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Rezensionen verfasst von
Antje Burkert (Berlin)
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Wer sich in Gefahr begibt: Ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross. Martin & Ross, Bd. 1
Wer sich in Gefahr begibt: Ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross. Martin & Ross, Bd. 1
von Ann Granger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Rosamunde Pilcher als Kriminalversion, 29. August 2009
Ann Grangers erster historischer Kriminalroman im viktorianischen London stellt sich als sehr seichte Literatur heraus, lässt sich jedoch leicht, schnell, ohne große Langeweile weglesen, aber gibt einem auch nichts. Weder die Story noch die Charaktere sind besonders kunstvoll dargestellt. Sie wirken wenig authentisch und gleichen eher Personen aus dem 21. Jahrhundert. Der geschichtliche Hintergrund bleibt nahezu außen vor. Am Ende siegt ohne ausführlichen Spannungsbogen und sehr vorhersehbar das Gute. Eine Liebesgeschichte zwischen den Helden des Romans - Lizzi und Ben - darf natürlich auch nicht fehlen. Agatha Christie, mit der Ann Granger verglichen wurde, würde wahrscheinlich die Hände über dem Kopfe zusammenschlagen.


Himmlische Wunder
Himmlische Wunder
von Joanne Harris
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schokoladig düstere Magie, 21. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Himmlische Wunder (Taschenbuch)
"Himmlische Wunder", der zweite Roman von Joanne Harris zum Thema Schokolade suggeriert mir, dass hinter Chocolat" mehr steckt, als der gleichnamige wunderschöne Film vermittelte.
"Himmlische Wunder" spielt im tristen, morbiden Paris, eine Sammlung von Individuen, voller Farbenpracht, ein Lichtschweif aus Schmetterlingsblau. Harris schreibt zunächst ausdrucksstark, mit der Naivität eines Kindes und der Liebe einer Mutter. Sie malt eine wunderschöne, süße und sahnige Melancholie. Man spürt die heiße, klebrige Schokolade an den Lippen. Im Verlauf entwickeln sich jedoch inhaltliche Längen, Weitschweifigkeit, stilistische Ungenauigkeiten und Halbherzigkeiten. Immer seltener findet man literarisch starke Passagen wie zu Beginn. Es wirkt, als würde Harris den Faden verlieren, mehr sagen wollen, als gesagt werden muss.
Die Stimmung wird düsterer, beängstigende Hexen, Flüche, der tötende Dezemberwind machen sich zwischen den kakaohaltigen Trüffeln breit. Man hofft, die viel beschriebene Pinata würde platzen, doch es kommt nur zu einem banalen, langweiligen, unspektakulären Ende à la Hollywood.


Das Hagebutten-Mädchen: Ein Inselkrimi
Das Hagebutten-Mädchen: Ein Inselkrimi
von Sandra Lüpkes
  Taschenbuch

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nordseefeeling, 5. Juli 2008
Oh je, diesmal tat ich mich mit der Bewertung aber sehr schwer, ambivalente Gefühle spielten da hinein. Vom Stiel, dem schriftstellerischen Niveau hat dieser Krimi höchstens einen Stern verdient, ein echter Groschenroman, wie man ihn an Zeitungsständern erwerben kann. Die Recherchearbeit ist unglaublich schlecht: an der Nordsee scheint einfach im März um 7:30 noch keine Sonne, ein fast 3 jähriges Kind ist in der Lage, soweit es als kerngesund und gut in der Entwicklung beschrieben wird, alleine zu essen und sich zu verständigen, die Insel Juist ist nicht so groß, als dass man mit einer Pferdekutsche länger als eine Stunde in ein und dieselbe Richtung fahren könnte etc. Sieht man darüber hinweg und ist so absoluter, ferienpatriotischer Nordseefan wie ich, schwelgt man in diesem Roman, kann ihn auf jede andere Nordseeinsel übertragen und reist gedanklich auf die Insel, um an den Originalschauplätzen am Inhalt teilzunehmen, so dass ich aus emotionaler Sicht dem Werk 5 Sterne geben würde.
"Das Hagebuttenmädchen" kann ich also nicht unbedingt zum Lesen weiterempfehlen, außer der Leser hegt dieselben Gefühle für Ostfriesland wie ich und möchte fern der Ferienzeit eine kleine Reise auf die Inseln unternehmen!


