Psychiatrie (Broschiert)
Das Fallbuch Psychiatrie bietet insgesamt 65 Fälle zum aktiven bearbeiten, die ein breites Spektrum der täglichen Arbeit im psychiatrischen Bereich abdecken.

Im ersten Teil werden die Fälle vorgestellt, dazu gibt es Fragen und ein wenig Platz für Notizen.
Hierbei fällt bereits auf, dass eher (angehende) Psychiater als psychologische Psychotherapeuten angesprochen werden. Trotzdem können auch diese mit dem Fallbuch etwas anfangen, da Kenntnisse über Medikamente sowie deren Wirkung und die weitere Vorgehensweise mit dem Patienten, wie sie hier beschrieben wird, sehr wichtig für beide Berufsfelder sind.

Im zweiten Teil werden die Fragen schrittweise beantwortet, zudem gibt es für jeden Fall einen Kommentar mit Ausführungen zu Therapie, Prognosen, Prävalenz u.ä. Weiterhin werden Krankheits-Modelle, Daten und Fakten kurz vorgestellt; auch zumeist gute Aufgabenstellungen für Lerngruppen sind zu finden.

Das Buch ist insgesamt handlich, übersichtlich gestaltet, die dreifarbige Aufmachung mit graustufigen Abbildungen ist zweckmäßig; der Platz für Notizen ist oftmals deutlich zu knapp bemessen. Den ein oder anderen Zettel wird man jedoch dafür erübrigen können. Im Anhang befindet sich eine Auflistung des Kapitels V (F) aus dem ICD-10.

Schlussendlich ist es wirklich ein Fallbuch für die bzw. aus der Psychiatrie, das zum Lernen und Weiterbilden taugt. Es sollte in der ein oder anderen Fachbibliothek zu finden sein. Das Stöbern in den ungefähr 200 Seiten lohnt sich auf jeden Fall.


Kung Fu Panda + Lego Indiana Jones Bundle
Kung Fu Panda + Lego Indiana Jones Bundle

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Spiele-Duo für junge Konsolenspieler, 13. November 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
In diesem Bundle sind zwei Lizenzspiele für wenig Geld enthalten.
Bei dem Wort Lizenzspiel schrillen beim geplagten Videospieleliebhaber oft die Alarmglocken, doch sowohl Lego Indiana Jones als auch Kung Fu Panda sind keine lieblos dahin geklatschten Machwerke unterbezahlter Programmierer und Designer.

Kung Fu Panda ist kurzweilig, erzählt eine niedliche Geschickte. Mit dem knuddeligen Bären, der sich unbedingt zum angesehenen Kampfsport-Heroen aufschwingen will, kann man sich locker durch die Gegnerhorden kämpfen, Punkte sammeln und die Fähigkeiten aufwerten. Es wird also gehüpft, geprügelt, gerollt und auch mal geflogen. Man darf nämlich auch andere Charaktere des Films steuern.
Das Spiel ist ansehnlich, nett umgesetzt, wird erfahrene Spieler zu keiner Zeit fordern. Trotzdem kann man es mal gespielt haben. Zielgruppe sind hier eher Fans des Films und junge Spieler, die leichter zu unterhalten sind als Erwachsene und eine typische Disney-Geschichte mögen.

Übrigens konnte man für die deutsche Umsetzung nicht die Synchronsprecher des Films gewinnen, das Ganze funktioniert trotzdem. Der Soundtrack ist stimmig, grafisch ist das Dargebotene nett anzusehen.

Das bessere Spiel in diesem Set ist Indiana Jones aus dem Legouniversum. Das Prinzip ist genauso, wie man es aus den Star Wars-Spielen der der Legofabrik kennt. Man kann alles in seine Einzelteile zerlegen und so Punktemassen einheimsen, die Figuren haben spezielle Fähigkeiten und ergänzen sich somit, was in jedem Level unabdingbar ist. Zudem wird gekloppt, geschwungen, gefahren, gesprungen, zerstört, geritten und aufgebaut.
Wer möchte kann frei zwischen den Stories der drei klassischen Indiana Jones-Filme wechseln. Die Erzählstränge werden schön umgesetzt, das Spieldesign ist insgesamt clever.

Gerade Sammler, die alles entdecken möchten, müssen alle Level mindestens zweimal besuchen, da man nach dem ersten erfolgreichen Durchgang, den jeweiligen Level nochmals mit neuen, selbst zusammen gestellten Teams bereisen darf.
Mit lustigen Einlagen sowie kleinen, aber einfachen Rätseln, einem schönen Soundtrack wird das Spiel den Filmen gerecht. Ab und zu kann es zum Zerreissen des Bildes kommen, ansonsten läuft das Spiel sehr stabil.

