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Rezensionen verfasst von
Paul Schreiber

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Jenny Marx. Die Biographie
Jenny Marx. Die Biographie
von Angelika Limmroth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

3.0 von 5 Sternen Mit Höhen und Tiefen, 20. Juli 2014
Das Buch ist sehr detail- und kenntnisreich geschrieben. Es stützt sich v.a. auf Zitate aus vielen Briefen.
Aber es zeigen sich leider auch einige Schwächen:

Häufig fehlt eine Einbettung in den historischen Kontext. Das ist bedauerlich, denn die Biographie überspannt einen Großteil des 19. Jahrhunderts und spielt zu weiten Teilen in Frankreich und England. Dadurch wirkt die chronologische Abfolge des Lebens von Jenny Marx trotz aller plastischen Beschreibungen etwas spröde.

Unverkennbar hegt die Autorin große Sympathie für ihre Hauptperson. Dadurch fehlt es ihr allerdings auch an der kritischen Distanz. Innerhalb der Familie Marx waren Spitznamen für diverse Personen (der Eheleute untereinander, ihre Kinder, Engels u.a.) offenbar üblich. Ich glaube aber nicht, dass man dies für eine Biografie übernehmen sollte. Jedenfalls wirkt es übertrieben.

Mehrfach wird betont, welch große Unterstützung Jenny Marx für ihre Ehemann bot, dass sie mit all seinen Ideen völlig übereinstimmte und ihm - und auch Engels - eine ebenbürtige Diskussionspartnerin gewesen sei. Die Autorin meint aber offenbar, die Person Jenny Marx von der Lehre und Ideologie Karl Marx' völlig entkoppeln zu können. Jedenfalls wird dieser Zusammenhang nahezu ausgeblendet.

Das Buch ist daher eine Biographie, aber nicht "Die Biographie".


Die Moltkes: Biographie einer Familie
Die Moltkes: Biographie einer Familie
von Olaf Jessen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche Geschichte im Brennglas eines Familienschicksals, 25. Dezember 2010
Der Name Moltke - genauer: die männlichen Protagonisten der Familie - verbindet sich auf eigentümliche Weise mit mehr als 100 Jahren preussischer, schleswig-holsteinischer und deutscher Geschichte. Jessen ist es gelungen, diese Zusammenhänge sehr spannend, flüssig geschrieben und kenntnisreich darzustellen. Aus dem großen Fundus von Briefen und zahlreichen weiteren Quellen fördert der Autor viele persönliche Details zu Tage, ohne sich im Übereifer in diesen zu verheddern. Besonders bemerkenswert etwa ist die Analyse der kultischen Überhöhung Helmuth v. Moltkes (d.Ä.), die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts anhielt. Eindrücklich auch, in welcher Weise der unmittelbare Beginn deutscher Kampfhandlungen des 1. Weltkriegs mit der Person Helmuth v. Moltkes (d.J.) verbunden war. Für jeden historisch interessierten Leser ist das Buch eine uneingeschränkte Empfehlung.


Der taumelnde Kontinent: Europa 1900-1914
Der taumelnde Kontinent: Europa 1900-1914
von Philipp Blom
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,90

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die andere Sicht der Dinge, 9. August 2010
Eine überaus gelungene und facettenreiche Darstellung europäischer Geschichte.
Blom betrachtet den Zeitraum zwischen Jahrhundertwende und 1. Weltkrieg nicht als End- und Höhepunkt des "langen 19. Jahrhunderts". Er wählt die Perspektive der zurückversetzten Vorausschau auf das 20. Jahrhundert. Der Autor beschreibt Zukunftsängste und Visionen, gesellschaftspolitische und kulturelle Tendenzen, die uns im weiteren Verlauf des Jahrhunderts erneut oder verstärkt begegnen. Und in dieser Hinsicht gab es viel mehr als militärische Säbelrasseln und den Kurs auf die Katastrophe des 1. Weltkriegs.
Bloms Abhandlungen gehen über den strengen Zeitrahmen 1900-1914 hinaus. Die chrologischen Jahreszahlen der einzelnen Kapitel dienen als "Aufhänger" für die jeweiligen Themen (z.B. aristokratische Machterhaltung, Frauenrechtsbewegung, antroposophische Weltanschauung), die meist - aber in unterschiedlicher Tiefe - bezogen auf die fünf europäischen Großmächte der damaligen Zeit beleuchtet werden. Dies alles ist mit vielen Quellzitaten illustriert und wirkt dadurch sehr lebendig.


