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Rezensionen verfasst von
Sir Toby

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Warnweste Sicherheitsweste EN-471 orange XXL Reißverschluß!
Warnweste Sicherheitsweste EN-471 orange XXL Reißverschluß!
Wird angeboten von V-Shop-Online GmbH
Preis: EUR 6,99

3.0 von 5 Sternen Akzeptable Größe, aber mittelmäßige Verarbeitung, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch ich habe das Problem, dass Sicherheitswesten in Einheitsgröße, die der Arbeitgeber freigiebig austeilt, an mir wie ein lächerliches bauchnabelfreies Bolero-Leibchen aussehen, und bin daher ständig auf der Suche nach höherwertigen und vor allem passenden Sicherheitswesten.

Diese Weste ist in der Größe XXL zwar hinreichend groß und auch länger als der Einheitsmischmasch, aber über eine wattierte Jacke passt sie leider auch nicht mehr bzw. lässt sich dann nicht mehr schließen.

Abgesehen vom Reißverschluss entspricht die Verarbeitung den üblichen 1,50 Euro-Produkten, sie ist um keinen Deut besser. Hinzu kommt, dass die Weste sehr angeschmutzt aussieht, was sich beim näheren Hinsehen als Verfärbungen vom schwarzen Reißverschluss und den schwarzen Umsäumungen herausstellt.

Alles in Allem bin ich eher wenig begeistert, sie ist ausreichend groß, aber mehr sollte man nicht erwarten.

Ich bedaure, dass ich nie wieder eine ähnlich hochwertige Schutzweste wie seinerzeit aus dem Frankonia-Katalog gefunden habe. Die war top, bestand aus Netzmaterial, super angenehm zu tragen, anpassbar auf alle Größen und wirklich hochwertig verarbeitet. Schade, dass es die nicht mehr gibt.


Asus PB278Q 68,6 cm (27 Zoll) LED-Monitor (HDMI, VGA, DVI, 5ms Reaktionszeit, Full HD, höhenverstellbar) schwarz
Asus PB278Q 68,6 cm (27 Zoll) LED-Monitor (HDMI, VGA, DVI, 5ms Reaktionszeit, Full HD, höhenverstellbar) schwarz
Preis: EUR 484,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine von den hier beschriebenen Mängeln feststellbar!, 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diesen Monitor in der Spezifikation 27 Zoll mit der Auflösung 2560 x 1440 bestellt, um meinen 6 Jahre alten 24 Zoll HP-Monitor mit der Auslösung 1920 x 1200 zu ersetzen, der schon ein deutlich gelbstichiges Bild bekommen hatte. Vor dem Kauf habe ich sehr intensiv die hier verfassten Rezensionen gelesen und war zugegebenermaßen verunsichert, weil doch einige Rezensenten erhebliche Qualitätsschwankungen festgestellt haben und - teilweise sogar mehrmals - Geräte wegen Pixelfehlern, Lichthöfen, Netzteil-Pfeifen oder unsauber verarbeiteten Gehäusen reklamieren mussten.

Trotzdem habe ich mich für das Gerät entschieden, weil es in dieser Größe und Auflösung keine sinnvolle Alternative zum vergleichbaren Preis gibt. Aber um es vorweg zu nehmen: Ich habe den Kauf in keiner Weise bereut.

Auch mein Gerät wurde ohne zusätzliche Umverpackung geliefert, lediglich in der originalen ASUS-Verpackung, was auch sinnvoll ist, da diese Originalverpackung mit einem soliden Tragegriff ausgestattet ist und man das Paket sehr gut transportieren kann. Das Gerät selbst ist in seiner Verpackung gut geschützt.

Der großzügige Lieferumfang mit allen möglichen Kabeln ist ebenfalls vorbildlich. Ich habe den Monitor per Display Port an eine ASUS Geforce GTX 660 DirectCU II OC Grafikkarte angeschlossen und er wurde anstandslos in seiner maximalen Auflösung erkannt und eingerichtet.

In anderen Rezensionen wurde u.a. die Kabelführung auf der Gehäuserückseite kritisiert. Diese ist wirklich äußerst primitiv gelöst, erfüllt aber ihren Zweck. Wenn die Kabel S-förmig durch den Bügel fixiert werden, bleibt die Höhenverstellbarkeit trotzdem voll gewährleistet und die Kabel sind komplett hinter der Säule versteckt und zu keiner Zeit im Sichtfeld des Betrachters. Sicher gibt es elegantere Lösungen - mein 6 Jahre alter HP-Monitor beispielsweise verfügte über so eine Design-Kabelführung. Aber da ich mir meinen Monitor nur höchst selten von hinten anschaue, ist das kein Grund für einen Punkteabzug.

Dann kam der bange Moment der Fehlersuche. Zu dem Zweck testete ich formatfüllende Testbilder in weiß, schwarz und allen Grundfarben. Dabei waren keinerlei Pixelfehler feststellbar. Auch das von anderen Rezensenten beschriebene Netzteil-Pfeifen kann ich an meinem Gerät nicht feststellen. In den unteren Ecken sind sehr leichte Lichthöfe wahrnehmbar, aber sie sind maximal 5mm breit und nur erkennbar, wenn man auf pechschwarzem Untergrund explizit nach Fehlern sucht. Ich halte es jedenfalls für absolut vernachlässigbar, weil ich in meinem Berufsumfeld (Großraumbüro) keinen einzigen Bildschirm kenne, der eine vergleichbar gute und einheitliche Ausleuchtung hat wie dieser. Auch am Gehäuse konnte ich keinerlei Makel feststellen.

Die Ausleuchtung ist wirklich sehr hell, aber das liegt an der Werkseinstellung von 90% Helligkeit. Wählt man einen Wert um die 50%, ist es für mein Empfinden genau richtig, aber das ist natürlich rein subjektiv. Dass jedoch das Bild selbst bei 0% Helligkeit noch immer zu hell wäre, wie das in einer anderen Rezensionen zu lesen ist, kann ich nicht bestätigen. Das Bild gestochen scharf und nahezu völlig blendfrei, selbst bei schräg von hinten darauf fallendem Sonnenlicht. Spiele machen noch mehr Spaß, Einschränkungen kann ich keine feststellen.

Vielleicht habe ich mit meinem Exemplar ja einfach nur Glück gehabt, oder ASUS hat an den Qualitätsmängeln gearbeitet. In jedem Fall erfreue ich mich sehr an meinem neuen Monitor und kann nur Gutes darüber berichten.


HJH Office 619009 5x Hartbodenrollen 10 mm / 65 mm Büro-Stuhl-Rollen für Hartböden
HJH Office 619009 5x Hartbodenrollen 10 mm / 65 mm Büro-Stuhl-Rollen für Hartböden
Preis: EUR 22,03

5.0 von 5 Sternen Ganz ausgezeichnete Rollen!, 3. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diese Rollen für meinen neuen Schreibtischsessel bestellt, um das Holzparkett zu schonen. Aber diese Rollen können weit mehr! Sie rollen nicht nur sanft und völlig geräuschlos über das Parkett, sondern rollen aufgrund des großen Durchmessers von 65mm ebenso widerstandslos über Teppichkanten hinweg, die für die originalen 50mm-Rollen des Sessels ein unüberwindliches Hindernis dargestellt haben.

Der Wechsel ist mit wenigen Handgriffen erledigt, allerdings sollte man vor der Bestellung den Stiftdurchmesser prüfen (10 oder 11mm).

Ich freue mich bei jedem Gebrauch des Sessels über die gute Entscheidung, diese Rollen gekauft zu haben. Sie sind wirklich jeden Euro wert.


