Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für Lanara > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Lanara
Top-Rezensenten Rang: 56.010
Hilfreiche Bewertungen: 69

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Lanara

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
Geburt eines Helden (Basaltblitz 1)
Geburt eines Helden (Basaltblitz 1)
Preis: EUR 1,99

4.0 von 5 Sternen Achtung: Wünsche können auch wahr werden, 19. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nick ist der typische Aussenseiter. Klein, schmächtig, liebt Comics und dauernd wird auf ihm herumgehackt. Nicht verwunderlich, dass er sich immer öfter wünscht, so cool zu sein wie die Superhelden, von denen er immer liest. Auch an dem Abend, an dem ein er ein grell leuchtendes Licht am Himmel sieht, dass abzustürzen scheint, wäre er gern selbstbewusster. Denn anstatt draussen nach dem Rechten zu sehen und das Objekt zu suchen, schickt seine Mutter ihn ins Bett. Die seltsamen Begebenheiten gehen am nächsten Tag weiter. Ein neuer Schüler kommt in die Klasse: Bruce, genannt Be. In dessen Garten ist angeblich der Komet (zumindest vermuten die Jungs, dass es ein Komet war) gelandet und er trägt sogar ein kleines Stück davon mit sich herum. Durch einen dummen Zufall verschluckt Nick das Stück – und am nächsten Tag scheint sein Wunsch, ein Superheld zu sein, in Erfüllung gegangen zu sein.

Ich habe mich sehr gefreut, als Markus Tillmanns – nachdem ich seine Luzifer-Chroniken schon lesen durfte – fragte, ob ich auch die Basaltblitz-Bücher lesen möchte. Mit dieser Reihe spricht er eher die jüngeren Leser an, aber auch Erwachsene können durchaus ihre Freude daran haben. Mir zumindest hat Nicks Abenteuer gut gefallen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und vom Sprachgebrauch auf Jugendliche zugeschnitten, ohne dass es aber für Erwachsene zu kindlich wird, und trotzdem spannend. Und immer wieder kommt ein sehr netter Humor durch (Beispiel Seite 24: „Den Tonfall kannte er. Der war unumstößlich. Wäre seine Mutter damals im Stab von Hitler gewesen, sie hätte gesagt: Auf keinen Fall! Ein zweiter Weltkrieg kommt mir nicht ins Haus. All die Toten und dann der Dreck! Das können Sie vergessen! Und danach hätte Hitler eben stattdessen Briefmarken sammeln müssen oder so. Was immer die Leute gemacht hatten, bevor es Internet gab.“

Mit Nick hat der Autor einen sehr sympathischen Helden geschaffen, mit dem man mitfiebern kann und den man einfach mag. Be war mir zu Beginn ein wenig suspekt. Der Neue, der sofort Nicks Nähe sucht, obwohl dieser immer von den anderen ausgrenzt wird. Doch die Skepsis verflog recht rasch und so habe ich mich für Nick gefreut, dass er einen Mitstreiter hat. Aber ich vermute, dass ihn trotzdem noch irgendein Geheimnis umgibt.

Leider war „Geburt eines Helden“ schnell ausgelesen, umfasst es doch nur 110 Seiten.

Fazit:

Comic in Schriftform – etwas anderes fällt mir hierzu nicht ein. Mir hat der neue Stern am Superhelden-Himmel gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit Basaltblitz Nick weitergeht.


Monsterjagd (Basaltblitz 2)
Monsterjagd (Basaltblitz 2)
Preis: EUR 1,99

4.0 von 5 Sternen Von Monstern und Blutdurst, 19. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monsterjagd (Basaltblitz 2) (Kindle Edition)
Superhelden brauchen eine geheime Basis! Das ist für Nick alias Basaltblitz und Be völlig klar. Doch so einfach findet sich keine coole Location. Bis ihnen die Villa Nachtgraf in den Sinn kommt: Ein Haus mit Vergangenheit, dass immer wieder gerne für Mutproben genutzt wird. Dieses Problem ist also schon mal gelöst. Nicht aber ein anderes: Seit er das Kometenstück verschluckt hat, verändert er sich körperlich … er ist nicht mehr ganz so schmächtig und hier könnte er in Erklärungsnot geraten. Und ausgerechnet jetzt steht wieder einmal der Schwimmunterricht an. Zum Glück aber ist das Schwimmbad auf unbestimmte Zeit geschlossen worden. Nur den Grund verrät ihnen keiner. Ein Geheimnis also, dem man auf die Spur kommen muss – denn alles deutet darauf hin, dass hier ein Monster am Werk war.

