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Rezensionen verfasst von
Andrej

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Schwarz in Schwarz
Schwarz in Schwarz
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oh, der Schmerz; Ach, die Pein..., 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwarz in Schwarz (Audio CD)
Bereits die Ankündigung des Albums "Schwarz in Schwarz" auf dem Wacken Open-Air anno dazumal, ließ mich stutzig werden.
Ein Bekenntnis zur Schwarzen Szene? Ein Anknüpfen an "Engelskrieger"? Das klang für mich arg nach der blumigen Umschreibung von: Es wird wohl wieder ein fulminantes Metal-Gedresche, über dessen Sinngehalt noch zu entscheiden ist.
Und ich hatte so gehofft, dass StS nach Kreuzfeuer doch wieder ein Stück weit ihre Wurzeln finden würden...

Doch nun zum Album:
Von den Songs ist mir keiner wirklich lange Zeit im Ohr geblieben, allerdings krampfte sich mein "lyrisches Ich" schon beim ersten Hören mehrfach schmerzhaft ob der "Reim-Dich-oder-ich-fress-Dich"-Attitüde der meisten Texte zusammen.
Da wurden wiederholt "Ich" auf "Dich/Mich/Tisch" und "Mein" auf "Sein/Dein/Schein" gereimt, was einen recht dahingeschusterten, einfallslosen Gesamteindruck hinterlässt.
Bei manchen Liedern lässt auch die Metrik zu wünschen übrig; so zum Beispiel wird das namensgebende "Dunkel" im fast gleichnamigen Song mehrfach als "Du-hu-nkel" intoniert, was ich als eher störend empfand. Das haben wir alles schonmal irgendwie lyrischer, metaphorischer und vorallem sprachlich eleganter gehört.

Auch thematisch kann Schwarz in Schwarz bei weitem nicht mit "Engelskrieger" mithalten. Viele Songs greifen zwar gesellschaftlich polarisierende, brisante Themen auf, handeln diese dann aber auf höchst platitüdenhafte Art und Weise, mit viel lahmer Moralapostelei und Schwarzseherei ab.
Schweißhände und Fingerzittern, wie Narben oder Abendlied konnte bei mir keiner der Songs auslösen.

Musikalisch haben StS mit diesem Album das Rad auch nicht gerade neu erfunden; fast alle Songs erinnern an Bereits Gehörtes, nur glattgebügelt und von einer wummernden Metal-Bass-Walze überrollt,
Wo bitte sind die tollen mittelalterlichen Elemente? Wo sind Laute, Leier, Tin Whistle (dass Eric die spielen kann wissen wir alle) und Co? Wo zur Hölle ist Frau Schmidts Geige? Der wurde auf diesem Album auch kaum Respekt gezollt.
Mir fehlen die kleinen, chorartigen Musikstücke, wie Stille Nacht oder Canticum Satanae. Die herzzerreißenden Balladen. Und Lieder, die das Zeug zum Kultstatus haben, wie Julia und die Räuber. Das alles hat Subway to Sally mal ausgemacht.

Im Großen und Ganzen habe ich mich über Schwarz in Schwarz sehr geärgert. Vor allem weil ich mich als Mitglied der Schwarzen Szene von den Texten und deren Metaebene, insofern es hier überhaupt noch soewtas gibt, nicht angesprochen fühle. Und weil die Macher dieses Albums irgendwie nicht mehr die Band sind, die mich einmal über alle Maßen begeistert haben.
Schade. Ehrlich. Dabei hätte ich es so gerne gemocht.