Beinwickel / Wadenwickel aus Wolle, Wikingerstil, Kanten handgenäht, 350x5cm - Dark Brown
Beinwickel / Wadenwickel aus Wolle, Wikingerstil, Kanten handgenäht, 350x5cm - Dark Brown
Wird angeboten von begadi
Preis: EUR 22,90

4.0 von 5 Sternen Top Unterarmwicklung - als Wadenwicklung jedoch eher nicht geeignet, 12. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem ersten Tragen als Wadenwicklung bei einem ganztägigen Mittelaltermarkt-Besuch möchte ich nunmehr ein kurzes Feedback geben. Die Wickel sehen sehr gut aus und sind ein echter Hingucker. Das Material ist hochwertig, die umnähten Kanten wirken absolut edel. Leider ist die Breite von 5cm definitiv zu gering für eine Verwendung als Wadenwickel. Wenn man die einzelnen Wicklungen etwa 1cm überlappen lässt, reicht die Länge zwar knapp vom Knöchel bis unters Knie, jedoch verrutschen sie schon nach 1-2 Stunden normalen umherspazierens ganz erheblich und müssen nachgewickelt werden. Überlappt man die Wicklungen um etwa die Hälfte der Breite, dann verrutschen sie nicht mehr, reichen jedoch trotz der ordentlichen Länge nur noch für die halbe Wade.

Das ist sehr schade, da es für diesen mehr als fairen Preis ein sehr hochwertiges Produkt ist. Daher werde ich sie entsprechend kürzen und beim nächsten Mal als Unterarmwicklung tragen, das ist auch sehr angenehm, wenn darüber Unterarmschienen aus dickem Leder geschnürt werden. Für die Waden muss jedoch etwas deutlich breiteres her.


Accu Chek Mobile Blutzuckermessgerät, Version III, mmol/l
Accu Chek Mobile Blutzuckermessgerät, Version III, mmol/l
Wird angeboten von onlinepharma_48
Preis: EUR 49,95

5.0 von 5 Sternen Nach anfänglicher Euphorie kommt sehr schnell die Ernüchterung..., 4. April 2014
>> NACHTRÄGLICH NOCHMALS BEARBEITET - SIEHE UNTEN ! <<

Vorab, ich bin noch nicht lange Diabetiker und auch (noch) nicht insulinpflichtig, sondern behandle mein Diabetes mit Tabletten. Trotzdem messe ich regelmäßig meinen Blutzucker selbst, zu Zeiten, die ich mit meinem Arzt abgestimmt habe, als Tagesprofil an bestimmten Tagen, um die Entwicklung des Blutzuckerverlaufes in Abhängigkeit von wechselnder Ernährung und körperlicher Aktivität kennenzulernen und besser einschätzen zu können. Die Kosten für meine Messmittel muss ich leider selbst tragen.

Bisher verwendete ich ein Gerät herkömmlicher Messmethode mit Teststreifen, das Omnitest 3 von B/BRAUN.

Auf das Accu-Chek Mobile wurde ich hier bei Amazon aufmerksam, als ich nach günstigeren Preisen für meine Teststreifen suchte und bei dieser Gelegenheit mal schauen wollte, ob diese herkömmliche umständliche Messmethode wirklich der aktuelle Stand der Technik ist.

Von ersten Moment an war ich vom Accu-Chek Mobile fasziniert. Genau so stelle ich mir die Zukunft des Blutzuckermessens vor - im Vergleich zu herkömmlichen Teststreifen-Geräten geradezu eine Revolution - innovativ, durchdacht, praktisch in der Anwendung, kompakt und dazu noch stylisch. Man könnte direkt neidisch werden. So wurde es sofort zu meinem Wunschgerät.

Ich habe das Gerät NICHT hier bei einem Amazon-Händler gekauft und kann auch nur jedem raten, dies nicht zu tun. Diese Geräte gibt es nämlich im Rahmen eines Anwendertests VÖLLIG KOSTENLOS, sowohl auf der Website des Herstellers als auch in guten Apotheken. Ich habe mein Gerät in meiner Apotheke vorbestellt und konnte es eine Woche später abholen. Die Packung enthielt zusätzlich eine 25er Testkassette und einen Fragebogen, in dem man seine persönliche Erfahrungen an den Hersteller übermitteln kann. Dies ist dann mit einer Registrierung auf der Website verbunden, was weitere Vorteile bringt, zum Beispiel Zugriff auf den herstellereigenen Zubehör-Shop, in dem man u.a. ebenso kostenlos ein schönes und zweckmäßiges Originaltäschchen für das Gerät bestellen kann. Der Service ist also bewundernswert.

Rund drei Wochen, nämlich so lange meine herkömmlichen Teststreifen noch reichten, habe ich das neue Gerät täglich in seiner Verpackung bewundert, mich an seinem Anblick und der Tatsache erfreut, dass es mich nichts gekostet hat und dem Tag des ersten Ausprobierens entgegen gefiebert.

Endlich war es soweit. Meine Erwartungen wurden in allem erfüllt. Das Handling ist toll. Die Stechhilfe ist toll und wirklich ENTSCHIEDEN schmerzarmer als bei meinem bisherigen Gerät. Der Stich ist so winzig, dass er sich wirklich fast sofort wieder schließt und nicht nachblutet. Die Messmethode ist toll. Die Menüführung des Geräts ist super durchdacht und absolut intuitiv erlernbar. Die Lesbarkeit des Displays ist hervorragend. Nahezu für jede Handhabung gibt das Gerät im Display den entsprechenden Hinweis. Man kann also wirklich sagen, dass hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Ich war begeistert.

Zum Messergebnis selbst: Leider kann ich nichts über den Wahrheitsgehalt der Messergebnisse sagen, da ich ja keine Vergleichsmöglichkeit mehr habe. Auffällig ist jedoch, dass meine Blutzuckerwerte seit Verwendung des Accu-Chek Mobile zwischen 0,5 und 1,0 Millimol NIEDRIGER liegen als bei meinem bisherigen Messgerät. Das kann nun bedeuten, dass das alte Messgerät immer zu viel angezeigt hat oder dass das neue zu wenig anzeigt - ich kann es nicht beurteilen, der nächste vom Arzt gemessene Wert wird es zeigen. Unwahrscheinlich jedoch ist, dass meine Werte sich von einem auf den anderen Tag so stark verbessert haben.

Nach so viel Lob nun die Frage - warum nur 3 Sterne?

Die Ernüchterung kommt leider sehr schnell. Offensichtlich ist dieses ach so durchdachte und innovative Gerät doch nicht so ausgereift wie es den Anschein hat. Dies begann bei mir schon in der zweiten Woche. Fehlermeldung: zu wenig Blut aufgetragen. Komisch - bisher gings doch einwandfrei? Hab ich was falsch gemacht? Neuer Versuch, nächster Finger. Es dauert ziemlich lange, bis das Gerät zur nächsten Messung bereit ist. Diesmal Gerätefehler. Bitte Messung wiederholen. Grrr. Dritter Finger. Zu wenig Blut aufgetragen. Wie kann das sein? Es ist genau so viel Blut wie sonst auch. Inzwischen sogar viel mehr, um sicher zu gehen. Schon drei Messungen sinnlos verbraucht - wie gesagt, ich muss die Kosten für künftige Testkassetten selbst tragen! Die vierte Messung geht endlich. Der Wert top, vier Finger angestochen, vier Messungen verbraucht.

Das ist kein Einzelfall. Manche Messungen laufen problemlos. Jede zweite, manchmal auch nur jede dritte Messung läuft genauso ab. Die Testkassette ist schneller verbraucht als man zusehen kann - und das bei dem Preis. Und jedesmal mehrere Finger angestochen. Inzwischen opfert man viel mehr Blut als nötig, nur um diese Fehlermeldung zu vermeiden, und damit viel mehr als man es bei dem herkömmlichen Gerät getan hat. Nein, das kann doch nicht die Zukunft des Blutzuckermessens sein.

