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Rezensionen verfasst von
Lanara

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Die Macht des Nimbus
Die Macht des Nimbus
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Debüt, 25. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Nimbus (Kindle Edition)
Was haben ein Straßenjunge, ein Sängerknabe und ein machthungriger Kirchenmann gemeinsam? Auf den ersten Blick erstmal nichts. Und doch kreuzen sich die ihre Wege, denn durch den Nimbus – eine himmlische Insignie – sind ihre Schicksale miteinander verbunden:

Die vorlaute Putte Ambrosius konnte es nicht lassen, Erzengel Uriels Nimbus zu stibitzen. Unbeabsichtigt öffnet er damit ein Himmelsportal, durch das er auf die Erde fällt … und er ist nicht allein, denn der Engel Amra wollte ihn von einer Dummheit abhalten und landet ebenfalls auf der Erde. Doch Ambrosius und Amra werden getrennt. Der Straßenjunge Jakob wird von dem aus dem Himmel fallenden Nimbus am Kopf getroffen und staunt nicht schlecht, als er kurz darauf ein „fliegendes Brathähnchen“ (nämlich Ambrosius) sieht. Jakob verwahrt den Nimbus und kümmert sich um Ambrosius. Währenddessen ist auch der Reformator Ignatius zu Lichtenfels auf der Jagd nach dem Nimbus, denn er will Macht erlangen – und er schreckt nicht davor zurück, Menschen und Himmelswesen aus dem Weg zu räumen. Chorknabe Claudius dagegen ist nur ein Werkzeug, denn der Reformator will dessen Unschuld nutzen, um an sein Ziel zu gelangen. Allerdings hat er den schüchternen Jungen, der wegen eines Mißverständnisses von zu Hause ausriss, unterschätzt: Nach einem Blick auf den Engel Amra ist es um ihn geschehen – und um ihr zu helfen wächst er über sich selbst hinaus.

„Die Macht des Nimbus“ spielt im Regensburg des Jahres 1630. Schön und anschaulich sind die Plätze der Stadt beschrieben, das Geschehen, die Personen. Vor allem den Protagonisten wurde von dem Autor Leben eingehaucht, so dass sie mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen sind. Besonders über Ambrosius und sein schnodderiges Mundwerk konnte ich mich richtig amüsieren. Denkt man doch eigentlich, so eine Putte ist zufrieden mit ihrem Leben im Himmel – aber weit gefehlt. Zumindest Ambrosius hatte keinen Spaß am jauchzen und singen. Auch Jakob war ein richtig sympathischer kleiner Kerl, der in der Putte einen guten Freund gefunden hat. Beim Reformator war ich mir immer wieder unschlüssig, ob er doch so ein Fiesling ist, wie man durch’s Lesen vermuten konnte. Er ist machtgierig – keine Frage – und will den Nimbus unbedingt. Aber wirklich, um Kriege und Hungersnöte zu verhindern, wie er sagt? Oder doch aus anderen Beweggründen? Claudius blieb mir persönlich ein wenig zu blass, obwohl er im Lauf der Geschichte eine grundlegende Wandlung durchlaufen hat.

Auch abseits der bildhaften Beschreibungen gefällt mir der Schreibstil von Andreas Masberg sehr gut: Angenehm und flüssig zu lesen, durch die Perspektivenwechsel (mal erlebt der Leser Jakobs Abenteuer mit, dann wieder das Geschehen aus Claudius Sicht etc.) bleibt die Spannung erhalten. Nach und nach verknüpfen sich die Schicksale der Protagonisten und das unausweichliche Zusammentreffen aller bildet das Finale.

Fazit:

Klasse Debütroman, der definitiv Lust darauf macht, mehr über das Schicksal der Helden zu erfahren. Gut zu wissen, dass „Die Macht des Nimbus“ kein Einzelstück bleiben wird, sondern noch eine Fortsetzung bekommt. Ich freue mich drauf.


