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Rezensionen verfasst von
Dingo "Dingo"

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Black Sails at Midnight
Black Sails at Midnight
Preis: EUR 11,77

5.0 von 5 Sternen Ahoy! Hisst mir die Spanten und all dies nautische Zeug!, 4. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Black Sails at Midnight (Audio CD)
Mit "Captain Morgan's Revenge" schufen die Freibeuter von Alestorm vor kurzem das Genre des Piratenmetal quasi im Sturmangriff neu. Einzig prominenter Vorreiter "Running Wild" hatte zuvor sang- und klanglos die Segel gestrichen und das Feld den schottischen Newcomern somit kampflos überlassen.
Kleinere Konkurrenz wie beispielsweise "Swashbuckle" wurden locker im Kielwasser zurückgelassen. Mit "Black Sails at Midnight" folgt nun der erste Langspieler nach dem Debut und er festigt die Vorherrschaft der Kaperfahrerbande um Front-Seeräuber Bowes an der Spitze des Pirate-Metal.

Das Album selbst macht genauso Laune wie der Vorgänger. Die Band lebt den Piraten in sich aus und hat 10 Songs geschaffen, die wie karibischer Rum direkt aus den Lautsprechern ins Ohr fließen.

Gleich der Opener "The Quest" ist ein Alestorm-typischer Song mit Hurra-da-sind-wir-wieder-Text.
Dann folgt "Leviathan", ein düsteres Mid-Tempo-Stück bevor es mit der launigen Fassbier-Ode "That famous Ol' Spiced" wieder schneller zur Sache geht.
Das bitterböse "Keelhauled" ist mit Abstand das Highlight des Albums. Mit schwarzem Humor und schnellen Melodien wird die Geschichte eines zur Verurteilung auserkorenen Mannschaftsmitglieds besungen.
"To the End of our Days" ist die obligatorische Ballade und braucht etwas länger um im Gehör Gefallen zu finden. Zu schleppend der Sound und zu bemüht der pseudodramatische Songtext. "Black Sails at Midnight", der Titeltrack steht ganz in der Tradition von "Death before the Mast" und "Terror on the High Seas" des Vorgängeralbums. Wie auch die beiden älteren Titel spielt der Song, der auf einem Zitat aus dem ersten "Fluch der Karibik"-Film basiert, im qualitativen Mittelfeld. Darauf folgt mit "No Quarter" ein launiges Instrumentalstück, bei dem am Ende die Titelmelodie aus "Fluch der Karibik" aufgegriffen wird.
"Pirate Song" ist ein weiterer sehr guter Song des Albums. Das von Melodie und Tempo an das alte "Nancy the Tavern Wrench" erinnernde Stück braucht ein wenig um zu zünden. Die zynische und bitterböse geschilderte Lebensbeichte eines Altpiraten ist aber der Song, der von diesem Album die größte Langzeitmotivation besitzt.
"Chronicles of Vengeance" ist ein annehmbarer Song ohne Wiedererkennungswert. Er bereichert das Album nicht, stört aber auch nicht groß.
Die Coverversion "Wolves of the Sea" beendet das Album mit einem Kracher. Versetzte das Original den Eurovision Song Contest 2008 in Angst und Schrecken, zeigen die Schotten der Karibik wie man es richtig macht!

Auch wenn nicht jeder einzelne Song ein Hit ist, ist das Album ein All-Time Favorit den man immer mal wieder aus der Versenkung holt um ein Stündchen Seeluft in die Ohren rieseln zu lassen. Alestorm sind vielleicht nicht das, was man eine seriöse Band nennen könnte, aber sie haben Spaß an ihrer Musik, den Jolly Roger im Herzen und, was nicht zu verachten ist, eine astreine Produktion, die dafür sorgt, dass alle Songs auch ihre Qualitäten voll entfalten können.
Dem oft zitierten Vorwurf, Alestorm würde sich selbst kopieren und nichts neues schaffen kann ich nicht beipflichten. Wenn eine Band mit ihrem unverkennbaren Stil bereits zwei geniale Alben vorgelegt haben, dann sollen sie sich doch bitte wiederholen was das Zeug hält!

Einziger Wermutstropfen: Fans der ersten Stunde kennen zwei der guten Songs dieses Albums bereits von der zuvor erschienenen EP "Leviathan". Abzüglich des Instrumentals bekommen diese also mit "Black Sails" lediglich sieben neue Stücke, darunter drei Mittelfeld-Songs, präsentiert, so dass sich die Hitausbeute für alte Hasen in Grenzen hält.


Strings to a Web (Ltd. Metallic Digi Pak)
Strings to a Web (Ltd. Metallic Digi Pak)
Preis: EUR 12,99

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmaß vom deutschen Metal-Meister, 3. Oktober 2010
Peavy Wagners RAGE darf auf eine lange und erfolgreiche Bandgeschichte zurückblicken. RAGE hat mit Alben wie "Missing Link", "Black in Mind" und "Carved in Stone" Metalgeschichte geschrieben, hat es geschafft sogar mit schwächeren Publikationen wie "Ghosts" oder "Unity" zumindest nie unters Mittelmaß zu fallen und hatte zudem lange bevor Metallica ein Klassikorchester ans Mikro zog, mit "Lingua Mortis" bereits die Symbiose aus Klassik und Heavy perfektioniert.