Inzwischen stellt sich der Eindruck ein, das könnte so gewollt sein. Manchmal saugt das Testfeld den Blutstropfen gierig auf, dann funktioniert die Messung auch einwandfrei. Bei anderen Messungen hingegen nimmt das Testfeld kaum Blut an, obwohl genügend aufgetragen wird. Es saugt einfach nicht. Und dies sind dann die Messungen, die wegen zu wenig Blut abgebrochen werden. Fabrikationsfehler? Ich weiss es nicht.

Mehrere Male war ich schon nah dran, mein tolles Gerät mit Anlauf gegen die Wand zu pfeffern. Bisher habe ich mich beherrscht, weil ich noch eine neue Testkassette habe, die Stechhilfe wirklich genial und das Gerät selbst ja sooo schön ist. Trotzdem - von Zufriedenheit kann keine Rede mehr sein. Ich werde nun noch die zweite (selbstgekaufte) Testkassette abwarten, ob dort dasselbe Problem auftritt. Wenn ja, werde ich wohl oder übel wieder zu meinem herkömmliche Gerät zurück wechseln und nur die Stechhilfe weiter nutzen. Lieber ein weniger schönes Gerät, dafür aber weniger zerstochene Finger und entschieden weniger Frust.

>> NACHTRAG am 05.06.2014 <<

Nachdem ich jetzt insgesamt 3 selbst gekaufte 50er Testkassetten im Einsatz hatte, kann ich einwandfrei bestätigen, dass diese Fehlermeldungen nur bei der im Lieferumfang enthaltenen Gratis-Testkassette aufgetreten sind. Bei allen anderen 3 benutzten Kassetten hatte ich insgesamt nur eine einzige Fehlermeldung, und die war selbstverschuldet, weil ich das Gerät zu schnell vom Blutstropfen weggenommen habe. Daher korrigiere ich meine Bewertung auf volle 5 Sterne und kann das Gerät mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Es kommt sogar noch besser: Der letzte vom Facharzt ermittelte HbA1c-Wert bestätigt die Messwerte des Gerätes, was bedeutet, dass die in meinem Fall zu hohen Werte bei meinem Vorgänger-Gerät von B/BRAUN falsch waren.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch, er rechtfertigt zwar keinen Punkt Abzug, ist aber dennoch ärgerlich: Ich hätte mir gewünscht, dass das Gerät die Möglichkeit zulässt, auch mal einen Messwert explizit zu löschen, z.B. wenn man zwei Messungen nacheinander gemacht hat oder eine Fehlmessung löschen möchte. Hier hat man nur die Möglichkeit, diese Messung mit einer extra Kennzeichnung zu versehen und bei der Auswertung die Messungen mit dieser Kennzeichnung auszufiltern. Löschen wäre komfortabler und eindeutiger gewesen. Ebenso besteht keine Möglichkeit, einer Messung nachträglich eine Kennzeichnung zu geben. Hat man dies im Zeitfenster unmittelbar während der Messung versäumt, hat dieser Messwert keine Kennzeichnung und fällt dementsprechend bei der Auswertung aus den gefilterten Messwerten heraus. Hier sehe ich also noch Verbesserungspotenzial beim Hersteller.

Ansonsten ist es ein wirklich gut durchdachtes und empfehlenswertes Gerät.


X Rebirth - [PC]
X Rebirth - [PC]
Preis: EUR 17,99

77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die kleine Susi sucht... den verlorenen Geist des X-Universums..., 19. November 2013
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: X Rebirth - [PC] (CD-ROM)
>>> NACHBEARBEITET <<<

ERSTER EINDRUCK

Über dieses Machwerk kann man nicht drüber hinwegsehen, das muss man einfach kommentieren, auch wenn schon nahezu alles darüber geschrieben ist. Monate, ja Jahre haben wir "alten" Fans auf X Rebirth gewartet, der Veröffentlichung entgegen gefiebert, uns an grafisch aufgepeppten Trailern ergötzt und unschuldige Spieler dazu überredet, sich diese Perle unter den Computerspielen unbedingt zu kaufen!

Nun fühle ich mich betrogen, jämmerlich betrogen um all die Vorfreude, das Warten und nicht zuletzt um die 60 Euro für die vorbestellte Collector's Edition. Welche Branche darf es sich heute erlauben, ein derart unfertiges und verkorkstes Produkt an den Kunden zu bringen, ohne die Konsequenzen befürchten zu müssen? Klare Sache: Die Software-Industrie, noch dazu bei fest integrierter Steam-Aktivierung, Verkauf ohne Risiko, Reklamation von vornherein ausgeschlossen.

Abgesehen davon, mal ehrlich, Egosoft, musste das sein, euch damit derart das Image zu ruinieren? Was habt ihr da eigentlich abgeliefert? Was bitte soll das sein? Ein verunglücktes Konsolenspiel, schnell und unsauber für PC portiert, um nach 7 Jahren Entwicklungszeit irgendwas vorzuweisen? Oder habt ihr in den letzten 7 Jahren in eurer eigenen Welt gelebt und den Bezug zur Realität, zu den Spielern, zu den Fans verloren?

Alles, was die stimmungsvolle Atmosphäre des X-Universum ausgemacht hat, wurde eingespart, weggelassen und durch größtenteils unsinnige Neuerfindungen ersetzt.

Die Vielzahl von Sektoren, die den Entdeckerdrang ausgereizt hat, die Vorfreude darauf, sich ein neues Schiff leisten zu können und es endlich auszuprobieren, der Ansporn, mit einem kleinen M5 einen M4 und damit einen M3 oder M3+ zu erobern und letztlich die Freiheit, sich für die Technologie einer Rasse zu entscheiden - nichts davon ist mehr möglich in diesem neuen X-Universum.

Die Menüs sind an Unübersichtlichkeit kaum zu übertreffen, die Galaxis-Karten überdimensioniert und dennoch nahezu nichtssagend, auf Tastaturkürzel wurde fast vollständig verzichtet und die atmosphärischen Außenansichten wurden erst gar nicht eingebaut, ebenso wie große Teile der deutschen Lokalisierung. Der Verzicht auf spielbeschleunigende Elemente wie Autopilot und SINZA ist mir ebenso unverständlich.

Völlig richtig, es sollte kein X4 werden, im Gegenteil, es sollte ein Neuanfang werden, gut und schön, aber DAS hat so wohl niemand erwartet.

Ich erinnere mich gut an den Aufschrei beim Erscheinen von X3 Reunion: Hilfe, wo sind die Cockpits geblieben, es ist nicht mehr X ohne die Cockpits. Mittlerweile, da die neue Generation von X3-Spielern die Cockpits schon gar nicht mehr kennt und nicht vermisst, da habt ihr nun endlich wieder ein Cockpit eingebaut, aber Herrgott noch mal, warum dann nicht wenigstens mit der Option, verschiedene Sichtbarkeitsstufen von voll bis aus durchzuschalten?

Und warum kann man die Highways nicht ebenso optional abschalten und durch einen Ladebildschirm ersetzen wie seinerzeit den Warptunnel, wenn man keine Lust auf dieses unnütze Minispiel hat? Warum muss man sich stattdessen einfallslose Hinteransichten von Schiffen ansehen, die einem nicht gehören und die man niemals besitzen wird?

Könnt ihr auch nur ein paar Kilometer weit telefonieren? Müsst ihr mit dem Kühler eures Autos an der Hauswand entlang schnüffeln, um rauszufinden, um was für ein Gebäude es sich handelt? Ramscht ihr auf Flughäfen ungestraft alle Kisten und Spinde leer, die auf eurem Weg liegen? Und warum sehen all eure NPC-Modelle aus wie in X2, nur viel hässlicher?

Welches Niveau unterstellt ihr euren Spielern?