Der zweite Teil der Basaltblitz-Reihe hat gehalten, was der erste versprochen hat. Geschrieben im gewohnten locker-leichten Stil wechselten sich spannende und lustige Szenen ab und auch die beiden Protagonisten waren noch genauso liebenswert und chaotisch wie zu Beginn der Reihe.

Gut gefällt mir, dass Nicks Leben als Nick seit seinen Superkräften nicht zu kurz kommt. Er hat nach wie vor seine Schulprobleme, obwohl er, seit er mit Be befreundet ist, nicht mehr so sehr gemobbt wird. Und auch das Leben als Held ist nicht das einfachste – denn immer, wenn er sich von Basaltblitz in Nick zurück verwandelt hat, hat er unheimlichen Durst auf Blut.

Auch wenn man den ersten Teil der Serie nicht kennt, hat man keine Probleme, in die Handlung einzusteigen, da die wichtigsten Infos nochmals erwähnt werden. Und dieses Mal ist der Einstieg in das neue Abenteuer ein wenig rasanter, was zum einen daran liegt, dass man die Vorgeschichte zur Superheldenwandlung schon kennt und die Geschichte dieses Mal ein wenig kürzer ist als der Vorgänger.

Einziger Kritikpunkt: Das Ende kam mir ein wenig zu schnell und abrupt, hier hätten ein paar weitere Seiten dem Ganzen gut getan.

Fazit:

Originelle Ideen gepaart mit sympathischen Protagonisten; also genau das, was eine Reihe ausmacht. Für mich definitiv empfehlenswert, nicht nur für jüngere Leser.


Blutmond (Basaltblitz 3)
Blutmond (Basaltblitz 3)
Preis: EUR 1,99

4.0 von 5 Sternen Superhelden haben es nicht leicht, 19. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blutmond (Basaltblitz 3) (Kindle Edition)
Nicks Leben als Superheld ist nicht so einfach. Er muss nach wie vor mit Blutdurst und den Veränderungen seines Körpers kämpfen und in der Schule weiterhin so tun, als wäre er noch immer der nerdige Nick. Das Monster, das er in seinem letzten „Fall“ gejagt hatte, ist immer noch auf freiem Fuss und plötzlich verschwindet der Teich aus Bes Garten. Aber wie kann ein Teich verschwinden? Tja – wenn dieser eigentlich ein abgestürzter Komet ist, scheint das zu gehen. Aber nicht nur der Komet ist weg, sondern Be Vater wurde von einer Geheimorganisation entführt. Natürlich ist jetzt nichts wichtiger, als diesen zu finden und zu retten. Aber genau das führt jetzt zu Spannungen zwischen den Freunden: Nick will lieber erst mal eine wichtige Schularbeit schreiben, bevor er sich wieder an die Superheldenarbeit macht – was Be so gar nicht begreifen kann. Aber Nick wäre nicht Nick, wenn er Be nicht beistehen würde. Und so schlittern beide in ihr nächstes Abenteuer.

Auch Band 3 der Reihe schliesst sich wieder nahtlos an den Vorgänger an, so dass man permanent die Entwicklung der beiden Jungs verfolgen kann. Mit der Einführung der Geheimorganisation wird die Reihe dieses Mal noch ein wenig mysteriöser als die ersten Abenteuer. Und wie im wahren Leben herrscht bei den Freunden nicht immer nur Einigkeit, sondern jeder hat in gewissen Situationen eine eigene Meinung, was durchaus zu Spannungen führt. Auch merkt man langsam, dass es Be ein wenig zu schaffen macht, nur der „Sidekick“ eines Superhelden zu sein.

Gut gefallen hat mir auch, dass neue Charaktere aufgetaucht sind, wie beispielsweise den Hausmeister an Nicks Schule. Vor ihm hat Nick eigentlich richtig Panik, doch dann entpuppt er sich als – ja, als was eigentlich? Ist er einer von den Guten? Oder doch nicht?