Mit "Strings to a Web" hat die Band aus NRW allerdings kein Glanzstück vorgelegt. Die Songs sind alle ordentlich, aber keine Hits. Keine der Nummern würde als SIngleauskopplung durchgehen. Das Ensemble der Stücke, die sich zu der "Empty Hollow"-Suite zusammensetzen bilden den Hauptteil des Albums. Seit ihrem Erfolg mit "Lingua Mortis" hat Rage einen Narren an der Klassik gefressen und zeigt von Zeit zu Zeit mal wieder, dass sie in der Verquickung von Klarinette und E-Gitarre die unangefochtene Spitze sind. "Empty Hollow" selbst stellt dabei das Kernstück des auf mehrere Tracks angelegten Klassik/Rock-Parts und auch das Highlight des Albums dar. Umgeben wird der Song von mehreren kleinen Instrumental-Stücken und einem kurzen, abschließenden Halbsong.
Der Rest der CD sind mehr oder weniger gelungene Füllstücke, welche zwar keine Ausfälle sind, aber auch keine Glanzstücke darstellen.
In dieser Zusammenstellung erinnert "Strings to a Web" frappierend an RAGE's "Speak of the Dead". Auch dort stellte "No Regrets" den Kern einer mehere Songs umfassenden Klassik/Metal-Misch-Suite, die mit zusätzlichen mittelmäßigen Songs auf Albumlänge gestreckt wurde.

RAGE-Fans sind mit den "Strings" also gut bedient. Im Gesamten betrachtet hat RAGE aber mehr Potential. Man fragt sich, ob diese CD nicht schnell zusammengeschustert wurde, um die Wartezeit bis zum nächsten "richtigen" Album zu überbrücken.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2011 2:56 PM CET


To the Metal
To the Metal
Preis: EUR 9,98

8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hail to the Etikettenschwindel!, 2. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: To the Metal (Audio CD)
"To the Metal" klingt wie ein Titel, bei dem es kracht. Auch das Artwork der CD schaut aus, als sollte man lieber seine Kinder verstecken, wenn die Gamma Rays in die Stadt kommen. Da ich fand, dass diese sich seit "Majesty" und "Land of the Free 2" steil gesteigert haben, habe ich von der neuen Scheibe einiges erwartet. Zuviel wie sich inzwischen herausgestellt hat.

Es ist ja schon einige Zeit ins Land gegangen, seitdem Gamma Ray "To the Metal" veröffentlicht haben. Seinerzeit konnte ich einfach nicht glauben, dass eine Band, die mit den letzten beiden Veröffentlichungen schon Metal in höchster Qualität vorgelegt haben, ausgerechnet mit dieser Scheibe wieder so tief stürzen könnten. Der Fairness halber schreibe ich nun meine Kritik mit etwas zeitlichem Abstand, so dass ich sicher sein kann, dass meine Ohren nicht bloß von zu hohen Erwartungen getrübt waren.

Zusammengefassung der Songs:
"Empathy" und "All you need to know" sind gute Songs. Ersterer steht in guter alter treibender Gamma Ray Tradition und zweiter ist ein eher episch angelegtes, melodisches Stück mit berühmtem Gastsänger.
"Time to live", "To the Metal", "Rise" und "Deadlands" sind zwar okay, aber auen nicht vom Hocker. Auch wenn die Melodie, die Riffs und das Tempo meistens noch Durchschnitt sind, sind die Lyrics bei allen zu banal, zu schlicht oder gar zu peinlich um Stimmung aufkommen zu lassen. Zudem ist der Sound bei den Stücken einfach schlecht. Metal- oder auch nur Rock-Feeling kommt hier nur schwer auf. Weder Drums noch die Gitarren kommen richtig durch.
Bei "Mother Angel", "Shine Forever" und "Chasing Shadows" sieht es noch schlimmer aus. Selbst mit einer anständigen Produktion würden diese Stücke nie im Leben als Metalsongs durchgehen!
"No Need to Cry" ist ein Absurdum erster Güte. Nach mehrmaligem Hören bin ich zu dem Schluss gelangt, dass es sich hierbei um überhaupt kein richtiges Lied handeln kann. Der Song ist einfach nur schräg!

Fazit:
Von einem "To the Metal"-betitelten Album hätte ich sehr, sehr, sehr viel mehr erwartet. In erster Linie sehr viel mehr Metal im Sound und vor allem weniger Kitsch in den Lyrics. Das Gamma Ray das kann, haben sie schon bewiesen, daher verstehe ich nicht, wie man auf ausgerechnet diesem Album eine 180-Grad-Drehung hinlegen kann. Fast alle Songs klingen wie weichgespülte Versionen richtiger Songs.
Zudem ist das ganze Album mit 10 Stücken etwas knapp geraten. Ärgerlich, wenn man weiß, dass man die Super-Duper-Limited-Ultimate-CollectorsDirectors-Version hätte kaufen müssen um auf 12 anstatt 10 Tracks zu kommen.
Die Produktion, die erstmals in Eigenregie stattfand ist völlig in die Hose gegangen. Das ganze Album ist viel zu hoch abgemischt, die Songs größtenteils geradezu unangenehm schrill.