Eventrecht kompakt: Ein Lehr- und Praxisbuch mit Beispielen aus dem Konzert- und Kulturbetrieb
Eventrecht kompakt: Ein Lehr- und Praxisbuch mit Beispielen aus dem Konzert- und Kulturbetrieb
von Mandy Risch
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakt - im besten Sinne, 5. März 2010
Das noch relativ junge Eventrecht begreift sich als Querschnittsmaterie, das die Rechtsgebiete umfasst, die durch eine größere öffentliche Veranstaltung berührt werden (können) und daher Beachtung finden müssen. All diese Rechtsgebiete anschaulich und verständlich darzustellen, wird das Buch vollauf gerecht. Wann hat man schon einmal über gut 470 Seiten einen Abriss über das Wirtschaftsprivatrecht, das Recht des Geistigen Eigentums, das Gewerberecht und das Abgabenrecht gesehen? Dabei werden diese Rechtsgebiete nicht nur kursorisch dargestellt, sondern teils mit bemerkenswerter Tiefe. So zeigen sich bspw. im Versicherungsrecht die profunden Kenntnisse der Autoren.
Das Werk richtet sich wohl in erster Linie an Veranstalter, Manager und nicht-juristische Stundenten. Aber auch wer sich als Jurist in als entlegen empfundene Rechtsgebiete - etwa das Zollrecht - einlesen möchte, findet hier die richtige Adresse. Insgesamt eine gute und sinnvolle Neuerscheinung.


Der Aktenvortrag im Zivilrecht
Der Aktenvortrag im Zivilrecht
von Claudia Theesfeld
  Broschiert
Preis: EUR 7,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu dünn, 5. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Aktenvortrag im Zivilrecht (Broschiert)
Das einzig interessante ist der sehr geringe Preis. Aber auch der lohnt sich m.E. nicht, für das schmale Büchlein ausgegeben zu werden. Die Seitenzahl wird durch extra großen Schriftgrad erreicht. Im methodischen Teil findet sich nur altbekanntes, keine wirklich wichtigen Tipps für die mündliche Prüfung. Das können andere Werke inszwischen besser. Der Aufbau-Teil erscheint nicht detailiert genug, wenngleich sich ein Unterabschnitt zum anwaltlichen Vortrag findet. Immerhin finden sich 5 Übungsfälle, aber das ist eigentlich nicht der Grund, warum man ein Anleitungsbuch kauft.


Zivilprozessordnung: Kommentiertes Prozessformularbuch
Zivilprozessordnung: Kommentiertes Prozessformularbuch
von Ingo Saenger
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Konzept, 3. März 2010
Unter den Formularbüchern zum Zivilprozess nimmt dieses Werk eine Sonderstellung ein. Zum einen ist es sowohl für Richter als auch für Anwälte gedacht und kann für beide Berufsgruppen nur empfohlen werden. Zum anderen handelt es sich nicht um ein klassisches nach Themen geordnetes Handbuch, sondern um ein Art Formularkommentar. Motto "Zu jeder Vorschrift der ZPO mindestens ein dazugehöriges Formular" (also Schriftsatz, Verfügung, Beschluss, Urteil). Häufig ist sowohl die anwaltliche als auch die richterliche Sicht dargestellt. Das Ganze ist mit Erläuterungen versehen, die ihrerseits den theoretischen Unterbau liefern. Erfreulicherweise sind auch "exotische" Nomen erfasst, zu denen man andernorts wahrscheinlich kein Formular finden wird.
Neben einem guten Kommentar sollte ein Ziviljurist dieses Formularbuch stehen haben.


Hans Ulrich Kempski berichtet: Große Reportagen eines legendären Journalisten
Hans Ulrich Kempski berichtet: Große Reportagen eines legendären Journalisten
von Gernot Sittner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitdokumente, 9. Februar 2010
Es handelt sich um eine beeindruckende Retrospektive aus 4 Jahrzehnten Geschichte, bezogen auf punktuelle Ereignisse, die teils in Vergessenheit geraten sind, teils über den Tag hinaus Bestand hatten. Die einzelnen Reportagen verlieren auch keinesfalls dadurch an Wert, dass man heute weiss, was nach den Ereignissen oder in ihrer Folge passierte. Kempski war ein Journalist "alter Schule" und seine Berichte sind in eben diesem Stil verfasst: detailreich und präzise, nicht schnörkelhaft sondern geschliffen und häufig pointiert. Sehr lesenswert und eine schöne Abwechslung zu manchem Artikel von heute.