Wie üblich besticht der Schreibstil mehr als angenehm zu lesen und besticht durch wirklich witzige Dialoge. Beispiel: „Jemand trat ein. Nick spitzte die Ohren. Schritte, die sich näherten. Sie kamen direkt auf die Kabinen zu. Dann wurde Nicks Klinke heruntergedrückt. Ein Rütteln an der Tür. Und ein Flüstern: Wie lautet der richtige Name von Plastic-Man? Nick flüsterte zurück: Keine Ahnung. Frag mich was von Marvel.“

Dieses Mal muss ich meinen Kommentar zu den Buchcovern abgeben: Diese sind toll gezeichnet und würden definitiv auch auf ein Comic-Cover passen.

Fazit:

Das Warten auf den vierten Teil hat begonnen.


Die Rache Gottes (Die Luzifer-Chroniken 3)
Die Rache Gottes (Die Luzifer-Chroniken 3)
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Weltuntergang - oder doch nicht?, 2. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Geschehnisse in Griechenland liegen noch nicht allzu lange hinter unseren Protagonisten und eigentlich sollte man denken, dass sich nun alle erst einmal erholen können. Aber weit gefehlt: Luzifers Ankündigung, dass der Weltuntergang bevorsteht, schwebt wie ein Damoklesschwert über Tabarie. Auch sonst kommt er nicht zur Ruhe: In seiner Wohnung wurden die Schlösser gewechselt, zu seinem Büro in der Luzifer-Foundation hat er keinen Zugang mehr und Gül bricht ihm das Herz mit der Ankündigung, dass sie Thoss – seinen Erzrivalen – heiraten will (obwohl er sich gerade erst eingestanden hat, dass er sie liebt). Auch seinen Mitstreitern und Gegnern geht es nicht wirklich besser: Alexandra Eisenberg liegt schwer verletzt in einem Krankenhaus, wird von dort entführt und gerät in die Gewalt der Inquisition – ebenso wie Alfred Aschmann. Und auch Luzifer kann es nicht lassen, seine Nase in die Geschehnisse zu stecken und Gott immer weiter herauszufordern.

Gut und Böse, Schwarz und Weiß – auch bei dem Abschluss der Trilogie kann man die Charaktere nicht eindeutig in Schubladen stecken. Die Katholische Kirche und mit ihr die Inquisition triumphiert – denn viele wenden sich aufgrund des nahenden Weltuntergangs ihr wieder zu. Andere Menschen hingegen glauben, dass sie nichts mehr zu verlieren haben, rufen die Anarchie aus und sehen dem Kommenden mit ausschweifenden Exzessen entgegen.

Tabarie, sein Doppelgänger, Gül und Tabaries Vater müssen mit allen Mitteln kämpfen. Denn – wie stellt man sich Gott entgegen? Wie kann man eine allwissende Macht davon überzeugen, die Menschheit nicht zu vernichten? Alleine ist das nicht zu schaffen, so werden Feinde zu Verbündeten und es bilden sich ungewöhnliche Gruppierungen.

Wie schon in den beiden ersten Teilen der Reihe hat es Markus Tillmanns sehr gut geschafft, Realität und Fiktion zu verbinden und ein Bild aufgezeigt, wie die Menschheit sich verhalten kann, wenn eine Katastrophe bevorsteht. Die Charaktere sind nach wie vor lebendig dargestellt, der Schreibstil gewohnt flüssig, so dass die knapp 300 Seiten im Nu weggelesen sind. Auch ein gewisser Wortwitz ist zu finden: So heißt beispielsweise Eisenbergs Anwalt McNaughty.

Bis ungefähr zur Hälfte des Buches fließt die Handlung etwas gemächlicher dahin, man konnte langsam wieder in die Reihe eintauchen, sich wieder an die vergangenen Situationen erinnern und sehen, wie es mit den Protagonisten weiter geht. Danach geht es aber Schlag auf Schlag weiter bis hin zum großen Finale.

Fazit:

Ein gelungener Abschluss einer außergewöhnlichen Trilogie, die durchgängig von der Handlung so aufgebaut ist, dass bis zum Finale alles schlüssig ist und ineinander greift.