Habt ihr das überhaupt von Spielern testen lassen? Unvorstellbar!

Ich kann und will nicht alle missglückten Aspekte kommentieren, ich bin völlig fassungslos, mir fehlen die Worte. Ich kann nur dazu beitragen, dass andere nicht denselben Fehler machen und für dieses Spiel Geld ausgeben!

Liebe Entwickler, seid so konsequent, nehmt den Ramsch vom Markt, stampft ihn ein, schließt euch nochmal 7 Jahre ein und tut etwas, was ihr könnt, anstatt etwas Neues zu erfinden, was andere um Klassen besser können! Baut stattdessen für uns ein funktionierendes X4 und gebt es an die Spieler kostenlos ab, die für Rebirth schon einmal Geld bezahlt haben !!!

Liebe Fans, kauft das nicht! Das ist nicht mehr unser X-Universum! Das ist etwas anderes, für das es keinen anständigen Begriff gibt!

ZWEITER EINDRUCK (2 Tage später)

Inzwischen habe ich mich zwei Tage lang bemüht, das Spiel zu mögen und positive Seiten zu entdecken. Doch egal, was ich tue, die alte Atmosphäre des X-Universums will sich nicht einstellen. Zu mühselig ist das Durchwursteln durch die teils zu großen, teils zu kleinen Menüs, zu umständlich das zur Pflichtübung ausgeartete Ablaufen der Stationen, das den Spielfluss unnötig bremst, zu langweilig das kreisförmige Umherirren in den unvermeidbaren Highways in vorgegebener Richtung (ohne dabei sinnvoll die eigene Position auf der Galaxis-Karte verfolgen zu können), zu groß die Enttäuschung bei jeder Erinnerung an den ausgereiften Vorgänger...

Zwischenzeitlich und zum Direktvergleich habe ich auch wieder ein paar Stunden in Albion Prelude verbracht und kann nur jedem, der die Grafik von X Rebirth als Steigerung bezeichnet, den Rat geben, sich die Texturen und metallischen Reflektionen auf den Oberflächen der argonischen Schiffe und zum Beispiel einer argonischen Handelsstation in X3 AP noch einmal anzuschauen. Das ist keine Steigerung, sondern ein deutlich sichtbarer Rückschritt, weiß der Himmel, aus welchen Ursachen auch immer.

Ich habe mir auch die rasch anwachsende Mod-Anzahl angeschaut, konkret bei Nexusmods. Wie erwartet sind die beliebtesten Mods gerade die, mit denen die von Egosoft vollmundig beworbenen Neuheiten im Spiel umgangen oder abgestellt werden. Rang 1 Abschalten der Stationsbegehungen und Kommunikation mit NPC's von Bord aus, Rang 2 Entfernung des Cockpits (ganz oder teilweise), Rang 3 Optimierung der unübersichtlichen Menüs, auf weiteren Plätzen optische Veränderungen für Co-Pilotin Yisha und anderer weiblicher NPC's, um nur einige zu nennen. Das sollte für die Entwickler ein deutliches Zeichen sein!

Allerdings setzen Mods ein gewisses Maß an Experimentier- und Risikofreudigkeit sowie sehr gute Englischkenntnisse voraus, und es ist nicht jedermanns Sache, freizügig in den Installationsdateien des Spiels herumzubasteln. Ich selbst zähle mich auch dazu und werde nicht anfangen, manuell Mods zu installieren, sondern zumindest so lange warten, bis Versionen angeboten werden, die über den Nexus-Mod-Manager per Installer nahezu risikolos aktiviert und entfernt werden können. Und bei allen Verlockungen der Mods sollte man auch eins nicht vergessen: Wir haben zum vollen Preis ein Fertigprodukt eines professionellen Herstellers erworben! Die kostenlose Nachbesserung, Mängelbehebung und Optimierung des Produkts bis zu dem funktionsfähigen Zustand, der beschrieben und beworben wurde, sollte im ureigenen Interesse des Herstellers für den Käufer so mühelos und komfortabel wie möglich, also automatisch per Patch erfolgen. Mods sind in meinen Augen persönliche Individualisierungen eines Spiels, gewissermaßen die Kür, das Sahnehäubchen oben drauf, aber sollten ganz gewiss nicht dazu dienen, die Arbeit der Entwickler zu vollenden und spielrelevante Inhalte erst einmal spielbar zu machen!

Einen positiven Aspekt kann ich dem Spiel doch noch zugestehen: Es steckt verborgenes Potenzial darin, das tut es wirklich. Es gibt Größe, die nur anders vermittelt wird als in X3, Größe, die durch langsamere Bewegung (fehlender SINZA) in geräumigeren Systemen suggeriert wird, Größe, die durch die aufgezwungene Benutzung der kreisförmigen Highways und die Zeit, die man darin verbringt, suggeriert wird. Es gibt tatsächlich eine Handelsvielfalt, die nur durch die völlig umständliche Menüführung erschwert wird, was letztlich dazu führt, dass man den Handel vermeidet. Es gibt tatsächlich einen Entdeckerdrang zu befriedigen, nur ist eine grundsätzlich andere Einstellung nötig, um Spaß an diesen Entdeckungen zu finden.

Doch um das verborgene Potenzial zu entdecken, muss man über das Stadium des An-der-Oberfläche-Kratzens hinauskommen und in die Tiefe des Spiels eintauchen, was jedoch bedeutet, VIEL Zeit im Spiel zu verbringen. Und gerade das erfordert ein wirklich hohes Maß an Leidensfähigkeit, das die meisten enttäuschten Käufer wohl nicht aufbringen werden.

Ich denke, es war ein schwerwiegender Fehler von Egosoft, dieses neue Konzept umzusetzen. Erfahrene X-Spieler sind enttäuscht, Neueinsteiger sind überfordert. Unnötige und schlecht umgesetzte Neuerungen stoppen den Spielfluss. Der konsolenorientierte Aufbau der Benutzeroberfläche verzögert und erschwert den Überblick über detaillierte Informationen und erleichtert in keiner Weise die Bedienbarkeit. Zu bunt das Ganze, zu comichaft, zu unlogisch aufgebaut. Inhalte wie das quadratmeterweise Absuchen der Stationen dienen lediglich zum Spielzeit schinden und sind echte Spaßbremsen, ebenso wie der Verzicht auf die beschleunigenden Spielelemente wie SINZA oder Autopilot.

Ich unterstelle den Entwicklern nicht einmal böse Absicht. Sicherlich sind sie von der einhelligen Empörung über ihr Werk genauso schockiert wie die Käuferschar vom Zustand des Spiels. Sie haben ohne Frage mit viel Arbeit, Engagement und Herzblut ein Baby in die Welt gesetzt, das nur eine Mutter lieben kann.

Natürlich wird Egosoft jetzt erst einmal Schadensbegrenzung betreiben und viele Nachbesserungen versprechen. Das Spielprinzip wird sich dadurch jedoch nicht grundlegend ändern. Für mich ist X Rebirth ein fataler Misserfolg, dem keine große Zukunft beschieden ist.

Geht es eigentlich nur mir so, dass X Rebirth im Grunde wie der direkte Nachfolger von X2 aussieht, so als ob es die X3-Jahre dazwischen nie gegeben hätte? Irgendwie erinnert mich so vieles daran: das Cockpit, der bunter Comic-Stil, die NPC-Modelle, die konsoligen Menüs mit viel zu großer Schrift, ja sogar das Schiffsdesign? Man schaue sich doch nur mal eine Paranid Nemesis oder einen Split Drachen von damals an - ein paar neue Oberflächenstrukturen drauf, das Cockpit etwas aus der Symmetrie gerückt, damit es ein bisschen was vom Millennium Falcon hat und ein Stinktier draufgemacht.