Uppercut
Uppercut
Preis: EUR 2,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Action pur, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Uppercut (Kindle Edition)
Für Robert Strauss bricht eine Welt zusammen, als sein bester Freund ihm einen Briefumschlag überreicht. Darin findet er ein Bild seiner Frau Tamara, gefesselt und gequält. Der Entführer meldet sich auch bald darauf bei ihm. Seine Forderung: Robert soll einen Fremden zusammenschlagen und ein Beweisfoto auf einem speziellen Facebook-Account hochladen. Und dies ist nicht das Ende, denn die Forderungen des Entführers werden immer spezieller. Robert tut alles, um Tamara zu retten. Hilfe bekommt er hierbei von Pablo, einem Freund aus Jugendtagen, und Lilian, einer jungen Esoterikerin. Doch der Entführer scheint jeden Schritt zu wissen, den Robert tätigt, und dieser wird immer tiefer in einen Sog aus Gewalt und Angst hineingezogen. Und nicht nur das: Er muss sich auch seiner Vergangenheit stellen und Dingen, die er gerne vergessen würde.

Applaus! „Uppercut“ hat es schon nach wenigen Seiten geschafft, mich zu fesseln. Gekonnt spielt der Autor mit einer jungen und direkten Sprache, die Schilderung der Begebenheiten werden aus Roberts Sicht erzählt. Robert selbst ist sehr authentisch beschrieben, ich konnte mich gut in seine Gefühlswelt hineinversetzen. Zu Beginn hadert er noch mit den Aufträgen, die er ausführen soll – denn er will keine Gewalt (mehr) ausüben. Im Laufe des Buches erfährt man, warum er dann doch immer mehr austickt und bei der Ausführung seiner Aufgaben immer brutaler vorgeht. Durch Rückblenden erfährt man mehr von seiner Vergangenheit, was auch zum Verständnis für sein Verhalten beiträgt. Kai Dussmann, sein bester Freund, bleibt ein wenig undurchsichtig und agiert mehr als Randfigur. Pablo, der Polizist, ebenfalls. Die Figur der Lilian hat mir sehr gut gefallen. Sympathisch, ein wenig abgedreht, aber sehr einfühlsam und völlig abgebrüht und ohne Angst, als es drauf ankommt.

Ich hatte schon recht früh eine Ahnung, wer hinter der Entführung stecken könnte. Doch nein – Fred Ink hat hier gekonnt noch eine Wendung eingebaut, an die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht habe. Erst kurz vor dem Schluss und somit der Auflösung ging mir dieser Gedanke durch den Kopf. Auch der Spannungsbogen wird von der ersten bis zur letzten Seite gehalten. Die Geschichte an sich ist nicht völlig neu, aber die Umsetzung war toll – temporeich und actiongeladen (hört sich an wie eine Filmwerbung) bis hin zum spektakulären Ende.

Fred Ink - eher für seine Horrorromane bekannt - hat mit „Uppercut“ bewiesen, dass er sich hinter anderen Thrillerautoren definitiv nicht verstecken muss. Und vielleicht gibt es ja künftig noch weitere Bücher um Robert Strauss.


Stimmen in der Nacht: Roman
Stimmen in der Nacht: Roman
von Laura Brodie
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stimmen in der Nacht, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Stimmen in der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt: Das Semester ist fast zu Ende und die Abschlüsse stehen bevor. Grund genug für die Studenten, dies mit einer Party zu feiern. Drei von ihnen 'verirren' sich auf das einladende und abgelegene Grundstück von Literaturprofessorin Emma. Da es schon spät ist und Emma befürchtet, dass ihre kleine Tochter Maggie nicht schlafen kann, bittet sie sie, zu gehen. Sie zeigen sich einsichtig, möchten nur kurz noch die Toilette benutzen. Doch dann kommt es zum Eklat: Einer der Studenten, den sie schon des Öfteren des Diebstahls verdächtigt hat, aber es nicht beweisen konnte, hat aus dem Zimmer ihrer Tochter Spielzeug gestohlen. Emma ist empört und konfrontiert den jungen Mann mit einem anderen Diebstahlsverdacht und droht, ihn beim College-Ausschuss anzuzeigen. Infolgedessen kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung, die die kleine Maggie mit ansehen muss '