Irisch keltische Harfe 27 Saiten NEU Harp
Irisch keltische Harfe 27 Saiten NEU Harp

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für den Laiengebrauch zufriedenstellend, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Irisch keltische Harfe 27 Saiten NEU Harp
Als blutiger Anfänger von zahlreichen Harfenforen reichlich verunsichert, was den Kauf einer preisgünstigen Harfe aus Pakistan anbelangt, muss ich sagen, dass ich den Kauf mit einem etwas beklemmenden Gefühl in der Magengegend getätigt habe.
Man liest ja so einiges, negatives über besagte Instrumentengruppe.
Als dann schließlich, nach nur zwei Tagen, mein Päckchen samt großzügig und sicher verpackter Harfe ankam, erwiesen sich allerdings etliche Zweifel als unbegründet.
Man hatte mir keinen laveden Eierschneider geschickt.
Erfahrene Harfner mögen ob meiner Einschätzung wahrscheinlich den Kopf schütteln, allerding glaube ich, dass der Großteil der Käufer einer Harfe in diesem Preissegment diese eher für den Privatgebrauch oder als Einsteigerinstrument zu nutzen gedenkt.
Am ersten Tag habe ich schier endlose Stunden damit zugebracht, die Harfe zu stimmen, wobei ich, angekommen beim C am oberen Ende des Tonumfangs auch gleich wieder beim Es am unteren Ende anfangen konnte.

Es ist wahr, die Harfe hält anfangs die Stimmung schlecht oder kaum, nach einer Woche regelmäßigen und geduldigen Stimmens ist dieser Umstand aber bereits merklich zurückgegangen. Mittlerweile betrifft es nur noch drei, vier Saiten im mittleren Segment.
Die höheren Töne klingen vor allem im Vergleich zu einer Harfe vom Instrumentenbauer wesentlich dünner, was man aber wenigstens teilweise durch eine ordentliche Handhaltung wieder wettmachen kann. Die ersten beiden Octaven haben einen vollen Klang, es scheppert und schnarrt auch bei der Nutzung der Halbtonklappen nichts.

Es ist sicherlich kein High-End Produkt, wenn man aber nicht unter dieser Prämisse an das Instrument heran geht, sondern es als kostengünstige Einsteigeralternative sieht, wird man sicherlich seine Freude daran haben.

Die Harfe ist bei weitem nicht so schlecht, wie oftmals behauptet und sieht zudem schlichtweg fantastisch aus.


Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond
Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond
DVD ~ Amanda Seyfried
Preis: EUR 5,00

228 von 301 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Großmutter, warum kann ich meinen Mund nicht schließen ?, 25. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond (DVD)
Red Riding Hood ist wieder einmal ein Film, der einem großen Vorbild versucht nachzueifern und dabei grandios scheitert. Die spannende und moralisch wertvolle Vorlage lieferten die Gebrüder Grimm vor ca. 200 Jahren. Während das Märchen bei durchschnittlicher Fantasie des Lesers immernoch schöne Bilder und eine dichte Atmosphäre erzeugen kann, beweist "Red Riding Hood" wie im Jahre 2011 mit "modernster" Filmtechnik und "Starbesetzung" dies ja anscheinend nicht möglich ist. Aber um nicht polemisch zu erscheinen, will ich im Folgenden auf die Unsinnigkeiten dieses Machwerks eingehen.

Zunächst scheint es Frau Hardwicke unmöglich sich ein halbwegs authentisches, mittelalterliches Europa vorzustellen. Wahrscheinlich ist sie als Texanerin einfach überfordert gewesen mit dieser schwierigen Aufgabe ein Dorf und deren Bewohner zu kreieren. Da haben wir die immer gut im Saft stehende Dorfbevölkerung, die trotz nirgendwo ersichtlicher Landwirtschaft stets wohlgenährt daherkommt. Aufgrund dieser umfassenden Ernährung aus den nicht vorhandenen Feldern, erzeugen diese Menschen dann derart viel Wärme, dass sie auch bei stets tiefsten Schnee immer leichtbekleidet umherlaufen. Natürlich ist diese leichte Bekleidung auch sehr adrett, wie man das von armen Bauern eben so erwartet. Den Vogel schießen dann die Hauptcharaktere ab. Der schmierige "Peter" lehrt dem Zuschauer, dass bereits zur damaligen Zeit Haargel zum Standard gehörte. Nebenbei hat er sich entweder dreimal am Tag rasiert um absolut keinen Bartansatz zu zeigen, oder ist, was auch möglich ist, gerade einmal 14. Woran merkt man spätestens, dass dieser Film aus den USA kommt ? Es musste ja unbedingt noch der politisch korrekte Anteil Schwarzer und Asiaten vorkommen. Hier erscheinen einfach mal so aus dem Nichts als Leibwachen des Paters zwei Dunkelhäutige und nebenbei eine asiatische Großmutter mit Stahlelefanten. Warum, wieso, weshalb diese in einem verschneiten, mittelalterlichen Bergdorf auftreten weiß wohl außer der Behörde für politische Korrektheit niemand.

