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Beiträge von helmut seeger
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Rezensionen verfasst von
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe)
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Gedichte: Vollständige Ausgabe
Gedichte: Vollständige Ausgabe
Preis: EUR 0,99

1.0 von 5 Sternen Nur für Norweger, 21. Juli 2014
Geistreiche Metaphern? Dramatische Lyrik? Große Emotionen? Humor? Das alles sucht man hier vergebens. Stattdessen gediegene Langeweile, wohin man liest. Norweger werden unter Umständen mit der einen oder anderen historischen Anspielung noch etwas anfangen können. Alle anderen werden bei der Lektüre eher sanft entschlummern.
Immerhin hat sich der Übersetzer bemüht, und das weitgehend geglückt, die Übersetzung in ein angemessenes Versmaß zu bringen.


Gesundheit! Was die Medizin so alles kann (GEO eBook)
Gesundheit! Was die Medizin so alles kann (GEO eBook)
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen stellenweise faszinierende Einblicke in den Stand der Forschung, 7. Juli 2014
Hier wird einiges geboten, was den aktuellen Stand (d.h. eigentlich den der Jahre 2009 bis 2011) der Medizin anbelangt: Allergien, Schmerzbehandlung, Alzheimer, Organspende, alternative Medizin, Bedeutung der Muskeln bis hin zur Darmverpflanzung und dem Stress der klinischen Ärzte. Zu guter Letzt kommt noch die Traumaforschung zu Wort.
Die Artikel sind alle auf GEO-Niveau, und man kann sich hier einen stellenweise faszinierenden Einblick in den Stand der medizinischen Forschung und Praxis verschaffen. Für alle, die von einem der erwähnten medizinischen Bereiche direkt betroffen sind, ist das Heft ohnehin eine unbedingte Empfehlung.


Stirb ewig: Thriller
Stirb ewig: Thriller
von Peter James
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

3.0 von 5 Sternen sattsam bekannte Biografie, 7. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Stirb ewig: Thriller (Taschenbuch)
Wahrscheinlich wird es demnächst eine App geben, mit deren Hilfe sich jeder potentielle Thrillerautor seine eigenen Handlungsbausteine und Charaktere zusammenklicken kann.
Einen Vorgeschmack dessen, was dann dabei herauskommen könnte, liefert Peter James mit diesem Werk. Nach der originellen Grundidee und starkem Beginn verflacht dieser Roman immer mehr.
Ein Ermittler, dessen Biografie (vor Jahren spurlos verschwundene Ehefrau) einem sattsam bekannt vorkommt, eine Handlung, die nach 50 Seiten schon offen liegt, „überraschende“ Wendungen, immer unglaubwürdiger werdend, äußerst lieblos zusammengestückelte Charaktere aus dem Creative Writing-Baukasten, Fehlen jeglicher Originalität. Sieht man mal davon ab, dass der Ermittler seine Fälle mit Hilfe von Wahrsagern löst.
Zugunsten des Romans lässt sich sagen, dass die administrative Polizeiarbeit glaubwürdig rüberkommt, und dass die Organisation der englischen Polizei nachvollziehbar geschildert wird.
Außerdem unterhält der Roman trotz der Schwächen leidlich.
Aufgrund der unaufgelösten Handlungsstränge lässt sich hier aber schon voraussagen, worauf die weiteren Romane von Peter James vermutlich aufbauten.
Ich muss aber gestehen, dass ich nach der Lektüre wenig Lust verspüre, diese Vermutung zu verifizieren.


DuMont direkt Reiseführer Mailand
DuMont direkt Reiseführer Mailand
von Aylie Lonmon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchdachtes Konzept, 2. Juli 2014
Bei diesem Reiseführerkonzept hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht. Allein das Kartenmaterial ist das Geld wert.
So enthält der Reiseführer auf den vorderen Umschlagseiten eine Übersichtskarte, auf der die 15 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einem vereinfachten Stadtplan zur ersten Orientierung aufgezeichnet sind. Am Ende findet sich der Cityplan, ein umfassenderer Stadtplan, der zugleich den U-Bahn-Plan und einen Plan der Umgebung für Ausflüge enthält.
Dieses Kartenmaterial reicht im Grunde fast schon aus, um ein paar Tage Mailand zu gestalten.
Man sollte aber auch die Texte zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten nicht vernachlässigen. Man erfährt hier noch das eine oder andere Neue, auch wenn man schon mehrfach in Mailand war.
Die Gliederung des Bändchens überzeugt, die Texte sind knapp, informativ und auch mal kritisch.
Für diesen Preis ein rundum gelungenes Paket für alle, die keinen Baedeker brauchen. Ich habe nichts gefunden, was ich noch hätte verbessern wollen.