Diese Lego-Abenteuer werden mehr Liebhaber finden als der freundlich-trampelige Kampfpanda, da es mehr zu entdecken gibt und das einfallsreichere Spieldesign geboten wird.
Beide Spiele bringen die XBOX 360 nicht an ihre Grenzen, machen nichtsdestotrotz eine gute Figur.
Jung und Alt können Spaß mit diesem Spielepaket haben, worauf im Endeffekt die gute Bewertung beruht - gerade das Preis-/Leistungsverhältnis ist nicht zu toppen.
(Gamerscore-Jäger werden hier zuschlagen, wenn sie es nicht schon getan haben.)


Bambule
Bambule
Preis: EUR 12,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Beginner machen Rabatz, 12. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Bambule (Audio CD)
Ende der 90er Jahre war modisch und musikalisch einiges anders. Der Hip Hop schwang sich in Deutschland zu ungeahnten Höhen auf, im Musikfernsehen lief nich Musik, zudem gab es deutlich mehr Sender, die sich hauptamtlich mit der Materie beschäftigten, Klingeltöne haben noch geklingelt.

Am Aufschwung des Hip Hop waren die Absoluten Beginner aus Hamburg erheblich beteiligt.
Aus Hamburg, Stuttgart, München und Heidelberg sowie dem Ruhrgebiet schwappte immer mehr Hochwertiges auf Vinyl, Kassetten und CDs in die Regale der Plattenläden. Die Top10 waren geprägt von Beats und Raps.
Das war auch gerechtfertigt.

Ender der 90er und Anfang der 2000er gab es deutschsprachige Qualität, die von einer sehr breiten Masse wahrgenommen wurde.
Die Beginner stellen u.a. die Speerspitze der Bewegung dar, sind zweifelsfrei zu den besten Crews zu zählen.
Mit Bambule haben sie ihr Meisterstück abgeliefert.
Auf der ersten Hälfte der Platte tummeln sich lauter Hits bzw. erfolgreiche Singleauskopplungen - Hammerhart, Rock On, Liebeslied und Füchse geben sich die Klinke in die Hand.
Selbst die zweite Hälfte fällt aber nicht wirklich ab.
Jeder einzelne Song ist geprägt von Wortwitz, cleveren Reimen, vorzüglichen Beats und vielen Samples von Mad.
Zudem profitiert die Band vom Wiedererkennungswert der Stimmen von Denyo und Eißfeld, die nun seit einer Weile solo unterwegs sind. Für Bambule konnte namhafte Unterstützung gewonnen werden; neben Samy Deluxe, Bo und Ferris MC ist ebenso David P. am Mikro zum Zuge gekommen.

Das Erzählen Geschichten, wie es die Blumentöpfe meisterlich beherrschen, oder politische Aussagen sind nicht das Ziel, sie rappen einfach los und decken damit den ganzen Rest ab.
Es gibt nichts zu beanstanden. Gute Länge, super Beats, Cuts'n'Raps.

Im Nachhinein muss ich mich verneigen, da ich damals nicht viel auf die Beginner gegeben habe; ich habe andere Crews bevorzugt. Doch diese Drei (plus dem ehemaligen Mitglied Martin) zählen noch immer zum Besten, was es im deutschen Hip Hop gibt. Aus dem Genre höre ich persönlich nichts mehr, doch Beginner, Eins Zwo und Blumentopf kann ich mir ab und an gut anhören.
Die überwältigende Qualität kann man allein daran erkennen, dass über 10 Jahre nach Erscheinen der Platte hier weiterhin Leute Positives schreiben.

"Der Reim is' fett!"


Brütal Legend (Uncut)
Brütal Legend (Uncut)
Wird angeboten von software and more
Preis: EUR 27,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lobet die brütale Legende - aber nicht zu sehr!, 12. November 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Brütal Legend (Uncut) (Videospiel)
Brütal Legend wurde schon im Vorfeld in den Stand des Anwärters auf den Videospieltitel des Jahres erhoben.
Kein Wunder, wenn Mastermind Tim Schafer und der Hollywoodblödel-Metalhead Jack Black sich zusammentun, um allen Spielern dies- und jenseits der Erdoberfläche ein abgedrehtes Fantasyspektakel aufzutischen.