Touchdown
Touchdown
von John Grisham
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Amerikaner in Parma, 1. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Touchdown (Gebundene Ausgabe)
Ein Grisham mal wieder außerhalb eines Gerichtssaales - und zwar in Italien. Grisham kreiert mit "Touchdown" einen echten Sommerroman, der Fernweh bereitet, der die Lust weckt, Italien zu bereisen, italienische Kultur zu tanken, italienisches Essen und Wein zu genießen, Opern zu lauschen und eine feurige Liebe zu erfahren. All das erlebt sein Protagonist, Rick Dockery, ein Kerl von einem Mann, ein echter - wenn auch ausgemusterter - NFL-Quarterback, der nach einer endlosen Odyssee durch die nordamerikanischen und kanadischen Liegen von seinem Agenten nach Italien abgeschoben wird und dort mit einem ziemlichen Kulturschock startet, schlussendlich jedoch nicht mehr nach Hause möchte.
Keine Weltliteratur, jedoch sehr unterhaltsam, leicht und beschwingt zu lesen. Achtung - nix für leere Mägen!


Die Violinen von Saint-Jacques: Roman
Die Violinen von Saint-Jacques: Roman
von Patrick Leigh Fermor
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Salpêtrière, 28. Juni 2008
Mit "Die Violinen von Saint-Jacques" hat der 1915 in London geborene Autor, der, nachdem er von diversen Schulen geflogen war, zu Fuß nach Konstantinopel wanderte, im Zweiten Weltkrieg als britischer Agent im griechischen Untergrund weilte und 2004 in den Adelsstand erhoben wurde, eine wunderschöne Familiensaga erschaffen, die uns in die zauberhafte und entlegene Welt der Karibik, der französischen Antillen, entführt, die Fermor nach dem Kriege bereiste. Mit wunderschönen Worten und Beschreibungen bringt er uns diese fantastische Welt zwischen den schwarzen Kreolen fernab der europäischen Fauna und Flora mit all seinen vogelfreien, exotischen Geflogenheiten - Federkiele, afrikanische Trommeln, Siegelringe, dicke Zigarren, Gongs, Weihrauchgefäße, Wasserpfeifen, Opium, Teakholz - nahe, lässt uns aufgrund seiner bildhaften Sprache teilhaben an dem kolonialen Leben, am bunten Karneval. Schlussendlich wendet sich die Erzählung weg von der Familie hin zu einem unglaublichen Naturereignis, das ich hier nicht vorweg nehmen möchte und endet hoch philosophisch (S. 182 ff).
Ich muss zugeben, dass ich nach den ersten drei Seiten den Roman fast zur Seite gelegt hätte, da mir die Sprache doch allzu alt und schwerfällig vorkam, ich mich ein wenig an Defoes "Robinson Crusoe" erinnert fühlte. Glücklicherweise las ich weiter und entdeckte den sehr kurzweiligen, unterhaltsamen und zum Träumen einladenden Schreibstil Fermors!