Der Deal
Der Deal
von David Ignatius
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So könnte es (gewesen) sein, 25. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Deal (Taschenbuch)
Das Buch liest sich über die gefühlten ersten 80 % weniger wie ein Thriller, sondern eher wie ein Tatsachenbericht. Der Autor dringt so subtil in die Tagesgeschäfte der Geheimdienste ein, dass man glatt alles für bare Münze nimmt. Das ganze klingt so echt, dass man verstehen kann, dass Ignatius seine Quellen im Geheimen lässt. Wer wissen will, wie ISI oder CIA sowie die damit zusammenhängenden Organisationen funktionieren, findet hier eine unterhaltsame Möglichkeit, dies herauszufinden. So könnten die Geschäfte tatsächlich laufen.
Leider lässt sich der Autor am Ende zu einem allzu positiven und wenig zynischen Ende sowie einem völlig überzogenen und unglaubwürdigen Showdown hinreißen, der dem Buch vieles von seiner Wirkung nimmt.


M: Ein Tabor Süden Roman (Droemer HC)
M: Ein Tabor Süden Roman (Droemer HC)
von Friedrich Ani
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dilettierende Detektive, 16. Juni 2014
Gleich am Anfang des Romans lernt man verstehen, warum Ani ein Liebling des Zeit-Feuilletons ist.
Da sitzt die Inhaberin der Agentur auf der Ledercouch, wartet auf ihre Tränen, und es „ entwischte ihr Blick dem vom Innern verdunkelten Verlies ihrer Augen und fiel auf das Ensemble der Stumpenkerzen“, die allein zu dem Grund gekauft wurden, „den Gästen beim Essen und Trinken und Reden mit munterem Flackern Gesellschaft zu leisten“.
Überhaupt die Tränen. Sie fließen reichlich in diesem Roman. Und es gibt auch eine Menge Anlass zum Weinen. Da ist einerseits die traurige Lebensgeschichte der versammelten Detektive, mit der sich dieselben so ausführlich beschäftigen, dass die Geschichte teilweise zum Erliegen kommt.
Und da ist andererseits die dilettantische Ermittlungsarbeit, die dazu führt, dass ein Ermittler tatsächlich ums Leben kommt und die zweite Ermittlerin nur knapp einem Mordanschlag entgeht.
Das rechte Milieu, welches den Ermittlungen zugrunde liegt, bzw. dessen bedrohliche und heimattümelige Atmosphäre, hat Ani recht gut getroffen, auch wenn die Protagonistin in all ihren Widersprüchen nicht so recht überzeugt.
Nur allerdings befassen sich die Rechten in diesem Roman hauptsächlich damit, die eigenen Leute, alte Männer oder die dilettierende Detektivin ums Leben zu bringen. Insofern kann man fast von einer Verharmlosung sprechen.
Anis Stärke ist sicher auch die Zeichnung der Personen und ihrer psychischen Befindlichkeiten. Mit den Jammerlappen als Detektiven, die er seinen Lesern präsentiert, mutet er Ihnen aber auch einiges an Toleranz zu. Praktisch jede Ermittlung geht hier in die Hose und endet für die Beteiligten beinahe fatal. Ausnahme ist der „Held“ Süden, der mit Hilfe von ungeahnten und arg strapazierten Zufällen und Kombinationen am Ende den Fall zur Strecke bringt.
Ich habe lange keine Ani-Geschichte mehr gelesen und nehme nicht an, dass dies hier die stärkste ist. Dieselbe schleppt sich im Mittelteil arg zäh über viele Seiten dahin, so dass es einige s an Durchhaltevermögen erfordert, bei der Stange zu bleiben.


Null
Null
von Adam Fawer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen überwältigende Originalität, 9. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Null (Taschenbuch)
Ich bin natürlich weder Mathematiker noch Physiker und kann daher den Wahrheitsgehalt der hier zitierten Theorien nicht überprüfen, aber was an Fawlers Roman in jedem Fall auffällt, ist die überwältigende Originalität.
Stellenweise erinnert das Buch mehr an eine Mathematik- und Physikvorlesung, verbindet Newton mit Laplace und diesen mit Einstein und Heisenberg, referiert über Quantenphysik sowie Allgemeine und spezielle Qualitätstheorie wie den Laplace’schen Dämon.
Da diese Thematik aber allzu wenige Leser interessiert hätte, hat Fawler sie mit einer irrwitzigen Geschichte um zwei Brüder unterfüttert, von denen einer Epileptiker und der andere schizophren ist. Während der erste an einer medikamentösen Studie teilnimmt, die seine Epilepsie heilen soll, vermeint er wegen der psychotropen Wirkung der Medikamente seinen Verstand zu verlieren.
Noch viel „irrer“ als die Brüder jedoch ist die Geschichte, die uns Fawler hier serviert. Der Mann muss eine Menge für diesen Roman recherchiert haben, unter anderem über die Ausbildung von KGB-Agenten und amerikanischen Sonderkommandos wie auch über die Anwendung spezieller Foltermethoden.
Die Agentin, die er uns präsentiert, lässt Jack Reacher alt aussehen und erinnert eher an Supergirl, die Actionsequenzen spielen eher auf Comic-Niveau, die Wendungen der Geschichte sind arg gewollt und das Happy-End gerät etwas ins Märchenhafte.
Aber alle diese Einwände verblassen vor der wahrhaft atemberaubenden wissenschaftlichen Spekulation, die der Autor in diesen Thriller eingebaut hat. Eine vergleichbar irrwitzige Mischung habe ich wirklich noch nicht gelesen.