Nach dem äußerst gelungenen Intro, in welchem viele Spieler zum ersten Mal einen guten, alten Plattenladen bestaunen dürfen, wird man in die Story geworfen. Zugleich fallen die großartigen Figuren im Comicstil ins Auge, gleich danach der abgedrehte Humor, welcher sich otisch und akustisch feststellen lässt.
Ja, wenn es eine Metalwelt gibt, dann sollte, nein muss sie wirklich so aussehen.
Es gibt auf der Karte mehrere Abschnitte mit unterschiedlicher Vegetation, so dass für Abwechslung gesorgt ist. So kann man mit dem Druidenpflug durch Gras, Schnee durch Strandsand oder einfach auch mal über Straßen pflügen.

Neben der wirklich guten Story, den witzigen Einlagen und obligatorischen Coole-Roadie-Sau-Sprüchen von Black alias Eddie Riggs bleibt die Musik sofort im Hirn haften. Die Liste der Bands bzw. ihrer Lieder ist lang, erlesen, aber leider nicht vollständig. Wahre Metalfans, die sich an den Controller wagen, werden die ein oder andere Lieblingsband vermissen. Dennoch sollte die Auswahl genügen, eintönig wird es kaum im Gehörgang.

Das Spiel ist ein Genremix, bietet Hack'n'Slay-Elemente, Echtzeitstrategieschlachten, kleine Autorennen, Haupt- und Nebenquests. Gesucht wird natürlich auch einiges. Gerade durch das Suchen der Legenden der Welt, von Motorenschmieden, die einen zu Ozzy führen (quasi der Metal-Werkstattmeister), von Aussichtspunkten und Sprungschanzen wird das Spiel etwas ausgedehnt. Wer diese Musik liebt, wird sich jedoch gerne auf die Reise begeben. Eine famose Idee ist das Zaubersystem mittels Gitarrenriffs.

Spielerisch läuft das ganze Geschehen sauber ab, die Vehikelsteuerung könnte etwas präziser sein, die RTS-Kämpfe werde bei weitem nicht jedem liegen. Hier hat man viel riskiert. So ein Mix ist brütal ungewöhnlich und kann unter Umständen viele Spieler abschrecken. Für das Durchspielen der Story reicht es dann allemal. Der Multiplayermodus jedoch wird aber weniger Anhänger finden, das hier nur gebaut und zerstört werden darf.

Es sind eben immer Licht und Schatten in so einem ambitionierten Werk zu finden. Die Geschichte um den Roadie ist schlichtweg zu kurz. Selbst mit dem Erfüllen der Nebenmissionen und dem Abklappern aller wichtigen Orte ist man in ca.13 Stunden durch. Die Welt an sich ist - wie eingangs erwähnt - vielfältig, hätte doch aber etwas größer ausfallen dürfen. Die Nebenmissionen wiederholen sich leider zu oft, nutzen sich dadurch sehr schnell ab.
Dennoch wirkt alles stimmig, geschlossen und glaubwürdig.

Der Ausflug in die Metalwelt ist auf jeden Fall lohnenswert. Auch Leute, die nicht viel mit schwerem Metal anfangen können, werden sich während des Spiels mit Musik, Mythen und Kreaturen anfreunden, sogar sehr gut unterhalten fühlen.
Im Endeffekt wird hier wieder auf hohem Niveau kritisiert, doch wer 50+ € ausgibt, will länger unterhalten werden. Hype im Vorfeld schadet meistens nur. Brütal Legend hat sich insgesamt trotzdem die Vorschusslorbeeren verdient und sollte von jedem angespielt werden.

Nun genug des Lobes. Dreht die Boxen auf und lasst es röhren!


Batman: Arkham Asylum
Batman: Arkham Asylum
Wird angeboten von Catvertrieb
Preis: EUR 26,90

4.0 von 5 Sternen Batman: Das Spiel mit Filmpotenzial, 11. November 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Batman: Arkham Asylum (Videospiel)
"Endlich mal keine Lizenzverwurstung" werden sich die meisten während des Spielens denken.
Schon die vorab erschienene Demo hat bei mir und vielen anderen das erzeugt, was eine gelungene Probeversion erreichen soll - Lust auf das fertige Spiel.

Die Geschichte um Batman sollte jedem hinlänglich bekannt sein, auch die meisten der Figuren traten in den unzähligen, teils gelungenen Kinofilmen in Erscheinung.
Wer weiter in das Universum der Fledermaus eintauchen möchte, aber nicht dutzende Comics durchacker will, kann sich im Spiel einen guten Überblick verschaffen. So lassen sich auf der gesamten Insel "Rätsel" des Riddlers lösen,für die man Belohnungen bzw. Erfahrungspunkte erhält und somit die Fähigkeiten/Ausrüstungsgegenstände von Batman aufwerten kann; zeitgleich gibt es Infos zu vielen interessanten Gestalten.