Nachtrag:
Zuerst dachte ich, nur mir geht es so, dass es an meiner Anlage liegt oder dass ich eventuell ein defektes Exemplar der CD bekommen habe. Aber es ist wohl tatsächlich so, dass Kai Hansens eh schon im oberen Bereich angesiedelter Gesang tatsächlich so schlecht auf die CD gemixt wurde, dass das dauernde Kratzen und Krächzen keine Ausnahme ist. Andere Amazonbewertungen sprechen dezent von "kieksigem" Gesang oder "verbesserungswürdiger" Produktion (auch bei der Limited Version!). Aber auch im Gamma Ray Forum selbst wurde das Problem angesprochen und mit der schlechten Abmischung begründet.
Aus der Bewertung habe ich diesen Punkt trotzdem herausgelassen, denn wenn sich wirklich jedes Exemplar der Scheibe so anhören würde, wie meins, dann hätte die CD keine einzige halbwegs gute Bewertung bekommen können. Inzwischen habe ich das Ding bei mir als völlig und absolut unhörbar ins Regal verbannt. Aber ich betrachte das als seltsame, irgendwie geartete Ausnahme und bewerte das Album so, als wenn keine dauernden "Störgeräusche" vorhanden wären. Denn ein Großteil der Käufer scheint ja kein Problem damit zu haben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2011 10:34 AM MEST


The Clans Will Raise Again (Ltd. Digipak)
The Clans Will Raise Again (Ltd. Digipak)
Preis: EUR 17,46

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Clans are marching 'gainst the Mainstream!, 2. Oktober 2010
Lange hat es nicht gedauert, bis nach den "Ballads" Grave Digger nun die Auferstehung der schottischen Clans verkündet. Im Vorfeld wurde bereits klargestellt, dass der Fan hier nicht das Sequel zu Grave Diggers unerreichtem Erfolgsalbum "Tunes of War" erwarten dürfte und dass es sich mitnichten um ein Konzeptalbum handeln würde.
Diese Flucht nach vorne wurde von den Grabgräbern wohl begangen, um bei den Fans keine Erwartungen zu schüren, die niemand hätte erfüllen können. Jetzt wo das Album draußen ist, stellt sich allerdings heraus, dass es sich sehr wohl um ein Konzeptalbum handelt, welches mal wieder die schottische Geschichte thematisiert und dass man es ebenso als direktes Follow Up zu den "Tunes" sehen darf.
Nach ein paar Durchläufen der CD stellt sich nun auch heraus, dass die Bedenken der Band unbegründet waren, und dass das teilweise neue Line Up um Chefgräber Chris Boltendahl nach den umstrttenen Alben der letzten Jahre wieder ein ordentliches Album vorgelegt hat, dass auch Fans der ersten Stunde zufriedenstellen wird. Wie schon beim letzten Album, den "Ballads" wird hier auf allzuviel soundtechnischen Schnickschnack verzichtet. Das Hauptohrenmerk liegt auf kraftvollen, treibenden Riffs und chorälen Refrains mit Ohrwurmgefahr. Was diese Scheibe aber nun seinem Vorgänger noch vorraus hat, sind anständige Songs, die auf den "Ballads" leider Mangelware waren.

Schauen wir uns die Songs mal im Detail an. Nach dem obligatorischen Bagpipe-Opener erwarten den Hörer mit "Paid in Blood", "Hammer of the Scots" und "Highland Farewell" gleich drei Highlights des Albums. Obwohl zwar keiner die Klasse des All-Time-Favourites "Rebellion" des "Tunes"-Albums erreichen kann, gehören die Stücke zu den stärksten, die Gravedigger in den letzten Jahren fabriziert haben.
Mit dem folgenden Titeltrack "The Clans will rise again" bricht diese hohe Leistung dann erstmal etwas ein. Obwohl der Song durchaus gelungen ist, fällt er gegenüber den bisherigen deutlich ab, da er weniger mitreißend ist und etwas zäh und uninspiriert wirkt.
Die nächsten beiden Stücke "Rebels" und "Valley of Tears" ziehen dann wieder an. Auch wenn sie keine lupenreinen Hits darstellen, besitzen sie doch genügend Schmiss um auf der Gravedigger-Skala fraglos zum oberen Drittel zu zählen.
Der Song "Execution" bremst das Album hier erstmal ein wenig. Das gemächliche Wehklagen eines Verurteilten ist zwar ganz kurzweilig, reißt einen aber auch nicht vom Hocker. "Whom the Gods love die young" ist ein weiterer Qualitätseinbruch, denn das eher langsamere Stück hat dem bisher größtenteils verwöhnten Zuhörer so gar nichts zu bieten und kann den anderen Stücken des Albums ebenso wie das vorherige "Execution" nicht das Wasser reichen.
Mit "Spider" geht es dann aber munter weiter. Das Tempo legt in diesem Song wieder zu und auch die Melodie weiß zu gefallen. Auch wenn der Refrain ein paarmal zu oft bemüht wird, schleicht sich dabei mitnichten ein Effekt des Satthörens ein.
Nach dem kurzen Instrumental "The Piper McLeod", folgt mit "Coming Home" wieder ein Albumhighlight. Sehr schöne Melodien und harter Sound lassen das Stück in der Oberliga spielen.
Danach folgt der einzige Totalausfall auf diesem Album. Die Ballade "When Rain turns to Blood" nervt gehörig beim ersten Höhren, und danach wirds nur noch schlimmer. Den Abschluss der CD bildet der Bonustrack(?) "Watch me die", ein Grave Digger-typisches Mittelklasse-Stück, welches das Album ohne Überraschungen ausklingen lässt.

