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Rezensionen verfasst von
Gutter Ballet

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The Mystery of Time (Limited Digibook)
The Mystery of Time (Limited Digibook)
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Runde Sache, 10. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So oft hat Herr Sammet schon gesagt 'das war definitiv das Ende' und immer kam dann doch noch was neues. In diesem Falle ein einstündiges Rock Epos, das es in sich hat. Diesmal ohne Jorn Lande, was aber nicht negativ auffällt.

Bei den beiden Vorgängeralben fand ich, dass sie jeweils gut anfingen, gegen Ende aber das Niveau nicht halten konnten. Dieses Problem finde ich hier nicht vor. Die Qualität des Albums ist gleichbleibend gut. Auch waren mir bei den beiden Vorgängern die Gitarren zu steril und die Produktion zu leblos. Auch das ist hier behoben. Die einbindung eines Orchesters hat nicht nur zur Fülle der Songs beigetragen, das ganze klingt auch wesentlich organischer. Und das ist gut so, denn schließlich heist es Heavy Metal und nicht Heavy Plastic.
Natürlich sollte jedem klar sein, dass Avantasia weder sich noch das Genre neu erfindet. Das und die Tatsache, dass den jeweiligen Gastsängern/-musikern teils sehr maßgeschneiderte Lieder geschrieben wurden, lässt beim ein- oder anderen den Eindruck entstehen, er habe dieses oder jenes schonmal gehört. Bei einem All-Star-Projekt ist das aber kaum verwunderlich und meiner Meinung nach auch nicht schlimm, solange die einzelnen Songs wenigstens gut sind und das Album eine runde Sache ist. So gibt es hier eingängige Metal-Nummern, wie 'Spectres' oder 'Where Clock Hands Freeze'(Kiske singt bei Avantasia zwar praktisch nur eine Melodie, die je nach Album leicht variiert wird, aber diese Variation ist der Hammer). Radiogitarrenpoprock-Balladen, wie 'Sleepwalking'(das sicherlich genau deshalb auch Single wurde) und 'What's Left Of Me'(perfekt intoniert von Eric Martin) sind nicht so ganz mein Fall, aber Geschmack ist ja gottseidank verschieden. Dagegen sind gerade die Langen Tracks 'Saviour In The Clockwork' und 'The Great Mystery' erstaunlich gut geworden. Sie sind nicht so komplex wie seinerzeit 'The Seven Angels' z.b., aber fesselnd und auch ein wenig vertrackt. Ebenso wie Black Orchid sind das Songs, die man mehrmals hören sollte, damit sie sich erschließen.

Die Mischung ist mir ausgewogen genug, mich ihrer zu erfreuen, auch die Reihenfolge der Songs ist gut gewählt, da die Scheibe trotz dauerrotation auf meiner Anlage immer noch wie aus einem Guss klingt, was nicht immer der Fall ist.

Kurz zur Limited Edition:

Mit 'Cross in You' befindet sich ein Bonystrack drauf, der gut auch auf einer neueren Edguy-Platte hätte sein können. Solider Stadionrock, kann man hören, muss man aber nicht. Interessanter ist da schon die alternative version von 'Death is Just a Feeling', die komplett von Tobi allein gesungen wird. Klar kann er Jon Oliva nicht das Wasser reichen, aber Tobias Sammet der singt wie Jon Oliva ist auf jeden Fall interessant.

Beim Booklet habe ich nur einen Kritikpunkt: Neben den gut lesbaren Texten, gibt es jeweils noch sowas wie Tagebucheinträge des Protagonisten. An sich interessant, da sie die Storyline ergänzen, aber sie sind nur schwer zu erkennen(heben sich farblich kaum vom Hintergrund ab) und auch das entziffern kostet Arbeit(da Handschrift).

Fazit: ein grundsolides Album mit gutem Sound, ohne große Hänger oder irgendwelche Längen, das für jeden etwas in petto hat.


Bring Back The Metal [Explicit]
Bring Back The Metal [Explicit]
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Metal alter Schule, 15. Dezember 2011
Vaporizer bringen uns den Metal zurück. Klar kann man fragen, ob der je weg war, angesichts Ideenlosigkeit und überproduzierter Massenware ist ein "Zurückholen" alter Werte aber durchaus löblich. Entsprechend roh, dreckig und provokant gehen die Herren samt Dame hier zu Werke. interessanterweise kommen sowohl deutsche als auch englische texte vor, ein dahinterstehendes Gesamtkonzept konnte ich zwar nicht ausmachen, is aber definitiv mal was anderes. Was Melodien, Songwriting und Vocals angeht sind hier die 80er definitiv wieder aufgestanden. Allerdings ist der Rumpel-Garagen-Sound gut geeignet, sie schlagartig wieder ins Grab zu befördern. Andererseits kann der natürlich auch beabsichtigt sein, denn was an 80er angelehnt ist, soll ja auch so klingen. Eins ist jedoch sicher, Vaporizer klingen im positiven Sinne ungewohnt, zweifelsohne eigenständig und meiner Meinung nach gut. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.


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