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~Bücherwürmchen~

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Angelfall (Penryn & the End of Days, Book 1) (English Edition)
Angelfall (Penryn & the End of Days, Book 1) (English Edition)

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich nicht völlig überzeugt, 3. August 2012
Weil überall behauptet wurde, "Angelfall" sei durch und durch originell, waren meine Erwartungen sehr hoch und ich wurde diesbezüglich ein kleines bisschen enttäuscht. Als völlig neu empfand ich die Story nämlich nicht; mir kam es eher so vor wie "Hunger Games" (die kleine Schwester, die labile Mutter, die toughe Ich-Erzählerin) meets "Ashes" (Endzeitstimmung, Kannibalismus, etwas zielloses Umherwandern und Überlebenskampf) meets ... irgendeine paranormale Romanze (der übernatürliche, sexy Kerl).

Das ist im Grunde ganz und gar keine üble Mischung, doch hier findet sich leider eine Schwäche, die mir auch an "Ashes" aufgefallen ist: Das Ganze liest sich stellenweise eher wie ein Logbuch als wie ein Roman. Es wird zwar selten wirklich langweilig, aber es ist auch nicht so, als würde man ständig einen gut ausgeklügelten Spannungsbogen spüren; stattdessen liest man viel darüber, wie Penryn und der Engel verlassene Häuser durchsuchen, welchen Proviant sie essen, wo und wie sie übernachten etc.

Penryn hat mir gut gefallen - sie ist tapfer und auch ziemlich abgebrüht, aber wiederum nicht zu skrupellos. Dass sie manchmal etwas hart rüberkommt, kann man auch gut nachvollziehen, weil sie ja ihre kleine Schwester unbedingt retten möchte; sie ist also eine gute Identifikationsfigur. Raffe hingegen hat mich ab und zu eher verwirrt. Er wirkt die meiste Zeit über wie ein völlig normaler junger Mann, es gibt keinerlei Verständnisschwierigkeiten, er flirtet sogar recht bald mit Penryn und macht ab und zu sarkastische Bemerkungen. Dass er aus einer anderen Welt kommt, merkt man eigentlich nur dann, wenn er zum Beispiel nicht weiß, was Blasenpflaster sind oder dass man Instantnudeln essen kann. Das erschien mir doch etwas seltsam, und es hätte mir besser gefallen, wenn er insgesamt fremdartiger gewirkt hätte. So fand ich ihn in der zurzeit ständig wachsenden "literarischen Welt der übernatürlichen Hotties" doch eher austauschbar.

Und dann, nachdem die Story die meisten Zeit über relativ harmlos dahingeflossen ist, hat sie mich gegen Ende doch gepackt, aber die Spannung war eher von der "Autounfall"-Sorte: Auf wenigen Seiten wird man plötzlich mit allen möglichen Schrecklichkeiten konfrontiert, ohne wirklich erklärt zu bekommen, warum - widerwärtige Mutationen, Berge von Leichen verstümmelter Kinder, Kinder als Kannibalen mit Rasiermesserzähnen ... Ganz ehrlich, ich finde, solche Sachen mit Kindern statt mit Erwachsenen zu beschreiben ist doch ein ziemlich billiger Trick, um die Leser noch ein klein wenig mehr zu schocken. Mir wäre es lieber gewesen, die Autorin hätte einem hier weniger zugenähte Augen und Lippen oder leergesaugte Menschen präsentiert und dafür mehr Informationen: So versteht man bis zum Schluss nicht, warum die Engel eigentlich die Erde überfallen haben und weshalb sie solche grausigen Dinge mit den Menschen anstellen (und die meisten Engel scheinen das selbst nicht zu wissen). Es bleibt die Hoffnung, dass wenigstens im zweiten Teil mit einem überzeugenden Grund aufgewartet wird - und ja, um den zweiten Teil komme ich wahrscheinlich nicht herum, aber meine Freude auf einen Fortsetzungsband war oft schon wesentlich größer. Von mir gibt's leider nur enttäuschte drei von fünf Bücherwürmchen.