Acht gute Songs, drei durchwachsene und nur eine Gurke heben das Album weit übers Genre-Mittelmaß hinaus. Mir persönlich fehlt zur Perfektion nur der Grave Digger-typische Oberkracher, den beispielsweise "Tunes" seinerzeit mit "Rebellion" bieten konnte. Sogar das "Rheingold" und das "Last Supper" hatten mit "Maidens of War" und "Grave in No Mans Land" Über-Hits, die noch in meinen Rotationen liefen, nachdem das jeweilige Album längst ad acta gelegt war. Andererseits bin ich durchaus damit zufrieden, mal keinen Glücksgriff auf einem Grave Digger Album zu haben, wenn sich dafür im Gegenzug auch die Untiefen in Grenzen halten, die ansonsten ordentliche Veröffentlichungen nach unten ziehen.
Womit ich auch gleich beim üblichen verdächtigen dieses Albums wäre: "When rain turns to Blood" ist der wiederholte Versuch der Band, eine Ballade einzuspielen. Und ehrlich Grave Diggers: Lasst es doch endlich einmal sein! Ihr hattet mit "Ballad of Mary" einen unglaublichen Glücksgriff und habt damit eine der besten Metalballaden überhaupt geschaffen. Aber jeder Versuch, diesen Erfolg zu wiederholen, ist bis jetzt in einer Katastrophe geendet! Ich denke noch immer mit Grausen an Siegfrieds Liebeserklärung an die Römer "Goodbye (sweet Romans)" ;-) welche dem "Rheingold" den Todesstoß versetzte.
Was ich vermisse, obwohl es die Leistung des Albums nicht schmälert, sind die Erklärungen und Hintergründe zu den Songs, die bei früheren Konzeptalben gang und gebe waren. Ein Lied macht gleich viel mehr Spaß, wenn man weiß, worum es dabei eigentlich geht! "Spider" habe ich zuerst für einen völlig bescheuerten Song über jemanden gehalten, der nicht Schlafen kann, weil er eine Spinne bekämpfen muss. Wenn man weiß, dass es sich tatsächlich um die Legende einer Vorhersehung handelt, die Robert the Bruce seinerzeit dazu veranlasste, seinen siegreichen siebten Kampf gegen die Engländer zu bestreiten, hört man den Song mit ganz anderen Ohren.
Ebenfalls vermisse ich die bei Grave Digger aus der Mode gekommenen Heroic Vocals. Seit Chris Boltendahl die Songs fast ausschließlich mit seinem Grölorgan Solo besingt, ist etwas von der Abwechslung verlorengegangen, die Grave Digger Publikationen hatten, auf denen auch hin und wieder einmal etwas klarerer Gesang vorkam. Zumindest ist dies eines der Mankos der letzten Alben und auch den "Clans" hätte ein zweiter Sänger der als glatterer Gegenpart zu Boltendahl fungieren kann, gut gestanden.

Fazit: Unterm Strich haben Grave Digger hier mMn das beste ALbum seit Jahren hingelegt. Der Großteil der Scheibe besteht aus guten Songs, die auch in einigen Jahren noch Spaß machen werden. Und bis auf eine Ausnahme fällt der Rest zumindest nie unters Mittelmaß. Eine solide Gesamtleistung also, die zwar nicht an alte Erfolge anknüpft, aber die Ausfälle der letzten Zeit locker hinter sich lässt. Würde man auf Biegen und Brechen einen Vergleich mit alten Grave Digger Alben ziehen, würde ich die "Clans" am ehesten auf einer Höhe mit "Excalibur" sehen.


Babez for Breakfast
Babez for Breakfast
Preis: EUR 7,49

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Don't fear the 80ies!, 27. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Babez for Breakfast (Audio CD)
Wenn man nun zum fünften Mal auf einem Studioalbum die Monsternummer durchzieht, muss man sich etwas einfallen lassen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass einem künstlerischer Stillstand vorgeworfen wird. Das wollen die Monsterrocker natürlich nicht riskieren und haben sich daher für ihr neues Album einen leichten Stilwechsel erlaubt. Dem klassische Monstermetal den man von Lordi kennt, wird dabei keinesfalls der Rücken gekehrt. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk dieses Albums darauf, eine Hommage an poppigen Spraymetal der 80er a la "Kiss" oder "Twisted Sister" zu sein. Gleich das Cover der neuen Scheibe erinnert an die alte Zeit, in der man sich als Nischenrocker nichtmal halbwegs gute Artworks leisten konnte. Der Trash-Look setzt sich dann in knalligen Farben und Geschmacksverirrten Illustrationen auch im Booklet fort und gibt schonmal einen Vorgeschmack auf die Tracks die einen hier erwarten.