Zum Buch: Sprachlich sehr schön geschrieben ' einzig die mehr als ausführlichen Beschreibungen von Nebensächlichkeiten haben mich sehr gestört. Diese haben an einigen Stellen zu sehr die Spannung genommen. Denn spannend war das Buch, zumindest zu Beginn, sehr. Die Auseinandersetzung von Emma mit den Studenten, Maggies Flucht und Jahre später ihre Alpträume ' alles wies in eine bestimmte Richtung. Doch nichts ist so, wie es zu Anfang schien. In verschiedenen Abschnitten erfährt man, was sich in dieser Nacht wirklich abspielte. Und auch das Ende kommt überraschend.

Diese Wendungen machten 'Stimmen in der Nacht' weniger zum Thriller (in der Hinsicht hat die Leseprobe definitiv nicht gehalten, was sie versprochen hat), vielmehr werden die Folgen eines Ereignisses dargestellt und wie sich ein Leben plötzlich ändern kann.

Obwohl die Charaktere gut herausgearbeitet sind, konnte ich mit keinem wirklich warm werden. Dies lag vielleicht auch an den verschiedenen Erzählperspektiven, die zwar einerseits gut gewählt waren, mich aber immer wieder aus der Geschichte geworfen haben. Und leider hat die Autorin sich mit manchen 'Nebengeschichten' ein wenig verzettelt.

Fazit: Wer einen spannenden und rasanten Thriller erwartet hat, wurde von 'Stimmen in der Nacht' leider enttäuscht. Es handelt sich hier eher um ein Familiendrama, das definitiv zum Nachdenken anregt. Was nicht nachteilig ist ' ganz im Gegenteil. Trotzdem vergebe ich nur 3 Sterne, denn das Buch hatte mir zu viele Längen, die mir das Lesen ein wenig verleidet haben.


Final Cut: Thriller
Final Cut: Thriller
von Veit Etzold
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Final Cut, 29. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Final Cut: Thriller (Taschenbuch)
Zur Story:

Ein unheimlicher Serienkiller treibt in Berlin sein Unwesen. Keiner kennt ihn, keiner sieht ihn, er hinterlässt keine Spuren. Und seine 'Besonderheit': Seine Morde bleiben unentdeckt. Bis er Kontakt zu Clara Vidalis, einer LKA-Beamtin mit tragischer Vergangenheit, aufnimmt. Welche Verbundenheit fühlt er zu ihr? Und wichtiger noch ' kann sie ihn stoppen?

Zum Buch:

Veit Etzolds Thriller fesselt den Leser von der ersten Seite an. So ist die Handlung in unterschiedliche Erzählstränge unterteilt ' mal aus der Sicht von Clara, mal aus der des Killers oder des Opfers. Sein Erzählstil ist sehr plastisch und detailhaft, realistisch und brutal. Er spielt mit den Macken und Eigenheiten unserer Gesellschaft und zeigt auf, wie sehr diese verrohen könnte, wenn man sie ließe. Die Charaktere wirken sehr echt, auch ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

Beängstigend ist die Tatsache, wie schnell man via Internet verfolgt und 'ausspioniert' werden kann und wie anonym man dennoch bleibt. Solange man im Internet 'lebt', lebt man auch in der Realität ' oder auch nicht.

Das Buch ist definitiv ein Pageturner. Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert; allerdings war mir das Ende dann ein wenig zu plötzlich.