Mortal Instruments 05. City of Lost Souls (The Mortal Instruments, Band 5)
Mortal Instruments 05. City of Lost Souls (The Mortal Instruments, Band 5)
von Cassandra Clare
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,96

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Fans immer noch schön ..., 20. Mai 2012
... für skeptischere Leser nicht so sehr. Ich selbst zähle mich auf jeden Fall zu den Cassandra-Clare-Fans, und neben Roths "Insurgent" war "City of Lost Souls" das von mir am meisten herbeigesehnte Buch dieses Jahres. Innerhalb kürzester Zeit habe ich diesen Roman verschlungen, doch nun, da es an die Bewertung geht, fühle ich mich hin und her gerissen: Genossen habe ich die Geschichte ja; nach meinem Bauchgefühl zu schließen würde ich also gern die volle Punktzahl vergeben. Mein Kopf sagt mir allerdings, dass ich dieses Buch - wenn es nicht Teil einer von mir geliebten Reihe wäre - wirklich nur mittelmäßig finden würde. Bleiben wir also bei mühsam erreichten vier von fünf Bücherwürmchen.

Zum Inhalt: Wegen des von Lilith durchgeführten Rituals sind Jonathan (Sebastian) und Jace auf magische Weise miteinander verbunden. Wird der eine verletzt, blutet auch der andere, und was Sebastian will, danach strebt auch Jace. Nach zweiwöchiger Abwesenheit taucht Jace urplötzlich wieder bei Clary auf und diese muss mit Schrecken erkennen, dass ihr Freund nur noch eine schöne Hülle mit fragwürdigem Inhalt ist. Wie viel vom alten, von IHREM Jace ist noch in diesem Jungen zurückgeblieben, der auf einmal Sebastians Handlanger ist? Und wie soll man die beiden trennen, wenn der Tod Sebastians auch Jace' Tod bedeuten würde? Doch Clary wäre nicht Clary, wenn sie sich nicht Hals über Kopf auf eine tollkühne Mission begeben würde, um ihren Freund zu retten ...

So weit klingt die Story ja spannend, aber beim näheren Hinsehen erkennt man schnell, woran sie krankt: Da Jace den größten Teil der Geschichte als eine Art "Roboter" zubringt, leidet die Romantik zwischen ihm und Clary natürlich sehr. Ich finde das Cover deshalb auch unpassend, denn es gibt zwar nicht wenige Kussszenen zwischen den beiden, doch ich konnte mich auf die Liebesgeschichte überhaupt nicht richtig einlassen. Die vorigen Bände haben mir alle immer wieder Herzklopfen bereitet, aber hier ... gar nichts. Übrigens haben mich auch die als "heiß" gedachten Szenen zwischen den anderen Pärchen (und in diesem Buch gibt es viele!) ziemlich kalt gelassen, weil Cassandra Clare leider immer wieder dasselbe Vokabular dabei verwendet: Herzen hämmern gegen Brustkörbe, Finger graben sich in Haar, die Runennarben werden ertastet und für schön befunden. Irgendwann hat man davon doch genug.

Da wir schon bei den anderen Pärchen sind: Ich habe schon oft bewundert, wie Cassandra Clare es schafft, den Lesern Einblick in die verschiedenen Personen zu gewähren. Zumindest in den ersten drei Bänden hielt sich das aber noch in gewissen Grenzen: Man hat das Geschehen meistens durch die Augen Clarys, Simons und Jace' erlebt; aber hier gibt es einfach zu viele Personen, zwischen denen hin und her gesprungen wird: Clary, Simon, Isabelle, Magnus, Alec, Jordan und Maia (beide eigentlich ziemlich überflüssig für die Handlung), sogar Jocelyn und Maryse. Die Abschnitte waren oft sehr kurz, man hatte sich gerade an eine Sicht gewöhnt und wurde schon wieder herausgerissen. Dass das Buch so lang geworden ist, liegt wohl auch zum Großteil daran, dass Cassandra Clare jeder dieser Personen eine eigene Geschichte geben wollte. Nicht falsch verstehen: Die meisten Charaktere mag ich sehr gern, doch insgesamt hat es dem Roman doch an Fokus gemangelt. Die Handlung plätscherte so dahin und war dabei zwar durchaus unterhaltsam, aber man könnte sie mit wenigen Sätzen nacherzählen. Im letzten Teil der Serie erwarte ich mir dann wirklich deutlich mehr Action!