Die Fujifilm X-E2: 100 Profitipps
Die Fujifilm X-E2: 100 Profitipps
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für professionellere Ansprüche empfohlen, 3. Juni 2014
Eines muss man dem Autor lassen: er geht wirklich in die Tiefe. Wie zu Beginn versprochen, beginnt er dort, wo die Bedienungsanleitung endet.
Seine Tipps basieren meist auf den Erfahrungen eines professionellen Fotografen und bieten erweitertes Wissen nicht nur zur E2. Die Tipps im ersten Teil lassen sich auf andere Fuji-Kameras der X-Serie (Firmware-Updates) und sogar teilweise auf Kameras generell (Sensorreinigung) übertragen.
Trotz der Gliederung in 100 Tipps verfügt das Buch über eine inhaltliche Strukturierung: die Kapitel Basics, Objektive, Zubehör, Grundeinstellungen in etwa bilden die Grundlage. Danach geht es ausführlich um die Belichtung, Fokussierung und Weißabgleich. Auch Themen wie Serienaufnahmen oder Fotografieren mit Blitz kommen nicht zu kurz. Am Ende steht eine ausführliche Anleitung zum Arbeiten mit Fremdobjektiven.
Rico Pfirstingers Buch geht tatsächlich meistens über Basiswissen hinaus, manchmal sogar soweit, dass ich ihm nicht mehr folgen konnte. Grundsätzlich aber würde ich dieses Werk jedem, der mit der E2 fotografiert, empfehlen wollen - allein die kameraunabhängigen Tipps zur Sensorreinigung könnten dem einen oder anderen viel Geld ersparen.


Holland, as we see it (English Edition)
Holland, as we see it (English Edition)
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Bildersammlung mit Textsprengseln, 3. Juni 2014
Eins vorweg: die meisten Bilder der Amateurfotografen, welche hier "Holland" präsentieren wollen, wie sie es sehen, sind wirklich sehr gut gelungen. Viel mehr als eine Bildersammlung mit ein paar Textsprengseln ist das Buch aber leider nicht geworden. So gibt es beispielsweise auch kein Inhaltsverzeichnis, weil diesem Buch weder ein Konzept noch ein eigentlicher Inhalt zugrunde liegt. Bildersammlungen zu allen möglichen Ländern kann man sich aber im Web kostenlos im Großformat ansehen. Und für das gleiche Geld bekommt man einen Reiseführer, der einem auch Relevanteres über das Land zu sagen vermag.


Volkswirtschaft - was ist das eigentlich?: Elementare Zusammenhänge einfach erklärt am Beispiel USA
Volkswirtschaft - was ist das eigentlich?: Elementare Zusammenhänge einfach erklärt am Beispiel USA
von Greg Ip
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen keine weitergehenden pädagogischen Interessen, 24. Mai 2014
Wer wissen will, wie man wirtschaftliche Zusammenhänge so beschreibt, dass sie auch der Laie versteht, der sollte den Wirtschaftsteil der “Zeit“ lesen.
Greg Ip gibt sich stellenweise redlich Mühe, ein Ähnliches zu erreichen, kann die Ansprüche aber nicht so ganz erfüllen.
Positiv fällt an diesem Buch auf, dass es Ip durchaus gelingt, einige zentrale Elemente der Volkswirtschaftslehre plausibel zu erklären, so beispielsweise den Begriff des Volkseinkommens, aber auf der anderen Seite überwiegen für mich eher die störenden Elemente:
Ein gefühltes Drittel dieses Buches befasst sich weitestgehend mit amerikanischen Verhältnissen. Auch wenn manches davon übertragbar sein mag, so bleiben doch die amerikanischen Institutionen der Finanz- und Geldpolitik, die überwiegend beschrieben werden, dominierend. Dem Laien dürfte es schwer fallen, diese Institutionen auf das europäische Format zu übersetzen.
Das zweite Problem das sich mit diesem Buch hatte, ist, dass Ip als Journalist im Grunde keine weitergehenden pädagogischen Interessen verfolgt, wie es der Titel suggeriert, sondern eher eine Art Diskussionsbeiträge liefert, das heißt seine Meinung zu wirtschaftlichen Zusammenhängen äußert. Da er normalerweise vermutlich eher für ein wirtschaftskundiges Publikum schreibt, verfehlt er den Zugang zum Laien in seinen Artikeln leider ein ums andere Mal.
Für ökonomisch Vorgebildete bietet das Buch eher wenig Neues, es sei denn, man möchte das amerikanische Finanzsystem besser kennen lernen.


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