Ein Stück vom Meer: Roman
Ein Stück vom Meer: Roman
von Aliza Olmert
  Gebundene Ausgabe

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vater, Mutter, Kind, 10. Juni 2008
"Ein Stück vom Meer" ist ein autobiographisch gefärbter Roman über Aliza Olmerts - der Frau des amtierenden israelischen Ministerpräsidenten - Umsiedlung aus Deutschland nach Israel in den 50er Jahren, ein Roman über die Anfänge dieses jungen Staates, bei dem der Holocaust ein Nicht-Thema spielt. In einfachem, anschaulichem Stil wird aus der Sicht des Kindes Alusia das Ankommen im neuen Leben, im Gelobten Land beschrieben. Der Inhalt ist einfach strukturiert: die ersten 100 Seiten sind Einleitung, die krampfhaft bemühte Adaption an die neuen Gegebenheiten und das Streben nach Normalität. Es folgen 100 Seiten Resignation der Mutter, die sich nach ihren toten Verwandten und Europa derart sehnt, dass sie fast daran zugrunde geht, wohingegen der Vater, ein Schnallenheld, weiterhin verbissen, doch optimistisch versucht, Fuß zu fassen. Auf weiteren 100 Seiten gibt dagegen er auf, lähmen ihn die Folgen des Krieges, wohingegen die Mutter im Aufbau einer polnischen Bibliothek, die als Treffpunkt für polnische Überlebende dient, die zu ihrer neuen Familie werden, ihre Bestimmung findet und zu leben beginnt. Beide Eltern entfernen sich immer weiter von einander, von ihrem Ziel, eine Familie zu sein und den Bemühungen, ihre Tochter zu einem guten Menschen zu erziehen, ihr eine kultivierte Umgebung (ein Bougainvilleen umranktes Haus) zuschaffen" (S.143), und münden im routinierten, normalen, oberflächlichen Alltag. Die Entwicklung der kleinen Alusia dagegen ist diametral: aus dem lieben, fröhlichen Kind, das ihren Eltern einziger Lichtblick im trüben Neuanfang ist, das sich immer vernünftig und rücksichtsvoll verhält, sich jedoch danach sehnt, Kind sein zu dürfen, wird eine aufsässige, israelische Straßengöre, die sich von den Interessen ihrer Eltern vollständig entfernt hat und nun endlich Kind ist!
Ein wirklich interessant und schön zu lesender Roman, der mich neugierig gemacht hat, mehr über das damalige und heutige Leben in Israel zu erfahren. Lobend sei hervorzuheben, dass das oft behandelte Thema Holocaust, Diaspora und Zionismus, das unweigerlich, aufgrund der Wurzeln der Protagonisten zu dieser Geschichte gehört, ganz unaufdringlich und ohne Wertung einbezogen wird


Faustinas Küsse. Roman
Faustinas Küsse. Roman
von Hanns-Josef Ortheil
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Goethe in Rom, 19. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Faustinas Küsse. Roman (Taschenbuch)
Ortheil beschreibt in seinem Roman "Faustinas Küsse" den fast zweijährigen Aufenthalt Goethes in Rom aus der Sicht eines armen Römers, der als Spion für den Heiligen Vater arbeitet und Goethe verschwörerische, politische Aktivitäten in Italien andichtet, um von der katholischen Kirche eine kräftige Pension bezahlt zu bekommen. In diversen Monologen beschreibt er aber den eigentlichen, eher langweiligen, kühl nordischen und etwas kauzigen Lebensstil des Künstlers. Goethes biographischen Eigenarten und Lebensabschnitte werden vage gestreift und sind eigentlich nur für den Goethe-festen Leser erkennbar.
Im Stil erinnert Ortheil an Süßkinds "Parfüm", ohne an dessen Genialität heranzukommen. Teilweise sind die Passagen zu langatmig und nichts sagend, im Ansatz gut gedacht und dann nur mangelhaft ausgeführt. Gerade im letzten Drittel des Romans ergießt sich über Seiten ein wenig poetischer, ermüdender Monolog über die Liebe. Die letzten 30 bis 50 Seiten dagegen haben wieder etwas mehr Pep und bewirken, dass man den Roman in netter, leicht lesbarer Erinnerung behält!