Schmerzfresser: Damit sie leben, musst du leiden
Schmerzfresser: Damit sie leben, musst du leiden
Preis: EUR 2,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nix für Zahnarztphobiker, 19. Juni 2015
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Zahnarztbesuch sein. Doch als der Patient, ein Autor mit dem Pseudonym Jussi Karlsson, einmal kurz die Augen öffnet, sieht er etwas, was er nicht hätte sehen sollen: Der Arzt ist ein gesichtsloser Schemen, der sich anscheinend von Angst und Schmerzen ernährt. Wieder daheim fragt sich unser Patient, ob er unter Halluzinationen leidet oder gerade wirklich ein Monster seinen Hunger an ihm stillte und er beschließt, den Zahnarzt zu beobachten. Doch damit ist er nicht allein. Gerade, als er in das Haus des Zahnarztes einbrechen will, überrascht ihn ein glatzköpfiger Hüne. Und ab hier nimmt das Schicksal seinen Lauf: Im Keller des Hauses machen sie eine schreckliche Entdeckung, müssen fliehen und schon steckt Jussi mittendrin im Chaos. Eine kleine Gruppe Menschen weiß um die Monster und sie versuchen, diese zu bekämpfen. Mal sind sie die Jäger, dann wieder die Gejagten – sie finden keine Ruhe bis zu einem gefährlichen Showdown.

Puh … man könnte auf die Idee kommen, dass der Autor Zahnärzte nicht mag (im Nachwort widerruft er diesen Eindruck eigentlich). Zu Beginn mutet die Geschichte eher geruhsam an. Doch das bleibt nicht lange so und der Leser wird ein wildes und abstruses Geschehen geworfen.

Aliens, Parallelwelten, Kämpfe, Wahnsinn … dies alles hat Fred Ink (wieder einmal) gekonnt vermischt zu einer Story, die kaum pausiert und den Leser schnell mitreißt. Auch trifft der regelmäßige Fred Ink-Leser auf einige alte Bekannte: Robert Strauss (Uppercut), Kati, Tabea und „Tom“ (Crossover) sowie Alex und Mojo (Strange Days). Man muss die Bücher aber nicht kennen, um die Charaktere und die Handlung verstehen zu können. Ganz im Gegenteil: Durch ein paar geschickt eingestreute Andeutungen auf diese Werke bekommt man eher Lust, sie zu lesen.

Erzählt wird die Story aus Jussis Sicht und ähnelt (gewollt) einem Bericht über die Geschehnisse. Immer wieder versucht er, den Leser von seinen Erfahrungen zu überzeugen und möchte, dass man ihm glaubt. Anders als bei „Crossover“ gibt es hier keine unterschiedlichen Perspektiven, sondern der rote Faden führt direkt zum Finale.

Auch sprachlich bin ich wieder begeistert. Schon die ersten Seiten, auf denen der Autor die Zahnarztbehandlung mehr als detailreicht darstellt, gibt einem das Gefühl, selbst auf dem Folterstuhl zu sitzen.

Fazit:

Volle Punktzahl von mir – mich hat das Buch mitgerissen. Und ich bin froh, dass ich meinen Zahnarzt auch außerhalb der Praxis kenne, das gibt mir ein wenig das Gefühl, bei ihm keinem Dolorphagen ausgeliefert zu sein.


Teufel: Engel des Todes (Die Luzifer-Chroniken 2)
Teufel: Engel des Todes (Die Luzifer-Chroniken 2)
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Engel des Todes, 18. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Neun Monate sind vergangen seit dem Kampf im Vatikan. Luzifer hat sich zurückgezogen, seine Anhänger sind in alle Winde zerstreut oder vernichtet. Als letzte „Amtshandlung“ hat Luzifer Tabarie die Leitung seiner Stiftung übertragen. Doch dies erweist sich als schwere Bürde: Der gute Ruf der Stiftung ist ruiniert und Tabarie versucht mit Hochdruck, die unterschiedlichsten Projekte ins Leben zu rufen. Mithilfe von neuartigen Medikamenten über Saatgut und Düngemittel bis hin zu künstlicher Intelligenz möchte er die Welt zu einem besseren Ort machen. Als immer häufiger seltsame Vorfälle auftreten, realisiert er, dass nicht alle seine Mitarbeiter auf seiner Seite stehen, sondern noch immer der Führung unter Luzifer und Eisenberg hinterhertrauern. Ein Attentat auf die Firmenzentrale bestätigt seine Vermutungen und erneut begibt er sich in große Gefahr, um seine Gegner ausfindig zu machen – während der zwischenzeitlich selbst in Verdacht gerät.