Fazit:

Ich kann 'Final Cut' definitiv weiter empfehlen. Für Fans der härteren Thriller ist es absolut das Richtige.


Die Wildrose: Roman (Rosen-Trilogie, Band 30038)
Die Wildrose: Roman (Rosen-Trilogie, Band 30038)
von Jennifer Donnelly
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner Abschluss, 9. Mai 2012
Zum Inhalt: Seamus und Willa kennen sich seit ihrer Kindheit, wachsen zusammen auf, stacheln sich in ihrer Abenteuerlust immer gegenseitig an und werden zum Liebespaar. Doch bei einer Klettertour passiert ein tragisches Unglück, das Willa nur durch die Amputation ihres Beines überlebt. Willa gibt Seamie die Schuld ' immerhin musste er diese Entscheidung treffen, um ihr Leben zu retten ' und verlässt ihn. Er leidet unter der Trennung, ist Willa doch seine einzige große Liebe. Und auch sie ist unglücklich und bereut ihre Entscheidung. Keiner der beiden wagt den ersten Schritt des Wiedersehens. Dies geschieht Jahre später bei der Beerdigung von Willas Vater. Seamus ist inzwischen verheiratet und glaubt, in Jennie eine neue Liebe gefunden zu haben ' doch die Liebe zu Willa flammt wieder auf.

Zum Buch: Ich habe die Vorgängerbände zu 'Die Wildrose' vor einigen Jahren gelesen und mich nicht mehr an alle Begebenheiten erinnern können. Doch dies hat dem Lesespaß keinerlei Abbruch getan (und ein paar Erinnerungen kamen beim Lesen doch zurück). In gewohnter Manier hat Jennifer Donnelly die Menschen, Lieben und Leiden um die Familien Bristow und Finnegan wieder aufgenommen und eine wunderschöne Familiensaga weitergehen lassen.

Personen und Orte sind anschaulich und lebendig beschrieben, man kann mit allen Protagonisten mitfiebern und mitleiden. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und sehr gefühlvoll, ohne kitschig zu werden. Außerdem schafft sie es, eine Liebesgeschichte so mit politischen Themen, den Kriegswirren und Spionage zu verweben, dass man auf keiner Seite gelangweilt wird. Auch die Ortswechsel und damit beschriebenen unterschiedlichen Szenerien haben das Ganze aufgelockert.

Das Einzige, was mir ein klein wenig zu viel war, waren die immer wieder neuen Wendungen bei Willa und Seamus.

Fazit: Ein gelungener Abschluss der Rosen-Trilogie! Ich habe das Buch leider durch Zeitmangel wesentlich weniger schnell lesen können, als ich eigentlich gewollt habe ' das 'aus der Hand legen' fiel mir schwer. Definitiv ein Buch zum Weiterempfehlen und zum nochmal lesen.


Das Geflecht
Das Geflecht
von Andreas Laudan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Geflecht, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Geflecht (Taschenbuch)
Zum Inhalt: Die Schule ist fertig, der Abschluss in der Tasche. Das muss gefeiert werden allerdings nicht auf der offiziellen Abschlussfeier, sondern mit einer ganz besonderen Party. Justin klaut seinem Vater den Schlüssel zu einem stillgelegten Bergwerk. Hier sind er, seine Freundin Dana und ein weiteres Pärchen unter sich. Doch die private Party endet mit Schrecken; benebelt von Alkohol und Drogen stürzen zwei der Jugendlichen etliche Meter tief in einen Müllschacht. Panisch vor Angst ruft Justin seinen Vater zu Hilfe, der mindestens genauso panisch wird, denn in genau diesem Müllschacht verbirgt sich ein Geheimnis.