Spielerisch werden einem einige Freiheiten eingeräumt, man kann schleichen, sich von oben hinab fallen lassen und die Bösewichte ausschalten, wild drauflos prügeln usw. Während des Schlagabtauschs gelingen ansehnliche Kombinationen, die zum Abschluss wie in einer Choreografie für einen Kinofilm dargestellt werden.
Da der Dunkle/Schwarze Ritter nicht über Superkröfte verfügt, muss sollte man Gefahren aber auch meiden, vorausschauend handeln. Hierbei ist einem die spezielle Ansicht des Detektivmodus behilflich. Sie stellt einen solch großen Vorteil dar, dass man mal eben 80% des Spiels in diesem Modus verbringt.

Dabei entgeht einem aber die wirklich gelungene Grafik. Angefangen von den unglaublich gut gezeichneten Hauptfiguren bis hin zur gesamten Umgebungmit der Villa oder dem Gefängnistrakt, welche penibel bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden, weiß das Spiel optisch zu überzeugen. Die Figuren an sich sind der Vorlage entsprechend natürlich überzeichnet - mit der Wirklichkeit haben Gesichtsformen und Körperumfänge wenigs bis gar nichts zu tun. Die Gegnerhorden gleichen sich äußerlich stark, was nicht negativ bewertet werden kann, da dies bei jedem Spiel mit vielen unwichtigen Pappkameraden der Fall ist.

Auch die Geräuschkulisse sowie die musikalische Untermalung lassen keinerlei Kritikpunkte zu. Die Musik kommt quasi direkt aus Hollywood, könnte eins zu eins einfach über einen anderen Thriller gelegt werden. Die Synchronsprecher wurden ebenso treffend gewählt; Batman wird vom gleichen Mann synchronisiert, der auch in Filmen Christian Bale die deutsche Stimme leiht, der Joker klingt, wie er klingen muss - durchgeknallt.

Die Geschichte wird so gut erzählt, wie man es sich bei einem Lizenzspiel vorher nicht vorstellen konnte. Zwar sollte man nicht mit großen Überraschungen rechnen, doch einige Male wird man anerkennend nicken. Insbesondere die Szenen und 2.5D-Einlagen mit Scarecrow tun dem gesamten Spiel sehr gut.

Durch die Nebenmissionen wird das Spiel so schnell nicht langweilig, zudem natürlich künstlich etwas verlängert, die Bosskämpfe werden für erfahrene Spieler aber kaum zu Kopfzerbrechen führen.

Neben dem eigentlichen Storymodus gibt es noch den Herausforderungsmodus, in dem man in dem Spiel Erlerntes (erfolgreiches Kämpfen, Schleichen, Rätsel lösen) anwedentet und spezielle Aufgaben löst. Wer mag, kann sich damit noch ein wenig die Zeit vertreiben.

Einziger Wermutstropfen am Spiel ist der übermächtige Detektivmodus, der alles etwas zu leicht gelingen lässt. So muss man wenig selber suchen, alles ist sehr schnell sichtbar, auch von Gegner wird man kaum noch überrascht - man kann quasi auf Autopilot stellen. Dafür wird ein ganzer Stern abgezogen.
Angeblich hat zudem Publisher Eidos versucht, besonders hohe Wertungen zu erkaufen. Was wirklich an der Sache wahr ist, weiß ich nicht. Jedoch wären solche Manipulationsversuche bei so einem guten Spiel nicht nötig gewesen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler sich wieder zurück in ihre Bathöhle verzogen haben, um an einem neuen hervorragenden Spiel mit der Fledermaus zu basteln. Batman: Arkham Asylum hätte man sich auch gut im Kino ansehen können.


Call of Duty: Modern Warfare 2
Call of Duty: Modern Warfare 2
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 19,99

64 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brachiale Action in schönem Gewand mit Punktabzug, 10. November 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Call of Duty: Modern Warfare 2 (Videospiel)
Krieg und Terror sind weder schön noch herrlich.
Die Produzenten dieser Reihe verstehen es jedoch vortrefflich, Feuergefechte, Explosionen u.ä. glaubwürdig darzustellen.