Der zweite Teil der „Luzifer-Chroniken“ konnte mich genauso schnell begeistern wie schon der erste Band. Markus Tillmanns ist der Gewohnheit treu geblieben, seine Charaktere hauptsächlich mit dem Nachnamen zu benennen, trotzdem konnte ich zu der ein oder anderen Person ein Verhältnis aufbauen. Im ersten Momentan zieht man eine Linie zwischen schwarz und weiß, aber im Laufe der Geschehnisse musste ich meine Einschätzung zu den Protagonisten überdenken. Nach wie vor sehr sympathisch war mir Tabarie, der immer wieder versucht, das Richtige zu tun, aber sich dabei manchmal auch verzettelt.

Auch den Schreibstil des Autoren finde ich nach wie vor sehr angenehm. Hier wirkt nichts gekünstelt, die Dialoge lesen sich realistisch und nicht so verkrampft. Dementsprechend flogen die Seiten beim Lesen ziemlich dahin und ich war sehr schnell mit dem Buch durch (leider).
Wie schon bei „Luzifer“ gibt es von mir ein Kompliment zum tollen Cover, das meiner Meinung nach ein wirklicher Hingucker ist. Und auch hier gab es wieder bei jedem Kapitel ein nettes Zitat zur Überschrift.

Dieses Mal habe ich nichts zu Bemängeln, ganz im Gegenteil. Ich finde, was Spannungsbogen und Rasanz angeht, hat sich der „Engel des Todes“ im Gegensatz zu „Luzifer“ noch gesteigert. Auch die Mischung zwischen Realität und Fantasy ist gut gelungen – vieles könnte genauso auch im wahren Leben passieren (oder passiert vielleicht auch genau so schon längst).

Fazit:

Kein „typischer“ zweiter Teil, der oft nur als Lückenbüßer herhält, sondern ein absolut klasse geschriebenes und spannendes Buch. Bis hin zum Cliffhanger, der mich zappelig auf den Abschluss der Reihe warten lässt.

Ich habe beide Bücher als ebook gelesen, aber werde sie mir definitiv nach Erscheinen des dritten Bandes auch als Taschenbuch zulegen!


Teufel: Fantasy-Thriller  † TOP DEAL MYSTERY † (Die Luzifer-Chroniken 1)
Teufel: Fantasy-Thriller † TOP DEAL MYSTERY † (Die Luzifer-Chroniken 1)
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Luzifer, 18. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Komet rast auf die Erde zu – die Astronomen, eigentlich die ganze Menschheit, befinden sich im Schockzustand, denn wenn der Komet einschlägt, ist die Welt vernichtet. Doch plötzlich wird der Komet langsamer und bleibt über Köln plötzlich stehen. Auf dem Kölner Domplatz drängen sich die Menschen und wollen hautnah dabei sein, wenn das Alien zu sehen ist. Und tatsächlich – aus dem Komet? Ufo? steigt ein Wesen heraus: Strahlend schön, mit weißen Flügeln. Ein Engel? Die Anwesenden sind verzückt und sinken zu Boden. Alle außer Joschi Tabarie. Der junge Journalist weiß nicht, was er von diesem Wesen halten soll. Während alle in Ehrfurcht erstarren, will Joschi wissen, wer das Wesen ist: Luzifer!

Schnell steigt Luzifer zu großer Macht auf. Er schart Anhänger um sich, gründet eine Stiftung, vertritt soziale Projekte und tut eigentlich nur Gutes. Doch warum ist Tabarie noch immer misstrauisch? Gegen den Willen seiner Chefin recherchiert er immer weiter und will dem Phänomen auf den Grund gehen. Fast verliert er seine Arbeit, von seinen wenigen Freunden ganz zu schweigen. Und warum trachtet man ihm nach dem Leben, wenn Luzifer doch eigentlich nur Gutes will? Immer tiefer gerät Joschi in den Strudel von Geheimnissen und Gefahr, denn bei seinen Nachforschungen kommt er Luzifers engstem Kreis um einiges zu nah. In Rom kommt es dann zum großen Finale – wird Joschi es schaffen, Luzifers Machenschaften zu enttarnen oder hat er keine Chance?

Schon der Klappentext macht neugierig. Doch ich habe nicht erwartet, dass sich der erste Teil dieser Reihe so entwickelt. Das Buch ist in drei Erzählstränge aufgeteilt: Zuerst die Sichtung des Kometen, dann die „Landung“ des „Ufos“ und Luzifers Erscheinen. Der Hauptteil des Buches spielt ca. 6 Monate nach diesem Ereignis und hier nahmen Rasanz und Erzähltempo zu. Auch das Thema machte Spaß: Was passiert, wenn sich wirklich ein Engel – auch wenn es Luzifer ist – zu erkennen gibt? Folgen die Menschen ihm einfach? Hoffen sie auf eine Erlösung? Oder sind sie kritisch?