Doch Glück im Unglück: Zufällig befindet sich die blinde Höhlenforscherin Tia zu einem Vortrag in einem Nachbarort. Justins Vater bittet sie um Hilfe die sie ihm nicht abschlagen kann. Zusätzlich zu ihrer Erfahrung mit Höhlen hat sie den vermeintlichen Vorteil, nicht sehen zu können, was mit diesem Schacht nicht in Ordnung ist. Doch ihre anderen Sinne sind mehr als überdurchschnittlich ausgeprägt.

Nachdem sie sich in den Schacht abgeseilt hat, stürzt der Eingang zur Mine ein. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn in diesem Schacht lebt etwas - eine Art Pilz, der rasant wächst und sich von lebenden Organismen ernährt. Eine dramatische Rettungsaktion beginnt, in der sich alle Beteiligten (im wahrsten Sinne des Wortes) blind aufeinander verlassen müssen.

Zum Buch: Andreas Laudan hat mit "Das Geflecht" einen sehr spannend erzählten Thriller geschrieben. Die Erzählstränge werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt - das fand ich persönlich sehr gut gemacht, bekommt man doch einen Einblick in alle Vorgänge und Gefühlslagen aller Protagonisten. Die Charaktere sind sehr gut und lebendig beschrieben, auch die unterschwellige Gefahr, ausgehend durch die völlige Finsternis in der Höhle und dieses Gewächs, kann man hautnah spüren. Als Leser weiß man zusätzlich noch von der Gefahr, die den Eingeschlossenen von außen droht - auch das erhöht noch die Spannung.

Gut gemacht war auch die Einteilung der Kapitel: Immer aus der Sicht eines anderen Protagonisten und mit Zeitangabe, so dass man einen Überblick hat, wie lange die Rettungsaktion dauert. Auch das Cover des Buches ist sehr gut gewählt; ein Gesicht, verdeckt von Ranken - passt gut zum Titel.

Fazit: Auch wenn innerhalb der ersten 100 Seiten schon die Hauptstory "gelaufen" ist und man weiß, woher dieses ominöse Geflecht kommt, wird die Geschichte nicht langweilig. Ganz im Gegenteil: Die immer neuen Probleme, die Tia und die Jugendlichen in dem Stollen überwinden müssen, halten die Spannung aufrecht. Auch der Umgang Tias mit ihrer Blindheit ist sehr gut beschrieben und wirkt nicht übertrieben. Dazu noch der angenehm zu lesende Schreibstil von Herrn Laudan - das Buch hat sich einfach so weglesen lassen und ich wollte es nur ungern aus der Hand legen! Ich kann es definitiv weiter empfehlen!


Pandoras Tochter. Thriller
Pandoras Tochter. Thriller
von Iris Johansen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pandoras Tochter, 25. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Pandoras Tochter. Thriller (Taschenbuch)
Nach dem Tod ihrer Mutter wächst Megan bei ihrem Onkel auf. Vergessen sind die Stimmen, die sie in ihrer Kindheit hörte und die plötzlich verstummten, als sie 15 Jahre alt war. Plötzlich tritt ein alter Bekannter in ihr Leben - Neal Grady. Von ihm erfährt sie, dass ihre Mutter nicht, wie sie dachte, an einem Herzanfall starb, sondern ermordet wurde. Und dass ihr Mörder nun hinter ihr, Megan, her ist. Ihr Leben ist plötzlich auf den Kopf gestellt.

Die Leseprobe hat mich gefesselt. Übersinnliches gemischt mit Spannung. Noch dazu ein Roman von Iris Johansen, deren Romane um Eve Duncan ich sehr gerne mag. Leider hat das Buch nicht halten können, was die LP versprochen hat. Die Story an sich hätte wirklich gut sein können, nur leider kam keinerlei Spannung auf. Und das andauernde Geplänkel zwischen Megan und Neal - die dauernden Anspielungen auf die gegenseitige Anziehungskraft, die dauernden Bemerkungen von Neal, dass er nur auf ein Wort von Megan wartet, bis er sie ins Bett zerrt, ihre Zweifel - haben mich ganz schön genervt. Was war ich froh, als sie endlich im Bett gelandet sind - aber nein, das Geplänkel geht weiter. Auch manche Dialoge kamen mir sehr konstruiert vor.