Ich persönlich würde mir als erstes VOR ALLEM eine sehr schnelle Veröffentlichung eines weiteren X3-Addons als SCHADENERSATZ für die enttäuschten Spieler wünschen, eine neue Storyline, ein paar nette Extras, vielleicht ein paar besondere Schiffe. Und als nächsten Schritt ein ausgereiftes X4, in dem auf Bewährtes aufgebaut wird und nur vereinzelt mit viel Gefühl ein paar Neuerungen eingebaut werden, die das X-Universum bereichern und nicht in den Untergang führen. Und... für eine Stationsdurchsage über die kleine Susi sollte auch Platz darin sein. ;-)

DRITTER EINDRUCK (nach 62 Stunden Spielzeit)

Ich habe weitergespielt. Ich habe mich dazu gezwungen, weiterzuspielen - was sicher keine gute Voraussetzung war. Doch ich hatte mir in den Kopf gesetzt, für meine 60 Euro den Gegenwert an Spaß aus diesem Produkt herauszuholen. Gewissermaßen, um der jahrelangen Vorfreude gerecht zu werden.

Ich habe einen beträchtlichen Teil des Universums gesehen. Ich habe entdeckt, ich habe gekämpft. Gehandelt und gebaut habe ich nicht. Ich war auch in X3 nie der wirkliche Händler und Erbauer, sondern stets der Entdecker und Kämpfer, immer auf der Suche nach der großen Herausforderung, mit dem kleinstmöglichen Schiff einen aussichtslosen Kampf zu bestehen. Und ich hatte viele Hunderte Stunden Spaß daran.

Hier ist für mich nach 62 Spielstunden Schluss. Ich habe keinen Spaß mehr daran. Was ich bisher noch nicht gesehen habe, lockt mich auch nicht. Was ich bisher nicht getan habe, will ich auch gar nicht mehr ausprobieren.

Inzwischen haben wir Version 1.18 und sichtbare oder spürbare Änderungen gibt es kaum. Ich habe inzwischen die Foren verfolgt. Ich habe die mittlerweile erschienenen Testberichte der Spielezeitschriften gelesen. Ich habe zeitweilig sogar darüber nachgedacht, meiner Rezension einen zweiten Stern hinzuzufügen, gewissermaßen als Huldigung an Egosoft für die guten Absichten, die sie mit X Rebirth verfolgt haben. Doch eine 2-Stern-Rezension entspräche einer 40%-Bewertung, und die hat das Spiel nicht einmal von besonders mitfühlenden Fachzeitschriften bekommen, deshalb bleibt es auch für mich bei nur einem Stern.

Ich bin davon überzeugt, dass hier eine Katastrophe zur anderen kam und die Gesamtheit aller negativen Einflüsse zu dem vorliegenden Ergebnis geführt hat: Eine gewisse Fixierung auf eine Idee, die von Anfang an keine gute war. Ein abgeschottetes Team, dem fachlicher Input von Außen fehlte. Eine extrem lange Entwicklungszeit, die für sich allein hohen Erfolgsdruck erzeugt. Eine heimliche Ausrichtung auf eine neue Zielgruppe, die eine andere Hardware bevorzugt als klassische PC-Spieler das tun. Ganz sicher spielt auch Geldknappheit eine Rolle. Und nicht zuletzt der Zwang, vor der näher rückenden Konkurrenz, die gleich mit zwei epischen Weltraumabenteuern droht, auf dem Markt zu sein.

Es ist jammerschade, die Erwartungen waren so hoch und es hätte wirklich ein gutes Spiel werden können, das Potenzial dazu ist da. Allein die Spielmechanik für den Wirtschaftsteil muss Jahre an Arbeit beansprucht haben. Die Idee mit den wechselbaren Antrieben und ihren unterschiedlichen Eigenschaften gefällt mir sehr gut. Genauso unausgereift wie vieles andere ist dagegen die Schildphysik, da die Ladezeit der schnell ladenden Schilde sinnloserweise in der Mk4-Stufe genauso niedrig ist wie in der Mk1-Stufe. Ausgesprochen gut gelungen ist die Umsetzung des Langstreckenscanners. So gibt es wirklich viele gute Innovationen, die einem X4 gut zu Gesicht gestanden hätten. Ich hoffe und wünsche mir, dass Egosoft an diesem Desaster nicht zugrunde geht und noch genügend Kraft hat, die Serie mit einem wahren Neuanfang wiederzubeleben.

X Rebirth ist für mich nun Geschichte. Ich werde keine weitere Zeit in dieses Spiel investieren, denn es ist meine Freizeit und sie ist zu knapp bemessen und zu kostbar, um sie mit etwas zu verbringen, was mir keinen Spaß macht.

NACHTRAG am 2. Januar 2014

Abschließend und der Vollständigkeit halber möchte ich noch auf die gerade frisch veröffentlichte Jahresübersicht von "Metacritic" verweisen, in der die besten und schlechtesten Spiele 2013 in Ranglisten aufgeführt sind (u.a. vorgestellt bei PC Games Hardware, Eintrag von Thilo Bayer am 02.01.2014 um 17:15 Uhr).

Ich möchte es nicht weiter kommentieren, Rang 234 von 237 bei den PC-Spielen ist, denke ich, ein klares Signal. Herr Lehahn, ich beglückwünsche Sie zu diesem Erfolg.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 15, 2014 1:56 PM MEST


X Rebirth Collector's Edition - [PC]
X Rebirth Collector's Edition - [PC]
Preis: EUR 30,00

95 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die kleine Susi sucht... den verlorenen Geist des X-Universums..., 19. November 2013
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
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Rezension bezieht sich auf: X Rebirth Collector's Edition - [PC] (CD-ROM)
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ERSTER EINDRUCK

Über dieses Machwerk kann man nicht drüber hinwegsehen, das muss man einfach kommentieren, auch wenn schon nahezu alles darüber geschrieben ist. Monate, ja Jahre haben wir "alten" Fans auf X Rebirth gewartet, der Veröffentlichung entgegen gefiebert, uns an grafisch aufgepeppten Trailern ergötzt und unschuldige Spieler dazu überredet, sich diese Perle unter den Computerspielen unbedingt zu kaufen!

Nun fühle ich mich betrogen, jämmerlich betrogen um all die Vorfreude, das Warten und nicht zuletzt um die 60 Euro für die vorbestellte Collector's Edition. Welche Branche darf es sich heute erlauben, ein derart unfertiges und verkorkstes Produkt an den Kunden zu bringen, ohne die Konsequenzen befürchten zu müssen? Klare Sache: Die Software-Industrie, noch dazu bei fest integrierter Steam-Aktivierung, Verkauf ohne Risiko, Reklamation von vornherein ausgeschlossen.

Abgesehen davon, mal ehrlich, Egosoft, musste das sein, euch damit derart das Image zu ruinieren? Was habt ihr da eigentlich abgeliefert? Was bitte soll das sein? Ein verunglücktes Konsolenspiel, schnell und unsauber für PC portiert, um nach 7 Jahren Entwicklungszeit irgendwas vorzuweisen? Oder habt ihr in den letzten 7 Jahren in eurer eigenen Welt gelebt und den Bezug zur Realität, zu den Spielern, zu den Fans verloren?

Alles, was die stimmungsvolle Atmosphäre des X-Universum ausgemacht hat, wurde eingespart, weggelassen und durch größtenteils unsinnige Neuerfindungen ersetzt.

Die Vielzahl von Sektoren, die den Entdeckerdrang ausgereizt hat, die Vorfreude darauf, sich ein neues Schiff leisten zu können und es endlich auszuprobieren, der Ansporn, mit einem kleinen M5 einen M4 und damit einen M3 oder M3+ zu erobern und letztlich die Freiheit, sich für die Technologie einer Rasse zu entscheiden - nichts davon ist mehr möglich in diesem neuen X-Universum.