Den 80er Einschlag hört man auch deutlich in den Songs. Das Schlagwort hier ist "Rockhymne"! Schnell bekommt man den Eindruck, als versuche Lordi ein ganzes Album lang Kiss' gutes altes "God gave Rock'n'Roll to you" zu imitieren. Schon der Titelsong stimmt einen auf den ungewohnten Stil des Albums ein. Weiter geht es dann mit Songs wie "Loud and Loaded (for Rock'n'Roll)", "Rock Police" oder "Give your Life to Rock'n'Roll". Na, klingelts? Der Großteil des Albums wird tatsächlich von gleich oder ähnlich klingenden Rockhymnen geprägt, die original aus einem 30 Jahre alten Studioarchiv stammen könnten. Tracks wie "Zombie Rawk Machine" oder "Granny's gone Crazy" führen einen dann kurz vor Ende der Scheibe noch mal zu den "Get Heavy"-Anfängen von Lordi zurück. Es Steckt also eine geballte Ladung "Old School" in Lordis neuem Album.

Leider bringt der kleine Stilwechsel auch einige Probleme mit sich. Bei den Lyrics wurde sehr viel zurückgefahren. Sehr viel Text haben die Songs nicht zu bieten. Wenn man von Lordi gewöhnt ist, das ein Großteil der Songs raffinierte kleine morbide Storys zu bieten haben ist es schon etwas enttäuschend, wenn auf dem neuen Longplayer die Songs hauptsächlich daraus bestehen, dass immer und immer wieder der Refrain wiederholt wird. "This is Heavy Metal, This is Heavy Metal, This is Heavy Metal...usw." Zwischendurch wird dann mal kurz ein-, zweimal ein Vierzeiler nachgeschoben, aber das wars dann auch.
Die Songs werden somit einfach schneller langweilig, wenn dieselben ein, zwei One-Liner einfach zu oft im Song und zu oft hintereinander vorkommen. Denn was bei Lyrik-Legasthenikern wie Manowar noch fast als Qualitätsmerkmal gilt, ist bei Lordi eher ein deutliches Manko. Positiv hierbei ist natürlich, dass man fast alle neuen Stücke auch mit dickem Schädel im Halbkoma auf den Festivals komplett von vorne bis hinten wird mitgrölen können. Aber für zuhause oder unterwegs hätte ich mir etwas mehr der alten Lordi-Genialität gewünscht, die man von Songs wie "Blood Red Sandman" oder "The Devil hides behind her Smile" oder auch "Would you love a Monsterman" gewohnt ist.

Aber trotzdem wäre das ganze Album um ängen stärker gewesen, wenn die Produktion hier nicht das größte Manko wäre. Lordis neues Label hat anscheinend nicht so die Ahnung, wie man Metal auf eine Scheibe zu pressen hat.
Schlagzeug und und Gitarre klingen kraftlos wie noch nie!!! Sogar die Whiskystimme von Lordi versumpft im Mix-Desaster. Und die hymnenhaften Refrains hören sich oft an, als hätte man hier einen dreiköpfigen Grundschulchor verpflichtet. Im direkten Vergleich zum Vorgängeralbum "Deadache" erkennt man deutlich den Qualitätsverlust. Wo beim letzten Album das Schlagzeug noch krachte, die Gitarren donnerten und der Gesang noch vor Kraft strotzte, klingt das neue Album, als hätte man es durch ein Kopfkissen hindurch aufgenommen!!!

Da können Lordi rocken was das Zeug hält, ein Großteil des Potential dieses Albums verpufft leider an der stümperhaften Produktion. Was ich echt Schade finde, denn die Armut der Songtexte und den Rockhymnenmarathon hätte ich als stilistische Ausnahme dieses Eighties-Albums noch akzeptieren können. Aber zusammen mit der schlappen Abmischung ergibt sich hier das bisher unempfehlenswerteste Lordi-Album.
Schlecht ist es damit nicht. Lordi-Fans können bedenkenlos zugreifen. Nichtfans und Neueinsteiger sollten aber lieber zu "Get Heavy", "The Monsterican Dream" oder "Deadache" greifen, um erst zu hören, wozu Lordi eigentlich fähig sind!


Star Wars(TM) Der Todeskreuzer: Roman
Star Wars(TM) Der Todeskreuzer: Roman
von Joe Schreiber
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

