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Rezensionen verfasst von
John Galt "Gamer" (Schwarzwald)

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Funeral
Funeral
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Arcade Fire: Funeral, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Funeral (Audio CD)
Wer hätte das gedacht? Immer mal wieder schafft es Pop-Kunst auf die vordersten Plätze der Beliebtheitslisten auf der ganzen Welt. Applaus für The Arcade Fire!
Hoch Zeit
Obwohl der Titel auf traurige Anlässe anspielt, haben zunächst mal Sänger und Sängerin der Band geheiratet, er heißt in diesem Falle sogar Win Butler, natürlich weder verwandt noch verschwägert mit der Roman-Figur Rhett. Kein Wunder übrigens, dass David Bowie einer der größten Lobredner auf die Band ist, viel erinnert in Fantasie und introspektiver Explosion an die Machwerke des Thin White Duke aus den Siebzigern. Die Stimme überschlägt sich, dreht auf und verschwindet wieder hinter dieser düsteren und doch so lebendigen Sound-Fassade.
Talking Franz
Mit "Neighbourhood #3 (Power Cut)" füllt sich der Raum auf einmal dann doch mit den frühen Achtzigern (Talking Heads mit Verzerrer) und den mittleren Nullern (Franz Ferdinand). Und am Titel lässt sich bereits erahnen, dass das Sextett es nicht auf die Charts abgesehen hat. Und nicht nur am Namen der Songs erkennt man Spuren von Eigensinnigkeit, die heute so vielen anderen Bands abgeht. Streicher führen uns an der Hand zu Pflanzen aus Soundcollagen und wildwüchsigen Liedern, die scheinbar in einem Garten wachsen, um den sich der Besitzer seit Jahrzehnten nicht gekümmert hat, die aber sehr wohl selber wissen in welche Richtung sie zu streben haben.
Elefant Six
Immer wieder schade, dass Vorreiter wie die amerikanischen Elephant Six-Bands (eine Art Hippie-Kommune, die großartige, extrem individualistische Bands mit großem pophistorischen Verständnis) es über Underground-Kult nicht hinaus schaffen. Freuen wir uns also an denen, die durchs Ziel kommen und hoffentlich auch damit etwas anzufangen wissen und neue Sounds und Lieder suchen können wie The Arcade Fire. Wären Beerdigungen doch nur immer so.


Lost and Found
Lost and Found
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 9,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mudvayne: Lost and Found, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Lost and Found (Audio CD)
Mudvayne erheben sich aus dem Dreck und sehen dabei manchmal erstaunlich sauber aus!
Neu gefunden
In Amerika sind die vier ehemals maskierten Musiker in den Charts direkt ganz nach oben geschossen. Die Sucht nach erprobtem Metal mit leichtem Rock/Pop-Appeal scheint groß, nachdem in diesem Sektor seit einiger Zeit nichts Welt bewegendes mehr erschienen ist. "Determined", der Opener der Platte zeigt gleich, dass Mudvayne wenig Lust auf Kompromisse haben. Noch weniger Lust haben sie inzwischen auf ihr bekanntes Make-Up, welches sie heute als "künstlerisches Mittel" deklarieren, das sie "verwendet haben, um unsere Idee zu kommunizieren". Man könnte es auch einen Marketing-Gag nennen, der nach Kiss, Slipknot und anderen als halbwegs erprobt, aber eben auch etwas überstrapaziert war und wahrscheinlich von der Plattenfirma oktroyiert wurde. Schwamm drüber, im wahrsten Sinne, jetzt wird blass gerockt.
Froh zu sein bedarf es wenig
Ganz unglücklich scheinen die Jungs über den Sinneswandel nicht zu sein, gibt ihre erste Single "Happy?" (zwar noch mit Fragezeichen versehen) doch einen eindeutigen Fingerzeig, in welche Richtung der Zug künftig fahren darf, ab nach "Cash-Hausen" nämlich. Mehr als geschickt verquicken Mudvayne dabei die rüpelhafte Kraft des Metal-Underground mit Melodien und alten Tricks aus der Rock-Kiste, die auch einen Whitesnake-Fan begeistern dürften. Dabei geht es über Stock und Stein und, wenn es sein muss, auch mal über sechs ("All That You Are") oder gar acht ("Choices") Minuten. Dies darf man vielleicht genauso als Dankeschön an all die eher progressiven Rockbands der Vergangenheit sehen (speziell der Siebziger und Achtziger) wie die Cover-Art, die vorne noch sehr an Korn gemahnt, hinten aber schon Pink Floyd und Rush zitiert. Summa summarum ist Mudvayne ein durchaus kraftvolles Album gelungen, das derzeit auf dem Metal-Thron recht einsam steht.