Die Menüs sind an Unübersichtlichkeit kaum zu übertreffen, die Galaxis-Karten überdimensioniert und dennoch nahezu nichtssagend, auf Tastaturkürzel wurde fast vollständig verzichtet und die atmosphärischen Außenansichten wurden erst gar nicht eingebaut, ebenso wie große Teile der deutschen Lokalisierung. Der Verzicht auf spielbeschleunigende Elemente wie Autopilot und SINZA ist mir ebenso unverständlich.

Völlig richtig, es sollte kein X4 werden, im Gegenteil, es sollte ein Neuanfang werden, gut und schön, aber DAS hat so wohl niemand erwartet.

Ich erinnere mich gut an den Aufschrei beim Erscheinen von X3 Reunion: Hilfe, wo sind die Cockpits geblieben, es ist nicht mehr X ohne die Cockpits. Mittlerweile, da die neue Generation von X3-Spielern die Cockpits schon gar nicht mehr kennt und nicht vermisst, da habt ihr nun endlich wieder ein Cockpit eingebaut, aber Herrgott noch mal, warum dann nicht wenigstens mit der Option, verschiedene Sichtbarkeitsstufen von voll bis aus durchzuschalten?

Und warum kann man die Highways nicht ebenso optional abschalten und durch einen Ladebildschirm ersetzen wie seinerzeit den Warptunnel, wenn man keine Lust auf dieses unnütze Minispiel hat? Warum muss man sich stattdessen einfallslose Hinteransichten von Schiffen ansehen, die einem nicht gehören und die man niemals besitzen wird?

Könnt ihr auch nur ein paar Kilometer weit telefonieren? Müsst ihr mit dem Kühler eures Autos an der Hauswand entlang schnüffeln, um rauszufinden, um was für ein Gebäude es sich handelt? Ramscht ihr auf Flughäfen ungestraft alle Kisten und Spinde leer, die auf eurem Weg liegen? Und warum sehen all eure NPC-Modelle aus wie in X2, nur viel hässlicher?

Welches Niveau unterstellt ihr euren Spielern?

Habt ihr das überhaupt von Spielern testen lassen? Unvorstellbar!

Ich kann und will nicht alle missglückten Aspekte kommentieren, ich bin völlig fassungslos, mir fehlen die Worte. Ich kann nur dazu beitragen, dass andere nicht denselben Fehler machen und für dieses Spiel Geld ausgeben!

Liebe Entwickler, seid so konsequent, nehmt den Ramsch vom Markt, stampft ihn ein, schließt euch nochmal 7 Jahre ein und tut etwas, was ihr könnt, anstatt etwas Neues zu erfinden, was andere um Klassen besser können! Baut stattdessen für uns ein funktionierendes X4 und gebt es an die Spieler kostenlos ab, die für Rebirth schon einmal Geld bezahlt haben !!!

Liebe Fans, kauft das nicht! Das ist nicht mehr unser X-Universum! Das ist etwas anderes, für das es keinen anständigen Begriff gibt!

ZWEITER EINDRUCK (2 Tage später)

Inzwischen habe ich mich zwei Tage lang bemüht, das Spiel zu mögen und positive Seiten zu entdecken. Doch egal, was ich tue, die alte Atmosphäre des X-Universums will sich nicht einstellen. Zu mühselig ist das Durchwursteln durch die teils zu großen, teils zu kleinen Menüs, zu umständlich das zur Pflichtübung ausgeartete Ablaufen der Stationen, das den Spielfluss unnötig bremst, zu langweilig das kreisförmige Umherirren in den unvermeidbaren Highways in vorgegebener Richtung (ohne dabei sinnvoll die eigene Position auf der Galaxis-Karte verfolgen zu können), zu groß die Enttäuschung bei jeder Erinnerung an den ausgereiften Vorgänger...

Zwischenzeitlich und zum Direktvergleich habe ich auch wieder ein paar Stunden in Albion Prelude verbracht und kann nur jedem, der die Grafik von X Rebirth als Steigerung bezeichnet, den Rat geben, sich die Texturen und metallischen Reflektionen auf den Oberflächen der argonischen Schiffe und zum Beispiel einer argonischen Handelsstation in X3 AP noch einmal anzuschauen. Das ist keine Steigerung, sondern ein deutlich sichtbarer Rückschritt, weiß der Himmel, aus welchen Ursachen auch immer.

Ich habe mir auch die rasch anwachsende Mod-Anzahl angeschaut, konkret bei Nexusmods. Wie erwartet sind die beliebtesten Mods gerade die, mit denen die von Egosoft vollmundig beworbenen Neuheiten im Spiel umgangen oder abgestellt werden. Rang 1 Abschalten der Stationsbegehungen und Kommunikation mit NPC's von Bord aus, Rang 2 Entfernung des Cockpits (ganz oder teilweise), Rang 3 Optimierung der unübersichtlichen Menüs, auf weiteren Plätzen optische Veränderungen für Co-Pilotin Yisha und anderer weiblicher NPC's, um nur einige zu nennen. Das sollte für die Entwickler ein deutliches Zeichen sein!

Allerdings setzen Mods ein gewisses Maß an Experimentier- und Risikofreudigkeit sowie sehr gute Englischkenntnisse voraus, und es ist nicht jedermanns Sache, freizügig in den Installationsdateien des Spiels herumzubasteln. Ich selbst zähle mich auch dazu und werde nicht anfangen, manuell Mods zu installieren, sondern zumindest so lange warten, bis Versionen angeboten werden, die über den Nexus-Mod-Manager per Installer nahezu risikolos aktiviert und entfernt werden können. Und bei allen Verlockungen der Mods sollte man auch eins nicht vergessen: Wir haben zum vollen Preis ein Fertigprodukt eines professionellen Herstellers erworben! Die kostenlose Nachbesserung, Mängelbehebung und Optimierung des Produkts bis zu dem funktionsfähigen Zustand, der beschrieben und beworben wurde, sollte im ureigenen Interesse des Herstellers für den Käufer so mühelos und komfortabel wie möglich, also automatisch per Patch erfolgen. Mods sind in meinen Augen persönliche Individualisierungen eines Spiels, gewissermaßen die Kür, das Sahnehäubchen oben drauf, aber sollten ganz gewiss nicht dazu dienen, die Arbeit der Entwickler zu vollenden und spielrelevante Inhalte erst einmal spielbar zu machen!

Einen positiven Aspekt kann ich dem Spiel doch noch zugestehen: Es steckt verborgenes Potenzial darin, das tut es wirklich. Es gibt Größe, die nur anders vermittelt wird als in X3, Größe, die durch langsamere Bewegung (fehlender SINZA) in geräumigeren Systemen suggeriert wird, Größe, die durch die aufgezwungene Benutzung der kreisförmigen Highways und die Zeit, die man darin verbringt, suggeriert wird. Es gibt tatsächlich eine Handelsvielfalt, die nur durch die völlig umständliche Menüführung erschwert wird, was letztlich dazu führt, dass man den Handel vermeidet. Es gibt tatsächlich einen Entdeckerdrang zu befriedigen, nur ist eine grundsätzlich andere Einstellung nötig, um Spaß an diesen Entdeckungen zu finden.

Doch um das verborgene Potenzial zu entdecken, muss man über das Stadium des An-der-Oberfläche-Kratzens hinauskommen und in die Tiefe des Spiels eintauchen, was jedoch bedeutet, VIEL Zeit im Spiel zu verbringen. Und gerade das erfordert ein wirklich hohes Maß an Leidensfähigkeit, das die meisten enttäuschten Käufer wohl nicht aufbringen werden.