Warum fallen diese Kleinigkeiten so auf ? Naja bei einem Film mit fesselnder Handlung wären diese Dinge vllt. im Farbenspiel der Bilder und der mitreißeden Erzählweise untergegangen. Stattdessen wird man dazu genötigt, sich sterbenslangweilige, elendslange Teenagerdialoge anzutuen, deren Inhalt nicht die Informationsdichte von Tütensuppeningredientien übersteigt. Dazu ein Bsp. aus der Szene, als die Hauptdarstellerin "Valerie" gerade am Pranger steht und mit einer Freundin spricht.

Achtung:

Freundin: "Aber ich wollte dir sagen, ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll."
Valerie. "Du musst garnichts sagen!"
Freundin: "Ich will es aber......ich möchte, dass dir klar ist.....du magst Roxanne täuschen....mich aber nicht....jetzt nicht mehr."

So gehaltvoll geht es den ganzen Film über. Stets gibt es lange Pausen, damit dann drei Worte gesagt werden, die jeder normal sprechende Mensch sofort mit erwähnt hätte ohne dreimal zwischendurch zu stöhnen. Ich..... "stöhn" meine......so redet......doch niemand "stöhn" ...........oder ?

So "spannend" wie die Dialoge ist auch die Handlung um den "bösen" Wolf. Dramatisch fegt er in peinlichen Szenen durchs Dorf um dann vor Valerie stehenzubleiben und mit großen Kulleraugen "miau" zu machen. Unser von da an sprechendes Wölfchen säuselt ihr was von "Das Dorf verlassen" vor usw.....blabla blubb. Von da an ist klar, was die Bestie ist und, dass auch beim Nächsten Erscheinen nichts weiter passiert, als mal wieder Teenagerdialoge nur diesmal vom Wolf gesprochen. Im Endeffekt interessiert es auch garnicht weiter wer der Wolf eigentlich ist, da man die ganze Zeit nur genervt ist von den ständigen Blenden auf die debile Valerie. Würde man aneinander schneiden wie viele Minuten diese Frau einfach nur mit ihrem immergleichen Gesichtausdruck dasteht, wäre wohl 1/3 des Filmes gezeigt. Dabei hat sie natürlich permanent den Mund offen, was sie ungemein intelligent erscheinen lässt. Ganz ehrlich, ich kenne KEINEN Menschen, der ständig den Mund auf hat, als ob er irgendie gelähmt wäre.

Zum Schluss möchte ich ein Frage loswerden. Für welche Zielgruppe ist dieser Müll ? Eingefleischte Horrorfans langweilen sich zu Tode. Leute mt Anspruch an Schauspieler und Handlung schauen "Black Swan" oder ähnliche Filme. Bleibt nur zu hoffen, dass die eigentliche Zielgruppe, nämlich 14 jährige Mädchen, irgendwann auch mal sowas wie Anspruch entwickel, damit nicht weiterhin so ein Mist produziert wird. Es ist schlimm, dass man anscheinend heutzutage der Meinung ist mit platten Dialogen, prüden Erotikszenen und versteinerten Mimiken, den Nerv interessierten junger Leute mit Niveau zu treffen. Sagt diesem Schwachsinn ab!
Kommentar Kommentare (34) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2013 3:35 AM CET


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