In Between Dreams
In Between Dreams
Preis: EUR 15,59

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jack Johnson: In Between Dreams, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: In Between Dreams (Audio CD)
Hier kommt der perfekte Mann für alle Frauen: Er sieht gut aus, er singt schön soft, er ist ein super Surfer, er macht Filme und ist erfolgreich.
Nur geträumt?
Jack Johnson ist schon mehr als ein Phänomen. Er spielt sanfte, säuselnde Lieder, die auf den ersten Moment eher eintönig und etwas einfach daherschlendern. Man ist versucht, nach drei Liedern den Reigen zu beenden und sich interessanteren Dingen zuzuwenden. Dann, durch einen Zufall, packt man die CD doch wieder in den Player, meist während man abwäscht, aufräumt oder sich gut unterhält mit einem Freund, den man lange nicht gesehen hat. Und irgendwie merkt man dann nach zehn, fünfzehn Minuten, dass einen die Musik doch mehr gefangen nimmt als das Gespräch.
Kaugummi
Johnson's Musik erinnert in vielem an Kaugummi. Man probiert es immer wieder, man hat einen schönen Geschmack, welcher erst mal nach einiger Zeit etwas verblasst. Es ist zäh, manchmal monoton, aber man behält es trotzdem im Mund, irgendwie cool. Man spuckt es dann aus und beginnt kurz darauf von vorn. Und schließlich empfiehlt man es weiter und es wird ein Massentrend. So geschehen bei Johnson. Kann natürlich auch alles am brillanten Aussehen des Mannes liegen oder an seinem bewegten Leben als Surfer und Filmemacher.
Geh mit Liebe und G. Love
Nicht unentscheidend mitgewirkt am Erfolg und Aufstieg des Mannes hat G.Love, der einen ähnlich relaxten Zugang zu Musik hat wie Johnson. Auch Ben Harper darf sich freuen: In seinem Vorprogramm wurde schließlich eine Vielzahl von Menschen auf Johnson aufmerksam und eins kam zum nächsten. Inzwischen hat Johnson über 2,5 Millionen verkaufte Tonträger an Mann und vor allem Frau gebracht. "In Between Dreams" könnte ein weiterer Sechssteller werden. Hoffentlich beschwert der Mann sich nicht zu sehr über sein hartes Schicksal.


Beautiful Intentions
Beautiful Intentions
Wird angeboten von Mc-MEDIA-LEMGO Alle Preise inkl. 19% Mehrwertsteuer. Impressum und AGB`s unter Verkäuferinfo.
Preis: EUR 5,54

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Melanie C: Beautiful Intentions, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Beautiful Intentions (Audio CD)
Raus aus dem Strech-Anzug ist sie längst: Sporty Spice wirft ihr inzwischen drittes Soloalbum unter die Leute.
Frau mit Gitarre
Melanie C war die Hupfdohle der legendären Spicegirls. Mit Leggings und Plateau-Turnschuhen schlug sie Flickflacks auf der Bühne. Das ist vorbei, längst, und trotz eines gewissen Charmes, auch zum Glück. Melanie C war es, die sich als einziges Spicegirl als dauerhaft erfolgreiche Solokünsterlin einen Namen machen konnte. Das Geheimnis ihres Erfolges: Schwimm ein wenig mit der Welle und halte dich an eine musikalische Formel, die immer irgendwie funktioniert: Rockmusik.
Jetzt aber richtig
Mel's letztes Album "Reason" verkaufte zwar recht wohlig, musste sich aber von vielen Fans den Vorwurf spröder Langweile gefallen lassen. Das ist nun vorbei. Ambitioniert, rüde und ehrlich gibt sich Melanie C in Interviews, und wenn die Dame ihr Werk dann auch noch "Beautiful Intentions" nennt, weiß man, dass sie es wirklich wissen möchte. Mit der Auskopplung "Next Best Superstar" hat sie das ja bereits textlich und musikalisch bestätigt. Vergleichsweise rauh und schnell geht es auch auf "Beautiful Intentiions" zu. Schön der Titelsong, "Never Say Never", "Good Girl" und der programmatische Ausklang "You'll Get Yours". Produziert hat Greg Haver, den findige Gitarrenfreunde sicher als den Mann der Stunde bei Franz Ferdinand kennen. Nicht ganz so aufregend wie der gefeierte "Nothern Star", aber ein rundes Rockalbum ist "Beautiful Intentions" geworden. Kompliment.