Der Schreibstil von Markus Tillmanns hat mir direkt vom ersten Satz an gut gefallen. Sehr flüssig, aber trotzdem mit prägnanten und kurzen Sätzen. Zu Beginn wirkt seine Sprache etwas unpersönlich, da von den meisten Charakteren immer nur die Nachnamen genannt werden. Trotzdem konnte ich mich schnell einfinden und die Personen wurden lebendig. Haupt- und auch Nebenpersonen werden gut eingeführt und in die Geschichte integriert und alle sind auf ihre Art interessant. Mit Joschi bin ich sehr schnell warm geworden, er hat etwas sehr sympathisches an sich. Auch Luzifer gefiel mir gut, wenn der auch eher undurchsichtig bleibt. Wahrscheinlich macht genau das den Reiz aus. Gut hat mir auch gefallen, dass manche Szenen sehr rasant beschrieben wurden, andere dagegen Konzentration erfordern. Auch interessant war die Verknüpfung von realen Personen (Sandra Maischberger, Frau Merkel …) – hier habe ich mir beim Lesen überlegt, was sie wohl zu den Worten, die der Autor ihnen in den Mund gelegt hat, gesagt haben (wenn sie denn das Buch gelesen haben).

Auch die Aufmachung der Bücher gefällt mir sehr gut: Angefangen beim tollen Cover bis hin zu den Illustrationen im Inneren. Die Kapitel werden mit Zitaten überschrieben – die alle sehr gut ausgewählt sind und immer perfekt zur aktuellen Szenerie passen.

Einen Punkt habe ich allerdings zu bemängeln: Die Sache mit den verschwundenen und später wiederauferstandenen Toten war mir persönlich zu viel. Das hätte es nicht gebraucht, um das Buch spannender oder fantastischer zu machen.

Fazit:

Action, Fantasy und etwas zum Nachdenken – diese Mischung macht den ersten Teil der Luzifer-Chroniken aus. Das Ende war relativ offen und lässt den Leser mit ein paar Fragen zurück. Gut, dass es den zweiten Teil schon gibt. Hier kann man hoffen, diese Fragen dann beantwortet zu bekommen.


Scherbenmädchen
Scherbenmädchen
von Liz Coley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scherbenmädchen, 13. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Scherbenmädchen (Gebundene Ausgabe)
Als Angie vor ihrer Haustür steht, ist sie verwirrt: Wieso schiebt ihre Nachbarin einen Kinderwagen vor sich her – sie hat doch gar kein Kind. Die seltsamen Klamotten, die sie trägt, kennt sie nicht und eigentlich sollte sie genau jetzt im Zeltlager sein. Noch seltsamer wird es, als sie das Haus betritt und ihre Mutter vor Schreck beinahe in Ohnmacht fällt. Die Erklärung, die man ihr gibt, macht die Situation auch nicht besser: Sie war drei Jahre lang verschwunden – ohne Spur, ohne Lebenszeichen, ohne Lösegeldforderung. Auch Angies Vater ist wie erschlagen, sein Engel ist wieder zu Hause – aber seine Freude kann er nicht wirklich ausdrücken. Detective Brogan, der mit ihrem Fall betraut war und inzwischen ein Freund der Familie geworden ist, versucht, Licht in die Sache zu bringen. Doch Angie kann sich an nichts erinnern. Für sie sind keine drei Jahre vergangen, sie ist noch immer 13 Jahre alt und das letzte, was sie weiß, ist, dass sie morgens das Zelt verließ, weil sie zur Toilette musste. Für das Mädchen folgt eine Odyssee: Untersuchungen im Krankenhaus, Gespräche mit Detective Brogan, Sitzungen mit einer Therapeutin, die ihr helfen soll, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Schnell stellt sich heraus, dass Angie mehrere Persönlichkeiten in sich vereint, die ihr Leid in den vergangenen Jahren für sie ertragen haben.

Was für ein Buch! Schon die Leseprobe hat mich gefesselt und das Buch hat mehr als gehalten, was diese versprochen hat. Gut durchdacht, gut recherchiert, mit einem packenden Schreibstil und authentischen Charakteren ist es definitiv ein Buch-Highlight in diesem (bisher ja noch kurzen) Jahr.