Ich denke, es war ein schwerwiegender Fehler von Egosoft, dieses neue Konzept umzusetzen. Erfahrene X-Spieler sind enttäuscht, Neueinsteiger sind überfordert. Unnötige und schlecht umgesetzte Neuerungen stoppen den Spielfluss. Der konsolenorientierte Aufbau der Benutzeroberfläche verzögert und erschwert den Überblick über detaillierte Informationen und erleichtert in keiner Weise die Bedienbarkeit. Zu bunt das Ganze, zu comichaft, zu unlogisch aufgebaut. Inhalte wie das quadratmeterweise Absuchen der Stationen dienen lediglich zum Spielzeit schinden und sind echte Spaßbremsen, ebenso wie der Verzicht auf die beschleunigenden Spielelemente wie SINZA oder Autopilot.

Ich unterstelle den Entwicklern nicht einmal böse Absicht. Sicherlich sind sie von der einhelligen Empörung über ihr Werk genauso schockiert wie die Käuferschar vom Zustand des Spiels. Sie haben ohne Frage mit viel Arbeit, Engagement und Herzblut ein Baby in die Welt gesetzt, das nur eine Mutter lieben kann.

Natürlich wird Egosoft jetzt erst einmal Schadensbegrenzung betreiben und viele Nachbesserungen versprechen. Das Spielprinzip wird sich dadurch jedoch nicht grundlegend ändern. Für mich ist X Rebirth ein fataler Misserfolg, dem keine große Zukunft beschieden ist.

Geht es eigentlich nur mir so, dass X Rebirth im Grunde wie der direkte Nachfolger von X2 aussieht, so als ob es die X3-Jahre dazwischen nie gegeben hätte? Irgendwie erinnert mich so vieles daran: das Cockpit, der bunter Comic-Stil, die NPC-Modelle, die konsoligen Menüs mit viel zu großer Schrift, ja sogar das Schiffsdesign? Man schaue sich doch nur mal eine Paranid Nemesis oder einen Split Drachen von damals an - ein paar neue Oberflächenstrukturen drauf, das Cockpit etwas aus der Symmetrie gerückt, damit es ein bisschen was vom Millennium Falcon hat und ein Stinktier draufgemacht.

Ich persönlich würde mir als erstes VOR ALLEM eine sehr schnelle Veröffentlichung eines weiteren X3-Addons als SCHADENERSATZ für die enttäuschten Spieler wünschen, eine neue Storyline, ein paar nette Extras, vielleicht ein paar besondere Schiffe. Und als nächsten Schritt ein ausgereiftes X4, in dem auf Bewährtes aufgebaut wird und nur vereinzelt mit viel Gefühl ein paar Neuerungen eingebaut werden, die das X-Universum bereichern und nicht in den Untergang führen. Und... für eine Stationsdurchsage über die kleine Susi sollte auch Platz darin sein. ;-)

DRITTER EINDRUCK (nach 62 Stunden Spielzeit)

Ich habe weitergespielt. Ich habe mich dazu gezwungen, weiterzuspielen - was sicher keine gute Voraussetzung war. Doch ich hatte mir in den Kopf gesetzt, für meine 60 Euro den Gegenwert an Spaß aus diesem Produkt herauszuholen. Gewissermaßen, um der jahrelangen Vorfreude gerecht zu werden.

Ich habe einen beträchtlichen Teil des Universums gesehen. Ich habe entdeckt, ich habe gekämpft. Gehandelt und gebaut habe ich nicht. Ich war auch in X3 nie der wirkliche Händler und Erbauer, sondern stets der Entdecker und Kämpfer, immer auf der Suche nach der großen Herausforderung, mit dem kleinstmöglichen Schiff einen aussichtslosen Kampf zu bestehen. Und ich hatte viele Hunderte Stunden Spaß daran.

Hier ist für mich nach 62 Spielstunden Schluss. Ich habe keinen Spaß mehr daran. Was ich bisher noch nicht gesehen habe, lockt mich auch nicht. Was ich bisher nicht getan habe, will ich auch gar nicht mehr ausprobieren.

Inzwischen haben wir Version 1.18 und sichtbare oder spürbare Änderungen gibt es kaum. Ich habe inzwischen die Foren verfolgt. Ich habe die mittlerweile erschienenen Testberichte der Spielezeitschriften gelesen. Ich habe zeitweilig sogar darüber nachgedacht, meiner Rezension einen zweiten Stern hinzuzufügen, gewissermaßen als Huldigung an Egosoft für die guten Absichten, die sie mit X Rebirth verfolgt haben. Doch eine 2-Stern-Rezension entspräche einer 40%-Bewertung, und die hat das Spiel nicht einmal von besonders mitfühlenden Fachzeitschriften bekommen, deshalb bleibt es auch für mich bei nur einem Stern.

Ich bin davon überzeugt, dass hier eine Katastrophe zur anderen kam und die Gesamtheit aller negativen Einflüsse zu dem vorliegenden Ergebnis geführt hat: Eine gewisse Fixierung auf eine Idee, die von Anfang an keine gute war. Ein abgeschottetes Team, dem fachlicher Input von Außen fehlte. Eine extrem lange Entwicklungszeit, die für sich allein hohen Erfolgsdruck erzeugt. Eine heimliche Ausrichtung auf eine neue Zielgruppe, die eine andere Hardware bevorzugt als klassische PC-Spieler das tun. Ganz sicher spielt auch Geldknappheit eine Rolle. Und nicht zuletzt der Zwang, vor der näher rückenden Konkurrenz, die gleich mit zwei epischen Weltraumabenteuern droht, auf dem Markt zu sein.

Es ist jammerschade, die Erwartungen waren so hoch und es hätte wirklich ein gutes Spiel werden können, das Potenzial dazu ist da. Allein die Spielmechanik für den Wirtschaftsteil muss Jahre an Arbeit beansprucht haben. Die Idee mit den wechselbaren Antrieben und ihren unterschiedlichen Eigenschaften gefällt mir sehr gut. Genauso unausgereift wie vieles andere ist dagegen die Schildphysik, da die Ladezeit der schnell ladenden Schilde sinnloserweise in der Mk4-Stufe genauso niedrig ist wie in der Mk1-Stufe. Ausgesprochen gut gelungen ist die Umsetzung des Langstreckenscanners. So gibt es wirklich viele gute Innovationen, die einem X4 gut zu Gesicht gestanden hätten. Ich hoffe und wünsche mir, dass Egosoft an diesem Desaster nicht zugrunde geht und noch genügend Kraft hat, die Serie mit einem wahren Neuanfang wiederzubeleben.

X Rebirth ist für mich nun Geschichte. Ich werde keine weitere Zeit in dieses Spiel investieren, denn es ist meine Freizeit und sie ist zu knapp bemessen und zu kostbar, um sie mit etwas zu verbringen, was mir keinen Spaß macht.

NACHTRAG am 2. Januar 2014

Abschließend und der Vollständigkeit halber möchte ich noch auf die gerade frisch veröffentlichte Jahresübersicht von "Metacritic" verweisen, in der die besten und schlechtesten Spiele 2013 in Ranglisten aufgeführt sind (u.a. vorgestellt bei PC Games Hardware, Eintrag von Thilo Bayer am 02.01.2014 um 17:15 Uhr).

Ich möchte es nicht weiter kommentieren, Rang 234 von 237 bei den PC-Spielen ist, denke ich, ein klares Signal. Herr Lehahn, ich beglückwünsche Sie zu diesem Erfolg.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 25, 2013 8:41 AM CET


Piraten Hose Mittelalterhose Larp Gothic Gr. XL Braun 4575
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Wird angeboten von Elbenwald
Preis: EUR 54,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 4. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine wirklich gute und ordentlich verarbeitete Hose, die absolut tauglich für ernsthafte Mittelalter-Gewandung verwendet werden kann. Über die Authentizität der seitlichen Wadenschnürung kann man sicher genauso streiten wie über den Gummizug, aber das ist wirklich Ansichtssache. Mir persönlich gefällt sie sehr gut. Da ich sie als Wikingerhose trage, verdecke ich die Schnürung sowieso mit einer klassischen Beinwicklung, und den Gummizug-Bund kann unter der Tunika sowieso niemand sehen. In Kombination mit der Beinwicklung und rohledernen Wikingerstiefeln ein absolut stimmiger Anblick.