158 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein grauenhaftes Experiment, 9. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Das Buch ist fertig, Sir."
"Welches Buch?"
"Der Star-Wars-Horror-Roman, den sie angefordert hatten."
"Ah, sehr gut! Und, entspricht er unseren Erwartungen?"
"Voll und ganz, Sir."
"Sehr schön! Haben wir auch ausreichend von diesem Star Wars Kram darin?"
"Jawohl. Es gibt einen imperialen Sternenzerstörer. Und diesen 2B1 Medizindroiden. Und noch eine ganze Menge typischer Vokabeln, damit der Leser denken wird, es handele sich tatsächlich um einen Star Wars Roman."
"Raffiniert. Und der Horror? Was haben wir nun für den Horror?"
"Zombies, Sir."
"Ausgezeichnet! Und was tun sie?"
"Nun ja, was Zombies eben so machen...Sie stehen von den Toten auf, fressen Körperteile und jagen überlebende Protagonisten."
"Mehr nicht?"
"Ganz sicher nicht."
"Prima. Wie steht es mit der Handlung?"
"Verzeihung, Sir...der was?"
"Na Handlung! Der Ablauf der Geschehnisse!"
"Wurde wie vorgeschrieben auf ein Minimum beschränkt."
"Effektiv?"
"Ja. Ein Raumschiff trifft auf einen scheinbar verlasenen Sternenzerstörer, ein Erkundungsteam bringt das Grauen mit an Bord, und so weiter und so fort, und am Ende müssen eine Handvoll Personen um ihr Überleben flüchten."
"Mehr nicht? Kein Spannungsbogen? Keine Überraschungen?"
"Nein, Sir. Bis auf den unglaubwürdigen Überraschungsauftritt von Originalcharakteren des Star wars-Franchise natürlich."
"Was tun die denn in unserem Buch?"
"Die These stützen, es handele sich tatsächlich um ein Star Wars-Buch."
"Oh, ja. Natürlich. Aber die anderen Personen, wie steht es damit. Charakterliche Tiefe und so...?"
"Selbstverständlich nicht. Sämtliche Personen bleiben flach und ohne Tiefgang. Hintergründe wurden nur im Ansatz ausgearbeitet und bleiben fadenscheinig."
"Also nichts, das unsere Leser überraschen oder anderweitig verwirren würde?"
"Nein Sir außer..."
"Außer was!?"
"Nun, einige Charaktere handeln innerhalb der Story plötzlich unerwartet."
"Und weshalb?"
"Keine Ahnung, Sir. Ich glaube nicht einmal der Autor weiß das."
"Sehr gut, der Mann! Davon bräuchten wir mehr!"
"Alles zu ihrer Zufriedenheit also?"
"Ja, die Auslieferung des Buches kann beginnen. Und bald werden wir wissen, ob wir damit genau feststellen können, wie viele Leute einfach jeden Kram kaufen, solange nur Star Wars draufsteht!"
"Ein wahrlich grauenhaftes Experiment, Sir."
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 4, 2014 7:38 PM MEST


Watchmen - Die Wächter
Watchmen - Die Wächter
DVD ~ Malin Akerman
Preis: EUR 6,97

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kinomagisches Kunstwerk!, 27. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Watchmen - Die Wächter (DVD)
Eines hätte ich nie gedacht: Das Hollywood mal ein so großes Budget in einen Film abseits vom Mainstream investieren würde. Die Berühmtheit der Comicvorlage und die aktuelle Erfolgssträhne von Regisseur Snyder mögen die Produzenten möglicherweise überzeugt haben, aber entstanden ist ein Film, dessen Massentauglichkeit wohl arg überschätzt wurde. Der übliche Superheldenfilm wie "Superman" oder "Spiderman" punktet mit den üblichen Schablonen von Action und Effekten und versucht nebenbei damit über die inhaltliche Leere hinwegzutäuschen, indem man so tut, als würde man sich Mühe geben, dem Helden charakterliche Tiefe zu verpassen. Leider endet sowas wie im Fall von "Spiderman" entweder im Seifenoperkitsch oder erstickt wie bei "Superman Returns" gleich im Ansatz. "Batman begins" und "The Dark Knight" hingegen zeigen da bereits, wie man es besser machen kann. Aber "Watchmen" setzt in diesem Genre der Charaktertiefe die Krone auf, indem die Figuren weitab vom typischen Abriss des Klischeesuperhelden gezeichnet werden. Die Stärke dieses Films hierbei liegt darin, dass er etwas tut, was nichtmal bei der aktuellen Genrereferenz "The Dark Knight" gelungen ist: Er ist kompromisslos! Der Film zeigt das, was für die Entwicklung der Story nötig ist und unterschlägt dabei weder die Gewalt, noch den Sex und scheut sich auch nicht, die der Handlung zugrundeliegende Philosophie ausführlich in den Ablauf einzubinden. Die innere Zerrissenheit eines Helden, die in einigen Filmen dieses Genres auch ein zentrales Thema ist, wird leider oft nur zaghaft angedeutet. In "The Dark Knight" wird dieses Konzept bereits als "Light"-Version dem Zuschauer zugänglich gemacht, ohne ihn aber mit zuviel negativer Belegung des Helden zu verstören. "Watchmen" hingegen malt ohne Zugeständnisse an mainstreamgewöhntes Empfinden sämtliche Konsequenzen der dunklen Seite der Hauptfiguren aus. Ob sie nun allgemein unmoralisch, sadistisch oder schlicht geisteskrank sind, plötzlich muss man als Zuschauer den gerade liebgewonnenen Helden in einem völlig anderen Licht sehen. Das verleiht den Charakteren des Films nicht nur Tiefe in einem Gebiet, das zuvor ein strahlender Superheld nicht einmal betreten durfte, es macht die Figuren vor allem glaubwürdig.