Angie ist von Anfang an ein sehr sympathischer Charakter und hat eine starke Persönlichkeit. Konfrontiert mit der schrecklichen Entdeckung, dass ihr drei Jahre fehlen, versucht sie trotzdem, stark zu bleiben. Als sie wieder „aufwacht“, muss sie sich zuerst einmal daran gewöhnen, schon 16 zu sein, sich mit ihrem veränderten Körper anfreunden und Ordnung in ihre Gefühlswelt bringen. Ihre Eltern sind ihr dabei keine große Hilfe: Die Mutter weiß nicht wirklich mit ihr umzugehen, obwohl man ihr die Erleichterung und Freude anmerkt, dass ihre Tochter wieder zu Hause ist. Der Vater wirkt dagegen seltsam; einerseits hat er sein kleines Mädchen zurück, aber mit dem Gedanken, dass man ihr Schreckliches angetan hat, kommt er nicht klar und verschließt sich vor ihr. Dank Dr. Grant kann sie ihrer Verzweiflung Worte geben und durch die Hypnosesitzungen lernt sie nach und nach ihre Persönlichkeiten kennen. Halt gibt ihr auch ihre frühere Freundin Kate, die ihr zur Seite steht und ihr im „neuen“ Leben hilft.

Durch den Aufbau der Geschichte nimmt der Leser teil an dem Aufklärungsprozess. An keiner Stelle weiß man mehr als die Protagonistin von den Begebenheiten. Schritt für Schritt werden Knoten gelöst und Fäden verwoben. Neben Angie kommen auch immer wieder ihre Teilcharaktere zu Wort, so dass man auch diese kennen lernt – und durch sie die ganze Geschichte erfährt.

Im Nachwort der Autorin erhält man noch ein paar Informationen zum Krankheitsbild und zu den im Buch erwähnten Therapien. Für mich war das hochinteressant und ich weiß, dass ich mich noch etwas näher mit dem Thema beschäftigen werde.

Fazit:

Ein erschreckendes, wenn auch sehr interessantes Thema, dass durch Liz Coley sehr gut umgesetzt und „verpackt“ wurde. Von mir eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Ein Buch, dass man – hat man erst mal damit angefangen – nicht mehr aus der Hand legen kann.


Crossover: es wird dich veraendern
Crossover: es wird dich veraendern
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Crossover ..., 3. Februar 2015
6 Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, haben nur eins gemeinsam: Sie erwachen in einer für sie völlig fremden Umgebung, können sich an nichts erinnern und wissen nur eins - sie sind in Gefahr. Als Harald erwacht, denkt er erst, dass er schon gestorben ist. Bis er sich umschaut und am Himmel zwei Sonnen entdeckt und von einem krebsartigen Riesenmonster als Zwischenmahlzeit auserkoren wurde. Tom ist der Meinung, dass dies alles einem schlechten Drogentrip entstammt und macht sich erst mal nur Sorgen darum, dass er nicht cool wirken könnte. Den beiden läuft Tabea über den Weg: Herrisch, top gestylt und (noch) recht entspannt trotz der seltsamen Situation. Birgit dagegen muss ihre Tochter Kati suchen, die ein „Hundi“ gesehen und diesem nachgelaufen ist – nur dass dieses Hundi eher ausschaut wie ein leuchtender verwachsener Affe. Beobachtet werden die beiden von einem namenlosen und geheimnisvollen Mann, der sich selbst als Jäger sieht und nur langsam daran erinnert, wer er ist.

Langsam und nur zögerlich lernt man die Protagonisten kennen, erlebt mit, wie ihre Erinnerung zurückkehrt und sie herausfinden, wer sie sind. Ein paar Klischees fehlen bei den Charakteren auch nicht: Tabea weiß um ihr gutes Aussehen und setzt dieses skrupellos ein, um ihre Mitmenschen zu manipulieren und einen für sich selbst möglichst großen Vorteil zu erzielen. Das perfekte „Opfer“ hat sie in Tom gefunden: Unsicher und bemüht cool, dabei aber absolut triebgesteuert, der angesichts Tabeas weiblicher Reize mit den Gedanken weit abschweift. Diese beiden und auch Harald fand ich während der kompletten Handlung am präsentesten. Birgit bleibt ein undurchsichtig: Zweifache Witwe, die aufgrund eines nicht genannten Ereignisses gläubig wurde und ihre geistig zurück gebliebene Tochter über alles liebt. Diese übrigens gefiel mir recht gut; ihr Unvermögen, sich aufgrund ihrer Behinderung richtig auszudrücken und bemerkbar zu machen, war gut dargestellt. Mit ihr konnte ich richtig gut mitfühlen. Der Jäger blieb die meiste Zeit eine Hintergrundfigur, über ihn findet man nicht allzu viel heraus.