Die Farbe entspricht der Darstellung auf dem Produktfoto, ein stumpfes, aber deutliches Braun mit einem ganz leichten Stich ins Olivfarbene, dazu eine rauhe Oberflächenoptik, die durchaus wie Leinen aussieht. Ich könnte mir vorstellen, dass eine handgefärbte mittelalterliche Leinenhose genau so ausgesehen hat.

Der Tragekomfort ist durch den Gummizug hervorragend, die Hose sitzt, hält und kneift nicht. Sie fällt wirklich sehr groß aus, ich habe mich aufgrund der älteren Rezensionen für eine Nummer kleiner als meine übliche Hosengroße entschieden und sie passt trotzdem hervorragend

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Hose und ihre ersten Einsätze beim MPS in Bückeburg und Dresden hat sie auch erfolgreich überstanden. Absolut empfehlenswert!


WAFFENROCK TUNIKA RITTER RITTERKAMPF BAUMWOLLE LEINEN 1491 weinrot
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Wird angeboten von Elbenwald
Preis: EUR 26,19

5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 4. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Waffenrock ist eine wirklich gewaltige Bezeichnung für diesen schlichten einfarbigen Überwurf, aber ich bin sehr zufrieden und finde, dass er dem geringen Preis angemessen gut verarbeitet ist und absolut authentisch aussieht.

Die Farbe entspricht glücklicherweise dem Produktfoto (ich hatte schon befürchtet, es sei ein schrilles Feuerwehrauto-Rot), aber es ist ein wirklich tiefdunkles, mattes Weinrot, wie es durchaus das Resultat einer Färbung von Hand sein könnte. Die Optik einer rauhen Leinenoberfläche wirkt zusätzlich authentisch. Alles in Allem ist dieser Überwurf absolut für ernsthafte Mittelalter-Gewandung zu verwenden.

Das Kleidungsstück an sich vielseitig, für Leute, die gerade erst anfangen, sich eine Gewandung zusammenzustellen, ist es für sich allein genommen - mithilfe eines Gürtels - fast ein komplettes Gewand, bei dem nur noch Ärmel und Schuhe sichtbar sind.

Für Mittelalter-Fans wie mich, bei denen Rüstzeug und Gewandung über drei Zeitepochen hinweg schon eine ganze Hobby-Garage füllen, ist es eine tolle Ergänzung, die der Gewandung den zusätzlichen Kick des Üppigen, also des "eigentlich unnötigen" verleiht.

Und letztlich für Gruppen, die nach außen ihre Zusammenhörigkeit zeigen wollen, ist es ein unverzichtbares Accessoire.

Da man den an sich schlicht gehaltenen Überwurf sehr gut mit einer schönen Borte aufwerten kann, lässt sich leicht ein sehr persönliches Kleidungsstück daraus herstellen. Absolut empfehlenswert!


Cherry G83-6105LRNDE-2 Membrantastatur, schwarz
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Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 22,79

5.0 von 5 Sternen Mein uneingeschränkter Kauftipp für berufliche Vielschreiber!, 4. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir schreiben das Jahr 2013, die Tastaturentwicklung hat in den letzten beiden Jahrzehnten die kuriosesten Modelle hervorgebracht und wieder in der Vergessenheit verschwinden lassen, und was soll ich sagen, die Älteste ist einfach immer noch die Beste.

Ich rede hier von nichts Geringerem als der besten und kostengünstigsten Tastatur für berufliche Anwender, die einfach nur sehr, sehr viel tippen müssen und sich aus diesem Grund nicht mit einer dieser billigen, einem PC beiliegenden ultraflachen Klapperdinger mit abweichendem Tastaturlayout und lustigen, aber sinnlosen Multimedia-Tasten zufriedengeben wollen.

Die Cherry hat - die zwangsläufig notwendigen Windowstasten mal ausgenommen - noch immer exakt dasselbe Tastaturlayout wie meine erste PC-Tastatur vor rund 25 Jahren, damit meine ich insbesondere den großen Abstand zur Funktionstastenleiste und die Anordnung der Funktionstasten. Für jemanden, der praktisch "blind" tippt, ein unschätzbarer Vorteil, wenn alle verwendete Tastaturen das gleiche Layout besitzen.

Der Tastenanschlag ist im Vergleich zu den aktuellen, flachen, notebookähnlichen Tastaturen die reinste Komfortzone. Die stark abgerundeten und stark konisch zulaufenden Tasten mit deutlicher Vertiefung erlauben ein gnadenlos flüssiges Tippen und verzeihen sogar Randanschläge. Handling und Geräuschkulisse dieser Tastatur sind UM KLASSEN BESSER als bei preislich vergleichbaren Standard-Tastaturen von Logitech oder Microsoft. Ein weiterer Punkt, klein im Aufwand, aber groß in der Wirkung, sind die mit Gummifüßen versehenen hinteren Aufsteller - damit meines Wissens die einzige Tastatur, die so etwas hat. Kein unbeabsichtigtes Hin- und Herschieben und damit wahrlich eine Anerkennung wert.

Wer mehr Geld ausgeben will, kann natürlich die mechanische Variante dieser Tastatur wählen, bei der unter jeder Taste ein mechanischer Schalter verbaut ist. Aber das ist wirklich die Luxusvariante und meines Erachtens nicht unbedingt erforderlich.

Ich selbst habe mir diese Tastatur für den Arbeitsplatz gekauft, da auch mein Arbeitgeber leider zu denen gehört, die gern an der Arbeitsplatzausstattung ihrer Mitarbeiter sparen und stattdessen größere Dienstwagen fürs Obere Management anschaffen. Inzwischen sind schon einige meiner Leidensgefährten meinem Beispiel gefolgt und haben sich ihre eigene Tastatur mitgebracht. Und auch sie haben die schlichte, aber unglaublich komfortable und robuste Cherry schätzen gelernt.

Ich möchte auch nicht versäumen, an dieser Stelle noch kurz auf den Unterschied der Anschlußvarianten hinzuweisen, da es doch sehr viele Leute gibt, die einfach nur glauben, PS2 sei alt und USB sei neu.

In Wirklichkeit haben beide Anschlüsse ihre Vor- und Nachteile. Die offensichtlichsten Vorteile von USB sind das Anschließen im laufenden Betrieb und die Möglichkeit, mehrere Eingabegeräte gleichzeitig anzuschließen. Aber auch die Nachteile von USB wiegen schwer: Während PS2 einfach einen direkten Eingabebefehl an die CPU schickt, der dann ausgeführt wird, belastet USB die CPU mehrfach und sogar dann, wenn gar keine Eingaben stattfinden. Ursache dafür ist eine rege Kommunikation zwischen den Komponenten, bei der die CPU praktisch ständig die Tastatur abfragen muss, ob gerade irgendwelche Eingaben stattgefunden haben. Außerdem unterstützt ein Standard-USB-Anschluß nur bis zu maximal 6 gleichzeitig gedrückte Tasten, wogegen PS2 theoretisch sogar das Drücken aller Tasten gleichzeitig unterstützt. Wer hier mehr Details sucht, findet in Wikipedia eine sehr gute Beschreibung.

Dieses beschriebene Modell verfügt über den PS2-Anschluß, der meines Erachtens für Desktop-PCs die bessere Wahl ist, da man ja die Tastatur nicht ständig wechselt und somit aus dem USB-Vorteil keinerlei Nutzen zieht.


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