Fazit: Es war kein ganz schlechtes Buch, aber von Iris Johansen kenne ich bessere Romane. Von mir bekommt Pandoras Tochter nur 3 Sterne.


Die Pforten der Ewigkeit: Historischer Roman
Die Pforten der Ewigkeit: Historischer Roman
von Richard Dübell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Pforten der Ewigkit, 13. Oktober 2011
Durch den Tod Kaiser Federicos ist das Reich führungslos. Rudolf von Habisburch, in seinen Gedanken schon der nächste Kaiser, scheitert an einem Geheimnis, das Federico dem jungen Hertwig von Staleberc anvertraute. Er setzt alles daran, dieses Geheimnis zu ergründen. Hertwig flieht ins Heilige Land, wird dort aber gefangen genommen und trifft auf die ebenfalls gefangenen Rogers de Bezers, ein Katharer, sowie Godefroy und Walter. Sterbend verrät Hertwig Rogers, warum er ins Heilige Land gekommen ist.

In Wizinsten steht Constantia, Tochter eines Handwerkermeisters, kurz vor ihrer Hochzeit. Doch sie kann sich nicht freuen, denn sie verbirgt ein dunkles Geheimnis und kann sich niemandem anvertrauen. Zur gleichen Zeit entschließt sich die Zisterzienserin Elsbeth, eine Klosterruine in Wizinsten zu neuem Leben zu erwecken, um Hedwig, ihren Schützling, aus dem Einflussbereich des Bischofs zu bringen. Mit einer Handvoll Schwestern macht sie sich auf den Weg, doch bei der Realisierung ihrer Träume werden ihr Steine in den Weg gelegt.

Verschiedene Handlungsstränge, bei denen man zu Beginn nicht ahnen kann, wie sie zusammen gehören. Im Laufe des Buches verbinden sich diese Stränge aber zu einer stimmigen Geschichte mit einigen Aha-Erlebnissen. Richard Dübells Schreibstil ist herrlich lebendig, die Charaktere und die Gegebenheiten sind anschaulich beschrieben, so dass man leicht die Bilder zum Buch im Kopf entstehen lassen kann. Dazu kommt ein herrlicher Wortwitz. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert und 'gelitten und für sie gehofft. Viele Szenen nahmen unerwartete Wendungen, die 'Bösen' stellten sich trotz ihrer Taten als Menschen mit Gefühlen und Fehlern heraus und auch die 'Guten' hatten ihre Macken.

Das Cover des Buches ist ein Hingucker. Auch die restliche 'Aufmachung' ist sehr gut gelungen. So gibt es zum Beispiel eine Stadtkarte von Wizinsten, ein Personenverzeichnis sowie Erklärungen zu den Ortsnamen plus einige Seiten an Zusatzmaterial mit Anmerkungen zu den historischen Persönlichkeiten und Gegebenheiten. Schön war auch, dass die damals gebräuchlichen Bezeichnungen für Namen und Ortschaften gewählt wurden.

Mein Fazit: Ich kann dieses Buch mit mehr als gutem Gewissen jedem weiter empfehlen! Es wird nicht langweilig und durch die gute Recherche vorab wird einem noch dazu einiges Wissen vermittelt.