Frieden
Frieden

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Extrabreit: Frieden, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Frieden (Audio CD)
Breite sterben niemals aus: seit 1998 tot geglaubt, treten Extrabreit noch einmal an die Instrumente.
Kleinbild statt Breitwand?
Als Extrabreit 1998 mit dem Album "Amen" ihren fulminanten Abschied geben wollten, ließen sie weinende Fans zurück. Nicht aber, weil man so traurig über den Abgang war, sondern weil Album und Tour ganz gründlich in die Hose gingen. Sieben Jahre hat sich die Band darauf, abgesehen von einigen Einlagen hier und da zurückgehalten. Auch als Nena ihr Comeback feierte, ertönte, ganz gegen alle Erwartungen, zunächst nichts. Dafür aber jetzt: "Frieden" heißt das Album, schwarzweiß ist das Cover und eine Pistole ist drauf.
Ballerrock und Punk
Viel mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen. "Frieden" ist ein Punkrockalbum. Schlicht, ehrlich und ohne Rücksicht auf Klangverluste ins Pult geschrammelt. Songtechnisch fehlt der große Wurf, aber, wer wollte den bei Extrabreit schon erwarten. Stattdessen rechnet der leider stimmlich etwas vergilbte Kay Schlasse alias Kai Havaii in gewohnt politischer Manier humorvoll mit Staat, Gesellschaft und der Welt ab. "Die Multis und der Staat", "Männer ohne Gleichen", "Kein Traum" die obligatorische Ballade "Dies, Das und Jenes", Hand auf's Herz, keiner würde merken, dass dies nicht die Platte nach "Welch ein Land, was für Männer" ist, abgesehen vielleicht vom musikalischen Handwerk. Irgendwie gut so.


Veneer
Veneer
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 12,68

25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen José Gonzáles: Veneer, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Veneer (Audio CD)
Es gibt ihn noch, den kleinen Barden mit der Gitarre, der besonnen an seinem Nylonsechssaiter zupft und das ganz große Gefühl in den Herzen der Zuhörer entfacht.
Ein Mann - ein Land
José Gonzáles ist hierzulande ein unbeschriebenes Blatt. Nicht verwandt mit dem ledendären Produktions- und Marketingstrategen Gonzales, zieht es ihn nur gelegentlich und aus Versehen in die Schlagzeilen. In Skandinavien, namentlich in Göteborg, der Musikschmiede Schwedens, ist das anders. Hier ist Gonzáles längst ein gefeierter Star und konnte sogar den Hitlisten eine Stippvisite abstatten. Die Zeit ist also reif für die paneuropäische Ernte.
Ein Mann - ein Ton
Es hat etwas von Fußgängerzone oder Studentenclub, wenn José Gonzáles in die Gitarre greift und ihr mumpfige Mollakkorde entlockt. Das ist sicher kein unangenehmer Zufall - der gebürtige Argentinier hat lateinamerikanische Folklore mit der Muttermilch aufgesogen, und die ganz Großen des Chanson- und Songwriter- Genres von Gilberto und Moustaki bis Dylan und Simon haben ihn in seiner Jugend im Kassettenrekorder begleitet. So etwas prägt und lehrt zugleich. So hat Gonzáles auch gelernt, dass es nicht nur auf die Musik, sondern auch auf den Text ankommt. Ein kleines Poesiealbum mit bitterem Beigeschmack ist das Booklet zu "Veneer" dann auch geworden: "Deadweight on velveteen. It's retainend emptiness", "Slow moves. A compromise between honesty and lies. To lead me past their sly disguise" heißt es da semantisch ausgereift und schwermütig. Dazu fallen die mal locker im Bossa, mal im zarten Zupfling dargebrachten Songs wie kleine kleine Wollmäuse aus den Boxen. Die leichte Indie-Note tut das Übrige zum Wohlbefinden. Eine sehr schöne Platte ist das, veröffentlicht übrigens auf dem zukuntsträchtigen "Peacefrog"-Label, das bereits 2004 Nouvelle Vague zum großen Durchbruch in Deutschland verhalf.