Zärtlich ist die Nacht
Zärtlich ist die Nacht
von F S Fitzgerald
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amor und Psyche, 7. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Zärtlich ist die Nacht (Broschiert)
Nun habe ich das Buch mit maritimer Sommerstimmung gefunden und dazu noch einen neuen Lieblingsautor, F. Scott Fitzgerald. "Zärtlich ist die Nacht" beginnt in der gleißenden Sommerhitze der französischen Riviera. Man spürt Sonnenglut, wohlige Langeweile, Lustbarkeit und Dekadenz, die morbide Trägheit der Schönen und Reichen, der Mondänen und Intellektuellen, die in den ausgehenden 20er Jahren aus Amerika nach Europa herübergeschwappt sind, taucht ein in das gehobene Leben, die von Alkoholexzessen und Geld strotzenden Landhauspartys und Bootspartien, nimmt sie auf, die Vanitas der dem Reichtum überdrüssigen Oberschicht.
Fitzgerald kreiert eine erstklassige Gesellschaftsstudie auf hohem psychologisch-philosophischem Niveau. Man taucht ein, in eine sprudelnde Quelle phantasievoll gestrickter Vernetzungen und Szenenfolgen, wunderschön formulierter Erzählungen, Dia- und Monologe. Besonders hervorzuheben sei hier die sorgsam gewählte und genial umgesetzte Lichtregie. Und wer ein wenig über das Leben Fitzgeralds weiß, erkennt in jeder Romanfigur ein Stück des Autors selber wieder.
Unbedingt empfehlenswert für jeden, der neben spannenden Kriminalromanen auch mal ein Stimmungswerk lesen möchte!


Das Meer der Erinnerung
Das Meer der Erinnerung
von Erri DeLuca
  Taschenbuch

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Haiele gegen die friedlichen Fischer von Capri, 16. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Meer der Erinnerung (Taschenbuch)
Ich wollte ein Buch mit maritimer Stimmung, bei dem man das Salz des Meeres auf den Lippen, den Wind im Haar und die Wärme des Frühsommers auf der Haut spürt, ein Buch, das nur so sprüht vor gleißendem Sonnenlicht und dem verführenden Azur über einem endlosen Mittelmeer. Und was bekam ich? "Meer" im Titel und hinter dem Einband die Nachwehen des 2. Weltkrieges, die Verarbeitung der Nazizeit und Judendeportation durch einen italienischen Halbwüchsigen, einen Mix aus politischer Thematik und der ersten Liebe, abgefasst in einem leeren Monolog voller Worte, der bis auf gedämpfte Melancholie und Schwermütigkeit keine Stimmung verbreitet.
Nicht zu empfehlen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2009 9:27 AM MEST


Amokspiel
Amokspiel
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenig anspruchsvoll - einfach so zum dahinschmökern, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Amokspiel (Taschenbuch)
Die Sprache in Fitzeks zweitem Roman "Amokspiel" ist einfach und banal, gesprochene Sprache, doch gerade deshalb liest er sich in solch rasantem Tempo weg. Auch der Inhalt ist wenig innovativ, plätschert seicht dahin. Es entspannt sich ein relativ leicht durchschaubares, wenn auch mit vielen Seitengassen geschmücktes, Verhandlungskonstrukt, das mehr schlecht als recht die Charaktere und deren Probleme einführt, den Plot aufbaut.
Auch wenn meine Rezension vielleicht nicht so berauschend klingt, habe ich es doch genossen, nach vielen Wochen in Cornelia Funkes "Tintenwelt" mit gehaltvoller Sprache und ausgefeilten Charakteren, mich einfach bei diesem Regenwetter auf die Couch kuscheln zu können und ohne nachzudenken, Fitzeks Roman k o n s u m i e r e n zu können! Gerade für Berliner auch immer wieder nett, an Schauplätze in der eigenen Stadt entführt zu werden. Empfehlenswert als Sommerferien-Strand-oder-Pool-Lektüre!


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