Dabei hält sich der Film von der Handlung her ungewöhnlich dicht an die Vorlage von Moore/Gibbons. Moore-Verfilmungen von "V wie Vendetta" und "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" scheiterten beispielsweise an einer zu großzügigen Loslösung der düsteren Vorlage und einer zu weitläufigen Eigeninterpretation von Handlung, als auch den Figuren. Optisch ist der Film eine wahre Pracht. Einzelne Szenen in "Watchmen" sind dort, wo das Medium Film sie entsprechend präsentieren kann, direkt übernommen. Allerdings wird nicht wie bei "Sin City" diese optische Bindung sklavisch in jeder Szene übernommen. Der Regisseur setzt die zur Verfügung stehenden optischen Mittel perfekt ein und findet damit ein Optimum zwischen den beiden Medien Film und Comic. Hervorstechend sind auch die schauspielerischen Leistungen in "Watchmen". Besonders Jeffrey Dean Morgan als "Comedian" und Jackie Earle Haley als "Rorschach" stechen heraus und verleihen den von Moore entworfenen Charakteren ein würdiges Abbild auf der Leinwand. Die Ausstattung des Films ist ebenfalls professionell. Der Flair der 80er wird optisch sehr detailgetreu eingefangen. Auch die 30er, in denen einige Szenen der Handlung spielen sind entsprechend sorgfältig dargestellt.

Einziges Manko des Films ist allerdings die Figur des Dr. Manhattan, der meiner Meinung nach zuviel Platz im Film einnimmt. Neben den bereits erwähnten "Comedian" und "Rorschach" nimmt "Manhattan" den Platz als einer der drei handlungstragenden Rollen mit den meisten Szenen im Film ein. Leider ist die Figur des Dr. Manhattan dafür zu eindimensional, einige Szenen somit schnell ermüdend und bremsen den Handlungsfluss, zumal die primäre Rolle der Figur dazu zu dienen scheint, die moralische und philosophische Botschaft des Films zu transportieren. Die Zeit, die der Film in Manhattan investiert, wäre besser aufgehoben gewesen um die Hintergründe von Night Owl 2 oder Ozymandias weiter zu vertiefen. Zugegeben, Manhattans Story ist nicht uninteressant, aber nachdem sie dem Zuschauer vermittelt wurde und man Manhattans Funktion innerhalb der Story begriffen hat, ist es auch genug. In vielen Szenen die darüber hinausgehen fühlt man sich von der ewig statischen Darstellung der Figur regelrecht genervt.

Letztendlich ist fragwürdig, wie viel Erfolg diesem Film zuteil werden wird. Fans des Comics sind erfahrungsgemäß nie zufrieden zu stellen, Fans üblicher Superheldengeschichten werden an der schwer verdaulichen Handlung möglicherweise nur wenig gefallen finden. Und wer schnelle Action und bombastische Effekte erwartet, wird wohl auch enttäuscht werden. Wer sich aber auf die Andersartigkeit dieses Films einlassen mag und nur einen Hauch Interesse an fantastischen Stoffen hat, dem kann ich "Watchmen" nur ans Herz legen. Ich denke, noch so einen außergewöhnlichen Film werden wir lange nicht zu sehen bekommen! Noch einen drauf setzen könnte nur der Directors Cut, den der europäische Markt ja leider nicht zu sehen bekommt.

Fazit: 5 Sterne für den besten Film seit langem, abzüglich eines halben für Manhattans zu lang geratene Szenen und eines weiteren halben für die Verfehlungen von Paramounts europäischer Veröffentlichungspolitik.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 2, 2010 11:55 PM MEST


Kampf der Titanen
Kampf der Titanen
DVD ~ Sam Worthington
Preis: EUR 4,99

13 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schnitte --> No Go!!!, 27. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Kampf der Titanen (DVD)
Vieles wurde bereits gesagt, daher komme ich gleich zum eigentlichen Punkt, der mir diesen Film leider völlig vermiest. Jawohl, es geht ums Geschnitte!
"Wie?" werden jetzt viele sagen, "Der Film ist doch ungeschnitten! Das ist doch die Version die auch im Kino lief. Es gibt doch auch gar keine längere Version!"
Es stimmt, dass es keinen Directors-Cut o.ä. von diesem Film gibt. Trotzdem sieht man ihr ihre Schnitte an! Und das ist ein absolutes NoGo für Film. Nicht nur geschnitten zu sein (schließlich kommt es auf ein paar Brutalitäten mehr oder weniger in so einem Film nicht an), sondern so gekürzt zu sein, dass es dem wachgebliebenen Cineastenauge deutlich auffällt. Und zwar nicht nur dadurch, dass einige Szenen abgehackt wirken, sondern sich durch die komplette Story haufenweise Ungereimtheiten der Handlung ziehen, weil das Drehbuch gegen Ende nur noch ein Flickwerk vieler verschiedener Nach- und Ausbesserungen war!
Wie kommt denn so etwas zustande, fragt man sich da? Wer die Handlung nicht versteht, hat wohl sicher nicht aufgepasst beim Filme gucken, oder?
Eben doch, denn hier ist etwas passiert, dass bereits viele vielversprechende Filmprojekte zur Belanglosigkeit verdammt und zu Unkenntlichkeit verstümmelt hat. Das Stichwort hier ist "Family Fun"!
Klingt doch ganz postiv, oder nicht? "Family" ist was gutes und "Fun" macht immer Spaß...?
Klassischer Fall von "Denkste"! "Kampf der Titanen" sollte ein antikes Actionmovie der Sonderklasse werden, Drehbuch und Regisseur hatten bereits begonnen einen harten Sandalen-Actioner a la "Platoon to Olymp" zu drehen, als ihnen der "Family Fun" in Form eines Produzenten in den Weg geriet. Manchmal fällt den großen Studios nämlich ein,dass sie für das laufende Kinoquartal noch gar keinen Familienfilm fürs große Publikum in Mache haben. Aber kein Problem, in so einem Fall nimmt man halt einen Film der bereits gedreht wird und veranlasst, dass das Endprodukt im Gegensatz zur eigentlichen Intention, kinderkompatibel gemacht wird. Daher werden allzu grausame oder aufregende Szenen ersatzlos entfernt, bereits bestehende abgeändert und die komplette Handlung über den Haufen geworfen, ohne Rücksicht auf deren Ablauf und vor allem muss ein Happy End konstruiert werden, logisch oder nicht. So geschehen z.B. bereits bei "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" und nun auch bei "Kampf der Titanen". Etliche Filmminuten geschnittener Szenen der eigentlichen Filmversion liegen nun teils fertig, teils halbfertig beim Studio auf Lager, werden aber wohl nie das Licht eines Bildschirms erblicken. Viele ursprüngliche Handlungselemente sind der Schere zum Opfer gefallen und es ist kein Wunder, dass der Film vielen erscheint, wie eine sinnlose Aneinanderreihung von Specialeffects. Denn genau das ist er auch lediglich noch.