Fallen Angel
Fallen Angel
Preis: EUR 13,27

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Maxim: Fallen Angel, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Fallen Angel (Audio CD)
Auch die Neunziger hatten ihre Paradiesvögel. Maxim alias Keith Palmer von The Prodigy gehörte mit Sicherheit dazu. Nun will es der Mann doch 2005 tatsächlich noch einmal wissen.
Im Reich des Zappelphillipp
Skandale waren vorprogrammiert, als The Prodigy mit "The Firestarter" durch die MTV- und Viva-Landschaft rauschten. Zwar hatte die epileptische Show des wüst geschminkten Protagonisten ein bisschen was von Bobby Farell oder dem derben Mumenschanz der späten Siebziger, aber musikalisch war die Industrial-Speed-Punk-Nummer und die ihr folgenden Alben schon etwas besonderes. 2001 brachte Maxim schließlich sein erstes Soloalbum heraus und ging damit wie erwartet ziemlich unter. "Fallen Angel" ist also als Titel seines neuen Albums in doppelter Hinsicht sinnbildlich zu verstehen.
Neues Spiel, neues Glück
Es piepst und rumpelt, surrt und fiept. Verkanntete puristische Beats, Marke Mitte Achtziger, low tech EBM, sparsame Gitarren und dicker Bass: das sind die Bausteine, aus denen Maxim sein Album zusammengebastelt hat. Die Mischung überzeugt beim Opener "Nouveau Riche", gefällt beim folgenden Titel gut, bei Titel drei nur noch ein bisschen. Spätestens, wenn beim Titelstück "Fallen Angel" außer einer begleitenden Frauenstimme musikalisch noch immer nichts Neues passiert ist, weiß wan, was jeder schon ahnte: Keith Palmer sind nun auch die letzten Ideen ausgegangen. Da hilft nun auch der schon damals oft überstrapazierte Schockfaktor nicht mehr. Schade.


Waiting For The Sirens' Call
Waiting For The Sirens' Call
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 10,45

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New Order: Waiting For The Sirens'Call, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Waiting For The Sirens' Call (Audio CD)
Auch wenn New Order inzwischen gut und gerne Old Order heißen könnten, das Legitimationskomitee nickt auch die neue Platte zufrieden ab.
Heute blau, Montag blau
Einst mit "Blue Monday" an der Speespitze einer neuen elektronischen Bewegung, die Nerds und Neuköllner unter einer Haube vereinte, können New Order auch nach zig Jahren im Business glaubhaft versichern, dass ihnen Musik noch Spaß macht, und dass neue Platten von ihnen auch 2005 noch lohnen. Natürlich darf man aktuelle Aussagen wie die, dass sie erst mal ihre Instrumente untereinander getauscht und von vorne angefangen hätten, was das Songwriting betrifft, nicht sonderlich ernst nehmen. Der Opener "Hey Joe" schreit einen förmlich an: Alles beim (guten) alten!
Warten auf eine Sirene
Auf alles aus dem Lot bringende Sirenen wartet man schließlich auch vergeblich, aber dafür bekommt man New Order at their best, so wie die Fans sie haben wollen. "Hey Now What You Doing" zum Beispiel könnte zwar auch von Duran Duran sein, wenn die mal ne elektrische Gitarre entdeckt hätten, aber Bernard Sumner bringt seine Stimme dann doch immer im entscheidenden Moment richtig ein. Und auch wenn alles eine Idee natürlicher und wuchtiger, band-mäßiger klingt, das Leere, diese kleine Sehnsucht im großen Popsong (oder umgekehrt) ist immer noch vorhanden. "Krafty", die erste Single, gemahnt mit der Twang-Gitarre etwas an andere 80er Helden, The Cure, bevor Melodie und Refrain so typisch Englisch sind, wie Fish'n'Chips. Fazit: Kaum neue Ordnung in der alten Ordnung, an die man sich in seinem Musikzimmer ja auch schon gewöhnt hatte. Ist ja auch irgendwie gemütlich hier.


Playboy - The Mansion
Playboy - The Mansion
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 30,95