Es ist sicherlich unangemessen im Zusammenhang mit einem Ego-Shooter von Realismus und Authentizität zu sprechen, doch genau diese Worte kommen einem bei der Einschätzung in den Sinn.
Man hat nahezu ständig ein beklemmendes Mittendringefühl, muss sich auf seine Instinkte verlassen und bemerkt schnell, dass sowas in der Wirklichkeit wahrlich kein Spaß ist.
Als Spiel ist der neueste Ableger der Call of Duty-Reihe wieder so gut produziert, dass es schon an der Perfektion kratzt. Optisch, spielerisch und akustisch, wird alles geboten, was einen Top-Titel in diesem Genre ausmacht. Gerade die Hintergrundmusik während der Missionen ist hat Spielfilmniveau, was kaum verwundert, da Hans Zimmer sich für den Soundtrack verantwortlich zeichnet.
Die Hauptakteure sind sehr detailliert dargestellt, die Umgebungen sind abwechslungsreich, Bewegungen glaubhaft umgesetzt, Explosionen gewaltig in Szene gesetzt - den Funkenflug kann man schon als wunderbar bezeichnen. Sowas gab es bisher auf einer Konsole noch nicht zu sehen.
Die Originalsprecher passen genau zu den kernigen Typen der vor Pathos triefenden Story. Die deutsche Synchronisation ist hoffentlich annähernd gut.

Die Solokampagne ist in 3 Akte unterteilt, schickt einen u.a. in die Favelas von Rio oder nach Afghanistan. Diesmal wird auch in den USA gekämpft, die Szene im Moskauer Flughafen wurde bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert - einen guten Kommentar kann man dazu bei "4Players" finden (dier Hinweis sei an dieser Stelle erlaubt). Mit diesem Level provozieren die Macher mal wieder stark, jedoch bieten sie damit das größte Ärgernis im ganzen Spiel. In der deutschen Version kann man sich am sinnlosen Gewaltakt nicht beteiligen, in den anderen Versionen kann man sich vorher fragen lassen, ob man teilnehmen möchte und einen gewissen Teil auslassen. Die Minuten hinterlassen einen gemischten Eindruck - einerseits ist das gezeigte erschütternd, andererseits werden sich wieder Leute finden, die die Terroristen ob ihrer Coolness in Anzügen verherrlichen. Erzählerisch ist das Gemetzel nicht notwendig, die Bilder schlecht gemacht. Lediglich die letzten Sekunden sind wirklich von Bedeutung. Ein Videoschnipsel hätte es auch getan.
Erzählerisch hat man sich insgesamt kein Bein ausgerissen, weiß aber mit einigen geschickten Wendungen zu überzeugen, ja fast schon zu überraschen. In 6 bis 7 Stunden bekommt man den kreativen Abspann zu sehen. In der Serie ist dieser Modus jedoch eher schmückendes Beiwerk zum Mehrspielermodus.

Eine Neuheit stellt der Spec-Ops- bzw. Spezialeinheit-Modus dar, in dem knackige Missionen für einen oder zwei Spieler angeboten werden. Es darf an einer Konsole oder via XBOX-Live kooperativ gespielt werden. Dieser Modus sorgt für Abwechslung, wird hoffentlich in den nächsten Teilen wieder Berücksichtigung finden.

Der mit Sicherheit am meisten genutzte Teil wird der Multiplayer-Modus sein, zu dem man nicht viel sagen muss. Es gibt wieder verschiedene (eigene) Klassen, unzählige Waffen mit Modifikationen, die man sich durch Levelaufstiege, das Bewältigen von Herausforderungen erarbeiten kann. Die Vielfalt an Karten, Belohnungen und Spielmöglichkeiten wird dafür sorgen, dass die stabilen Server über Monate hinweg brechend gefüllt sind.

Zur Serverpolitik von Infinity Ward kann ich mich nicht äußern; sie wird vor allem Intensiv- sowie Clanspielern ein Dorn im Auge sein. Wer jedoch eher gelegentlich online spielt, kann wohl kaum Kritik anbringen.

Modern Warfare 2 wird im Wettstreit um die Krone des Spiels des Jahres mit Sicherheit ein gehöriges Wort mitreden. Das Warten der vielen Fans hat sich meiner Ansicht nach gelohnt. Es handelt sich nicht nur um einen Aufguss des Vorgängers.
Aufgrund der unnötigen Flughafenszene, an der sich bei nächster Gelegenheit Medien und Politiker wieder aufhängen werden, sowie der leider etwas zu kurz geratenen Kampagne gibt es "nur" 4 Sterne. Technisch und spielerisch wird man bis dato nichts Besseres finden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 14, 2009 6:48 PM CET


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