Dämonengold: Roman
Dämonengold: Roman
von Stephan Russbült
  Taschenbuch

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer schwarzen Humor liebt und Sarkasmus flüssig beherrscht, wird dieses Buch lieben!, 13. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Dämonengold: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt:

Baazlabeth, ein Kriegerdämon, freut sich gerade über einen neuen "Gast" in seiner Dimension, der seine Langeweile vertreiben soll, als er diese plötzlich verlassen muss. Ein alternder Magier wurde von zwei Finsterlingen gezwungen, einen Dämon zu beschwören, um einen Auftrag zu erfüllen. Zu Baazlabeth's Enttäuschung entpuppt sich dieser Auftrag - vom Magier nicht ganz weisungsgemäß weitergegeben - als harmlos: Er muss 5000 Goldstücke verdienen, aber mit ehrlicher Arbeit. In menschlicher Gestalt zieht er los, um die Stadt Brisenburg zu erkunden, fest der Meinung, diesen Auftrag mit links zu erfüllen und in Kürze wieder in seinem Reich zu sein. Womit er nicht gerechnet hat, sind allerdings die Tücken des menschlichen Daseins: Dinge, die nicht beim richtigen Namen genannt werden, ein ermüdender Körper, der nach schwerer Arbeit Pausen benötigt und Alkohol in rauhen Mengen nicht einfach so wegsteckt. Als dann auch noch Tote seinen Weg pflastern, mit denen er (leider) nichts zu tun hat, untersucht er Brisenburg genauer ... und seine dämonischen Charakterzüge kann auch ein menschlicher Körper nicht immer unterdrücken.

Zum Buch / zum Autor:

Stephan Russbült hat einen unnachahmlichen Sinn für Sarkasmus. Baazlabeth - obwohl Dämon und von daher eher nicht so nett - wächst einem sehr schnell ans Herz. Auch die anderen Charaktere, selbst die, die nur am Rande erwähnt werden, sind mit viel Liebe und Spaß an der Sache beschrieben. Man merkt, dass der Autor nicht einfach nur ein Buch auf den Markt bringen wollte, sondern sich viele Gedanken gemacht hat. Ich konnte mich von Anfang an in die Geschichte hineinversetzen und hatte meinen persönlichen Kinofilm vor dem inneren Auge. Und ich habe mehr als einmal laut lachen müssen über Baazi's schwarzen Humor und die diversen Begebenheiten, in die er hinein geschlittert ist.

Fazit:

Ein Buch, dass definitiv mehr als nur einmal von mir gelesen wird. Temporeich, fantasievoll und trotzdem spannend - eine sehr gelungene Mischung. Und die Moral von der Geschicht: Gut ist nicht immer gut und Böse nicht immer böse!


Choral des Todes: Thriller
Choral des Todes: Thriller
von Jean-Christophe Grangé
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Choral des Todes, 6. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Choral des Todes: Thriller (Taschenbuch)
Der Chorleiter einer armenischen Gemeinde, Wilhelm Götz, wird ermordet. Der pensionierte Kommissar Lionel Kasdan ' Mitglied dieser Gemeinde und zum Tatzeitpunkt gerade in der Kirche ' mischt sich in die Ermittlungen. Unterstützung erhält er hier von dem beurlaubten Cédric Volokine und seinen ehemaligen Kollegen, die ihm heimlich Informationen zukommen lassen. Der Mord an Götz zieht weitere Morde nach sich; die Todesursache scheint die gleiche zu sein wie bei Götz, nur werden die nächsten Opfer zusätzlich gefoltert. Die Ermittlungen bringen Kasdan und Volokine an ihre Grenzen und sie müssen mehr als einmal umdenken.

Das Buch beginnt für mich ein wenig zu schleppend ' ausführliche Beschreibungen, auch von Nebensächlichkeiten, haben mir den Einstieg ins Buch schwer gemacht. Doch ab dem zweiten Teil nimmt die Rasanz zu und der Spannungsbogen steigt. Der Fall wird mit Ereignissen in Deutschland und Chile, die bis zum 2. Weltkrieg zurückreichen, verknüpft und nimmt überraschende Wendungen. Wenn man sich erst mal an Grangés teilweise etwas umständlichen Schreibstil gewöhnt hat, verspricht der Roman viel Spannung. Zum Ende hin wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit: Das war mein erster Grangé, aber nicht mein letzter


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