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Playboy: The Mansion, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Playboy - The Mansion (Videospiel)
Wer kennt ihn nicht, den Boss vom Playboy, Hugh Hefner?! Und wer würde nicht gerne einmal seinen Platz einnehmen?! In Ubisofts Playboy: The Mansion bekommt ihr die einmalige Gelegenheit dazu! Was im Vorfeld aber auf ein ordentliches Erotikspiel hoffen ließ, ist letzten Endes nur ein Sims-Klon geworden, in dem Erotik kaum vorhanden ist. Playboy: The Mansion ist in mehrere Missionen unterteilt, in denen ihr das Magazin produzieren und vermarkten müsst und euch mit dem erwirtschafteten Geld neue Sachen für eure Villa kaufen könnt. Und das ist auch bitter nötig, denn zu Beginn ist diese noch spartanisch eingerichtet und euren Häschen wollt ihr ja auch etwas bieten.
Wie gesagt erinnert Playboy: The Mansion sehr an Die Sims von Electronic Arts. Und so macht ihr euch auf den vielen Partys an verschiedene wichtige Personen heran und versucht so Kontakte zu knüpfen, die eurem Magazin auf die Sprünge helfen. Die geknüpften Kontakte müssen natürlich auch gepflegt werden! Daneben müsst ihr aber auch eigenes Personal einstellen, welches sich um die Artikel in eurem Magazin kümmert. Bei den Fotoshootings steht ihr selbst hinter dem Objektiv, wirklich erotische Momente erlebt ihr jedoch nicht mit - ihr bekommt maximal nackte Brüste zu sehen. Und diese locken nun wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.
Generell bietet Playboy: The Mansion viel zu wenig Sex, ein Hugh Hefner führt nicht ein solch abstinentes Leben. Besonders lächerlich sind die Szenen, wenn Charaktere komplett angezogen so tun, als würden sie miteinander verkehren. Auch der Rest des Spiels stößt nicht in andere Tiefen durch: Die Gespräche bleiben stets trivial, die Aufgaben simpel, die Produktion des Magazins und die Einrichtung eures Hauses ist zu einfach. Das traumhafte Playboy-Imperium verkommt so zur billigen Seifenoper. Der der Packung beiliegende Gutschein für ein echtes Playboy-Magazin ändert daran überhaupt nichts mehr.
Auch technisch hat Playboy: The Mansion leider kaum etwas zu bieten. Die Grafik ist nicht schlecht, aber die theoretischen Möglichkeiten der einzelnen Systeme werden nicht ansatzweise genutzt - die Texturen kommen kaum über anständiges Mittelmaß hinaus, auch wenn die Animationen ganz gut sind. Der Sound ist aber langweilig, die Sprachausgabe sogar peinlich. Im Jahre 2005 müsste da einfach mehr drin sitzen.
Fazit: Playboy: The Mansion ist zugegebenermaßen eine echte Enttäuschung, die bereits nach einer Stunde keine Motivation mehr aufkommen lässt. Das ganze Spielprinzip gestaltet sich viel zu trivial, als das es über mehrere Stunden hinweg Spaß machen könnte. Etwas Sex könnte darüber hinweg täuschen, doch wird dieser leider praktisch nicht geboten. Für zwischendurch könnt ihr euch den Titel mal ansehen, wenn ihr aber eine Lebenssimulation wollt, dann holt euch die Sims ins Haus.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2012 10:57 AM CET


Der SpongeBob Schwammkopf Film
Der SpongeBob Schwammkopf Film
DVD ~ David Hasselhoff
Preis: EUR 5,66

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Spongebob-Schwammkopf Film, 3. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der SpongeBob Schwammkopf Film (DVD)
Story:
Nachdem der glubschäugige und hyperaktive Schwamm nun schon seit 1999 erfolgreich in der Fernsehserie Kinder und Kindsköpfe zum Lachen gebracht hat, kommt er nun auch auf die Leinwand:
In dem von kurzen Realfilmsequenzen durchsetzten Kinodebüt, müssen Bob und Patrick die gestohlene Krone von König Neptun ausfindig machen. Dabei geraten sie an eine Gang von Motorradrockern, fallen wegen übermäßigen Eiskonsums ins Delirium tremens, streiten sich mit nihilistischen Zöllnern und rasen in einem von Frittierfett getriebenen Krabbenburgermobil vor Killerfischen davon.
Kritik
Ein Film, dessen Showdown auf dem Rücken von David Hasselhoff stattfindet, kann nicht ganz schlecht sein. Die fantasievolle Lust am Surrealen und Infantilen, mit der Stephen Hillenburg, Autor, Regisseur und ehemaliger Meeresbiologe, die Abenteuer des übereifrigen Schwammes Bob und seines treudoofen Seestern-Kumpels Patrick erzählt, ist erfrischend.
Warum also sollte der Baywatch-Bademeister dem Meeresgetier nicht als Wassertaxi dienen? Und warum sollte nicht plötzlich ein fischiger Auftragskiller mit seiner Unterwasser-Harley auftauchen und auf Hasselhoffs Rückseite Randale machen?
In Bobs TV-Episoden versammeln sich schon seit Jahren ein geldgeiler Krebs, ein texanisches Eichhörnchen im Taucheranzug, schurkiges Plankton, eine miauende Schnecke und allerlei andere auf evolutionären Nebengleisen existierende Salzwasser-Wesen in immer wieder neuen, abstrusen Geschichten.
Fazit: Nach "Findet Nemo" ein neuer bunter Meilenstein des surrealen Unterwasserfilms


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