Als Leser ist man immer auf dem gleichen Stand wie die Protagonisten und ihnen nie einen Schritt voraus. Nach und nach entdeckt man Hinweise, was passiert sein könnte, wie die Menschen zusammen hängen und wo sie sich befinden. Auch beobachtet man, wie sich die Wesenszüge der sechs ändern: Manche wachsen über sich hinaus, andere zeigen schnell ihr wahres Gesicht – aber ob es wirklich ihr wahres Gesicht ist oder sie sich durch die äußeren Umstände ändern, darf der Leser selbst entscheiden. Denn nicht nur die fremde Umgebung, die menschenartigen Wesen und mutantenähnlichen Tiere sind ihnen feindlich gesinnt, auch sie selbst können sich gefährlich werden.

Durch die kontinuierlichen Perspektivenwechsel bleibt die Spannung während des ganzen Buches auf einem Level und zwingt einen förmlich zum Weiterlesen. Fred Ink schreibt stellenweise sehr bildhaft und manche Stelle erfordert einen robusten Magen. Einziger Minuspunkt, der aber eigentlich auch ein Pluspunkt sein könnte: Fast ist es schon ein wenig zu viel des Guten. Monstertiere, menschenähnliche Wilde, die vergewaltigen und zum Kannibalismus neigen, ungesunde Atmosphäre, seltsame tödliche Pflanzen. Immer wieder kommt etwas Neues auf den Leser zu, ganz ohne Atempause.

Fazit:

Ich brauche immer ein Moment, um mich in den Büchern von Fred Ink zurechtzufinden. Doch dann fesselt mich seine Phantasie sehr schnell und es fällt mir schwer, mit dem Lesen aufzuhören.


Weiberfrühstück: Roman
Weiberfrühstück: Roman
von Renée Karthee
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Amerika - wir kommen, 24. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Weiberfrühstück: Roman (Taschenbuch)
Ellen – Mitte 40, (glücklich) verheiratet, pubertierender Sohn. Eigentlich mag sie ihr Leben, bis in dieses plötzlich Tamara tritt. Tamara, die neue Nachbarin: schlank, gut aussehend, beruflich erfolgreich. Alles nicht so schlimm, bis sich herausstellt, dass Tamara die Jugendliebe von Ellens Mann ist. Eigentlich auch noch nicht tragisch – bis Kai seine handwerklichen Fähigkeiten in Tamaras Wohnung entdeckt. Hierbei bricht er sich den Ellenbogen, will von Ellen bemuttert werden – und vergisst zu allem Überfluss die Geburtstagsparty (Überraschung!), weil er lieber mit Tamara zum Fußball geht.

Margaux, beste Freundin von Ellen, ist überzeugt, dass ihr Mann sie betrügt. Das lässt sie sich nicht gefallen und verlässt ihn kurzerhand, um zu ihrer Cousine nach Kalifornien zu fliegen und ihre Wunden zu lecken. Nach dem Fiasko mit Kais Party hat Ellen die Nase voll von ihrer Ehe, packt spontan ihre Koffer und fliegt zu Margaux.

Hier geht dann der Spaß erst richtig los, denn die beiden Frauen stellen ihr Leben gründlich auf den Kopf und mischen die Amerikaner erst mal richtig auf.

Der Schreibstil von Renée Karthee ist sehr angenehm zu lesen. Ihre Protagonisten treten gerne mal ins Fettnäpfchen, aber die beschriebenen Situationen sind nie zu überzogen. Trotzdem hat der Roman zwischendurch seine Längen – seien es Ellens ausschweifende Gedankengänge oder – vor allem auf den ersten Seiten – zitierten Liedtexte.

Fazit: Ein sehr nettes Buch für zwischendurch. Manche Szenen waren urkomisch, manche ein wenig fad. Wer also gerne mal die Seele baumeln lässt, sollte dieses Buch lesen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5