Über die unentwickelte Kunst, ungeteilt zu erben: Eine Deutschstunde
Über die unentwickelte Kunst, ungeteilt zu erben: Eine Deutschstunde
von Kerstin Decker
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Am Ziel vorbei, 23. Januar 2010
Der Titel des Buches, sein Untertitel "Eine Deutschstunde" und die Bezeichnung auf dem Buchrücken "Ein deutsch-deutsches Geschichtsbuch" sind entweder überambitioniert oder bewusst irreführend gewählt. Denn es handelt um nicht weniger - aber auch nicht mehr - als eine Zusammenstellung von Artikeln, die die Autoren (in der DDR geboren) zwischen 2004 und 2009 in anderen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht haben, mithin eine Zweitverwertung. Diese Artikel beschäftigen sich meist mit bekannten Kulturschaffenden (Schauspieler, Regisseure, Schriftsteller) bzw. dem Kulturbetrieb der ehemaligen DDR. Sie sind durchweg fundiert und mit Sachkenntnis, ja mit Liebe zu Theater und Film, sowie sprachlich geschliffen geschrieben. Die Kulturlandschaft DDR wird politisch in ein System eingebettet, das nach Ansicht der Autoren von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.
Das lässt sich zwar hören, die geografische Fixierung auf den Osten Deutschlands kann gleichwohl nicht als "ungeteiltes" Erbe oder als "deutsch-deutsche" Geschichtsschreibung bezeichnet werden. In ihrem Prolog widmet sich Kerstin Decker - scheinbar unvermeidbar - der Unrechtsdebatte. Sie versteigt sich zu der These, die Frage ob die DDR ein "Unrechtsstaat" gewesen sei lasse sich nicht beantworten, weil die DDR nie ein Rechtsstaat habe sein wollen. So verstehe ich die Autorin jedenfalls und kann ihrer naiven Logik nicht folgen.


Das Beweisrecht der ZPO: Ein Praxishandbuch für Richter und Rechtsanwälte
Das Beweisrecht der ZPO: Ein Praxishandbuch für Richter und Rechtsanwälte
von Holger Jäckel
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marktlücke geschlossen, 11. August 2009
Dieses "Kochbuch" ist für junge Richter und Rechtsanwälte gleichermaßen empfehlenswert. In dieser Phase ist eine gewisse Berührungsangst zum Beweisrecht wohl weit verbreitet. Zwischen Kommentaren, Formularbüchern und Checklisten hat ein solches Anleitungsbuch daher noch gefehlt. Hervorzuheben ist die dogmatische Tiefe, es erschöpft sich also nicht nur in Handlungsanweisungen. Neben den Standardthemen gibt es auch Kapitel, die anderswo untergehen (z.B. PKH, § 142 ZPO). Die komprimierte Darstellung zur Bewertung von Zeugenaussagen ist ein guter Kompromiss im Verhältnis zur Spezialliteratur.


Der zivilrechtliche Aktenvortrag im Assessorexamen
Der zivilrechtliche Aktenvortrag im Assessorexamen
von Holger Jäckel
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 5. August 2009
Diese handliche und sehr preisgünstige Buch unterscheidet sich von anderen Werken zum Aktenvortrag bereits dadurch, dass es seinen Schwerpunkt beim Vortragstraining, der Präsentation und psychologischer Vorbereitung setzt und nicht nur juristisches Fachwissen vermitteln will. Das hilft, äußere Fehler zu vermeiden. Aber auch inhaltlich werden viele Formulierungsbeispiele geboten. Sehr nützlich ist das Kapitel zu anwaltlichen Fallgestaltungen, die andernorts meist zu kurz kommen. Den Abschluss bilden 3 Übungsfälle unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades, jeweils mit ergänzenden Erläuterungen. Hier kann man beim Kauf eigentlich nichts falsch machen.


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