Ballads of a Hangman
Ballads of a Hangman
Preis: EUR 18,93

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Back to the Roots..., 22. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ballads of a Hangman (Audio CD)
Eines kann man sicher sagen: Grave Digger enttäuscht seine Fans nicht. Wer weiß, was er erwarten kann ist mit jedem ALbum der Metaler gut bedient. Mal mehr, mal weniger.

"Ballads of a Hangman" aber driftet mir zu sehr ins "weniger". Das Album bietet eine stabile Basis aus typischen Grave Digger-Elementen, allerdings bietet sie nichts herausragendes, das man nun unbedingt gehört haben muss.

Die ganzen Schnörkeleinen der letzten Alben die bei vielen Fans auf Missfallen stießen hat man hier fast ganz zurückgefahren. Wer also immer der Meinung war, das Grave Digger ganz früher sehr viel besser waren, wird an den "Ballads" Freude haben.
Die ganze Entwicklung die Grave Digger durchgemacht haben scheint zurückgelassen und man hat eher das Gefühl, hier ein Debut-Album einer noch wenig verbreiteten Band vor sich zu haben.

Da ich Alben wie "Last Supper" und "Knights of the Cross" aber sehr gut fand und sogar am "Rheingold" hin und wieder einen Lichtblick durchschimmern sehen konnte, betrachte ich den Rückschritt zu den Wurzeln eher weniger positiv. Das Album klingt zwar wie früher, wird aber schnell langweilig.

"Funeral for a Fallen Angel" ist mMn das beste Stück, da es noch am ehesten wie die "neuen" Stücke klingt.
"Pray" ist ebenfalls ein durchwachsener Ohrwurm.
"Lonely the Innocent dies" bekommt einen Originalitätsbonus, da das Duett mit der Benediction-Sängerin so schön schräg klingt, dass man nicht weiß ob man es nun mögen oder hassen soll!
"Into the War" ist ein gutes schlechtes Beispiel eines absoluten Nervensägen-Songs. Wenn sich der Refrain zum xten Mal wiederholt zuckt der Finger automatisch zur Skip-Taste.
Der Rest des ALbums ist hingegen nicht der Rede wert.

Aber wie gesagt, Grave-Digger Fans werden zufrieden sein und allen kann man es schließlich nicht immer Recht machen!


Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers
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DVD ~ Brendan Fraser
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 4,85

13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung, 6. Dezember 2008
Natürlich, der erste "Mumie", war ein Glücksfall. Einer der besten Streifen überhaupt.
Die Fortsetzung "Mumie kehrt zurück" hat da schon einige verschreckt, weil sie doch sehr abgehoben daherkam.
Die "Scorpion King"-Sachen waren tatsächlich beide ausgemachter Müll.

"Mumie 3" hat nun auch seine Schwächen, aber ich hab ihn im Kino gemocht. An den ersten kommt er natürlich von der Atmosphäre und Originalität nicht ran, aber er ist ein unterhaltsamer kurzweiliger Actionstreifen in dem die liebgewonnenen Charaktere der ersten beiden Teile nochmal einige shcöne MOmente bekommen. Größte Schwäche des Films ist die Neubesetzung der Rolle der Eve. Da besteht schon ein ziemlicher Bruch.

ANsonsten ist der Film für Freunde des Popcornkinos absolut sehenswert, die Fortführung der Geschichte der Hauptcharactere interessant und gut gemacht. Nur kauft man Brendan Frasier nicht den um 15 Jahre gealterten Helden ab! Als Fortsetzung durchaus okay. Es gibt schlimmere Forstetzungen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2009 8:59 AM CET


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