Insurgent (Divergent Series, Band 2)
Insurgent (Divergent Series, Band 2)
von Veronica Roth
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,05

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Fortsetzung mit ein paar Schwächen, 19. Mai 2012
Wie sehnsüchtig habe ich die Fortsetzung von Divergent erwartet! Jetzt habe ich leider eher gemischte Gefühle. Erst mal zur Handlung: Die setzt genau dort ein, wo sie im vorigen Band aufgehört hat. Nach der Attacke der Erudite auf das Abnegation-Hauptquartier sind Tris, Tobias und ein paar andere auf der Flucht.
(Was die "paar anderen" anbelangt: Ich konnte mich wirklich nicht mehr gut daran erinnern, wer wer ist, und leider wird das auch nicht noch einmal erklärt. Solltet ihr dasselbe Problem haben, schaut am besten in Veronica Roths Blog nach, dort bietet sie einen guten Überblick.)
Ich hatte ja gedacht, dass sich nach dem ersten Buch die verschiedenen Fraktionen aufgelöst hätten, aber das ist nicht der Fall. Gleich zu Beginn suchen Tris und Tobias bei den Amity Zuflucht und später kommen sie auch zu den anderen Gruppen. Das hat mich einerseits gefreut, weil ich gern mehr über die Eigenheiten der Fraktionen erfahren wollte, andererseits hat es die Geschichte schon etwas verwirrend gemacht: Die beiden Hauptpersonen reisen eigentlich ständig von einem Hauptquartier zum nächsten, man weiß kaum, wie sie dort hingelangen und wie viel Zeit vergeht (Tris' Schusswunde aus dem ersten Band verheilt jedenfalls während der ganzen Handlung nicht).

Zu den Charakteren: Ich fand Tris im ersten Teil sehr toll, aber diesmal ist sie mir ab und zu richtig auf die Nerven gegangen. Ich verstehe ja, dass sie Traumatisches erlebt hat ... und dass man einen seiner Freunde töten musste, um sich selbst zu verteidigen, verkraftet wohl niemand leicht. Aber in Büchern ist es manchmal doch besser, solche Dinge nicht ZU realistisch zu beschreiben, weil es das Lesevergnügen trübt, wenn der Hauptcharakter nicht und nicht über irgendein Ereignis hinwegkommt. Irgendwann wurden Tris' ewige Selbstvorwürfe schon ziemlich anstrengend, sie hatte streckenweise überhaupt nichts mehr mit der taffen Kämpferin aus Teil 1 zu tun, sondern hat sich in eine Art Märtyrerin verwandelt, der das eigene Leben kaum mehr was bedeutet. Ich habe ehrlich gesagt auch nicht ganz verstanden, wieso sie solche Angst davor hat, mit anderen über ihre Tat zu sprechen, und sich nicht einmal Tobias anvertrauen will. Schließlich hatte sie kaum eine andere Wahl als so zu handeln, und gerade ein Dauntless sollte das verstehen.

Das führt mich zu Tris und Tobias als Paar: Am Anfang des Buches war ich richtig begeistert von den beiden. Die Autorin hat wirklich sehr schön beschrieben, wie sie miteinander umgehen und wie sich ihre Beziehung entwickelt. (Auch wenn ich es ein kleines bisschen unrealistisch fand, dass es zwischen ihnen nur bei unschuldigen Küssen blieb.) Aber dann kamen Konflikte auf, die vieles von diesem schönen Gefühl wieder zerstört haben. Und dabei hätten die meisten dieser Probleme recht einfach gelöst werden können, wenn Tris sich nicht so stur und verschlossen und geheimniskrämerisch benommen hätte wie oben beschrieben ...

Alles in allem fand ich den Roman durchaus mitreißend und ich habe ihn auch in kürzester Zeit verschlungen. (Das Ende war für mich allerdings ziemlich heftig und irgendwie auch verwirrend, aber das soll jeder für sich entscheiden.) Bloß an den Vorgänger reicht dieses Buch eben leider nicht heran. Trotzdem auf jeden Fall noch lesenswert - vier von fünf Bücherwürmchen dafür!


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